Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Lutz Kreutzer (Autor)

Copyright by Lutz Kreutzer

Copyright by Lutz Kreutzer

NameLutz Kreutzer
Link www.lutzkreutzer.de
Geburtsjahr oder Alter1959
WohnortMünchen, Bayern, Deutschland
BuchtitelGott würfelt doch | Schröders Verdacht
GenreSpannungsroman | Thriller
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Mein Vater hat mir jeden Abend eine spannende Geschichte erzählt. Kriminalfälle, Verbrechen, Weltverschwörungen. Er war Polizist und gelernter Kunstmaler. Ich wollte einfach noch besser erzählen können als er. Irgendwann hab ich gemerkt, Geschichten müssen nicht unbedingt wahr sein, nein, gut müssen sie sein.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Der Deutschlehrer hat mich frühzeitig vergrault mit Lektüre zum Gähnen, und ich hab meine Lust am Lesen verloren. Aber dann ist mir irgendwann Lohn der Angst in die Hände gefallen. Was für ein Buch! Ich lese sowohl Klassiker, Gänsehaut–Thriller, aber auch schöne Literatur. Ich finde Geschichten gut, die sich um ein verzwicktes Thema ranken und rund um den Globus bewegen.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Als Kind hab ich schon mal sehr gute Aufsätze geschrieben. Irgendwann als Student war ich viel unterwegs. Da gab’s noch kein Internet. Und da hab ich angefangen, verrückte, ja komische Briefe zu schreiben. In einem alten Wohnmobil mit Füller und so. Die haarsträubendsten Geschichten. Alles war erfunden, aber so, dass alle es geglaubt haben. Das fand ich klasse. Mein Lieblingstag war immer der 1. April.
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Ja, kann ich mir vorstellen. Gott würfelt doch ist ja auch nicht in ein Genre zu pressen. Spannungsroman, aber auch Drama. Daher sind beide Bände bei amazon als Drama unter den TOP 10 gelistet.
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Per PC. Notizen natürlich mit Belistift und Papier. Ich entwerfe eine Story, die Plotpoints, die Charaktere und den Schluss. Dann fange ich an zu schreiben. Ich habe den roten Faden. Aber dann machen meine Finger etwas, was ich nicht beschreiben kann. Eine Kollegin hat mal zu mir als Student gesagt: „Wenn man Dich beobachtet, dann hat man das Gefühl, dass Dir die Sätze aus den Fingern tropfen.“ Da entsteht also immer sehr viel, während ich schreibe. Es ist wie ein Rausch. Meine Finger, um genau zu sein zwei, rasen wie wild über das Keyboard. Oft schreibe ich abends und nachts. Und im Krankenhaus. Da hab ich meinen letzten Roman komplett geschrieben, in wenigen Wochen. Das hält aufrecht.

Was ist Ihnen wichtig?
Klare Sprache. Komplexe Sachverhalte verständlich machen. Scharfe Charaktere zeichnen. Und den Spannungsbogen halten, ohne flach zu werden.
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Mir fallen Geschichte im Halbschlaf und beim Autofahren ein. Inspirieren lasse ich mich dann oft in schöner Umgebung. Ich schreibe dann oft Fragmente auf. Und dann recherchiere ich. Auf Teufel komm raus. Das habe ich gelernt. Gute Recherche ist das Fundament einer jeden guten Geschichte. Gerade, wenn ich einzelne Stränge verflechte, muss jedes Detail stimmen.

7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Wie gesagt, das mache ich im groben vorher. Aber die Einzelheiten, die Feinheiten entstehen während des Schreibens.
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Völlig verschieden. Für das zweite habe ich zehn Jahre gebraucht (mit vielen Pausen), für das letzte sechs Wochen. Da hatte ich aber den ganzen Tag zum Schreiben. Das liegt am Thema, an der Komplexität. Und an der Zeit, die mir zur Verfügung steht. Ich bin ja hauptberuflich im Management tätig. Das ist ein Fulltimejob. Natürlich wird man mit den Jahren auch gewandter im Schreiben. Man lernt, was man nicht machen sollte, und wenn man das weiß, dann weiß man ja auch, was geht. Sicherheit spart auch Zeit.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Ja, denn er erste ist der wichtigste. Allerdings sind auch immer die Sätze wichtig, die in die Zukunft weisen oder eine Plotwende einleiten. Und natürlich der letzte Satz. Diese Sätze machen mich nervös.
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Als ich sechs war, stand ich mit meinem Vater zum ersten Mal auf der Bühne. Ich habe als Student Musik gemacht und für Zeitungen geschrieben, um mir das Studium zu finanzieren. Ich habe in meinem Berufsleben regelmäßig Vorträge und Vorlesungen gehalten, auch vor internationalem Publikum. Ich scheue also die Öffentlichkeit nicht.
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Ja. Titel waren bisher immer von mir. Bei Gott würfelt doch habe ich mit dem Verlag und einer Coverdesignerin zusammengearbeitet. Das war sehr schön. Ist ja auch wirklich gut geworden.

12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Nein, ich arbeite nicht regelmäßig, sondern so, wie es geht und wie mich die Inspiration befällt. Und da kann ich zum Tier werden, wenn ich einen Lauf habe.

13) Mögen Sie Hörbücher?
Ja sehr. Ideal beim Autofahren für lange Strecken. Einfach super!

14) Was denken Sie über eBooks?
Ich habe das lange skeptisch betrachtet. Jetzt aber hab ich die Rechte an meinen Büchern zurück und hab‘s probiert. Das geht voll ab: Schröders Verdacht war unter mehr als 1,4 Millionen e–Books bei amazon im Kindle–Shop auf Platz 1 gelistet. Gott würfelt doch war in Belletristik an Platz 1. Da kann man nicht mehr nein sagen. Tolle Sache, wenn man es richtig angeht!
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Das überlasse ich lieber anderen. Ich bemühe mich sehr, rege zu sein, nicht still zu stehen. Ich bin sehr neugierig und schätze Allgemeinbildung über alles – wenn sie mit gutem Essen und gutem Wein gepaart auftritt.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Ja: Abwarten
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Ich war leidenschaftlicher Bergsteiger. Bin zu meiner jungen Zeit ziemlich extrem unterwegs gewesen. Ich mach gern Photos und mag Musik sehr gern. Ich bin auch ein politischer Mensch. Ich bin irgendwie Generalist in Sachen Interessen. Nur Häkeln und Klöppeln sind nix für mich.
18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Die Entdeckung des Himmels von Harry Mulisch. Hörbuch: Bildung von Dietrich Schwanitz
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Weiter, weiter, weiter. Da gibt es Vieles, was ich in meinem Leben noch machen möchte.
Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

 

Hier findet ihr unsere „Lutz-Kreutzer-Rezensionen“:

  1. „Gott würfelt doch, Band 1 + 2“ vom 10.10.2012 (~BL)
  2. „Schröders Verdacht“ vom 28. November 2012 (~BL)
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2 Kommentare zu Lutz Kreutzer (Autor)

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