Über Leseleidenschaft

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Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Rezension „Stainers letzte Geige von Heinz Peller

Verlagsinfo, Klappentext

„Eigentlich sollte der Journalist Rudi Meier über den millionenschweren Handel mit alten italienischen Violinen recherchieren. Doch dann bringt ihn der dubiose Händler Machinger auf die Spur einer verschwundenen Geige aus dem 17. Jahrhundert, die angeblich ein Geheimnis birgt. Immer tiefer taucht er zusammen mit der rätselhaften Musikwissenschaftlerin Leonie in das aufregende Leben des legendären Tiroler Geigenbauers Jakob Stainer ein, der im Wahnsinn endete und dessen Instrumente einmal höher gehandelt wurden als die von Stradivari.“

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Ich war mir anhand des Klappentextes nicht wirklich darüber im klaren, das mich mit diesem Buch nicht nur ein zeitgenössischer Roman erwarten würde. Hier werden viele historische Details ausgewiesen die nicht nur Musikkennern sehr interessant erscheinen dürften. Ich selber kenne wohl den Geigenbauer Stradivari, aber mehr über den Geigenbau an sich oder andere Künstler der damaligen Zeit sind mir nicht bekannt gewesen.

In diesem Roman verbindet Heinz Peller zwei Handlungsstränge gekonnt miteinander. Auf der einen Seite haben wir die Gegenwart, in der sich der Journalist Rudi Meier mit dem Handel von italienischen, alten Violinen beschäftigen soll, doch schnell wird aus der normalen Recherche des Journalisten viel mehr.

Der zweite Handlungsstrang greift in die Vergangenheit und wir dürfen als Leser das Leben des Geigenbauers Jakob Stainer mitverfolgen.  Der Leser bekommt einen gelungenen Einblick in die Zeit des 17. Jahrhunderts. Das damalige Leben der Menschen mit all seinen Schattenseiten wird sehr deutlich aufgezeigt, aber nicht alles ist dunkel und trist. Dem  Autor gelingt es die Kunst des Instrumente bauens wundervoll zu beschreiben und man riecht förmlich das frische Holz, welches in den Werkstätten zur Lagerung aufbewahrt wird. Ich hatte beim Lesen eine Musik CD nebenbei am laufen und so untermalte David Garrett mit seiner Musik den Lesegenuss. Musik ist aber nicht unbedingt erforderlich um diesen schönen Roman ausgiebig zu geniessen, aber sie ist vielleicht das Sahnehäubchen obenauf 😉

Ich kann im Nachhinein gar nicht genau sagen, ob mich der Gegenwartsbereich mehr fesselte als der historische Bereich, beide Stränge sind gut miteinander verbunden und in jeder Ebene war ich als Leser mitten drin. Die Geschichtlichen Hintergründe sind gut erklärt und auch die technischen Details werden verständlich dargestellt.

Der Schreibstil ist leichtgängig und doch intensiv. Mir haben die verschiedenen Charaktere sehr gut gefallen und ich bin der Meinung dass es Heinz Peller gelungen ist allen miteinander eine ausreichende Tiefe zu geben, so dass sich die Protagonisten noch lange im Gedächtnis halten werden.

Mit 550 Seiten haben wir hier einen tollen Roman vorliegen, der uns eine Menge Lesefreude liefern sollte. In meinen Augen ein sehr stimmiges Gesamtkonzept.

Mich konnte das Buch wirklich gut unterhalten.

Stern_Bewertung_4-5

~BL

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