Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft
Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
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wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Petra Busch (Autorin)

Foto Petra Busch Copyright by Carina Faust und Björn Lülf

Foto Petra Busch Copyright by Carina Faust und Björn Lülf

NamePetra Busch
Linkwww.petra-busch.de
Geburtsjahr oder Alter1967
WohnortNordschwarzwald
BuchtitelSchweig still, mein Kind; Mein wirst du bleiben
GenrePsychologischer Spannungsroman/Krimi
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Das Schreiben kam zu mir. Ich konnte mich nicht wehren ☺
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Ja, sehr viel. Viele Krimis natürlich. Daneben aber auch Klassiker und neue deutsche Literatur, wie das so schön heißt. Ab und zu auch Fachbücher zur Mediävistik – das ist und bleibt eine große Liebe von mir.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Sehr früh. Geschichtenversuche gab’s schon vor der Schule. Nach meinem Studium habe ich lange Zeit als Journalistin und angestellte Werbetexterin gearbeitet. Seit 2005 bin ich selbstständig. Heute teilt sich mein Arbeitalltag auf: Die eine Hälfte schreibe ich für IT-Unternehmen, die (Medizin)technik, Industrie, Handel und kulturelle Einrichtungen, Die andere Hälfte gehört meinen Krimnalromanen.
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Der Gedanke beschäftigt mich in der Tat. Allerdings denke ich da an ein „nahes“ Genre: nämlich einen Thriller. Meine drei ersten Romane sind ja Psychokrimis mit Ermittler. Vielleicht variiere ich da einmal mir einem sogenannten Stand alone.
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Wie das Werbetexten ist das Bücherschreiben viel Handwerk. Und außerdem viel Arbeit. Und dafür muss man sich jeden Tag hinsetzen und tun. Im Grunde ist es wie in jedem Job: Ich hasse es, wenn der Wecker klingelt, dusche mich trotzdem und putze die Zähne, trinke erst Kaffee und setze mich dann mit eine großen Kanne Tee an den Schreibtisch – und fange an. Da ist kein Warten auf die Muse, die herbeischwebt und mich küsst. Wenn ich mich auf die verlassen würde … nun ja, dann würde ich diese Interviewfragen nicht beantworten, denn dann gäbe es noch mein einziges Buch von mir ☺ Denn die Muse ist ein seltsames Wesen: Sie ist starrköpfig, nie da, wenn man sie braucht und verlangt nach zähem Sitzfleisch. Aber tatsächlich ist es so: Setzt man sich erst einmal hin und schreibt, dann fließt vieles von alleine, und manchmal gerät man (joggen) wie in einen Rausch.
Was ich zum Schreiben brauche: meinen Mac, meine handschriftlichen Notizen, viel Kaffee und Tee und absolute Ruhe. Und manchmal meine wunderbaren Katzen, die auf dem Schreibtisch neben mir schnurren
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Das ist ganz unterschiedlich. Ideen liegen manchmal in realen Fällen. In der Regel aber liegen sie auf der Straße. Das soll heißen: Sie laufen in Form von Zeitgenossen herum. Sitzen einem uns Zug gegenüber. Sie stehen in der Zeitung. Oder in der Hotelbar und quatschen uns zu, ob wir das wollen oder nicht.
Ich liebe es, vermeintlich nichts zu tun, in Wahrheit aber zu beobachten. Man trifft– oder sieht und hört – oft die skurrilsten Gestalten.
Die Idee zu meinem ersten Roman „Schweig still, mein Kind“ entstand, als ich an einem Winterabend im Schwarzwald unterwegs war und an einen Lichtung kam. Dort sah es genau so aus wie am Anfang des Buches. Nur dass im Buch noch eine Tote zu Füßen der nass glänzenden Stämme gebettet liegt. Der Kopf auf Moos und mit aufgeschnittenem Bauch … Die Idee zum zweiten Roman hat mich „angefallen“, als ich im Rahmen meiner ehrenamtlichen Arbeit als Hospizhelferin über psychische Krankheiten recherchiert habe.

Auch Bilder können anregen. Oder die Internetseite der Polizeipresse. Und natürlich eigenen Erfahrungen. Viele Ideen habe ich auch in Gesprächen mit meinen Beratern und Freunden aus der Kripo und Rechtsmedizin gewonnen.

Ich bin übrigens immer mit Notizbuch unterwegs. Oder anders gesagt: meine Zeitgenossenmüssen damit rechnen, dass ich sie beobachte. Und dass sie in meiner „Ideenkiste“ (das sind mittlerweile zwei dicke Leitzordner) zu Haus landen – in der ich Ticks von Leuten, verrückte Klamotten, Verhaltensweise und Sprüche
7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Bevor ich den ersten Satz schreibe, strukturiere ich – auch am Schreibtisch und quasi wie am Reißbrett – den kompletten Roman, entwerfe den Ablauf vom ersten bis zum letzten Kapitel. Das beginnt mit der Grundidee, aus der ich dann die Haupthandlung baue und Nebenhandlungen. Die Figuren entstehen parallel dazu. Denn die tragen ja die Geschichte, aus ihrem Charakter und Handeln erwächst der Plot.

Ich kenne also auch die Menschen im Buch ganz genau – noch bevor ein einziges Wort im Rechner steht. Ich weiß, wo die guten und die Schattenseiten meiner Protagonisten sind. Ich kenne ihren sozialen Hintergrund und den heutigen Status. Kenne ihre Freunde und Feinde. Ihre geheimsten Wünsche, Träume und Sehnsüchte. Ich weiß, wie sie sich warum kleiden, was sie machen, wenn sie unbeobachtet sind und mit welchen Tricks sie durchs Leben kommen … kurz: Ich weiß ALLES über sie ☺
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Rund ein Jahr inklusive Recherchen bei der Kripo, in der Rechtsmedizin und bei sonstigen Fachleuten.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Nö.
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Titel: Ja. Jedes Manuskript hat zunächst einen Arbeitstitel, den ich festlege. Im Verlag entscheidet dann die Lektorenrunde und Marketingkonferenz, ob der funktionieren kann. Außerdem prüft der Verlag, ob der Titel eventuell schon geschützt – aber noch nicht erschienen – ist durch andere Verlage. Meine beiden ersten Bücher haben meine Arbeitstitel behalten. Das dritte (Februar 2013) wird „Zeig mir den Tod“ heißen. Hierfür war etwas andere geplant von mir, das war aber bereits vergeben. Ich habe dann neue Titelvorschläge eingereicht und gemeinsam mit meinem Lektor diskutiert und ausgewählt.

Cover: Diese entwirft die Agentur „Zero“ aus München, darauf habe ich keinen Einfluss. Die Grafiker werden aber bestens gebrieft vom Verlag, und bisher war ich mit allen Covern glücklich. Das erste („Schweig still, mein Kind“) ist sogar Sieger beim „Boody Cover 2011“ geworden. Und das Buch hat den renommierten Friedrich-Glauser-Preis für das beste Debüt 2010 gewonnen.
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
(ist schon unter 5 beantwortet)

13) Mögen Sie Hörbücher?
Hatte ich nie ausprobiert – bis meine eigenen Krimis als Hörbücher herauskamen. Und wer kann schon der Stimme von Lutz Riedel (u.a. zu hören als Timothy Dalton, Richard Gere, Alec Baldwin) widerstehen…
14) Was denken Sie über eBooks?
(Oh oh, das ist ein Thema für drei extra Interviews. Das Thema ist einfach mega komplex. Ich klasse es daher mal unbeantwortet)
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Humorvoll, kreativ, empathisch, mit viel Respekt für Mensch und Tier. Manchmal verrückt, aber immer dem kleinen Glück auf der Spur.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Fragebögen für Interviews ausfüllen 😉
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
„Noch andere Hobbys“ ist die falsche Formulierung. Schreiben ist mein Brotjob, keine Liebhaberei. Lieben tu ich es natürlich trotzdem 😉 Was ich sonst noch liebe: Fotografie, Tierschutz (insbesondere Katzen), meine ehrenamtliche Arbeit im Hospiz.

18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Gibt’s nicht. Das wechselt. Man entdeckt ja immer wieder mal Neues.
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Ganz konkret: Saxophon lernen. Nach Island reisen. Viel wichtiger ist mir aber Utopisches (oder auch nicht uotopisch?): mehr Gerechtigkeit auf der Welt, mehr Herz für die Außenseiter der Gesellschaft. Und Respekt vor der Umwelt und unseren Mitwesen, den Tieren. Ach ja, und dann noch: reich und berühmt werden ☺

Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

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