Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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buecherloewe

Rezension „Gang zum Friedhof“ von Klaus Heimann

Verlagsinfo, Klappentext

„Allerheiligen. Auf dem Gemeindefriedhof in Essen-Haarzopf wird eine Leiche gefunden. Wie aufgebahrt liegt sie auf einer geräumten Grabstelle. Weder in der Gemeinde, noch im Stadtteil ist der Mann bekannt. Woher kam er? Was führte ihn auf den Friedhof? Welches Motiv steckt hinter der Tat? Als die Mordwaffe gefunden wird, gerät der Haarzopfer Pfarrer unter Verdacht. Endlich gelingt es Hauptkommissar Sigi Siebert, die Identität des Ermordeten aufzudecken. Zwischen dem Opfer und einem Grab auf dem Friedhof besteht eine Beziehung, die zur Lösung des Falls führt …“

Seiten: 210

ISBN: 978-3-95813-1262

edition oberkassel

Wie ihr wisst, mag ich Krimis wirklich gerne. Beim Verlag edition oberkassel werde ich immer wieder fündig 😉 Dieser Verlag hat eine große Auswahl an schönen Krimis ich kann einen Besuch auf der Verlagsseite wirklich empfehlen.

Von Klaus Heimann hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen weitere Bücher aus seiner Feder zu geniessen 😉

Der Schreibstil von Klaus Heimann ist angenehm und flüssig. Man findet als Leser sehr gut in die Geschichte.

Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau des Krimis an sich. Das finde ich hat Klaus Heimann richtig toll gemacht. Sigi Siebert und Kollegen ermitteln nicht „just in time“ sondern es ist eigentlich eine Rückschau. Während eines gemütlichen Zusammensein in Sigis Lieblingskneipe erzählt er seinem guten Freund von der Schutzpolizei von dem Mordfall. Sigi, mittlerweile in Frührente hat keinen Moment der Ermittlungen vergessen.

Dieser Krimi kommt sehr bodenständig daher, es wird hier nicht nötig mit schrecklichen Details die Stimmung angeheizt. Klaus Heimann gelingt es auch ohne blutige Spuren eine Grundspannung in seine Geschichte zu bringen, die sich durchgängig hält. Man findet alles was ein guter Krimi haben sollte. Logischerweise eine Leiche ( im Laufe des Buches sogar mehr), einen interessanten Tatort und ein gutes Ermitteltem. Hier wurden die Charaktere wirklich schön rund aufgebaut. Ich bin ja ein Fan von Kommissaren, bei denen man auch ein wenig im Privatleben integriert ist. Hier gab es vom Privatleben des Sigi Siebert eine Menge, auch wenn ich gestehe, dass ich mitunter einige Probleme mit seiner Frau und Tochter hatte. Allerdings muss ich abschliessend schon zugeben, das es genau die richtige Mischung war. Es ist im wahren Leben ja auch nicht jeden Tag alles gleich toll 😉 Der Sigi ist übrigens schon ein ganz besonderer Kommissar. Aber nicht nur Sigi ist ein besonderer Mensch, auch der Rest seines Teams ist so menschlich und angenehm.

Ein weiterer Punkt der mir gut gefallen hat, sind die „Tagebuchausschnitte“ eines jungen Mädchens, die immer wieder eingefügt wurden. Diese Zeilen berühren den Leser schon und man ahnt das eine oder andere. Und doch gelingt es dem Autor den Leser am Ende hin noch zu überraschen.

Ich muss hier sagen dass ich ein riesiger „Mörchenfan“ bin und ich würde mich sehr freuen wenn ich noch weitere Bücher in die Finger bekäme in denen dieses Team spannende Fälle auflösen darf.

~BL

 

Rezension „Wolfswut“ von Andreas Gößling

Verlagsinfo, Klappentext

„2016 in allen Schlagzeilen – aktueller und authentischer als Andreas Gößlings Thriller kann True Crime nicht sein!

Ein paar harmlos aussehende Fässer in der Garage ihres verstorbenen Vaters verwandeln das Leben von Lotte Soltau in einen Trümmerhaufen: In den Fässern lagern fünf brutal zerstückelte Frauen, teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein. Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu den Taten eines Serienkillers fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau …“

Seiten: 528

ISBN: 978-3-426-52132-8

Droemer Knaur

Wolfswut von Andreas Gößling, Cover mit freundlicher Genehmigung von Droemer Knaur

Wolfswut von Andreas Gößling, Cover mit freundlicher Genehmigung von Droemer Knaur

 

Irgendwie kam mir der Name Andreas Gößling schon bekannt vor, aber es hat eine Weile gedauert bis mir eingefallen ist, woher ich den Autor kenne 😉 Ich habe einige Bücher gelesen in denen er gemeinsam mit Michael Tsokos geschrieben hat.

Ich habe in der letzten Zeit eher Ratgeber gelesen und konnte nicht wirklich gefallen an Romanen oder Thrillern finden…aber Wolfswut hat mich wieder zurück geholt! Ich gebe zu dass ich diesen Thriller kaum aus den Händen legen wollte.

Alleine der Klappentext ist schon  mal der Hammer, da erahnt man schon, dass man für diesen Titel starke Nerven braucht. Hier ist schon im Ansatz klar, das es auch einige eklige Passagen geben kann. Und genau so würde ich es auch einschätzen. Die zum Teil sehr detaillierten Beschreibungen sind nichts für „Warmduscher“! Dies möchte ich als kleine Warnung vorab mit geben. Es ist jetzt nicht so, dass mir mein Abendbrot nach dem Lesen nicht mehr geschmeckt hätte, aber es ist mit unter schon sehr intensiv und grausam.

So richtig erschreckend ist in meinen Augen, dass es sich hier um einen True-Crome-Thriller handelt. Der Autor hat sich einen Fall aus dem Jahr 2014 zum Vorbild für seinen Thriller genommen. Damals fand die Tochter des verstorbenen Manfred Seel Leichenteile in Fässern.

Der Schreibstil hat mich so sehr gefesselt, das ich immer weiter lesen wollte. Seite für Seite habe ich förmlich verschlungen.

Lotte Soltau hat es sehr hart getroffen, das ihr geliebter Vater an Krebs verstorben ist und nun findet sie in einer Lagerhalle Fässer mit Körperteilen. Sie ist felsenfest davon überzeugt das ihr Vater nichts damit zu tun hat. So wie es aussieht täuscht sich die Tochter kolossal. Von Seiten der Ermittler ist nun zu klären ob Soltau als alleiniger Täter sein Unwesen trieb. Kira Halltstein ist davon überzeugt dass es mindestens einen Komplizen geben muss, allerdings kann sie ihre Chefin damit nicht beeindrucken. Diese möchte die schnelle Lösung und ist geneigt den Fall mit Soltaus Krebstod ad Acta zu legen. Hallstein kann und will aber nicht von ihrer Meinung abrücken und geht zum Teil sehr eigensinnige Wege um ans Ziel zu kommen.

Die Protagonisten sind mir im Laufe des Buches immer näher gekommen, und das gilt nicht nur für das Ermittlerteam ….Wobei Kommissarin Hallstein wahrlich kein ganz leichter Charakter ist, bei ihr brauchte ich dann auch die eine oder andere Seite bis ich wirklich eins mit ihr war. Man spürt im Laufe des Buches ihre „Zerrissenheit“ in sich sehr deutlich. Immer noch beherrscht sie die Suche nach ihrem Bruder, der vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist. Neben der Kommissarin erscheint Max Lohmeyer etwas blass, aber ich finde er ist wirklich sehr sympathisch und ich mochte ihn von Anfang an.

Der Fall ist sehr spannend aufgebaut und der Autor hat viele reale Details zu seiner fiktionalen Geschichte eingebaut.

Ich bin ja bei Thrillern sonst nicht so der Freund von „unendlichen“ Geschichten und mit 528 Seiten erschien mir das Buch auch sehr reichhaltig, aber diesen Eindruck hatte ich nur vor dem Lesen. Hier habe ich wirklich jede einzelne Seite genossen. Aufregend spannend und mit dem Wissen, das es viele wahre Bezüge gibt auch schon grausig…gut

Seit langem mal wieder ein Titel der mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt hat.

~BL

Rezension „Wechseljahre – ja natürlich!“ von Krogmann, Dr. med. Angela / Frohn, Birgit

Verlagsinfo, Klappentext

„Der Beginn der Wechseljahre markiert den Beginn einer neuen Ära im Leben einer Frau und birgt ein enormes Potenzial. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen frau den Wechseljahren ängstlich entgegen gesehen hat. Heute darf diese Phase als Gelegenheit begrüßt werden, spannende neue Erfahrungen zu machen und sich als Frau neu zu definieren.

Natürlich vollzieht sich die Umstellung des Hormonsystems meist nicht ganz spurlos. Um das Betreten des Neulands zu erleichtern, kann frau sich sanft an die Hand nehmen lassen und aus einer Reihe von hilfreichen, natürlichen Methoden wählen.

Leicht verständlich und anschaulich gibt Ihnen „Wechseljahre – ja natürlich!“ Einblick in die Neuordnung Ihres Hormonsystems sowie deren Folgen und stellt verschiedene wirksame und alltagstaugliche Methoden vor, um während des Klimakteriums körperlich und seelisch im Gleichgewicht zu bleiben: Schüßler-Salze, Naturheilverfahren, Akupunktur und Akupressur, Yoga und die richtige Ernährung für hormonellen Ausgleich. Auch die gängigen schulmedizinischen Behandlungsmethoden werden vorgestellt – nicht nur der Vollständigkeit halber, sondern um Ihnen alle Möglichkeiten aufzuzeigen, rundum gesund und zufrieden den neuen Lebensabschnitt zu meistern.“

Seiten: 233

ISBN: 978-3-86374-043-6

mankau

Wechseljahre - ja natürlich! von Krogmann, Dr. med. Angela / Frohn, Birgit, Cover mit freundlicher Genehmigung von mankau

Wechseljahre – ja natürlich! von Krogmann, Dr. med. Angela / Frohn, Birgit, Cover mit freundlicher Genehmigung von mankau

 

Es gibt ja wirklich viele Bücher die sich mit dem Thema Wechseljahre beschäftigen. Ich habe nun bereits einige Titel näher begutachtet, da ich glaube dass ich mich vielleicht auch schon selber in der Phase des Wechsels befinde. Mit diesem Titel aus dem Manko Verlag, habe ich ein besonders empfehlenswertes Buch entdeckt!

An diesem Buch hat mich das „natürlich“ sofort angesprungen! An der Arbeit höre ich sehr oft von Kolleginnen sie würden diese oder jene Tablette nehmen. Das ist dann mal so gar nicht in meinem Sinn. Für mich ist das Titelbild schon sehr aussagekräftig, die Farbe ist gut gewählt und die Dame die auf der Erde liegt und uns anstrahlt vermittelt Ruhe und Zufriedenheit.

Ich habe in den letzten Monaten auch einige Probleme gehabt, die ich auf die Hormonumstellung zurück führe, da sind die Hitzewallungen und die Panikattacken nur einige der Beschwerden, aber ich bin ganz fest davon überzeugt, das die Wechseljahre KEINE Krankheit sind und das man nicht „unvollständig“ ist, wenn man in diesen Lebensabschnitt eintaucht. Und genau da bestärkt mich das Buch von Dr med Angela Krogmann und Birgit Frohn.

Das Buch unterteilt sich in zwei Hauptabschnitte. Da haben wir Wissenswertes und Hilfreiches. Bei Wissenswert bekommt die Leserin einen ausführlichen Überblick über alles Wichtige was mit den Wechseljahren zu tun hat. Im Abschnitt Hilfreich geht es dann ans Eingemachte. Hier kommen jede Menge Tipps, wie Frau leichter durch diese Phase des Wechsels kommt. Egal ob Schüssler Salze, Yoga oder Bachblüten. Es gibt so unterschiedliche Wege die Frau beschreiten kann und darf. Ich kann mir vorstellen das Frau das eine oder andere ausprobiert, vielleicht sogar Dinge miteinander kombiniert.

Das Buch ist richtig gut aufgebaut und der Schreibstil gefällt mir einfach sehr gut. Alles ist gut lesbar und vor allem gut verständlich. Man merkt, dass die Autorinnen über fundiertes Fachwissen verfügen, welches sie in ansprechenden Sätzen übermitteln. Ich hatte nie das Gefühl belehrt zu werden, aber ich habe mich an der Hand genommen und verstanden gefühlt. Die Autorinnen haben mir deutlich gezeigt, das Frau keine Angst vor den Wechseljahren mit ihren Begleiterscheinungen haben muss. Klar gibt es einige unangenehme Auswirkungen, aber es gibt Hilfe!

Die Schriftgröße ist gut gewählt, und das Buch durch die eingeklappten Buchdeckel auch als Softcover sehr stabil. Die Bindung ist erstklassig verarbeitet. Was mir weiterhin sehr gut gefällt, oben links auf den Seiten findet sich immer das aktuelle Hauptthema und auf der rechten Seite oben dann das jeweilige Unterkapitel. Dies erleichtert im Nachgang das Suchen eines bestimmten Bereiches. Immer wieder finden sich grau unterlegte Kästchen auf den Seiten. Hier werden dann wichtige Informationen noch mal in ein besonderes „Licht“ gerückt.

Ich sage Danke an die Autorinnen für dieses Buch. Es hat mich begeistert, ich habe viel über mich und meinen Körper gelernt und verstehe nun einige Dinge deutlich besser 🙂

~BL

Leipziger Buchmesse 2018 :-)

Nachdem der Messeblues so langsam abklingt 😉 möchte ich Euch auch einige Zeilen zu meinem Messebesuch schreiben.

Leider war schon sehr früh klar, dass es dieses Jahr nur einen Tag Leipziger Buchmesse für mich geben würde 🙁 Eigentlich hatten Andi und ich vor uns in Weidemann in „unserem“ tollen Hotel für eine Nacht ein zu buchen um dann an zwei Tagen die Messe zu besuchen, aber es kam leider anders…Da Andi kein Urlaub bekam und am Samstag ein wichtiger Wettkampf für ihn anstand war klar dass aus unserem gemeinsamen  Leipzigbesuch nichts werden würde 🙁

Aber so ganz ohne Messe ??? Nein das geht einfach nicht. Da wir eh geplant hatten unsere Anja mit auf die Tour  zu nehmen wurde dann eben ein schöner Mädelsausflug organisiert. Anja hat die Buchung bei der Bahn erledigt und so konnte nichts schief gehen…

Kurzfristig sah es für meinen Messebesuch dann doch noch mal  fast schlecht aus, da meine Kollegin krank wurde und ich meinen Urlaub verschoben habe, aber den Freitag habe ich mir dann doch gegönnt 🙂

Flugs die Tasche gepackt und auf ging es in den Zug. Da war es hier in Bad Hersfeld schon ganz schön frostig, aber wir haben wirklich nicht mit diesem Wetter in Leipzig gerechnet. Als wir an kamen, lag  in Leipzig richtig gut Schnee auf der Gasse und so wie es aussah, wollte es auch über den Tag nicht aufhören mit dem Schnee.

Aber egal, wir waren glücklich und zeitnah auf der Messe angekommen. Nun konnte es los gehen, tief den Duft der Bücher einatmen, sich mit tausenden anderen Buchverrückten durch die Gänge drücken und vor allem das eine oder andere liebe Gesicht im Trubel der Menge entdecken.

Da ich ja wusste, das mir nur ein Tag auf der Messe vergönnt war, hatte ich auch im Vorfeld keine Verabredungen oder Treffen eingeplant. Auch hatte ich diesmal keine Liste mit Ständen und Ansprechpartnern gemacht, da mir klar war, dass dies für den einen Tag nur Stress bedeuten würde. Eine feste Anlaufstelle hatte ich und nach diesem Besuch habe ich mich dann einfach ein wenig durch die Menge treiben lassen.

Aber zuerst zu dem wichtigen Treffen 🙂 Ich wusste das Iny und Elmar Lorentz wieder einen eigenen Stand auf der Messe haben würden und die beiden muss ich unbedingt besuchen. Im Gepäck eine gute „ahle Worscht“ für die zwei habe ich mich als erstes auf den Weg zu den beiden gemacht. Es war wie immer einfach ein sehr herzliches Zusammentreffen.

Toll das die beiden sich so viel Zeit für ihre Leser nehmen, ich konnte während ich bei ihnen war, immer wieder beobachten wie es ihnen gelingt die Nähe zu ihren Lesern aufzubauen. Geduldig und herzlich standen sie immer für  Autogramme, Bilder oder ein kleines Gespräch zur Verfügung.

Was habe ich mich gefreut, als mich am Stand von Iny aus der Menge heraus Yvonne (von ehemals Lies und Lausch) ansprach. Es ist einfach immer wieder schön, wenn man sich auf den Messen begegnet und einige Worte mit einander wechseln kann.

Nun bummelte ich einfach mal ziellos durch die Gänge und am Droemer Klauer Stand habe ich tatsächlich die liebe Anja von Zwiebelchens Plauderecke erspäht. Ich wusste dass sie an diesem Tag Geburtstag hat und ich hatte ich schon über Facebook einen Gruß da gelassen, aber sie dann noch mal fest in den Arm zu nehmen war schon schön 🙂

Nachdem ich mit Anja eine ausgebe Mittagspause gemacht habe, ging es dann noch mal mit dem stöbern weiter. Ich habe den einen oder anderen neuen Verlag für mich entdeckt und ich denke ihr werdet demnächst bestimmt die eine oder andere Rezi lesen, die durch die Buchmesse zustande kam 😉 Besonders erwähnen möchte ich jetzt schon mal vorab den Voodoo Press Verlag. Dort bin ich so herzlich empfangen worden nachdem ich mich wie magisch vom Verlagsstand angezogen fühlte. Auch den einen oder anderen „Verdächtigen“ habe ich angetroffen, und den einen oder anderen Wunschtitel notiert.

Ach ja, das Amt war natürlich auch vor Ort!

Immer wieder eine Augenweide die liebe Anja Bagus. Diese Frau hat vielleicht eine Power. Ich muss sagen ihre Ætherhertz Trilogie ist einfach nur sooo schöööön 😉

Leider habe ich dieses Jahr sehr wenig Bilder gemacht, aber dafür um so mehr das umher flanieren auf der Messe genossen. Ohne Terminstress einfach mal den Block von rechts nach links schweifen lassen. Leider habe ich einige mir sehr liebe Menschen nicht getroffen 🙁 Aber das holen wir dann ganz sicher in Frankfurt nach 🙂

Aber wie immer ging die Zeit viel zu schnell um, und wir mussten uns schon auf den Rückweg zum Bahnhof machen. Mensch war das vielleicht kalt und eisig. Aber ich will gar nicht meckern, denn immerhin fuhren am Freitag noch die meisten Züge. Als wir dann am Samstag in den Nachrichten hörten, dass der Bahnhof gesperrt sei und viele Züge gar nicht bis nach Leipzig gekommen sind waren wir nur froh dass am Freitag noch alles ging.

 

 

Hörbuchrezension „Die Zeitmaschine – Teil 1 und 2“ nach H.G. Wells

Verlagsinfo, Klappentext

DIE ZEITMASCHINE – HÖRSPIEL IN ZWEI TEILEN – NACH H.G. WELLS

Der Klassiker der Science Fiction-Literatur:
Neu und modern erzählt – und doch ganz dicht am Original.

Oliver Dörings Adaption von H.G. WELLS‘ Science Fiction-Klassiker „Die Zeitmaschine“ ist ein Hörspiel-Erlebnis der besonderen Art. Nie wurde die packende Geschichte um einen Mann, der in eine ferne Zukunft reist und dort das Grauen erlebt, aufwendiger inszeniert. Mit herausragenden „Hollywood-Stimmen“, einem phantastischen Sounddesign und filmreifer Musik wird Wells‘ visionäres Werk zum Kopfkino.

Folgenreich

Spieldauer: ca 58,49 Minuten

Sprecher:

Hans-Georg Panczak, Bernd Rumpf, Udo Schenk, Oliver Stritzel Reinhard Kuhnert, Susanna Bonaséwicz

sowie Alexander Doering, Sascha Rotermund, Peter Groeger, Roland Wolf, Asad Schwarz, Nico Sablik, Jaron Löwenberg, Christina Puciata, Hans Bayer, Berenice Weichert, Marieke Oeffinger, Matthis Schmidt-Foß, Antje von der Ahe und Joachim Kerzel

 

 

und

Verlagsinfo, Klappentext

 

 

 

Folgenreich

Spieldauer: 58,43 Minuten

Sprecher:

Hans-Georg Panczak, Bernd Rumpf,Udo Schenk, Luisa Wietzorek, Oliver Stritzel, Reinhard Kuhnert

sowie Marianne Groß, Maximiliane Häcke, Juliane Ahlemeier, Nico Sablik, Marcus Staiger, Annika Gausche und Joachim Kerzel

 

CREDITS

Ein Hörspiel von Oliver Döring nach dem Roman „Die Zeitmaschine“ von H.G. Wells

Produktion: IMAGA – Alex Stelkens & Oliver Döring Produktionsleitung und Regieassistenz: Ila Panke Tontechnik: Thomas Nokielski
Buch, Schnitt und Regie: Oliver Döring

Label: Folgenreich
Musik mit freundlicher Genehmigung von Universal Publishing Production Music

Man muss zwingend beide Teile hören, daher empfehle ich gleich beide anzuschaffen, da man am Ende des ersten Teils unbedingt weiter hören möchte 😉

 

So und nach den ganzen „technischen“ Informationen kommt nun mein Hörgefühl für Euch 😉

 

Folgenreich hat schon ein „Händchen“ für gute Geschichten 🙂

Wenn man mal so darüber nachdenkt, dass H.G. Wells seine Geschichten vor langer Zeit geschrieben hat, so beeindruckend finde ich die Umsetzung.

Wie immer wurde das Hörspiel perfekt umgesetzt. Hier wird mit Geräuschen und Stimmen gespielt, das es eine wahre Freude ist der Geschichte mit den Ohren zu folgen. Ich empfehle sowieso die grandiosen Hörspiele von Folgenreich ganz konzentriert und ohne Ablenkung zu hören 😉 Genial, wie immer wieder Töne auftauchen mit denen man eigentlich gar nicht gerechnet hat. Einfach richtig Kopfkino!!!

Auch wenn die Geschichte bereits unzählige male in unterschiedlichen Medien umgesetzt wurde, so empfinde ich dieses Hörspiel für mich als die gelungenste Variante.

Langsam, ganz langsam geht die Geschichte los. Wir lernen erst mal den bei seinen Studenten beliebten Professor Jack Milton kennen. So beleibt er beliebt er bei seinen Studenten auch ist, aber die Universität hat doch große Probleme mit ihm. Er gibt einfach zu viel Geld aus…

Es wird eng und sein bester Freund Cabbs bittet ihn inständig etwas mehr zu seinen Forschungen zu verraten. Nachdem Jack nun von seiner Zeitmaschine berichtet, mag ihm natürlich zum Anfang keiner seiner Freunde und Bekannten glauben.

Nun nimmt das Hörspiel richtig Fahrt auf und wir reisen mit Jack durch die Zeit.

Es macht einfach Spaß sich von diesem Hörspiel „verführen“ zu lassen. Ich habe meine Zeit damit wirklich genossen und doch viele Details nicht gleich beim ersten Durchgang wahrgenommen. Aber dieses Hörspiel ist sowieso so genial, dass man es immer wieder hören möchte 😉

 

~BL

Rezension „Die Aufräum-Profis“ von Esther Lübke, Michael Dreeschmann

Verlagsinfo, Klappentext

„So macht Ordnung Spaß!

Wer kennt das nicht: Sie müssten eigentlich dringend mal wieder aufräumen, verschieben es aber immer wieder aus Neue. Dabei liegt das Problem gar nicht darin, dass man einfach zu faul ist: Finden Sie heraus, welcher Chaos-Typ Sie sind, und machen Sie den inneren Schweinehund zu Ihrem Verbündeten!

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen neue Wege, wie Sie Raum für Raum stressfrei Ordnung schaffen und den Haushalt in den Griff bekommen, ohne sich zu verzetteln, und dabei Ihr inneres Gleichgewicht wiederherstellen. Für jeden Bereich gibt es Tipps und Anregungen und nicht zu vergessen die Top 5 To-dos.

Sogar an „spezielle Aufräumsituationen“ Esther Lübke und Micki Dreeschmann, gedacht. Lesen Sie nach, was Sie von Ihrem Kind an Aufräumarbeit erwarten können oder wie Sie ältere Menschen beim Aufräumen unterstützen. Zu guter Letzt verraten Ihnen Esther und Micki noch, wie Sie die neu geschaffene Ordnung dauerhaft halten können. Das Fazit: Nie wieder ein schlechtes Gewissen und mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben!“

Seiten: 192

ISBN: 9783772478079

frechverlag

Die Aufräumt-Profis von Esther Lübke, Michael Dreeschmann, Cover mit freundlicher Genehmigung von TOPP

Die Aufräumt-Profis von Esther Lübke, Michael Dreeschmann, Cover mit freundlicher Genehmigung von frechverlag

 

Gute Vorsätze für das Jahr 2018?

Für mich war einer zum Beispiel alles insgesamt etwas organisierter zu halten 😉

Mal sehen ob der Titel aus dem frechverlag dabei helfen konnte 😉

Der frechverlag ist mir schon eine ganze Weile ein Begriff und ich habe bereits mit viel Freude den einen oder anderen Titel studiert. Meist hat es sich dabei um ein Buch gehandelt, welches schöne Hobbys und verschiedenen Freizeitaktivitäten beleuchtet hat.

Hm, ob aufräumen zu meinem Hobby wird? Ich wage es ja wirklich zu bezweifeln 😉

Was beim ersten Durchblättern sofort auffällt ist die schön große Schrift und die vielen Bilder. Dies gefällt mir auf anhieb schon mal gut. Ich habe für mich allerdings ein kleines Problem mit dem Format (Vorsicht – meckern auf hohem Niveau) 21,7 x 2 x 22,8 cm scheint mir das Buch leider nicht ganz so fluffig in den Händen zu liegen. Aber es gibt für alles eine Lösung, ich hab es einfach zum lesen auf den Tisch gepackt und schon sieht die Welt wieder schön aus.

Das Buch ist in 6 Kapitel unterteilt. Im ersten Kapitel geht es erst einmal um Ordnung im allgemeinen. Kapitel zwei geht dann schon mal ans „Eingemachte“, hier wird ermittelt welcher Chaos-Typ man ist. Wenn man sich dann hier eingeordnet hat geht es im dritten Kapitel dann eher darum, warum und wieso man noch nicht angefangen hat 😉 Aber nun geht es dann los, im Kapitel vier geht es dann in die Vollen. Dieser Abschnitt ist dann auch der seitenstarkste Bereich des Buches. In Kapitel 5 werden dann auf die Schnelle besondere Aufräumsituationen durchgespielt. Das sechste Kapitel zeigt uns dann wie es dauerhaft ordentlich bleiben kann. Somit haben wir dann insgesamt 192 Seiten geballte „Aufräumtechnik“ 🙂

Das Buch ist mit vielen Bildern ausgestattet. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Wichtige Stichworte sind im laufenden Text fett gedruckt und jedes Kapitel hat eine „eigene“ Grundfarbe. Diese Farbe ist zum einen am Anfang des Kapitel auf der jeweiligen Doppelseite herausgestellt, wir finden sie aber auch im jeweiligen Kapitel immer oben rechts auf den Seiten in der Kapitelangabe und auch links oben wird auf jeder Seite das aktuelle „Unterkapitel“ und dieser Farbe aufgeführt. So kann man beim schnellen Durchblättern sehr gut den Überblick behalten. Auch finden sich in den Kapiteln immer wieder Beispiele aus der Praxis, diese sind dann auch in der eigenen Kapitelfarbe gedruckt worden. Mir gefällt es gut 🙂

Die Tipps und Tricks, die hier ausführlich beschreiben werden kann man durchaus gut in das tägliche Leben einbauen. Einiges davon ist einem ja bereits im Vorfeld klar gewesen, da bin ich jetzt mal ganz ehrlich, aber wissen und tun sind dann halt doch oft noch mal ganz unterschiedliche „Schuhe“.

Ein schönes Buch, ich denke mir es kann schon einige Denkanstöße vermitteln.

~BL

Rezension „Sven Sommers Homöopathische Haus- und Reiseapotheke“

Verlagsinfo, Klappentext

„Der clevere Ratgeber für fast alle Lebenslagen!

Die Homöopathie hat sich in Deutschland als die beliebteste Alternative zur Schulmedizin etabliert. Sehr wirksam und dabei frei von herkömmlichen Nebenwirkungen sind die preiswerten Globuli besonders geeignet zur Selbstmedikation. Dies ist zuhause, aber gerade auch auf Reisen von großem Nutzen, wo viele Urlauber den Gang zum unbekannten Arzt scheuen.

Die „Homöopathische Haus- und Reiseapotheke“ gibt Ihnen Tipps zur Diagnose und Behandlung aller gängigen Beschwerden von A bis Z. Ob Durchfall, Erkältung, Lebensmittelvergiftung oder Sonnenbrand – Homöopathie-Experte Sven Sommer und Schulmediziner Dr. med. Werner Dunau empfehlen bewährte und effektive Maßnahmen zur Linderung und Heilung.

Im speziellen Reiseteil finden Sie neben wichtigen Informationen wie Impfhinweisen und Vorbeugungsmaßnahmen hilfreiche Behandlungsvorschläge für spezielle Krankheitsbilder (z. B. Sonnenstich, Quallenkontakt) sowie einen wertvollen Leitfaden, um ernste (tropische) Krankheiten (z. B. Dengue-Fieber, Ruhr, Malaria) zu erkennen.

Im praktischen Handtaschenformat für zuhause und unterwegs! “

Seiten: 220

ISBN-978-3-86374-010-8

mankau-verlag

Sven Sommers Homöopathische Haus- und Reiseapotheke , cover mit freundlicher Genehmigung von mankau-verlag

Sven Sommers Homöopathische Haus- und Reiseapotheke , cover mit freundlicher Genehmigung von mankau-verlag

 

Ich möchte euch gerne diesen tollen Titel aus dem mankau Verlag vorstellen.

Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich den Stand dieses Verlages entdeckt und festgestellt, das dort viele gute Ratgeber zu erhalten sind! Ich finde ein Blick auf die Verlagsseite lohnt sich immer!

Nun möchte ich euch gerne mehr zu diesem Buch erzählen 😉

Für mich befinde ich mich im Moment ein wenig im Wandel. Ich hinterfrage die eine oder andere Therapie die im schulmedizinischen Bereich angeboten wird. Selber konnte ich mit Hilfe einer Apothekerin ein für mich großes Problem mit dem Einsatz von homöopathischen Mitteln lösen. Daher wollte ich mich selber einmal eingehender mit dem Thema Homöopathie beschäftigen.

Wichtiger Hinweis!

Natürlich auch an dieser Stelle. Immer mit dem Arzt oder Apotheker absprechen!

 

Zuerst einmal zu den optischen Daten.  Mit den Maßen 11,5 x 16,5 cm passt es wirklich in fast jede Handtasche und kann so zu einem guten Begleiter werden. Auch das erste Gefühl beim Anfassen ist toll. Der Umschlag fühlt sich strukturiert an und hat damit eine gute Griffigkeit. Der Einband ist „verlängert“ und „eingeschlagen“ dies bringt zusätzliche Stabilität. Das Titelbild ist unaufdringlich, zeigt aber alles was der Titel sagen möchte.

Jetzt aber endlich zum Inhalt.

Im Vorwort gefunden:

Seite 11: Dieser handliche Ratgeber weist deutlich darauf hin, ° wann Sie getrost homöopathische Mittel anwenden können, ° wann Sie besser zu schulmedizinischen Präparaten greifen und ° wann Sie wirklich den Arzt aufsuchen sollten.

Von Seite 13 bis Seite 29 finden wir eine ausführliche Einführung. Hier gibt es dann drei unterschiedliche Themen die in sich wieder in verschiedene Kapitel unterteilt wurden. Die Hauptthemen sind A) Alles wichtige über die Homöopathie B) Konventionelle Medikamente – wann? C) Die Haus- und Reiseapotheke D) Was tun im Krankheitsfall und E) Beschwerden und deren Behandlung.

Bereits auf den ersten Seiten fällt auf das die Sätze so formuliert sind, das wirklich jeder das Gelesene sehr gut nachvollziehen und vor allem verstehen kann. Dies finde ich für einen Ratgeber unabdingbar! Leider habe ich schon einige andere Ratgeber in den Händen gehalten, bei denen das Augenmerk eher anders gelagert war. Auch das oben an den Seiten immer das Hauptthema erscheint, finde ich zu schnellen Orientierung sehr praktisch. Aufgefallen ist mir weiterhin, das immer wieder gelb unterlegte Passagen zu finden sind. Hier stehen dann farblich abgehoben, viele wichtige Informationen.

Ab Seite 29 geht es dann in den zweiten Bereich.  Beschwerden von A bis Z behandeln. Hier werden verschiedene Beschwerden aufgeschlüsselt und jeweils auf einigen Seiten die mögliche Handlungsweise besprochen. Jede aufgeführte Beschwerde wird an sich benannt, dann kommt ein Bereich in dem Ursachen und mögliche Symptome aufgeführt werden um dann auf die Lokalisation und die möglichen Ursachen hin zu führen. Dann erwarten uns wichtige Maßnahmen die wir ergreifen können zum Abschluss des jeweiligen Beschwerdebildes kommen dann bewährte Homöopathika. Hier lesen wir welche Mittel wie, wann und warum angewendet werden können. Alles in sich gut erklärt und ausreichend beschrieben.

Der dritte Teil befasst sich dann intensiv mit der Homöopathie auf Reisen. Dieser Bereich ist auch wieder in verschiedene Kategorien unterteilt. Hier finden sich dann folgende Punkte: Homöopathie im Gepäck – warum? , Tipps gegen Reisekrankheit und Reisebeschwerden, Gesundes Verhalten auf (Fern-) Reisen, Wichtige Erkrankungen (auf Reisen) und Wieder zu Hause. Auch in diesem Abschnitt gibt es wieder sehr gute Ratschläge, die schnell angenommen und umgesetzt werden können.

Den Abschluss bildet dann der Anhang. hier geht es dann noch mal explizit zu den homöopathischen Mittel von A-Z (von Seite 157 bis 189). Dies war ein wichtiger Bereich für mich, aber auch die restlichen Seiten haben noch einiges zu bieten.

Hier möchte ich noch gerne auf folgende Seiten hinweisen. Seite 203 bis 205 werden Adressen aufgelistet die Weiterhelfen – Tropenmedizinische Einrichtungen in verschiedenen Ländern.

Über das Inhaltsverzeichnis kann man sehr gut das gesuchte Symptom finden, ebenso mit dem Beschwerderegister am Ende des Buches. So ist ein schnelles und gezieltes  Nachschlagen immer wieder möglich.

Dieses Buch gehört unbedingt ins Reisegepäck! Aber auch für zu Hause sollte es ein toller Begleiter werden!

Übrigens auch mal ein schönes Geschenk 😉

~BL

Rezension „Nichts Drin?“ von Irene Matt

Verlagsinfo, Klappentext

„Nichts drin? Für die Komissarin Alexandra Rau ist es eine Frage auf Leben und Tod. Zusammen mit ihrem kauzigen Kollegen, Isidor Rogg, ermittelt sie im Hotzenwald. Zwei ungewöhnliche Todesfälle beanspruchen ihre ganze Energie. Etwas stimmt nicht, das spürt die Kommissarin ganz genau, aber sie muss sich zunächst den Umständen beugen.“

Seiten: 361

ISBN: 978-3869175539

Bild mit freundlicher Genehmigung von Irene Matt.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Irene Matt.

 

 

Ich bin ja ein bekennender Krimifan und in letzter Zeit beschäftige ich mich auch verstärkt mit verschiedenen Alternativen zur klassischen Medizin, da kam Irene Matt um die Ecke mit „Nichts Drin?“ In ihrem Krimi wird ein Mord verübt mit homöophatischen Mitteln? Geht so was?

Als erstes möchte ich mal sagen das das Buch sehr gut verarbeitet wurde. Es handelt sich um ein Hardcover welches eine gute Seitenbindung hat. Das Papier riecht angenehm, aber mir hätte die Schrift ein wenig dunkler und „fetter“ sein dürfen. Meine Augen sind leider nicht mehr das, was sie mal waren und wenn die Lichtverhältnisse zum Lesen mal eben nicht optimal daher kamen, hat es mich doch etwas angestrengt.

Das hat aber nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun, sondern fällt eben einfach schon mal positiv auf.

Der Schreibstil von Irene Matt gefällt mir gut. Ich bin schnell in die Geschichte eingestiegen und hatte das Gefühl gut „voran“ zu kommen. Die Sätze sind klar und eindeutig. Auch die Figuren sind sehr schön ausgearbeitet. Zum Teil wirklich sehr detailliert, Isidor Rogg ist zum Beispiel kein ganz so leichter Charakter, aber in Verbindung mit der Kommissarin Rau ist es dann schon wieder irgendwie passend. Es gibt ja im wahren Leben auch nicht nur genormte Mitmenschen 😉

Die Kommissarin und ihr Partner werden zu einem ungewöhnlichen Todesfall gerufen, dieser stellt sich dann aber doch recht schnell als Selbstmord heraus. Doch der nächste Todesfall lässt nicht lange auf sich warten. Hier liegen die Dinge dann irgendwie ganz anders und damit wirklich sehr speziell…

Immer wieder wechseln sich Kapitel mit der Kommissarin und ihrem Kollegen Isidor Fogg mit Kapiteln ab die mit „Schnappschüsse“ überschrieben sind. Hier treffen wir immer wieder auf eine Protagonistin die in einem Fotoalbum blättert und so immer auf unterschiedliche Erinnerungen aus ihrem Leben trifft. Die Art und Weise das Leben dieser Protagonistin in den Roman einzubauen gefällt mir ausgesprochen gut! Die Kapitel die sich mit den Ermittlungen beschäftigen haben immer neue kapitelspezifische Überschriften.

Ich habe diesen Krimi für mich als Krimi gelesen und das Thema Homöopathie nur als gelungenes Randthema angesehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es so auch im Sinne der Autorin sein soll. Dies ist kein Sach- oder Fachbuch sondern ein Buch zur Unterhaltung. Vielleicht interessiert sich der eine oder andere Leser im Nachgang dann doch für das Thema, wenn dem so ist gibt es genügend Literatur um sich hier eingängiger zu informieren.

Auch wenn die Geschichte an sich vielleicht die eine oder andere Länge aufweist, in der ich mir doch etwas mehr Tempo gewünscht hätte, so hat mich der Titel aber insgesamt recht gut unterhalten.

Für mich war es der Erste Titel von dieser Autorin und ich bin definitiv gespannt auf weitere Titel.

~BL

Rezension „Narr am Baum: Häfler Mordgeschichten“ von Monika Scherbarth

Verlagsinfo, Klappentext

„Mit dem ‚Gumpigen‘ Donnerstag beginnt das letzte Wochenende der schwäbischen Fasnet. Kommissar Otto Eisele findet die tollen Tage gar nicht so toll. Seine Chefin Rose Gebhard ist auf Fortbildung, Kollege Bauer im Krankenhaus. Also muss er alleine die Stellung halten, unterstützt nur von einem Praktikanten aus Berlin mit einem unaussprechlichen polnischen Namen. Und dann bittet ihn auch noch Charly, die Tochter der Chefin, um Hilfe. Ein Freund von ihr wird vermisst. Doch nicht der ist es, der in der nächsten Nacht tot am Narrenbaum hängt …“

Seiten 252

Ich bin ja ein Fan der ersten Stunde 😉

Möchte damit sagen dass ich Eisele und Co ja nun schon lange kenne. Angefangen mit Band eins „Seehas mit Stich“ über Band zwei „Felchenfraß“ und nun endlich was neues.

Ich mag den Schreibstil von Monika Scherbarth einfach sehr gerne. Aber eine kleine Warnung muss ich vorab durchgeben: hier gibt es immer wieder Passagen in schwäbischem Dialekt. Das kann man auch ohne Schwäbischkenntnisse verstehen! Also keine Angst und mutig ran an das Werk 😉 Ich habe ja schwäbische Wurzeln bin aber der Sprache auch nicht wirklich mächtig und doch ist genau das eines der Dinge die ich an den Geschichten um Rose Gebhard und Team so liebe.

Schön wäre es natürlich die Reihe chronologisch zu lesen, aber jeder Band steht natürlich für sich und ist immer abgeschlossen. Da die Autorin den Figuren genügend Tiefgang gewährt kann man durchaus mit jedem beliebigen Teil einsteigen, die Protagonisten werden sich auf jeden Fall schnell ins Leserherz „einlupfe“ 🙂

So nun geht es aber mal zielstrebig zu Narr am Baum.

Die Chefin Rose Gebhard ist nicht da, sie ist auf Lehrgang auswärts und Bauer hat sich die Knochen gebrochen und liegt im Krankenhaus…gut das aus dem fernen Berlin ein Praktikant zur Hilfe kommt. Wie sollte Otto sonst den Mord aufklären? Alle scheinen Otto Eizelle zu verkennen dabei weiss er schon ganz genau was er tut 😉 Besonders mit der Berliner Unterstützung sollte doch alles machbar sein. Dumm nur das der Jung einen so schwierigen polnischen Nachnamen hat, aber auch da hat Otto eine schnelle Lösung, der Bua heisst ab jetzt Kreuzberg.

Ich finde das Team hat sich gut geschlagen und Rose muss sich keine Sorgen machen, wenn sie mal wieder zur Weiterbildung darf. Ihre Recken können auch was 😉 Obwohl sie natürlich zusammen noch Welten mehr „schaffe könne“.

Mir hat der Fall mal wieder gut gefallen. Es ist definitiv kein Thriller der Highendclas, aber ganz sicher gute solide Krimiunterhaltung gewürzt mit einer großzügigen Priese Humor.

~BL

Rezension „Ebbelwoijunkie“ von Gerd Fischer

Verlagsinfo, Klappentext

„Angriff auf die hessische Apfelwein Kultur: EU-Politiker Hans-Georg Schumann plant eine neue Gesetzesvorlage, die den Genuss des goldgelben Nationalgetränks auf 200 ml am Tag begrenzen soll. Schumann wird zu informellen Gesprächen in den Frankfurter Römer eingeladen, doch dort kommt er nie an. Er wird ermordet aufgefunden. Die Ereignisse überschlagen sich. Es sieht danach aus, als habe ein bekennender Apfelweinliebhaber dem Gesetzesvorhaben Einhalt gebieten wollen.

Kommissar Rauscher glaubt nicht an dessen Schuld, steckt jedoch in der Zwickmühle. Einerseits sprechen die Indizien klar gegen den Täter, andererseits kann Rauscher sein Motiv, das Stöffche zu verteidigen, glänzend nachvollziehen und empfindet gar Sympathie. Er will sich nicht mit dem allgemeinen Urteil abfinden. Rauscher rebelliert, schlägt über die Stränge, wird sogar suspendiert. Doch er ermittelt privat weiter, denn er muss herausfinden, was wirklich hinter dem Mord an dem EU-Bürokraten steckt …“

Seiten: 246

ISBN: 9783946413912

mainbook

Ebbelwoijunkie von Gerd Fischer, Cover mit freundlicher Genehmigung von mainbook

Ebbelwoijunkie von Gerd Fischer, Cover mit freundlicher Genehmigung von mainbook

 

Es rauschert wieder und wie…

Dies ist ja bereits der  9. Krimi in dem Kommissar Rauscher und sein Team ermittelt. Hier mal die chronologische Folge : Mord auf Bali, Lauf in den Tod, Der Mann mit den zarten Händen, Robin Tod, Paukensterben, Fliegeralarm, Abgerippt, Einzige Liebe, Ebbelwoijunkie.

Ich bin ja schon lange ein Fan von den Krimis die Gerd Fischer schreibt. Ich glaube das ich damals mit Band drei oder vier eingestiegen bin.Dann habe ich aber  ganz schnell angefangen die fehlenden Bände nachzulesen 😉 Es ist wirklich toll, wie der Autor immer wieder Themen in und um Frankfurt aufgreift und sie gekonnt in eine spannende Krimihandlung einbindet.  Zum Teil geht er wirklich auch ans Eingemachte, wenn man zum Beispiel an Fliegeralarm denkt, in dem Gerd Fischer das wichtige Thema Fluglärm aufgegriffen hat.

Diesmal geht es um des Kommissars heißgeliebten Apfelwein, selber bin ich nicht wirklich ein Freund von diesem Getränk, aber das tut der guten Unterhaltung für mich keinen Abbruch. Vielleicht ist es auch gar nicht so abwegig, was hier so angedeutet wird…Man überdenke die eine oder andere EU Normentscheidung die bereits auf uns zugekommen ist…

Wie immer hat Gerd Fischer eine tolle Mischung aus Mordermittlung und privatem Leben von Andreas Rauscher hinbekommen. Spannend für mich als „Serienleser“ einfach super spannend zu sehen wie sich die frische Liebe zwischen Jana Kern und Andreas Rauscher weiter geht, beide haben ja doch viele  Gemeinsamkeiten. Aber der Autor hat schon noch einige Stolperfallen für beide eingebaut 😉 so dürfen sich die beiden zum Beispiel über den unerwarteten „Besuch“ von Mäxchen freuen. Die Mutter hat  spontan  einen Urlaub gebucht und beschlossen das der Vater nun mal eine Weile auf seinen Sohn aufpassen darf. Eigentlich klappt ja auch alles gut, aber es kommt dann doch zu Komplikationen.

In diesem Buch hatte ich einige kleine Probleme mit meinem lieb gewonnenen Rauscher, er ist schon echt schwierig gewesen, aber da ich ihn ja so lange kenne konnte ich sein Verhalten dann schon nachvollziehen. Immerhin wurde er ja sogar suspendiert und das geht ja mal gar nicht.

Ich möchte hier gar nicht so viele Details zu dem eigentlichen Fall ausplaudern, wie bereits gesagt muss unser Kommissar hier ganz schön rudern, auch sein Team kann ihm da gar nicht wirklich zur Seite stehen. Schlussendlich ist es dann aber doch mal gut, das Rauscher sich „festgebissen“ hat. Für meine Begriffe haben wir einen schönen Krimi, der spannend und gut durchdacht daher kommt.

Der Schreibstil ist flüssig und leichtgängigen, so hat mir der Autor wieder eine schöne und gelungene Lesezeit beschert 🙂

Ach was ich noch gerne sagen möchte…es ist immer wieder toll, wie Gerd Fischer Straßen; Orte und Plätze in Frankfurt und Umgebung beschreibt. Ich habe so oft das Gefühl beim Lesen direkt selber vor Ort zu sein, da ich einige Stellen selber schon besucht habe.

~BL

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