Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Seiten

J. Hans Muth

Rezension „Der Stimmentöter“ von J. Hans Muth

Verlagsinfo, Klappentext

„An einer Staustufe der Mosel wird eine weibliche Leiche gefunden. Hauptkommissar Julian Thalbach kann schnell herausfinden, dass die Frau nicht ertrunken, sondern durch Fremdeinwirkung ums Leben gekommen ist. Er, sein Kollege Alexander Laufenberg und Dr. Wackershausen machen eine grauenvolle Entdeckung. Der Mund der Toten ist zugenäht. Bei der anschließenden Obduktion sieht Pathologe Habermann noch ein zweites, ebenso erschreckendes Detail. Die Stimmbänder des Opfers sind durchtrennt. In die Ermittlungen hinein erstattet Krankenhaus-Arzt Dr. Brunner eine Vermisstenmeldung. Er behauptet, seine Frau sei entführt worden. Diese Annahme bestätigt sich und Thalbach glaubt Parallelen zum Todesfall der Unbekannten zu sehen. Als dann weitere gleichgelagerte Todesfälle bekanntwerden, sieht sich Thalbach einer brutalen Mordserie gegenüber, deren Motive er im psychologischen Bereich des Täters zu erkennen glaubt.“

Seiten: 478

ISBN: 978-3-947470-01-3

Stephan Moll Verlag

 

Der Stimmentöter von J. Hans Muth, Cover mit freundlicher Genehmigung von Stephan Moll Verlag

Der Stimmentöter von J. Hans Muth, Cover mit freundlicher Genehmigung von Stephan Moll Verlag

 

 

Ich habe bereits einige Titel aus der Feder von J. Hans Muth gelesen und ich muss sagen, ich freue mich immer wieder wenn mir ein Buch von ihm in die Hände fällt.

Auch Der Stimmentöter hat mich wieder voll und ganz überzeugen können!

Auf fast 500 Seiten erzählt uns der Autor eine mehr als interessante Geschichte. Die meisten Krimis und Thriller die ich so lese haben ca 100 bis 150 Seiten weniger, aber hier ist wirklich jede Zeile lesenswert. Nie hat man das Gefühl das die Spannung fehlt, oder das etwas langatmig erscheint.

Was mir an diesem Thriller sehr gut gefallen hat? Der Autor lässt uns ganz dicht an die Geschichte herankommen, er gewährt uns quasi immer wieder einen Einblick in die Seele des Mörders.

Der Schreibstil an sich ist natürlich auch toll. Leichtgängig und flüssig treibe ich von Seite zu Seite. Naja, eigentlich bin ich eher gerast, da ich bei jedem Kapitelende schon wieder so gespannt war wie es denn nun weiter geht 😉

Die Protagonisten sind durchgängig richtig gut ausgearbeitet und kommen sehr menschlich rüber. Gerade Hauptkommissar Julian Thalbach und seine Kollegen haben mich mit ihrer Art begeistert. Seine Ermittlungsarbeit wird im Ich-Stil geschrieben , so ist der Leser ganz dicht dran. Aber wie bereits angedeutet schreibt der Autor diese Geschichte in verschiedenen Perspektiven und Handlungsrängen. So kann man auf der einen Seite wunderbar miträtseln und raten und ist dann im nächsten Kapitel dann schon wieder auf der Seite des Mörders, den  ich dann wirklich erst am Ende erahnt habe.

Auch das private Leben der Ermittler bekommt einen Platz in der Geschichte zugeteilt. Ich bin ein Freund davon, wirklich, ich mag es wenn man die Figuren kennenlernen darf und auch mal die private Seite von ihnen sieht. Das macht einen Thriller erst richtig interessant für mich. Nicht nur die reinen Fakten bei der Ermittlung zählen, klar geht es im Vordergrund ja darum den Täter dingfest zu machen, aber ich denke der Leser möchte doch gerne ein wenig  mehr.

Hier bekommt der Leser  auf alle Fälle mehr 🙂 Mehr Seiten, mehr Spannung, mehr Grusel …

Verschiedene Handlungsstränge können leicht verwirren, aber J. Hans Muth gelingt es gekonnt alle Ebenen am Ende miteinander zu verschmelzen und ein stimmiges Ende zu schaffen.

Das Taschenbuch kommt übrigens in einer hervorragenden Qualität daher, so kenne ich es aber auch aus dem SMO Verlag.

~BL

 

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