Über Leseleidenschaft

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Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Gang zum Friedhof

Rezension „Gang zum Friedhof“ von Klaus Heimann

Verlagsinfo, Klappentext

„Allerheiligen. Auf dem Gemeindefriedhof in Essen-Haarzopf wird eine Leiche gefunden. Wie aufgebahrt liegt sie auf einer geräumten Grabstelle. Weder in der Gemeinde, noch im Stadtteil ist der Mann bekannt. Woher kam er? Was führte ihn auf den Friedhof? Welches Motiv steckt hinter der Tat? Als die Mordwaffe gefunden wird, gerät der Haarzopfer Pfarrer unter Verdacht. Endlich gelingt es Hauptkommissar Sigi Siebert, die Identität des Ermordeten aufzudecken. Zwischen dem Opfer und einem Grab auf dem Friedhof besteht eine Beziehung, die zur Lösung des Falls führt …“

Seiten: 210

ISBN: 978-3-95813-1262

edition oberkassel

Wie ihr wisst, mag ich Krimis wirklich gerne. Beim Verlag edition oberkassel werde ich immer wieder fündig 😉 Dieser Verlag hat eine große Auswahl an schönen Krimis ich kann einen Besuch auf der Verlagsseite wirklich empfehlen.

Von Klaus Heimann hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen weitere Bücher aus seiner Feder zu geniessen 😉

Der Schreibstil von Klaus Heimann ist angenehm und flüssig. Man findet als Leser sehr gut in die Geschichte.

Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau des Krimis an sich. Das finde ich hat Klaus Heimann richtig toll gemacht. Sigi Siebert und Kollegen ermitteln nicht „just in time“ sondern es ist eigentlich eine Rückschau. Während eines gemütlichen Zusammensein in Sigis Lieblingskneipe erzählt er seinem guten Freund von der Schutzpolizei von dem Mordfall. Sigi, mittlerweile in Frührente hat keinen Moment der Ermittlungen vergessen.

Dieser Krimi kommt sehr bodenständig daher, es wird hier nicht nötig mit schrecklichen Details die Stimmung angeheizt. Klaus Heimann gelingt es auch ohne blutige Spuren eine Grundspannung in seine Geschichte zu bringen, die sich durchgängig hält. Man findet alles was ein guter Krimi haben sollte. Logischerweise eine Leiche ( im Laufe des Buches sogar mehr), einen interessanten Tatort und ein gutes Ermitteltem. Hier wurden die Charaktere wirklich schön rund aufgebaut. Ich bin ja ein Fan von Kommissaren, bei denen man auch ein wenig im Privatleben integriert ist. Hier gab es vom Privatleben des Sigi Siebert eine Menge, auch wenn ich gestehe, dass ich mitunter einige Probleme mit seiner Frau und Tochter hatte. Allerdings muss ich abschliessend schon zugeben, das es genau die richtige Mischung war. Es ist im wahren Leben ja auch nicht jeden Tag alles gleich toll 😉 Der Sigi ist übrigens schon ein ganz besonderer Kommissar. Aber nicht nur Sigi ist ein besonderer Mensch, auch der Rest seines Teams ist so menschlich und angenehm.

Ein weiterer Punkt der mir gut gefallen hat, sind die „Tagebuchausschnitte“ eines jungen Mädchens, die immer wieder eingefügt wurden. Diese Zeilen berühren den Leser schon und man ahnt das eine oder andere. Und doch gelingt es dem Autor den Leser am Ende hin noch zu überraschen.

Ich muss hier sagen dass ich ein riesiger „Mörchenfan“ bin und ich würde mich sehr freuen wenn ich noch weitere Bücher in die Finger bekäme in denen dieses Team spannende Fälle auflösen darf.

~BL

 

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