Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Elisabeth Florin (Autorin)

Copyright by Elisabeth Florin

Copyright by Elisabeth Florin

NameElisabeth Florin (Pseudonym)
Linkwww.elisabethflorin.de
Geburtsjahr oder AlterIn den Fünfzigern 😉
WohnortHessen (Taunus)
BuchtitelCommissario Pavarotti trifft keinen Ton
GenreKriminalroman
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe - beruflich bedingt - schon seit gut 30 Jahren. Erst als Journalistin, dann als Kommunikations- und PR-Managerin für die Finanzindustrie. Das ist natürlich trotzdem etwas ganz anderes, als einen Roman zu schreiben. Eines Tages war die Idee für den ersten Krimi da. Die erste Seite habe ich damals, vor fast 10 Jahren, geschrieben; dann ist das Manuskript erst einmal für mehrere Jahre in der Schublade verschwunden. Irgendwann habe ich die Seite wieder entdeckt und das Buch richtig angefangen. Nach ein paar Wochen hat mich das Schreiben nicht mehr losgelassen - dies auch wegen des positiven Nebeneffekts: der Entspannung nach meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit und bei anstrengenden Dienstreisen. Ein großer Teil des Buchs ist auf langen Bahnfahrten und abends in Hotels entstanden.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Leidenschaftlich und viel. Ich verschlinge Krimis und glaube, dass literarisches Schreiben schwer wäre, wenn man als Autorin nicht auch selbst gerne lesen würde. Schließlich muss die Leidenschaft für Literatur da sein. Die Lektüre ist dabei auch immer wieder Inspiration.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Wie man es nimmt: journalistisch vor gut 30 Jahren, als Autorin vor 10 Jahren in sehr begrenztem Umfang - ich schrieb die erste Seite. Der Großteil meines Erstlings entstand viel später.
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Im literarischen Bereich nicht. Dazu bin ich zu sehr krimibegeistert, und dazu habe ich auch viele zu viele Ideen für weitere Fälle. Eine Mord muss schon dabei sein 😉
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Ich bemühe mich heute, zu festgelegten Zeiten zu schreiben. Aktuell sitze ich gern morgens am Schreibtisch, das heißt am Computer. Bevor ich weiterschreibe, überarbeite ich meistens noch einmal den Text vom Vortag. Fester Begleiter sind Karteikarten mit Ideen, Gedanken und Eindrücken, die ich gern in meine Geschichte einarbeiten möchte.
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Es ist ja immer die Frage, ob der Autor die Geschichte findet - oder die Geschichte den Autor? Ich bin mir da nicht so sicher. Meine Ideen entwickeln sich aus kleinen persönlichen Beobachtungen, die ich immer mehr „anreichere“ und zu einer Geschichte entwickle. Meistens ist zuerst ein Grundmotiv vorhanden, und daraus entwickle ich die Handlung.
7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Das Motiv ist da, die Personen sind relativ präzise umrissen, und die Geschichte ist bereits als grobe Idee vorhanden. Dann setze ich die Figuren mit ihren klar profilierten Charakteren - im übertragenen Sinne - auf das weiße Blatt Papier, und sie bewegen sich mit einem gewissen Eigenleben durch die Handlung bis zum Finale, das ich in der Regel recht genau kenne. Wesentliche Eckpunkte der Handlung stehen im voraus fest, Details müssen aber oft angepasst werden, weil die Figuren ihren eigenen Kopf haben. Das ist für mich als Autorin fast schon etwas unheimlich, erleichtert aber natürlich das Schreiben.
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Bis zum Abschluss meines ersten Kriminalromans hat es recht lange gedauert. Ich habe schließlich als reine Freizeitbeschäftigung nach Feierabend und als Freizeitausgleich geschrieben, so wie andere Leute malen oder Yoga machen. Inzwischen habe ich mehr Zeit für das Schreiben eingeplant und rechne damit, dass knapp 18 Monate von der Idee bis zum Druck vergehen. Das ist für mein zweites Buch auch so mit dem Verlag vereinbart.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Nein. Ich schreibe beruflich so viele Texte, dass Nervosität kein Thema ist. Gleichwohl ist ein neuer Roman schon etwas Besonderes. Vor allem dem Anfang wohnt hier schon ein Zauber inne.
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Die Verlagsansprache habe ich erst versucht, als das Buch schon bis auf den Feinschliff fertig war. Die Versendung des ersten Kapitels war eigentlich ein halbherziger Versuch. Ich habe beim ersten Roman einfach nicht damit gerechnet, dass er veröffentlicht wird. Umso überraschter war ich, dass gleich ein guter Verlag zugesagt hat. Heute bin ich immer wieder begeistert, wenn ich sehe, dass „Commissario Pavarotti trifft keinen Ton“ im Buchhandel liegt und gelesen wird. In Südtirol ist mein Ermittlerteam sogar ganz oben auf der Bestsellerliste gelandet. Für jeden, der etwas Kreatives schafft, ist es ein besonders schönes Gefühl, wenn er sich mit seinem „Werk“ dem Publikum stellen kann und die Arbeit auch noch gefällt. Dieses positive Feedback ist für mich ein großer Ansporn für den Nachfolgeroman, der schon in Arbeit ist.
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Der Verlag war so freundlich, meine Vorschläge für beides in die Endauswahl einzubeziehen. Davon wurde schließlich je einer auch ausgewählt, was mich sehr freut. Das Coverbild des Romans stammt übrigens von einem privaten Fotografen, auf dessen Meran-Impressionen ich durch Zufall gestoßen bin, und die ich ganz zauberhaft finde: Adriano Martini D‘Amato. Ich bin sehr froh, dass sich auch beim Cover und beim Titel das Team des Emons-Verlags so professionell und engagiert der Sache angenommen hat. Auch das Lektorat von Carlos Westerkamp hat das Buch noch einmal deutlich verbessert. Für diese Unterstützung kann ich mich nicht genug bedanken.
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Ich versuche beim aktuellen Roman gut 20 Stunden die Woche zu schreiben. Nachdem ich früher am Abend geschrieben habe, habe ich inzwischen die Möglichkeit, gleich morgens zu starten. Da bin ich frischer, und das Schreiben geht noch flüssiger von der Hand. In der Regel beginne ich meinen Schreibtag damit, dass ich den Text vom Vortag noch einmal durchlese und redigiere. Mir hilft es sehr, eine Nacht über eine Passage zu schlafen, und das Redigieren katapultiert mich sofort wieder in den Fluss der Geschichte.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Ich lese so leidenschaftlich gern, dass ich Hörbücher bisher eigentlich noch nie in Anspruch genommen habe. Beim geschriebenen Wort kann ich noch mehr meinem Rhythmus folgen und meiner Phantasie komplett freien Lauf lassen. Das ist eine sehr subjektive Sicht; gleichzeitig finde ich es im Prinzip schon spannend, dass das Hörbuch die uralte Tradition des „Geschichtenerzählens“ fortführt. Aber bisher habe ich ohne Hörbuch noch nichts vermisst.
14) Was denken Sie über eBooks?
EBooks sind sicher ein Trend, der sich fortsetzen wird - wahrscheinlich eine Entwicklung, die analog dem Wechsel von der gedruckten Zeitung zum ePaper verläuft. Aber zum Glück ist auch der schnelle und totale Niedergang der gedruckten Zeitung, der bereits vor fünfzehn Jahren postuliert wurde, in der vorhergesagten Absolutheit nicht eingetroffen. Soll heißen, ich liebe das gedruckte Buch aus tiefstem Herzen und wünsche mir, dass es durch neue Wege bei Vermarktung und Logistik nicht von der Bildfläche verschwindet. Diese werden notwendig sein, aber ich finde es eine schrecklich Vorstellung, dass Server-Farmen künftig Bibliotheken und Buchhandlungen ersetzen könnten. Eine etwas altmodische Sichtweise, sicher, aber das stört mich nicht.
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Das ist eine knifflige Frage. Mir fällt es leichter, andere zu beschreiben als mich selbst. Hier nur zwei Punkte, die mich besonders kennzeichnen: Ich bin ziemlich hartnäckig und gebe nicht so schnell auf. Außerdem habe ich die Fähigkeit, mich schnell entspannen und meine Batterien wieder aufladen zu können. Dabei helfen mir auch meine Romanfiguren. Eine halbe mentale Stunde in ihrer Welt - sechshundert Kilometer südlich von Frankfurt - und ich bin komplett erfrischt und geerdet.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Das ist denkbar einfach: Ich schreibe erst am nächsten Tag weiter. Zum Glück hatte ich noch nie eine längere Blockade.
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Ich fände es schlimm, wenn dem nicht so wäre! Ich liebe meinen Garten, spiele gern Golf und bin Feuer und Flamme für meine Kleinfamilie - Ehemann und Kater.
18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Englische Krimis der klassischen Art mag ich sehr gern, aber mein absoluter Favorit ist Peter Robinson, insbesondere sein Meisterwerk aus der DCI Banks-Serie: „Wenn die Dunkelheit fällt“
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Natürlich wünschen sich neue Autoren langfristig immer viel Erfolg. 😉 Ich bin allerdings jemand, der sich neben allen hochfliegenden Plänen und Wünschen im Detail vor allem mit den nächsten Schritten beschäftigt. Ich wünsche mir deshalb vor allem, dass es mir gelingen wird, in meinem nächsten Buch meinen Lesern wieder viel Lesevergnügen zu bereiten. Nach einem solchen Anfangserfolg ist das erst einmal das Wichtigste für mich - und sicher nicht das Einfachste.

Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)
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