Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft
Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
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Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Marc Raabe (Autor)

Foto Marc Raabe Copyright by Gerald von Foris

Foto Marc Raabe Copyright by Gerald von Foris

NameMarc Raabe
Link www.marcraabe.de
Geburtsjahr oder Alter1968
WohnortKöln
BuchtitelSchnitt
GenrePsychothriller
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Das ist eine lange Geschichte. Um es kurz zu machen: Nach etlichen kleinen Kurzgeschichten und Artikeln in der Schülerzeitung wollte ich dann mit 20 ein Buch schreiben. Es sollte 500 Seiten lang werden und es kam, wie es kommen musste: Auf Seite 75 ist mir der Atem ausgegangen. Es war schwerer, als ich gedacht hatte. Ich habe mich dann aufs Filme machen konzentriert, meine andere Leidenschaft. So ist dann meine Firma entstanden, in der ich bis heute noch gerne arbeite.
Mit etwas über 40 habe ich es schließlich noch mal probiert. Schreiben war für mich immer ein unerfüllter Traum, eine Herausforderung, der ich mich noch nicht gestellt hatte. Ich hätte nicht damit leben können, irgendwann einmal festzustellen: Ich habe es nie wieder probiert.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Ja! Gerne Bücher von Jo Nesbo, John Hart, Zoran Drenkvar, Fred Vargas … und viele andere. Nur manchmal ist die Zeit etwas knapp, weil ich oft in der Zeit in der ich lesen könnte mit Schreiben beschäftigt bin. Und das mache ich noch lieber als Lesen.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Siehe Antwort 1, oder?
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Zunächst mal will ich auf jeden Fall dem Genre Thriller/Psychothriller treu bleiben. Mein Herz schlägt für Spannungsliteratur! Trotzdem kann ich mir auch vorstellen, irgendwann ein anderes Genre auszuprobieren. Gerade wenn ich mir meine Kinder ansehe, und ihre glühenden Ohren, wenn sie in Bücher wie Die Tribute von Panem vertieft sind, dann bekomme ich schon Lust …
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Schreiben kann ich überall. Ich brauche nur zwingend ein Laptop. Wenn ich keins dabei habe und mir zwischendurch etwas einfällt, dann tippe ich auf die Mini-Tastatur meines Smart-Phones und schicke mir selbst eine Mail.
Am wichtigsten ist für mich Konzentration und ein Kaffee, oder ein Espresso. Und die Nacht ist für mich immer ein großes dunkles Zimmer, in dem die Wände verschwinden und ich alle Gedanken laufen lassen kann.
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Geschichten gibt es immer und überall. Sie liegen herum und ich habe das Gefühl, ich muss sie nur aufsammeln. Meistens beginnt es bei mir mit einer Grundidee. Ich schreibe dann einfach mal drauflos, um die Idee auszuprobieren – ich will wissen, wie sie sich anfühlt. Wenn sie sich gut anfühlt, dann entsteht die Geschichte. Es ist ein bisschen so, wie eine völlig unbekannte Stadt zu erobern – Straße für Straße.

7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Meistens gehen Plan und Experiment bei mir Hand in Hand. Ohne einen Plan für die Geschichte zu haben, schreibt es sich sehr schwer. Man kann sich so leicht verirren, zwischen all den Protagonisten und ihren Motivationen. Aber trotz eines Plans lasse ich mir auch immer ganz viel Raum für spontane Idee. Einfälle, die unmittelbar aus dem Schreiben heraus entstehen haben oft eine ganz besondere Kraft. Deshalb sind sie für mich so wertvoll, dass ich im Notfall sogar bereit bin, den Plot dafür umzustoßen.
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Ich denke ungefähr ein Jahr.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Nein, gar nicht. Es gibt ja viele gute erste Sätze. Ob er mir dann am Ende noch als guter erster Satz erscheint, das ist eine andere Frage.
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Für mich war vom ersten Satz an klar, dass Bücher zum Lesen da sind. Das war für mich immer der Sinn von Büchern. Also habe ich auch schon mit meinen ersten Versuchen Freunde und Bekannte „belästigt“ und sie um ihr ehrliches Feedback gebeten. Gottseidank hat mich niemand geschont!
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Ja und Nein. Titel und Cover sind auf dem Buchmarkt ganz wichtig. Die Entscheidung, ob ein Buch gekauft wird, hängt allzu oft von Impulsen und Sekundenentscheidungen ab – auch bei mir.
An dieser Stelle haben die Verlage sehr viel Erfahrung. Und die bringen sie auch ein. Ich bringe mich ebenfalls ein. Bei Schnitt habe ich von vorne herein den Titel mitgebracht. Das Cover wurde von Ullstein vorgeschlagen und ich bin sehr zufrieden.
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Das wechselt so sehr, dass ich die Frage gar nicht so recht beantworten kann.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Ich würde niemals eine längere Autofahrt ohne Hörbuch antreten. Bei Schnitt ist mir allerdings zum ersten Mal klar geworden, wie sehr die CD Versionen gekürzt werden müssen. Manchen Geschichten tut das gut – manchen nicht. Auf jeden Fall fand ich es wichtig, persönlich den Überblick über alle Kürzungen zu haben. Auch wenn es einem als Autor ganz schön weh tut, sein eigenes Buch zu kürzen. Aber es gibt ja auch noch die ungekürzte Version von Schnitt bei Audible.
14) Was denken Sie über eBooks?
Eine tolle neue Möglichkeit. Trotzdem fehlt mir das Sinnliche. Ein Buch in der Hand zu halten ist etwas Besonderes. Man blättert um, man sieht sofort: ich habe die Hälfte geschafft, oder man sieht: da sind nur noch ein paar Seiten, bald ist es vorbei. Ein Buch riecht. Ein Buch fühlt sich glatt an, oder zerlesen. Die Seiten rascheln. Das alles können eBooks leider nicht bieten. Dafür haben sie andere Vorteile.

15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Ungeduldig, perfektionistisch, autodidaktisch, süchtig nach kreativen Prozessen.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?

Da ich noch keine hatte, musste ich auch keine Tricks finden. Ich hoffe, das bleibt so.
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Meine Familie! Und fotografieren. Früher habe ich einmal gedacht: Vielleicht wirst Du auch Fotograf.
18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Es gibt so viele Bücher – da fällt es mir schwer, jetzt eins zu nennen.
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Zunächst mal hoffe ich, dass mein neues Buch einen ebenso guten Start hat wie Schnitt. Aber dafür muss ich es erst einmal fertigschreiben … und ich würde mich sehr freuen, wenn Schnitt in andere Sprachen übersetzt wird und den Weg in andere Länder findet. Zur Zeit ist Holland im Gespräch.

Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

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