Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
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Jan Schröter (Autor)

Copyright by Jan Schröter

Copyright by Jan Schröter

NameJan Schröter
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Geburtsjahr oder Alter1958
WohnortBad Bramstedt, Schleswig-Holstein
BuchtitelMogelpackung
GenreRoman
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Ganz lange Geschichte. Die Kurzform: Ich wollte es schon immer.

2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Ich lese vom Comic bis zum Klassiker alles, was sich entziffern lässt. Bevor ich z.B. beim Frühstück nur in die Gegend starre, lese ich lieber die Rückseite der Milchtüte. Geht nicht anders.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Zur persönlichen Unterhaltung als Schulkind. Professionell als Endzwanziger.

4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Das tue ich ständig. Romane für Droemer Knaur, Krimis für Edition Temmen und diverse andere. Als Drehbuchschreiber für Soaps, Krankenhausserien, Krimis und Liebesschnulzen. Dazu Reisejournalismus, Zeitungskolumnen – im Laufe der Jahre ist da einiges zusammengekommen…

5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Fürs Schreiben an sich schätze ich ein Zimmer für mich alleine, einen PC, Schreibtisch mit Blick zur Wand (bloß nicht irgendwo rausgucken müssen! Lieber die Jalousie schließen – helle Sonne auf Schreibtisch und Monitor nervt mich extrem). Thomas Mann (den ich ansonsten eher nicht besonders schätze) hat behauptet: „Ich kann überall arbeiten, nur muss ich ein Dach über dem Kopf haben. Der freie Himmel ist gut zum unverbindlichen Träumen und Entwerfen: Die genaue Arbeit verlangt den Schutz einer Zimmerdecke.“ Da hat der Mann mal Recht.
Außerdem hasse ich es, mit der Hand zu schreiben. Ohne die Erfindung des PC wäre ich vermutlich kein Autor geworden.
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Ganz unterschiedlich. Nach jahrzehntelanger Drehbucharbeit kann ich sozusagen zielgruppenorientiert und auf Bestellung schreiben (Sie wollen was mit einem Oberförster? Sie kriegen was mit einem Oberförster!). Im Romanbereich wähle ich schon eher Themen, die näher an meiner eigenen Erfahrungswelt liegen. Es ist aber auch spannend, sich recherchemäßig mit Themen zu beschäftigen, von denen man zuvor nur wenig Ahnung hatte.

7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Ohne Vorplanung läuft bei mir nichts. Natürlich fällt einem „unterwegs“ beim Schreiben immer noch ein neuer Dreh für Handlung und Personen ein. Aber das Gerüst muss stehen, sonst leidet man Höllenqualen, wenn einem auf Seite 96 plötzlich das Gefühl beschleicht, dass die ganze Kiste einfach nicht funktioniert.
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Die Vorplanungen großer Verlagshäuser geschehen sehr rechtzeitig. Mein nächster Droemer-Roman „Kreisverkehr“ z.B. wurde im Sommer 2011 vertraglich vereinbart, ist seit Sommer 2012 fertig geschrieben und so gut wie abschließend lektoriert, wird aber erst 2013 gedruckt und zum 1. August 2013 erscheinen. Von der Idee bis zum Druck wären dann fast zwei Jahre vergangen. Als „Netto“-Schreibzeit von der Ideenentwicklung bis zum Schlusspunkt benötige ich für einen Taschenbuchroman (ca. 320 Seiten) sechs bis acht Monate. Leider kann ich solche Projekte fast nie an einem Stück abarbeiten, weil es immer mehrere Parallelaufträge gibt.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Nein. Ich muss mich dann konzentrieren. Wenn ich mich konzentriere, hat Aufregung keinen Platz.

10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Eigentlich ist die Tätigkeit des Geschichtenschreibens ja das Gegenteil von Öffentlich: Ich erfinde die Story allein in meinem Zimmer, und wenn jemand das Buch kauft und die Geschichte liest oder – im Falle eines Drehbuchs – den Film schaut, bin ich normalerweise nicht dabei. Vielleicht liebe ich es gerade deswegen, bei Lesungen vor Publikum zu stehen. Unmittelbare Reaktionen auf meine vorgetragenen Texte zu erleben, ist für mich ein Highlight meiner Tätigkeit – davon kriege ich, schätze ich, nie genug.

11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Theoretisch schon. Beim Titel nehme ich auch Einfluss. Bei der Covergestaltung verlasse ich mich fast immer auf den Verlag und die beauftragten Gestalter. Auf dem Feld habe ich einfach viel zu wenig Ahnung.

12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Das gehorcht einer ebenso schlichten wie zwingenden Regel: Je weniger Geld auf meinem Konto ist, desto mehr muss ich schreiben. Daraus ergibt sich: Schreiben ist mein Alltag.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Sind sicher für andere Leute ganz praktisch. Ich brauche keine, weil ich mein Rezeptionstempo lieber selbst bestimme.

14) Was denken Sie über eBooks?
Ich habe einen Reader. Benutze ihn aber fast ausschließlich, wenn ich im Wohnmobil unterwegs bin und nicht so viele „richtige“ Bücher einladen möchte.
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Ich komme gut mit mir aus.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Horizontwechsel: Rausgehen / Autofahren / irgendetwas anderes machen
Alternativmethode: Körper entspannen (Sauna / Badewanne)
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Reisen / Gitarrespielen / Fußballspielen / Kanutouren / Kochen / Film / und immer mal wieder etwas Neues, denn die Grundtendenz meines Autorenlebens ist: Ich bin immer wieder neugierig darauf, wie die Leute so ticken. Allein daraus ergeben sich immer wieder Anregungen.
18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Unmöglich für mich, darauf zu antworten. Es gibt und gab für mich so viele tolle, lesens- und liebenswerte Bücher. Und bestimmt (zum Glück für mich) so viele tolle, lesens- und liebenswerte Bücher, die ich noch gar nicht entdeckt habe. Da fällt es mir schon sehr viel leichter, Titel zu nennen, auf die ich völlig verzichten kann und deren kommerzieller Erfolg mich derart verstört, dass es manchmal meine eigene Schreiblust ausbremst: „Shades of Grey“, zum Beispiel…
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Noch mehr gute Geschichten schreiben / noch mehr Leserinnen und Leser gewinnen / und noch mehr von denen bei Lesungen persönlich kennenzulernen.
Das mit dem Weltfrieden kriegen wir sowieso nicht gebacken.
Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

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