Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Ivonne Hübner (Autorin)

Copyright by Ivonne Huebner

Copyright by Ivonne Huebner

NameIvonne Hübner
Linkwww.huebner.dryas.de
Geburtsjahr oder Alter34
Wohnort
BuchtitelTeufelsfarbe
GenreHistorischer (Kriminal-)Roman
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Das weiß ich nicht. Siehe Frage 3 habe ich dann wohl versucht mithilfe der ersten Anthologien (Lerato, Großstadtpoet) professioneller zu werden. Durch Dryas habe ich dann das umfangreiche Schreiben erst richtig gelernt. Teufelsfarbe ist der erste Roman, den Dryas von mir veröffentlichte. Es folgte „Im Land der Sümpfe“.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Ja klar, zu 90 Prozent lese ich Fachliteratur für meinen Haupt- und Nebenberuf. Aber ich lese auch Belletristik (außer Thriller). Am liebsten immer noch Fontane, Fallada, Böll. Ich finde Schiller immer noch am genialsten. Krimis lese ich am liebsten von der alten Schule (Christie, Doyle, Poe). Von historischen Romanen nehme ich seit einiger Zeit Abstand, die immer wieder kehrenden Schemata können auch nerven. Love&Landscape lese ich sporadisch. Sehr gerne Familiengeschichten mit Intrigen, Zerwürfnissen, Verwechslungen und der großen Versöhnung. Ich lese nicht gerne Romane, die in der Gegenwart spielen, das ist alles so auf Wirkung gequält.

3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Ich habe, sobald ich dessen mächtig war, kleine Geschichten geschrieben. Später in Klasse 8 hatte ich eine närrische Krimiphase. Ich fand es ganz normal, mir Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben. Dazu malte ich dann immer kleine Bildchen. Vielleicht schrieb ich nur, damit ich die Bilder dann malen konnte.

4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Ja, ich versuchte mich in Love&Landscape, aber mit Seite 620 stellte sich heraus, dass ich dafür wohl doch noch zu jung bin. Mir fehlte der gewisse Schmalz. Auch für die Gegenwart fühle ich mich noch nicht reif. So bleibe ich erstmal beim historischen (Kriminal-)Roman.

5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Ich fertige meistens Storyboards an. Ich arbeitete immer schon visualisiert und brauche Grafiken und Schemata, um mich in meiner Handlung und mit meinen Figuren zurechtzufinden. Die Geschichte ist grob im Kopf schon fertig, bevor ich das erste Wort schreibe. Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich erst jede Recherche abschließe, bevor ich mich an den Rechner setze. Ich arbeite viel handschriftlich. Und überall kleben bunte Post-it’s rum. Ich lasse mir per Fernleihe Fachliteratur kommen und nutze auch das Internet nicht gerade wenig. Letzteres macht das Arbeiten sehr schnell. Aber viele Dialoge und Beschreibungen entstehen per Füller im Notizbuch. Mir ist wichtig, dass der Spaß beim Schreiben erhalten bleibt. Bei o.g. Love&Landscape-Experiment habe ich es manchen Tag gehasst, mich an den Rechner setzen zu müssen. Daran merkt man dann, dass man gerade am falschen Projekt arbeitet. Das sollte nicht sein.

6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Beim Lesen von Fachliteratur meistens. Da schnappt man irgendwelche historischen Gegebenheiten auf, die einen nicht mehr loslassen.

7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Ich merke ganz schnelle ob eine (siehe Frage 6) historische Gegebenheit sich als Roman lohnt oder nicht, denn wenn sich keine Pro- und Antagonisten mit all ihren Nebenfiguren erfinden lassen, ist der historische Fakt nicht geeignet. Üblicherweise erfinde ich, sobald ich den Aufhänger habe, das Protagonistenpaar, dann die Antagonisten, die „Bühne“ ergibt sich aus den historischen Fakten meist von selbst. Dann versuche ich den Plot in Kapitel aufzuteilen, was meistens Zeitverschwendung ist, weil sich mit dem Schreiben sowieso immer neue Pfade eröffnen, die meine ursprüngliche Konzeption durcheinander bringen. Das ist aber ganz befruchtend.

8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
So zwischen drei und vier Jahren, weil ich ja, siehe oben, noch hauptberuflich zu tun habe. Dryas hat mir die Möglichkeit gegeben, mir so viel Zeit zu lassen, wie ich brauche und dafür bin ich dankbar.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Früher ja, da konnte ich manche Nacht nicht schlafen, jetzt nicht mehr.

10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Das weiß ich nicht. Siehe Frage 3 war mir eigentlich immer klar, dass ich irgendwann fürs Publikum schreibe, egal in welcher Größenordnung. Dieses Vorhaben schien ganz normal. Ich dachte nämlich als Kind, dass jeder, der eine Geschichte schreibt, sie auch irgendwann in einem Buch wieder findet. Sehr naiv, ich war 7! Aber dann, als mit „Teufelsfarbe“ die Verlagssuche zuerst zu scheitern drohte, wurde mir klar, dass das Verlagswesen ein sehr hartes Pflaster ist und auch jetzt, nach und in der Krise, die den Buchmarkt hart getroffen hat, ist es auch für Autoren, die schon raus gekommen sind, nicht selbstverständlich, auch am Markt zu bleiben.

11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Eigentlich schon, aber ich vertraue da auf Designer und Verleger, die haben den besten Riecher, und bisher waren die Ideen auch immer so gut, dass ich mein o.k. gerne gegeben habe.
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Ich schreibe immer dann, wenn ich frei habe – oft Abend oder am Wochenende, wenn die anderen Mittagsschlaf machen. Üblicherweise habe ich einen riesigen Pott Eiscafé neben mir stehen. (Der kann zum Glück nicht kalt werden) und oft genug bleibt der stundenlang unberührt, weil ich beim Tippen einfach keine Zeit finde, ihn zu trinken. Zum Glück MUSS ich nicht schreiben, weil ich noch hauptberuflich „fremd“ gehe. So kann ich mir auch mal ein, zwei Freiwochen leisten, in denen ich gar nichts tue als lediglich über meine Geschichte nachzudenken. Von einem bestimmten Rhythmus kann also nicht die Rede sein. Das war früher mal der Fall, als auch der Job und die Familie nach einem bestimmten Rhythmus funktionierte.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Ich bin von Hörbüchern weggekommen. Früher habe ich zum Haushalten immer Hörbücher gehört. Heute bin ich froh, wenn die Bude mal ruhig ist. Auch vor dem Schlafen geht das nicht mehr, weil nach dem ersten Satz gleich einschlafe. Das ändert sich bestimmt wieder. Hörbücher gibt’s in meiner Mediathek jedenfalls mehr als genug.

14) Was denken Sie über eBooks?
eBooks machen dem Verlagswesen den Garaus, so wie Downloads der Musikbranche. Das ist schlimm und das merkt man an den Absatzzahlen oder auch an den Verlagen, die noch bereit sind, in neue Autoren zu investieren. Das bekommt man so auf Messen oder im Autoren-Bekanntenkreis mit. Die digitale Welt ist wirklich gnadenlos. Meine Romane gibt es auch als eBook, hab ich mir selbst aber noch nicht angeschaut. Ich besitze auch keinen Reader und finde es so schon unbequem genug, am Rechner irgendwas lesen zu müssen. Da bin ich eher altmodisch.
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Gewissenhaft, perfektionistisch veranlagt (leider). Aber auch kompromissbereit, aufmerksam. Ordnungsliebend, leidenschaftlich. Früher hätte man im Steckbrief wohl auch „Kinder- und Tierlieb“ aufführen müssen. Auf jeden Fall naturliebend und natürlich.

16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Nein, ich hatte vor Kurzem ne Schreibblockade, meine erste richtige. Aber da hilft nur weiterschreiben. Ich habe drei Romane für die Schublade geschrieben, jeder so um die 500-600 Seiten, das frustriert extrem. Aber da muss man durch. Das geht jedem so und Verlage nehmen eben nicht mehr jedes Buchprojekt an. Die Zeiten sind längst vorbei. Weiterschreiben.
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Abgesehen von Kinder-, Hühner- und Hundepflege? Ich fotografiere leidenschaftlich gern. Alle und immer. Vor allem alte Architektur. Ich interessiere mich für Geschichte (Lokalgeschichte, Weltgeschichte, große und kleine geschichtliche Ereigenisse.) Alles was alt ist, fesselt mich. Ich liebe Museumsbesuche. Aber auch Reisen, Wandern auf historischen Pfaden.

18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Ein „Lieblingsbuch“ kann ich nicht küren. Aber Bücher, die mich als Teenager geprägt haben, sind immer noch ganz oben auf meiner Liste, eben weil sie mich prägten. Z.B.: Mc Court „Die Asche meiner Mutter.“ Szekely „Verlockung“, Hugo „Die lachende Maske“, Fallada „Kleiner Mann, was nun.“
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Auf dem Verlagssektor habe ich folgende Wünsche: Ich wünsche mir, dass irgendwann, vielleicht auch posthum, meine Schubladenromane doch veröffentlicht werden, weil die ganz gut sind. Ich wünsche mir, dass der Roman, den ich jetzt gerade schreibe nicht in der Schublade endet.
Das ist aber alles nicht so wichtig. Am wichtigsten ist mir nach wie vor meine Familie. Darüber geht gar nichts. Wenn ich meine Schriftstellerei für die Gesundheit meiner Familie sein lassen müsste, würde ich das tun.

Herzlichen Dank.
Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

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Ein Kommentar zu Ivonne Hübner (Autorin)

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