Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Thomas Endl (Autor)

Copyright by Thomas Endl

Copyright by Thomas Endl

NameThomas Endl
Linkwww.endlwelt.de
und
www.edition-tingeltangel.de
Geburtsjahr oder Alter1964
WohnortMünchen
BuchtitelNiklas Märchenkönig, Prinzessin der Nacht, Karfunkelstadt u.a.
GenrePhantastisches
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Gute Geschichten haben mich immer fasziniert. Deshalb habe ich Germanistik studiert. Dass ich selber Geschichten erfinden kann, habe ich erst nach und nach festgestellt. Über den Weg in den Journalismus und über die Zusammenarbeit mit meiner lieben Kollegin und Freundin Bettina Brömme (derzeit erfolgreiche Arena-Thriller-Autorin) bei Sketchen, einem Drehbuch für das ZDF und einigen gemeinsamen Buchprojekten. Aber erst ein kleiner Schreibwettbewerb hat mich dazu gebracht, es mit einer ganz eigenen Kurzgeschichte zu versuchen. Die landete prompt in einer Anthologie. Der von mir hoch geschätzte Berliner Dichter Mario Wirz drängte mich netterweise, weiter zu schreiben. Und dann kam Gabi Strobel, die damalige Programmleiterin von Baumhaus, nahezu zufällig auf eine Lesung von Bettina Brömme und mir und stupste mich an, es doch mit Kinderbüchern zu versuchen. Also: Viele liebe Menschen haben mich zum Schreiben gebracht.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Ich war das klassische Buchstapelausderbibliothektragekind. Und vermutlich wird es nie aufhören mit dem Lesen. Abends im Bett muss ich einfach lesen, denn nur wenn ich in eine Geschichte eintauche, dann fällt alles das, was den ganzen Tag über wichtig war, von mir ab. Lesen ist die perfekte Art abzuschalten. Und es ist etwas, das in diesem Moment nur mir alleine gehört. Wobei: Inzwischen finde ich es auch schön, gute Stellen aus E-Books in die Welt hinauszusenden.
Gerne lese ich in dem Genre, in dem ich auch schreibe. Alles, was phantastisch ist. Gerne auch geistvoll-witzige Romane. Ab und zu Lyrik. Komischerweise bin ich nie ein richtiger Krimifan geworden, obwohl ich Spannung gerne mag und ja auch in meinen eigenen Büchern verwende.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Geschrieben im weiteren Sinn habe ich erstmals in der Schülerzeitung – ich glaube, es war in der achten Klasse. Aber das waren Artikel, keine Geschichten. Auch ein Gedicht von mir wurde da mal veröffentlicht, was aber eine Randerscheinung geblieben ist, denn Gedichte von mir gibt es bis heute ungefähr nur rund 5. ;-) Meine erste Geschichte habe ich erst mit 26 geschrieben. Dann hat es mich aber nicht mehr losgelassen.
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Ich habe die eine oder andere Idee, etwa für ein realistisches Jugendbuch. Aber wenn es realistisch und ohne phantastische Elemente ist, dann muss es wiederum einen skurrilen Touch haben. Eine allzu nüchterne Welt ist einfach nicht die meine. Selbst die vereinzelten schwulen (Liebes-)Geschichten, die ich geschrieben habe, neigen zum Abgedrehten. Und sogar das einzige Sachbuch, bei dem ich Mitautor bin, hat wieder eine sehr ungewöhnliche Welt zum Thema: die Welt des Märchenkönigs Ludwig II. von Bayern.
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Tippen statt Handschrift, denn nicht einmal mir möchte ich Handschriftliches von mir zumuten. Ritual? Nein, gar nicht. Aber ganz ganz schön ist es, wenn mein Kater sich hinter den Bildschirm legt. Das beruhigt. Geschrieben wird brav am Schreibtisch, der inzwischen Gott sei Dank über einen Blick ins Grüne verfügt. Abends kann ich eigentlich am besten schreiben, weil sich da weniger E-Mails, Anrufe oder sonstige Ablenkungen aufdrängen.
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Manchmal aus einem Gespräch heraus bzw. aus wirren Gedankensprüngen meinerseits. Die „Prinzessin der Nacht“ beruht auf einem Gespräch im Skilift, als ich mich über den Schluss der mozartschen „Zauberflöte“ ereiferte und mir dann die Frage stellte: „Tja, was ist denn wohl nach diesem Schluss im Land der ‚Zauberflöte‘ geschehen?“
„Niklas Märchenkönig“ ist als Weihnachtsgeschenk entstanden. Denn für den kleinen Niklas gibt es lebendes Vorbild. Die Kurzgeschichte „Dark“ und später die Grusel- und History-Reihe „Karfunkelstadt“ kamen mir nach einem Besuch in Wetzlar in den Sinn. Diese kleinen deutschen Fachwerkstädte mit Bergraufbergrunterwegen sind so stimmungsvoll, dass man meinen möchte, die Brüder Grimm höchstpersönlich müssten hier wohnen und bräuchten alles geradewegs nur aufschreiben, was rundum passiert.
7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Ganz wichtig sind für mich Titel. Ich glaube, dass ich auch alle Titel bei den Verlagen „durchgekommen“ habe, die ich wollte. Ein Titel macht für mich schon wahnsinnig viel Stimmung. Aus dem Titel „Mein Kater vom Mars“, den ich ohne konkrete irgendeine Idee dazu notiert hatte, ist im gemeinsamen Denken mit meiner wunderbaren Ko-Autorin Christine Spindler ein sehr lustiges Buch geworden, das unter unserem Pseudonym Kris Benedikt erschienen ist.
Auch wenn ich meine allererste Geschichte ohne irgendeinen Plan und einfach nur Satz für Satz geschrieben habe (was reichlich spannend ist!), plane ich in der Regal relativ genau, was passiert. Zumindest weiß ich, wo ich mit der Geschichte hin will. Das funktioniert auch meistens. Allerdings entwickeln sich Figuren mitunter anders als man denkt. Denn erst das Hineinfühlen in die Situationen, aus der die Figur kommt und in die sie hineingeht, führt zu bestimmten Handlungen. Und die können dann ganz schön mäandern, ohne dass man das geplant hat. In der „Prinzessin der Nacht“ gibt es eine sehr unsympathische Figur, den Hauptlehrer Klirr. Dessen Rolle war ursprünglich gar nicht vorgesehen. Aber kaum hingeschrieben, hat er sich breit gemacht in der Geschichte, sodass er ein völlig unerwartetes Gewicht bekommen hat. (Vielleicht lag es auch an ein paar persönlichen Schulerinnerungen meinerseits ;-) .)
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Von der Idee bis zum fertigen Manuskript habe ich bei meinen „Karfunkelstadt“-Bänden jeweils ca. eineinhalb Monate gebraucht. Für die deutlich dickere „Prinzessin der Nacht“ sicher ein halbes Jahr. Das kommt allerdings nur heraus, wenn man die Arbeitszeit quasi zusammenzieht. In Wirklichkeit liegen ja immer Zeiträume dazwischen, etwa die Zeit, die es dauert, bis ein Verlag die Idee gut findet und bereit ist, einen Vertrag zu machen. Nach dem Fertigstellen des Manuskriptes kommt auch noch mal ein ziemlicher Aufwand mit Korrektur, Lektorat etc. Von der Idee bis zum Druck kann es einige Jahre dauern.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Nein. Denn so ein erster Satz ist mir meistens schon in der U-Bahn, unter der Dusche oder im Skilift eingefallen. Aufgeregt bin ich dann, wenn die Geschichte allmählich Formen annimmt und ich nicht sicher bin, wohin sie mich als nächstes führt.
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Das war kein ausdrücklicher Wunsch, denn über den Journalismus bin ich sowieso schon als Autor sichtbar geworden. Die Öffentlichkeit hat sich einfach erweitert – bis dahin, dass ich auf einmal selbst Objekt der Berichterstattung des Bayerischen Fernsehens geworden bin, wo ich normalerweise nur Berichterstatter war.
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Habe ich bisher glücklicherweise immer gehabt. Das ist nicht selbstverständlich, und dafür bin ich sehr dankbar.
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Ich räume dem Schreiben immer zu wenig Zeit ein, gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass sich das ändert.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Ich finde es großartig, dass es Hörbücher gibt. Aber ich lese lieber.
14) Was denken Sie über eBooks?
Das Phänomen E-Book ist hochspannend. Es wird viel verändern. Mit Glück gewinnen Autoren mehr Einfluss gegenüber Verlagen. Es wird gedruckte Bücher nicht überflüssig machen. Auch die Möglichkeit des SocialReading ist spannend. Mir persönlich haben E-Books die Möglichkeit gegeben, selber verlegerisch tätig zu werden. Ich habe die „edition tingeltangel“ gegründet. Es macht mir unglaublich viel Spaß, die optimale Gestaltung für die E-Books der edition zu finden. Ich nenne sie bewusst „bibliophil“, denn bislang gehen leider sogar große Verlage zum Teil höchst lieblos mit dem Format E-Book um.
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Aufgeregt. Ablenkbar. Begeisterungsfähig. Lustiges liebend. Kontaktfreudig. Neugierig. Anstrengend? Laut. Freundlich.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Eigentlich fällt mir immer etwas ein. Sicher gibt es zähe Stellen in Büchern und schwierige Tage, aber bisher ist es noch nie richtig schlimm gewesen.
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Karate. Geschichte. Fotografieren und instagramen. Filmen.
18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Ach, nur eines? Na dann z.B. ;-) „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel.
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Eigentlich habe ich mit meiner lieben Kollegin Beatrix Mannel ausgemacht, dass wir 2015 beide einen Bestseller landen. Das wäre toll. Aber dazu sollte ich ihn erst schreiben …
Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

 

Hier findet ihr unsere „Thomas Endl-Rezensionen“:

  1. “Nikolaus und Nikolina” vom 02.12.2012 (~Ilb)
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