Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Sven Koch (Autor)

Copyright by Sven Koch

Copyright by Sven Koch

NameSven Koch
Linkwww.sven-koch.com
Geburtsjahr oder Alter5.2.1969
WohnortDetmold/NRW
BuchtitelDünengrab
GenreKrimi/Thriller
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Ich kann mich nicht mehr an die Zeit erinnern, in der ich nicht geschrieben habe. Schon in der Grundschule habe ich mir Geschichten ausgedacht, Drehbücher in Schulhefte gekritzelt oder Kurzgeschichten in Mamas Schreibmaschine getacktert. Ich kann mich aber daran erinnern, dass ich mir schon immer gesagt habe: Wenn dir etwas gefällt, dann kannst du jederzeit versuchen, es ebenfalls zu tun. Nun, mir gefielen spannende Bücher und Filme, später auch Kunst, Fotografie und Musik. Vielleicht ist das etwas, das mir aus den offenen Siebzigern mit auf den Weg gegeben worden ist und das in den frühern Achtzigern der Punk aufgegriffen hat – wie ein Motto aus der Rocky Horror Picture Show: Don’t dream it, be it.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Unbedingt. Natürlich lese ich sehr viele Thriller und Krimis, dazwischen gerne auch mal Sachbücher, am liebsten über archäologische oder kunstgeschichtliche Themen. Und natürlich Kinderbücher, aber die lese ich eher vor.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Wie erwähnt – ich habe eigentlich immer schon geschrieben, und deswegen bin ich auch Tageszeitungsredakteur geworden. Mit 17 Jahren habe ich in den Schulferien in einer Fabrik versucht, mir etwas Geld für den Urlaub zu verdienen, habe aber nicht einmal die Hälfte der Zeit dort ausgehalten. Schließlich dachte ich mir: Du schreibst doch sowieso andauernd, probier es doch mal bei der Zeitung. Kurz darauf fing ich als freier Mitarbeiter an und fand es sehr spannend, in dem Job so tief in die Wirklichkeit eintauchen zu können.
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Vorstellen kann ich mir das schon – aber ich habe so viele Ideen, und das Spannungsgenre macht mir so viel Spaß… Ich müsste nicht zwingend einen Liebesroman schreiben einen Historischen oder einen Urban Fantasy. Das können andere Autoren viel besser, aber ausschließen will ich das grundsätzlich nicht: Wenn mich mal ein Thema packt, dann packt es mich, egal in welchem Genre. Ich glaube aber grundsätzlich, man sollte stets seinem inneren Ruf folgen, um authentisch zu sein, und sich zu nichts zwingen. Immer wieder sympathisiere ich aber mit einem Kinder- und Jugendkrimi. Mal sehen, was daraus wird.
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?

Mir ist gar nichts wichtig. Ich brauche nur ein wenig freie Zeit. Habe ich die, setze ich mich an den Mac und schreibe los. Völlig unspektakulär. Das liegt sicher am jahrzehntelangen guten Training bei der Tageszeitung 😉
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Dem bin ich auch noch nicht auf die Schliche gekommen. Ich glaube, am Ende ist es etwas wie Magie, und mir gefällt diese Vorstellung. Es schwirrt so alles Mögliche bruchstückhaft um einen herum – was man sieht, hört, denkt, erlebt. Und irgendwann erkennt man: „Das sind Puzzlestücke, und ich glaube, sie gehören zu einem Bild.“ Der Rest fügt sich dann.

7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Die wesentlichen Eckpfeiler der Geschichte plane ich. Auch den Verlauf der Geschichte, und daraus ergibt sich meist, wer darin mitspielen soll. Ich würde sagen, 50 Prozent sind Planung, der Rest entwickelt sich „on the road“, und für mich gilt der schöne Satz, den ein US-Autor mal gesagt hat: Schreiben ist wie Auto fahren bei Nacht. Man weiß, wo man startet und was das Ziel ist, kennt auch die Route, die man fahren will. Aber man sieht immer nur so weit gut wie die Scheinwerfer reichen.
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Von der Konzeption bis zur Abgabe des Manuskripts beim Verlag fast immer neun Monate. Ist lustig – wie bei einer Schwangerschaft. Das hat sich mittlerweile so eingespielt. Bis zum Druck kann es dann noch ein Jahr dauern, je nachdem, wie und wann der Verlag den Titel im Programm platziert.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?

Aufgeregt nicht, aber ich kann es meist kaum abwarten. Wenn sich eine packende Idee geformt hat, will ich meist sofort wissen, wie es klingt und sich anfühlt, das zu schreiben. Ich schreibe manchmal dreißig Seiten, noch bevor überhaupt ein Konzept fertig ist.
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Ich bin der Meinung, dass man Geschichten erzählt, damit andere sie hören. Musik ist ebenfalls gemacht, um gehört zu werden. Bilder, damit man sie sieht. Es liegt seit je im Wesen dieser Dinge, dass sie andere Menschen erreichen, um sie zu unterhalten oder geistig anzuregen.
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Ich mache Titelvorschläge und erfahre, welcher genommen werden soll. Ich erhalte das favorisierte Cover zur Ansicht. Dann kann ich sagen, ob es mir gefällt oder nicht. Es gibt also durchaus eine Veto-Möglichkeit.
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Es gibt keinen zwingenden Rhythmus. Ich schreibe oft abends ein, zwei, drei Stunden, mal am Wochenende, wenn ich Urlaub oder frei habe. Ich habe das Glück, sehr schnell schreiben zu können. Daher ist eine Rohfassung auch schnell fertig, die ich dann meist ordentlich überarbeite und in einem dritten Durchgang aufhübsche und poliere.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Absolut. Wenn ich früher mit dem Auto in den Urlaub gefahren bin, liefen immer welche. Im Flugzeug oder am Strand höre ich sie gerne auf dem I-Pod. Meine Kinder hören ebenfalls viele.
14) Was denken Sie über eBooks?
Ich halte sie für eine tolle Alternative und Bereicherung des Lesealltags, die das gedruckte Buch aber nicht ablösen wird. So wie das Radio nicht die Zeitung und das Fernsehen nicht das Radio und das Internet nicht das Fernsehen abgelöst hat.
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Meistens recht entspannt.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Sich hinsetzen und etwas anderes schreiben als das, an dem man gerade arbeitet. Etwas Geschriebenes überarbeiten. Oder gar nichts tun und abwarten. Aber klassische Schreibblockaden kenne ich eigentlich nicht. Kreative und weniger kreative Phasen hingegen schon, jedoch ist Schreiben auch eine ganze Menge zwar schöpferisches, aber eher unkünstlerisches Handwerk. Ein haus braucht Mauern, Treppen, Türen und Fenster. Um die Fassadengestaltung und Details kann man sich immer noch kümmern. Und wenn ich mal zwei Wochen lang keine Lust zum Schreiben habe, dann lasse ich es eben.
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Ich mache seit sehr vielen Jahren Musik mit meiner Band. Und Interessen habe ich zahllose: Kunst, Wissenschaft, Geschichte, Archäologie, die Antike, Reisen – da spricht die solide humanistische Bildung eines modernen Renaissancemenschen 😉
18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Das wechselt. Im Moment gefallen mir Bücher von Don Winslow und Tana French.
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Irgendwann würde ich sehr gerne mal ein Drehbuch schreiben, das auch verfilmt wird, und damit gewissermaßen zu meinen Wurzeln zurückkehren: Ich wollte früher gerne Film studieren und habe als Jugendlicher auch viel gefilmt.

Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)
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