Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Helmut Barz (Autor)

Copyright by Helmut Barz

Copyright by Helmut Barz

NameHelmut Barz
Linkwww.sonderermittlungseinheit.de
Geburtsjahr oder Alter1969
WohnortOffenbach am Main, Hessen, Deutschland, Europa, Erde
BuchtitelWestend Blues, African Boogie, Dolphin Dance (demnächst)
GenreKrimi
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Nun, eigentlich kann das Schreiben zu mir. Ich bin in einem ziemlich künstlerischen Haushalt aufgewachsen – mein Vater ist selber Autor – und ich habe mir schon Geschichten ausgedacht, solange ich denken kann. Als ich noch nicht selber schreiben konnte, mussten meine armen, geduldigen Eltern alles für mich aufschreiben. Zum professionellen Schreiben bin ich dann mit dem Umweg über das Theater gekommen. Ich verdiene jetzt mein Geld als Texter für die Werbung. Einen Roman zu schreiben, war ein lang gehegter Wunsch von mir. 2003 ging es mir dann gesundheitlich nicht besonders gut und ich hatte deswegen plötzlich Zeit, diesem Wunsch nachzugehen. So entstand mein erster Roman "Weißes Blut". Plötzlich hatte ich einen Verlag, einen Agenten und eine weitere Deadline. Die Krimireihe um Katharina Klein habe ich schon vor geraumer Zeit (bald fünfzehn Jahre) konzipiert. Jetzt hatte ich eine Gelegenheit, sie umzusetzen.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Gut, diese Frage ist ungefähr so wie einen Heroinabhängigen zu fragen, ob er Drogen mag. Ich bin ein ausgesprochener Vielleser und dabei auch nicht sonderlich wählerisch. Von hoher Literatur bis zum Groschenroman lese ich eigentlich alles, was mir so in die Finger fällt. Natürlich darunter auch zahlreiche Krimis, aber auch andere Genres wie Urban Fantasy. So bin ich zum Beispiel ein großer Fan von Jim Butcher und seinen Dresden Files. Außerdem habe ich eine Schwäche für Sachbücher, speziell aus den Bereichen Psychologie, Kriminalistik, Kriminologie sowie hin und wieder auch Wirtschaft.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Ich glaube, diese Frage habe ich oben schon beantwortet. Sie nochmal in Kürze: ich schreibe eigentlich, solange ich denken kann (zumindest denke ich mir Geschichten aus). Professionell im Sinne, dass ich damit mein Geld verdiene, schreibe ich seit dem Jahr 2000. Meinen ersten Roman habe ich in den Jahren 2003/2004 geschrieben.
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Aber selbstverständlich. Ich habe zum Beispiel auf meinem Computer bereits die ersten Entwürfe zu einem Roman aus dem Bereich Urban Fantasy. Außerdem Ideen zu einem humoristischen Science-Fiction-Roman.
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Ich schreibe praktisch ausschließlich mit dem Computer. Dabei wechsle ich zwischen meinem Desktop und meinem Notebook hin und her. Hin und wieder mache ich Notizen mit der Hand. Auch die Struktur meiner Romane entsteht der Hand auf Karteikarten, die ich an eine große Pinnwand heften.
Als Textverarbeitungsprogramm nutze ich Word 2010, bzw. hin und wieder auch Final Draft. Außerdem setze ich seit Neuestem ein Diktatsystem ein: diese Systeme funktionieren inzwischen sehr, sehr gut; und wenn sie es nicht tun, hat man immer was zu lachen.
Meine eigenen Texte (also Romane, Stücke, et cetera) schreibe ich früh morgens. Ich stehe in der Regel um 5:30 Uhr auf und Sitz um 6:00 Uhr am Schreibtisch. Dann schreibe ich bis 8:00 Uhr, lege eine kurze Pause für Gymnastik ein, dann öffne ich mein virtuelles Büro für mein Tagesgeschäft. Oft nutze ich auch die Abendstunden noch zum Überarbeiten und Redigieren.
Wie viele Schriftsteller trinke ich beim Schreiben zu viel Kaffee, zwinge mich aber dazu, ihn hin und wieder durch grünen Tee zu ersetzen. Wenn schönes Wetter ist, schreibe ich auch mal auf meinem Balkon. Und manchmal fürchte ich mich in ein Café oder die Stille einer Bibliothek.
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Das ist sehr unterschiedlich. Die Figur der Katharina Klein zum Beispiel entstand aus einem Gespräch mit einer Schauspielerin (gleichfalls Halbkoreanerin), die feststellte, dass die Rollenauswahl für sie in Deutschland leider sehr beschränkt ist. Sie schloss das Gespräch ab mit dem Satz "Eigentlich würde ich gerne einmal eine Kommissarin spielen". Daraus entstand bei mir die grundsätzliche Idee für Katharina Klein, der Rest folgte dann irgendwann.
Die Idee ist bei mir (wie für viele Autoren) aber eigentlich nie das Problem: im Alltag bleiben die genug Erlebnisse hängen. Die eigentliche Arbeit beginnt danach: das Konstruieren der Handlung, die Ausgestaltung der Charaktere und nicht zuletzt das Schreiben.
7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Ausgehend von der Idee entwickle ich zuerst eine Struktur, die ich in Form eines Diagramms aus Karteikarten an oben bereits erwähnte Pinnwand hefte. Dann plane ich die Personen, die in dieser Geschichte auftreten. Dabei sind mit zwei Aspekte wichtig. Zum einen muss ich die Personen auch irgendwie mögen. Zum anderen versuche ich immer den Charakteren (auch den kleineren) eine Eigenart zu geben, die eigentlich nicht ins Bild passt: ein Beispiel dafür ist Lutz, der schweigsame, große Leibwächter aus Westend Blues, den ich zum studierten Philosophen gemacht habe.
Wenn ich in diesem Punkt angelangt bin, kann es sein, dass sich bereits soweit in der Materie drin bin, dass ich anfangen kann zu schreiben. Wenn nicht, schreibe ich eine so genannte Bibel, in der ich Personenbeschreibungen, Plottskizzen, Schauplätze, Bilder und was mir sonst noch so in die Quere kommt, zusammenführe.
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Für die Katharina-Klein-Krimis brauche ich ungefähr ein Jahr. Andere Projekte brauchen länger. So arbeite ich an meinem Urban-Fantasy-Roman bereits mit Unterbrechungen sechs Jahre.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Wirklich aufgeregt bin ich nicht, vielleicht ein gewisses Kribbeln. Um die Angst vor dem leeren Blatt zu überwinden, habe ich mir allerdings auch angewöhnt, nicht gleich von mir zu erwarten, druckreife Literatur von mir zu geben. Manchmal schreibe ich Dinge einfach hin, daraus dann eine Geschichte und etwas lesbares zu machen, ist die Aufgabe der Überarbeitung. Ich bin allerdings ein ziemlich exzessiver Überarbeiter. Bevor ich einen Roman abgebe, habe ich insgesamt zehn Fassungen oder mehr erstellt.
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Ich glaube, jeder der schreibt, will auch gelesen werden. Mich selbst als Person drängt es gar nicht so sehr an die Öffentlichkeit, ich freue mich aber, wenn jemand meine Bücher liest. Wann genau dieser Wunsch entstand, veröffentlicht zu werden, weiß ich nicht.
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Ja, das habe ich. Die Titel aller meiner Romane stammen von mir. Und auch bei der Umschlagsgestaltung mische ich mich mal mehr, mal weniger ein (sehr zur Freude des Grafikers).
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Wie schon gesagt: ich verdiene mit Schreiben meinen Lebensunterhalt. Daher habe ich einen regulären Arbeitstag. Ich versuche aber, jeden Tag ein wenig meiner Zeit meinen Romanen und anderen persönlichen Projekten zu widmen. Idealerweise gehören dabei die ersten zwei Stunden des Tages (siehe oben) mir selbst. Das geht natürlich nicht immer, aber immer öfter.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Ja. Es kommt natürlich darauf an, wie sie gelesen sind. Da gibt es dann doch große Qualitätsunterschiede von "brillante Performance bis hin zu "Magenkranker Buchhalter ließ das Telefonbuch". Sehr beeindruckt war ich übrigens von Rufus Becks Performance in den Harry-Potter-Romanen.
14) Was denken Sie über eBooks?
Auf der einen Seite bin ich ein großer Technikfan, auf der anderen Seite konnte ich mich bisher aber nicht dazu durchringen, mir einen entsprechenden Reader anzuschaffen. Das wird aber sicher noch kommen. Es gibt ganz klare Vorteile, zum Beispiel, dass man praktisch eine ganze Bibliothek in der Hosentasche mit sich herumtragen kann. Andererseits geht bei eBooks natürlich das haptische und olfaktorische Erleben verloren. Außerdem kann einem gedruckten Buch niemals die Batterie ausgehen.
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Klein, etwas übergewichtig, manchmal etwas hyperaktiv, verschmust, Lakritzfan, Hobbykoch, Vielleser, tiefstimmig… Noch Fragen?
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Das mir wirklich nichts mehr einfällt, zumindest über eine längere Periode als einen Abend hinweg, ist noch nicht vorgekommen. Vielleicht liegt es an meiner Erfahrung im Theater: wenn die Probe um 10:00 Uhr beginnt, muss man einfach um 10:00 Uhr kreativ sein und Ideen haben.
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Ich treibe aus gesundheitlichen Gründen relativ viel Sport. Und meine anderen Interessen habe ich bereits bei der Beschreibung meines Lesestoffs genannt.
18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Oha, das sind so viele… ich glaube, diese Frage überspringe ich jetzt einmal.
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)

Weltfrieden? Wohlstand für alle?

In Bezug auf das Schreiben ist mein Traum, irgendwann vom Schreiben meiner Romane leben zu können. Und natürlich würde ich sie auch sehr gerne verfilmt sehen. Außerdem habe ich natürlich eine ganze Reihe von Projekten in der Schublade, die ich gerne noch verwirklichen möchte, aber über solche ungeliebten Eier rede ich nur sehr ungern.

Privat würde ich gerne noch sehr viel reisen, vor allem noch ein paar afrikanische Länder kennen lernen, mit Schiff und Eisenbahn einmal die Welt umrunden, und in einem amerikanischen Autoklassiker von Küste zu Küste der USA fahren.

Und vielleicht verschlägt es mich ja eines Tages auch wieder ans Theater zurück, ein Medium, das ich sehr liebe, aber den letzten Jahren sträflich vernachlässigt habe.
Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)
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