Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Die Leseleidenschaft-Mädels
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Miriam Pharo (Autorin)

Copyright by Miriam Pharo

Copyright by Miriam Pharo

NameMiriam Pharo
Linkwww.miriam-pharo.com
Geburtsjahr oder Alter1966
WohnortOberhaching, Bayern
BuchtitelSektion 3/Hanseapolis-Zyklus: Bd. 1 SCHLANGENFUTTER, Bd. 2 SCHATTENSPIELE, Bd. 3 PRÄLUDIUM; ISAR 2066-Reihe: Episode 1 JIMMY DER MOPS, Episode 2 FRIKASSEE ZUM FRÜHSTÜCK, diverse Kurzgeschichten
GenreVorwiegend ein Mix aus Krimi und Science-Fiction
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer gern geschrieben, aber richtig ernst wurde es erst vor fünf Jahren. Eines Tages habe ich mich hingesetzt und damit begonnen, eine Mordszene zu schreiben – der spätere Prolog meines Debütromans „Schlangenfutter“. Auslöser war die zunehmende Langeweile angesichts der Krimis und Thriller, die ich die Jahre zuvor gelesen hatte. Irgendwie hat mich nichts mehr so recht überrascht. Als ich die ersten Worte zu Papier brachte, hatte ich überhaupt noch keine Vorstellung, wohin die Reise geht. Erst beim Schreiben kam mir die Idee, meinen Thriller in die nahe Zukunft zu verlegen, Science-Fiction also mit Krimielementen zu vermischen. So erblickte der Hanseapolis-Zyklus das Licht der Welt.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Solange ich denken kann, war ich eine Leseratte. Ich habe alles verschlungen, was ich kriegen konnte und zwar quer durch die Genres. Seitdem ich Autorin bin, lese ich viel weniger als früher. Dazu fehlt mir schlichtweg die Zeit. Leider. Dafür suche ich mir die Bücher gezielter aus
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Zum Beispiel möchte ich gern einen phantastischen Roman aus dem Genre „Magischer Realismus“ schreiben, also einen Gegenwartsroman mit magischen Elementen, ähnlich wie meine Kurzgeschichte „Der letzte Cowboy“.

5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Ich habe keinen bestimmten Plan. Ich schreibe, sobald ich meine Pflichten erledigt habe. In der Regel passiert das erst nachmittags. Ansonsten habe ich immer ein Notizbuch bei mir, für den Fall, dass mich aus heiterem Himmel die Muse küsst. Meistens schreibe ich direkt am Rechner. Dabei ist es wichtig, dass das Internet aus bleibt, damit ich nicht abgelenkt werde. Wichtige oder schwierige Szenen entstehen oft auf dem Papier. Papier und Bleistift sind für mich inspirierender als ein leeres Word-Dokument auf dem Screen.
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Ich unterscheide zwischen Geschichte und Ideen. Die Geschichte entsteht meistens beim Schreiben. Ideen entwickeln sich aus dem Alltag heraus. Die Zukunft ist noch ein ungeschriebenes Blatt, damit stehen mir als Autorin alle Möglichkeiten offen. Das zieht spannende Gedankenspiele nach sich. So kam es vorkommen, dass ich beim Frühstück sitze und überlege, wie die Menschen im Jahr 2066 diese Situation erleben werden. Wie wird ihre Morgenzeitung aussehen? Vielleicht wird der Kaffee zum Mitnehmen mit mikroskopisch kleinen Kommunikationsteilchen versehen sein, die ins Gehirn gelangen, dort am visuellen Cortex andocken und die brandheißen News projizieren …
7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Ich mache mir niemals einen Plan. Weder vom Plot noch von den Figuren. Beides entwickelt sich während des Schreibens und ich schaue einfach, was passiert. Erst nach 30 oder 40 Seiten lege ich mir einen – vorläufigen – Plan zurecht, schließlich soll kein Tohuwabohu entstehen, doch der ist nicht in Stein gemeißelt und wird sich beim Schreiben noch einige Male ändern.

8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Im Durchschnitt schreibe ich ein knappes Jahr an einem Buch, lasse es dann einige Wochen zur Reifung liegen, danach gehe ich mit klarem Kopf noch einmal dran. Dann vergehen noch ein paar Monate, bevor das Manuskript an den Verlag geht. Danach beginnt die Lektoratsphase, die rund zwei Monate dauert, schließlich geht das Buch in Druck. Das Prozedere dauert gut 1,5 Jahre.

9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Diese Frage hat mich ehrlich gesagt überrascht. Meine erste spontane Reaktion war „Warum?“ Dann habe ich gründlich darüber nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich in der Tat nicht aufgeregt bin. Ich fange einfach an. Vielleicht war das früher anders, als Schriftsteller ein leeres Blatt Papier vor sich hatten, Tintenfass und Feder daneben liegend oder aber ein leeres Blatt Papier in die Schreibmaschine gespannt haben. Das hatte etwas Rituelles. Heute öffnet man einfach ein neues Word-Dokument. Meistens habe ich den Kopf voller Ideen und Formulierungen und bringe sie erst einmal zu virtuellem Papier.


10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen, war relativ schnell da. Wenn ich darüber nachdenke, kam für mich niemals in Frage, nicht zu veröffentlichen. Schließlich verfasse ich keine Tagebücher, sondern Unterhaltungsliteratur. Der Schritt, an die Öffentlichkeit zu gehen, ist mir sicher deshalb leicht gefallen, weil ich seit sehr vielen Jahren als selbstständige Werbetexterin tätig bin, ich also daran gewöhnt bin, dass meine Texte von vielen Menschen gelesen werden – wenn auch in einem anderen Rahmen.

11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Ja. Das ist der Vorteil, wenn man in einem kleineren Verlag veröffentlicht. Man hat als Autor mehr Mitspracherecht.

12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
13) Mögen Sie Hörbücher?
Ich mag Hörbücher, bin aber kein regelmäßiger Konsument, dennoch glaube ich, dass ich in Zukunft mehr davon hören werde. Einfach auch, weil es die Augen schont. Ich habe von Natur aus schlechte Augen und das Schreiben strengt enorm an.

14) Was denken Sie über eBooks?
eBooks sind mir sehr vertraut. Im Jahre 2008, als von Kindle und Co. noch nicht die Rede war, habe ich Teile meines ersten Romans als interaktive eBooks veröffentlicht und über meine Website vertrieben. Interaktiv deshalb, weil meine eBooks mehr sein sollten als nur die Eins-zu-Eins-Digitalisierung eines Manuskripts. Mithilfe der Hamburger Grafikerin Gaby Mammitzsch gingen wir mit der PDF-Version meines Romans bis an die Grenzen der technischen Möglichkeiten und haben Mouse-Over-Funktionen eingebaut, mit denen der Leser die Gedanken der Figuren bzw. Illus und futuristische Hintergrundinfos sichtbar machen konnte. Ich fand die Idee besonders charmant, mithilfe des Cursors die Gedanken meiner Protagonisten zu offenbaren.
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Gegen Schreibblockaden helfen meist ein weißes Blatt Papier, ein gespitzter Bleistift und das Aufschreiben irgendwelcher Sätze oder Wörter. Was, ist irrelevant. Der Rest kommt von ganz allein.
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Neben dem Schreiben ist Musik meine große Leidenschaft. Jede Art von Musik, solange sie gut ist. Rückblickend gab es für mich eigentlich nur zwei Optionen: Autorin oder Pianistin werden.

18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Das ist eine schwierige Frage. Es gibt viele schöne Bücher. Ein Lieblingsbuch explizit habe ich nicht, aber es gibt zwei Bücher, die mich sehr geprägt haben. „Unser Kosmos“ von Carl Sagan und „Lieder haben keine Farbe“ von Kristin Hunter. „Unser Kosmos“, weil hier zum ersten Mal Natur- und Geisteswissenschaften auf wunderbare, verständliche Weise kombiniert wurden. Dieses Buch hat mir wortwörtlich die Augen für unsere Welt geöffnet. Seitdem bin ich der Überzeugung, dass es (fast) kein Thema gibt, das nicht spannend ist. „Lieder haben keine Farbe“ handelt vom Erwachsenenwerden eines Mädchens im Schwarzenghetto, von Toleranz und vor allem von der Kraft der Musik.

19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Zurzeit schreibe ich an meiner ISAR 2066-Reihe weiter. Ich habe mir vorgenommen, 3 bis 4 Episoden pro Jahr zu veröffentlichen. Eventuell wird es auch einen 4. Hanseapolis-Roman geben. Mittelfristig wünsche ich mir, mehr Zeit fürs Schreiben zu haben.
Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

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