Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Heike Eva Schmidt (Autorin)

Copyright by Heike Eva Schmidt

Copyright by Heike Eva Schmidt

NameHeike Eva Schmidt
Link www.heike-eva-schmidt.de
Geburtsjahr oder AlterIn den wilden 70-ern, die ich leider im Kinderwagen statt auf Flowerpower-Parties verbrachte
WohnortBayern, München (aber kein Fan des gleichnamigen Fußballclubs ☺
BuchtitelSchlehenherz, Purpurmond, Amerika liegt im Osten
GenreThriller, Fantasy, realistischer Jugendroman
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Geschrieben habe ich schon immer gerne und Aufsätze waren in der Schule mein Liebstes. Nach einem „Umweg“ über ein Psychologiestudium habe ich mich dann langsam vom journalistischen Schreiben über Drehbuch an die Romane herangetastet.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Ja! Ich habe nur leider so wenig Zeit dazu! Aber wenn, lese ich gerne „querbeet“, von Krimi über Belletristik, ein guter (!) historischer Roman darf auch mal dazwischen sein und da ich inzwischen so viele nette Schreibkolleginnen kenne, auch gerne mal den einen oder anderen Frauenroman.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Als ich fünf war. „Ein Ferd mus fersorgt werden“ - das war mein erster Versuch einer Kurzgeschichte.
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Das tue ich bereits ☺ „Schlehenherz“ ist ein Jugendthriller, „Purpurmond“ ein Fantasyroman und „Amerika liegt im Osten“ ist eine Coming-of-Age-Geschichte.

5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Ich komme grundsätzlich erst am Nachmittag so richtig in Schwung. Um 14h einen starken Espresso machiato, dann ab an den PC. Ich habe es mir - nach vielen Fehlversuchen, in denen ich mich stundenlang mit zwei Seiten gequält habe - abgewöhnt, früh um 8 Uhr mit dem Romanschreiben anfangen zu wollen. Es funktioniert einfach nicht. Inzwischen beginne ich den Tag mit etwas Schönem, z.B. Yoga oder einem Ausritt oder ich redigiere das am Vortag Geschriebene, das klappt auch morgens schon. Ab dem Nachmittag glüht dann die Ideenschmiede und die Tastatur - und das oft bis 20h oder 21h abends.

Was ist Ihnen wichtig? Kaffee, stark. Sonst kann ich nicht denken. Ein halbwegs aufgeräumter Schreibtisch, eine ebensolche Wohnung und keine Termine, die ständig in meinem Hinterkopf herumsurren und mich unter Druck setzten. Und: ich kann keinerlei Ablenkung beim Schreiben ertragen, nicht einmal Musik im Hintergrund. Ich bin da so empfindlich, dass sogar eine Mimose vor Neid erblassen würde...
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Es sind Geistesblitze, die mich meist völlig unerwartet treffen. Das kann ein Satz beim Treffen mit Freunden sein, ein Gedanke beim Wandern oder wenn ich irgendwo eine ungewöhnliche Person, ein Graffiti oder eine Zeitungsschlagzeile sehe. Auf einmal kribbelt es dann bei mir im Magen, ich bin wie elektrisiert und würde am liebsten alles liegen und stehen lassen, um die Idee sofort zu Papier zu bringen. Daran merke ich, dass aus dem „Blitz“ tatsächlich eine Geschichte werden kann.
7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Zuerst ist die Idee da. Ich schreibe grundsätzlich erst mal ein Exposé, also die Gesamthandlung in Kurzform (für die Verlag, aber auch für mich, um zu sehen, wo Wendepunkte sind und ob alles so funktioniert, wie ich mir das vorstelle). Bald „schälen“ sich daraus dann meine Protagonistin und die anderen Figuren heraus. Schnell merke ich, welche Charaktere sie besitzen. Manchmal entwickeln die Personen während des Schreibens tatsächlich so was wie ein Eigenleben, das ist mir z.B. bei meinem neuen Thriller passiert. Ich bin einfach „mitgegangen“ - und tatsächlich gewann die Geschichte dadurch. Ich glaube, manchmal muss man seine Protagonisten einfach auch mal „laufen lassen“.
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Ein Jahr, manchmal ein bisschen länger.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Nein, ich brenne förmlich darauf. Mir fällt es viel schwerer, den Schluss zu schreiben! Da drücke ich mich oft tagelang herum, putze die Wohnung, wasche Wäsche - nur um zu vermeiden, mich von meinen Figuren verabschieden zu müssen, die mir alle immer sehr ans Herz gewachsen sind. Und natürlich kommt mit der Abgabe auch das Lampenfieber: Wird das Buch den Lesern gefallen? Jeder Roman ist ja für den Autor immer wieder eine Feuertaufe.
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Ich habe mich lange nicht getraut, meine Ideen einem Verlag vorzustellen. Also habe ich mir nach Jahren des Zweifelns und „heimlich Schreibens“ dann erstmal eine Literaturagentin gesucht und mit zwei Manuskripten („Amerika liegt im Osten“ und „Schlehenherz“) bei ihr vorgefühlt. Die war zum Glück begeistert, hat die Stoffe angeboten, die Idee des Fantasyromans auch gleich noch mitgenommen - und 2012 sind tatsächlich innerhalb von fünf Monaten meine drei Romane erschienen.
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Beim Titel auf jeden Fall, beim Cover hören sich die Verlage auch gerne meine Ideen und Wünsche an. Da ich aber selbst keinerlei grafische oder gestalterische Fähigkeiten besitze, überlasse ich das gerne den Profis. Und ich bin bisher noch nie enttäuscht worden.
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Ich schreibe jeden Tag. Da ich als Drehbuch- UND Romanautorin arbeite, lässt sich das gar nicht vermeiden. Oft arbeite ich auch am Wochenende und - jeder Psychologe würde sich jetzt die Haare raufen, denn Ferien sollen ja der Entspannung dienen - auch wenn ich im Urlaub bin. Aber Romaneschreiben ist eben auch mein Hobby und während andere Bücher lesen - schreibe ich eben welche!
13) Mögen Sie Hörbücher?
Beim Autofahren ein unschlagbares Mittel gegen eintönige Autobahnen, Stau und das „wann sind wir denn da-haaa“-Gefühl. Und in den seltenen Fällen von Erkältung oder Magengrippe sind sie die beste Art, nach drei Tagen Bettruhe und nichts als Tee nicht durchzudrehen.

14) Was denken Sie über eBooks?
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
„Eigen“-sinnig. Wortbesessen. Zielstrebig. Gute Zuhörerin. Liebt schwarzen Humor.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Raus in die Natur. Ich liebe die Berge, ob zum Wandern oder Langlaufen. Beides macht den Kopf frei und hilft gegen die mentale Krise, „oh Gott, ich werde nie wieder was schreiben können“... Wenn es mal schnell gehen soll, hilft eine Stunde bei meiner wunderbaren Yogalehrerin. Die singt kein „Ommm“, sondern powert mich mit ein paar Sonnengrüßen und pustet damit auch meinen Geist durch.

17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Siehe oben ☺

18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
„Rot“ von Uwe Timm.
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Ich würde gerne richtig auf dem Land, in den Bergen wohnen. Und dort für den Rest meines Lebens immer tolle Ideen haben, aus denen Bücher und Filme entstehen, die die Leser bzw. Zuschauer begeistern. Ach ja: Einmal im Leben möchte ich einen Tandem-Gleitschirmflug machen. Dafür müsste ich aber erstmal meine Flugangst überwinden. Und ob das jemals passiert ...?

Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

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Ein Kommentar zu Heike Eva Schmidt (Autorin)

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