Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Seiten

Apfelwein

Rezension „Ebbelwoijunkie“ von Gerd Fischer

Verlagsinfo, Klappentext

„Angriff auf die hessische Apfelwein Kultur: EU-Politiker Hans-Georg Schumann plant eine neue Gesetzesvorlage, die den Genuss des goldgelben Nationalgetränks auf 200 ml am Tag begrenzen soll. Schumann wird zu informellen Gesprächen in den Frankfurter Römer eingeladen, doch dort kommt er nie an. Er wird ermordet aufgefunden. Die Ereignisse überschlagen sich. Es sieht danach aus, als habe ein bekennender Apfelweinliebhaber dem Gesetzesvorhaben Einhalt gebieten wollen.

Kommissar Rauscher glaubt nicht an dessen Schuld, steckt jedoch in der Zwickmühle. Einerseits sprechen die Indizien klar gegen den Täter, andererseits kann Rauscher sein Motiv, das Stöffche zu verteidigen, glänzend nachvollziehen und empfindet gar Sympathie. Er will sich nicht mit dem allgemeinen Urteil abfinden. Rauscher rebelliert, schlägt über die Stränge, wird sogar suspendiert. Doch er ermittelt privat weiter, denn er muss herausfinden, was wirklich hinter dem Mord an dem EU-Bürokraten steckt …“

Seiten: 246

ISBN: 9783946413912

mainbook

Ebbelwoijunkie von Gerd Fischer, Cover mit freundlicher Genehmigung von mainbook

Ebbelwoijunkie von Gerd Fischer, Cover mit freundlicher Genehmigung von mainbook

 

Es rauschert wieder und wie…

Dies ist ja bereits der  9. Krimi in dem Kommissar Rauscher und sein Team ermittelt. Hier mal die chronologische Folge : Mord auf Bali, Lauf in den Tod, Der Mann mit den zarten Händen, Robin Tod, Paukensterben, Fliegeralarm, Abgerippt, Einzige Liebe, Ebbelwoijunkie.

Ich bin ja schon lange ein Fan von den Krimis die Gerd Fischer schreibt. Ich glaube das ich damals mit Band drei oder vier eingestiegen bin.Dann habe ich aber  ganz schnell angefangen die fehlenden Bände nachzulesen 😉 Es ist wirklich toll, wie der Autor immer wieder Themen in und um Frankfurt aufgreift und sie gekonnt in eine spannende Krimihandlung einbindet.  Zum Teil geht er wirklich auch ans Eingemachte, wenn man zum Beispiel an Fliegeralarm denkt, in dem Gerd Fischer das wichtige Thema Fluglärm aufgegriffen hat.

Diesmal geht es um des Kommissars heißgeliebten Apfelwein, selber bin ich nicht wirklich ein Freund von diesem Getränk, aber das tut der guten Unterhaltung für mich keinen Abbruch. Vielleicht ist es auch gar nicht so abwegig, was hier so angedeutet wird…Man überdenke die eine oder andere EU Normentscheidung die bereits auf uns zugekommen ist…

Wie immer hat Gerd Fischer eine tolle Mischung aus Mordermittlung und privatem Leben von Andreas Rauscher hinbekommen. Spannend für mich als „Serienleser“ einfach super spannend zu sehen wie sich die frische Liebe zwischen Jana Kern und Andreas Rauscher weiter geht, beide haben ja doch viele  Gemeinsamkeiten. Aber der Autor hat schon noch einige Stolperfallen für beide eingebaut 😉 so dürfen sich die beiden zum Beispiel über den unerwarteten „Besuch“ von Mäxchen freuen. Die Mutter hat  spontan  einen Urlaub gebucht und beschlossen das der Vater nun mal eine Weile auf seinen Sohn aufpassen darf. Eigentlich klappt ja auch alles gut, aber es kommt dann doch zu Komplikationen.

In diesem Buch hatte ich einige kleine Probleme mit meinem lieb gewonnenen Rauscher, er ist schon echt schwierig gewesen, aber da ich ihn ja so lange kenne konnte ich sein Verhalten dann schon nachvollziehen. Immerhin wurde er ja sogar suspendiert und das geht ja mal gar nicht.

Ich möchte hier gar nicht so viele Details zu dem eigentlichen Fall ausplaudern, wie bereits gesagt muss unser Kommissar hier ganz schön rudern, auch sein Team kann ihm da gar nicht wirklich zur Seite stehen. Schlussendlich ist es dann aber doch mal gut, das Rauscher sich „festgebissen“ hat. Für meine Begriffe haben wir einen schönen Krimi, der spannend und gut durchdacht daher kommt.

Der Schreibstil ist flüssig und leichtgängigen, so hat mir der Autor wieder eine schöne und gelungene Lesezeit beschert 🙂

Ach was ich noch gerne sagen möchte…es ist immer wieder toll, wie Gerd Fischer Straßen; Orte und Plätze in Frankfurt und Umgebung beschreibt. Ich habe so oft das Gefühl beim Lesen direkt selber vor Ort zu sein, da ich einige Stellen selber schon besucht habe.

~BL

Rezension „Abgerippt“ von Gerd Fischer

Verlagsinfo, Klappentext

“ „Abgerippt“ von Gerd Fischer – ein Frankfurt-Krimi über Mietwucher, Zwangsräumung, Luxussanierung und Gentrifizierung.

Der Frankfurter Kommissar Andreas Rauscher ist wie vor den Kopf gestoßen. Sein Onkel fliegt aus der Wohnung, seine Freundin (oder Ex?) will nicht mehr mit ihm reden, ein Hausmeister entpuppt sich als Privatdetektiv und wird kurz darauf auch noch tot aufgefunden. Die Kripo ermittelt in einem Mietshaus in Sachsenhausen und Rauscher wird schnell klar, dass sich zwischen den Mietern des Hauses und ihrer neuen Hausbesitzerin eine hochexplosive Stimmung entwickelt hat. Rauscher taucht ein in eine Welt aus Wut und Zukunftsängsten.“

241 Seiten

ISBN: 9783944124759

mainbook Verlag

Abgerippt von Gerd Fischer, Cover mit freundlicher Genehmigung von mainbook

Abgerippt von Gerd Fischer, Cover mit freundlicher Genehmigung von mainbook

Und wieder „rausschert“ es…

Dies ist bereits der 7. Fall in dem Andreas Rauscher mit seiner Truppe ermitteln darf. Man muss nicht alle Teile gelesen haben um sich zurechtzufinden, da jeder Band in sich abgeschlossen ist.

Ich selber kenne alle Bände und ich mag es, die  Weiterentwicklung der  verschiedenen Protagonisten zu verfolgen. Der Autor schafft eine gute und gelungene Mischung aus Privatleben der Hauptfiguren und der Krimihandlung. Ich mag es ja sehr gerne, wenn mir die Ermittler im Laufe der verschiedenen Fälle immer bekannter werden, auch wenn ich nicht immer alles mag, was da so in deren Privatleben passiert 😉

Gerd Fischer gelingt es seine Bücher nicht nur auf den aktuellen Kriminalfall auszurichten. Immer wieder greift er Themen als Randthema auf, welche für Frankfurt und die Menschen die dort leben eine wichtige Rolle spielen. In „Abgerippt“  geht es diesmal um den schwindenden Wohnraum in Frankfurt, beziehungsweise darum, das vorhandener Wohnraum immer teurer vermarktet wird. Koste es, was es wolle…

Wir immer ist Fischers Schreibstil flüssig und leichtgängig und auch wer nicht wirklich ein Fan von Apfelwein ist 😉 wird schnell mitten in die Geschichte gezogen. Gleich mit den ersten Seiten ist der Neuleser ebenso mitten im Geschenk, wie wir als langjähriger Begleiter von Andreas Rauscher. Mich hat es ja schon ein wenig bedrückt, gleich auf den ersten Seiten zu lesen, das Andreas wieder mal einen Termin mit Elke und Mäxchen verbales, aber gut, was soll er auch machen, er kann seinen Onkel Bernd ja nicht so auf der Straße stehen lassen. Onkel Bernd wurde von seiner Vermieterin eiskalt auf die Straße gesetzt, gut er trägt eine gewisse Mitschuld, aber was da sonst noch so alles in dem Haus passiert, ist schon erschreckend. Da ist der Begriff Mobbing nicht an den Haaren herbeigezogen. Traurig wenn man sich vorstellt, das sich Gerd Fischer hier nicht alles aus den Fingern gesogen hat, sondern das solche Praktiken Gang und Gäbe sind 🙁

Natürlich gibt es hier auch Mord und Totschlag, das gehört eben in einen guten Krimi. Wie immer ermittelt Rauscher mit seinem Team in alle Richtungen. Diesmal scheinen  aber gewisse Spannungen innerhalb des Teams den Ermittlungserfolg zu erschweren. Auch hier hat der Autor wieder ein gutes Gespür entwickelt, ich denke unter privatem Stress bleibt es nicht aus, das an der Arbeit auch gewisse Problematiken auftauchen.

Nicht nur die Ermittler werden von Gerd Fischer ausführlich beschreiben. Auch für die Hausgemeinschaft hat er sich ein buntes Sammelsurium an Menschen ausgesucht. Hier leben, wie im wahren Leben die unterschiedlichsten Charaktere zusammen.

Mich hat Gerd Fischer wieder einmal wunderbar unterhalten. Seine Geschichten um Rauscher überzeugen jedes mal durch gute Recherche. Ich mag es wenn ein Krimi noch „Mehrwert“  hat. Und das findet der Leser bei Gerd Fischer. Er geht in die Tiefe, er spricht Themen an die wichtig sind! Dies überlagert aber nie den Krimi sondern geht eher Hand in Hand mit dem Fall. Der Spannungsbogen war in meinen Augen gleichbleibend hoch und das Ende gelungen.

Ein Krimi mit viel Lokalkolorit.

Das Titelbild zeigt die Liebe des Autors zum Appelwoi 😉 Ich kann mich dem ja leider nicht so ganz anschliessen, aber zu einer guten Portion Grüne Soße sage ich nie nein 😉

Bewertung: 5 Sterne

~BL

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