Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft
Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Seiten

Michael Hübner (Autor)

Foto folgtNameMichael Hübner
Linkwww.michaelhuebner.de
Geburts- jahr oder Alter44 Jahre
WohnortKoblenz, Rheinland-Pfalz
BuchtitelStigma, Sterbestunde
GenreThriller
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer viel gelesen und auch schon früh den Thriller-Bereich für mich entdeckt. Das hat in mir nach und nach den Wunsch geweckt, selbst Geschichten schreiben zu wollen. Ernsthaft damit beschäftigt habe ich mich aber erst mit Mitte zwanzig zum ersten Mal. Damals habe ich mit einer meiner Kurzgeschichten auf Anhieb den dritten Platz in einem Schreibwettbewerb belegt. Das hat mir dann endgültig gezeigt, dass ich Talent dazu hatte. Am meisten beeinflusst haben mich in dieser Zeit die Bücher von Stephen King, der zu meinen Lieblingsautoren zählt. Seine Werke waren hauptsächlich dafür verantwortlich, dass ich Autor werden wollte.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Autor gibt, der nicht auch ein leidenschaftlicher Leser ist. Jedes Buch, das ich lese, beeinflusst mich in meiner Arbeit, denn es lehrt und inspiriert mich. Am liebsten lese ich natürlich Thriller.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Siehe Frage 1
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Man soll ja nie nein sagen. Aber in absehbarer Zeit wohl eher nicht. Da halte ich es lieber mit der Devise: Schuster bleib bei deinen Leisten. Ich denke mal, das ist auch eher im Sinne meiner Leser. Allerdings könnte ich es mir durchaus reizvoll vorstellen, mal irgendwann einen Ausflug ins Satirische oder in den Comedy-Bereich zu machen.
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Bis auf einige Notizen schreibe ich grundsätzlich am PC. Dazu habe ich mir ein Textverarbeitungsprogramm zugelegt, das speziell auf die Bedürfnisse von Autoren angepasst wurde, was meine Arbeitsabläufe vereinfacht. Zum Schreiben benötige ich absolute Ruhe und Abgeschiedenheit. Nichts darf mich von meinen Gedanken ablenken. Ich setze mir ein monatliches Seitenpensum, das ich erreichen will und an das ich mich auch weitestgehend halte. Etwa aller fünfzig Seiten überarbeite ich das zuvor Geschriebene. Das erleichtert es mir, die Übersicht zu behalten. Zum Schluss kommt dann noch mal eine Gesamtüberarbeitung.
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Das ist total unterschiedlich. Mal ist es ein Artikel, der mich inspiriert oder ein Buch, das ich gerade lese. Oft sind es auch aktuelle Themen, die mich interessieren und die ich dann in meine Geschichten einfließen lasse. Manchmal ist es auch bloß eine einzelne Szene, die mir zusammenhanglos durch den Kopf geistert. Ich frage mich dann, was könnte diese Szene ausgelöst haben und wie könnte es weitergehen. So richtig erklären, welchen Ursprung dies alles hat, kann ich selbst nicht immer. Vielleicht haben Menschen mit viel Fantasie einfach eine Art Antenne für solche Dinge. Stephen King hat erst neulich in einem Interview behauptet: „Schreiben ist Telepathie“. Dem kann ich mich nur anschließen.
7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Was die Geschichte angeht, brauche ich nur eine Grundidee und ein grobes Gerüst. Ähnlich gestaltet es sich mit meinen Figuren. Ich habe meist nur eine grobe Vorstellung von ihnen. Die bezieht sich auf die äußere Erscheinung und ein paar Grundeigenschaften. Ich gebe meinen Figuren immer den größtmöglichen Spielraum, sich mit der Geschichte zu entwickeln. Das verleiht ihnen die Glaubwürdigkeit und Tiefe, auf die ich sehr viel Wert lege.
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Das hängt davon ab, wie viel ich recherchieren muss. Ich würde aber sagen, von der ersten Idee, bis zum fertigen Manuskript, in etwa ein Jahr. Bis es als gedruckte Ausgabe erhältlich ist, können (je nach Verlag) durchaus nochmal ein- bis eineinhalb Jahre vergehen.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Klar ist da auch immer eine gewisse Aufregung mit dabei, wenn man etwas beginnt, von dem man vielleicht noch gar nicht genau weiß, wo es einen hinführen wird. Es ist wie eine Reise mit ungewissem Ziel. Ich würde es bei mir aber eher als eine Art Ungeduld beschreiben. Denn nach der groben Ausarbeitung und den Recherchen bin ich einfach froh darüber, endlich loslegen zu können. Viel Aufregender finde ich es, wenn sich innerhalb des Schreibprozesses spontan neue Ideen oder Wendungen entwickeln. Solche Momente können mich regelrecht elektrisieren.
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Jeder, der schreibt, möchte auch gelesen werden. Daher war der Wunsch, mit meinen Geschichten eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen, eigentlich von Anfang an vorhanden. Allerdings bin ich bis heute froh darüber, dass ich meine ersten Schreibversuche nie jemandem gezeigt habe. Das sollte man auch wirklich erst dann tun, wenn man eine gewisse Reife darin entwickelt hat und selbst davon überzeugt ist.
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Natürlich fragt mich der Verlag vorher nach meiner Meinung. Und natürlich ist man immer bestrebt eine einvernehmliche Lösung zu finden. Dennoch hat der Verlag im Zweifelsfall das letzte Wort, denn ihm habe ich durch den Vertrag sämtliche Veröffentlichungs- und Vervielfältigungsrechte übertragen. Und diese schließen auch Covergestaltung und Titelgebung mit ein.
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Das ist vollkommen unterschiedlich. Ich bin der Ansicht, Kreativität lässt sich nicht in geregelte Arbeitszeiten pressen und schon gar nicht erzwingen. Manchmal wache ich morgens auf und sprudele vor Ideen. Dann kann ich es kaum erwarten, mich an meinen Computer zu setzen. An anderen Tagen bin ich morgens eher unkonzentriert. Dann beschäftige ich mich erst einmal mit anderen Dingen und versuche es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Ehrlich gesagt besitze ich nicht eines davon. Für Geschäftsleute, die beruflich viel mit dem Auto unterwegs sind, ist diese Form der Literatur sicher eine gute Alternative. Für mich kommt sie eher nicht infrage. Ich brauche einfach das Gefühl, zwischen den Zeilen eines Buches versinken zu können. Mit meiner eigenen Stimme im Kopf gelingt mir das bedeutend besser.
14) Was denken Sie über eBooks?
Zunächst habe ich sie eine Zeitlang sehr skeptisch betrachtet. Mittlerweile bin ich von ihren Vorteilen durchaus überzeugt. Dennoch werde ich immer jemand sein, der das gedruckte Buch vorzieht. Es hat einfach mehr Charakter. Und ein reales Bücherregal vermittelt mir wesentlich mehr Behaglichkeit. Mal abgesehen davon, dass es mir nicht gestohlen werden kann oder herunterfällt und kaputtgeht.
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Ich bin ein geradliniger Mensch, ein Realist und Träumer zugleich, gerechtigkeitsliebend, offen, ehrlich, ungeduldig, humorvoll und kann unheimlich bequem sein.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Natürlich kann es gelegentlich vorkommen, dass ich an eine Stelle der Geschichte gelange, an der ich nicht genau weiß, wo das Ganze hinführt und wie es sich weiterentwickelt. Ich betrachte solche Situationen aber nicht als Blockade, sondern eher als Herausforderung. Oftmals lasse ich die Geschichte einige Tage ruhen und versuche, den Kopf frei zu bekommen. Ich lese dann in dieser Zeit sehr viel oder beschäftige mich mit Dingen, die liegengeblieben sind. Auch ein Spaziergang kann da Wunder bewirken. Manchmal brauche ich einfach ein wenig Abstand, dann findet sich immer ein Ausweg.
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Ich fotografiere mit Leidenschaft, halte mich bevorzugt in der freien Natur auf und verreise gerne. Das lässt sich wunderbar miteinander verknüpfen.
18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Das kann ich unmöglich auf ein einziges Buch beschränken. Aus jüngerer Zeit muss ich da mindestens zwei nennen: „Der Schwarm“ von Frank Schätzing hat mich sehr beeindruckt. Allein das Wissen, das in diesem Buch steckt, reicht eigentlich aus, um fünf Bücher zu schreiben. Auch die Handlung fand ich äußerst faszinierend. Und dann wäre da noch „Tage der Toten“ von Don Winslow. Ein Buch, das die Grausamkeiten des mexikanischen Drogenkrieges nicht eindringlicher und realistischer hätte beschreiben können. Meine absoluten Klassiker aber sind und bleiben „Es“ und „Stark“ von Stephen King.
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Ein freies und glückliches Leben als Schriftsteller zu führen, der Euch mit seinen Büchern begeistern kann.

Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

Print Friendly

Kommentar verfassen

NetGalley-Mitglied
Professioneller Leser
Find us @
Blogverzeichnis - Bloggerei.de

Follow



Neu! News-Anmeldung

Möchten Sie die Neuigkeiten von unserem Blog per eMail erhalten? Dann melden Sie sich bitte an.