Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Daniel Holbe (Autor)

Copyright by Daniel Holbe

Copyright by Daniel Holbe

NameDaniel Holbe
Link daniel-holbe.de
Geburtsjahr oder Alter1976
WohnortReichelsheim, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland
Buchtitel(aktuell:) GIFTSPUR
GenreKrimi
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Ich wollte schon (fast) immer ein Buch veröffentlichen. Eine Geschichte, die meinen eigenen Namen trägt. Das klingt eitel, aber schuld daran sind die vielen tollen Bücher, die mich zeit meines Lebens begleitet haben. Irgendwann habe ich mir dann ein Herz gefaßt, habe Kontakt zu Autoren und Agenturen gesucht und dann ging plötzlich alles irgendwie ganz schnell...
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Ja, seit frühester Kindheit. Dabei ist das Genre völlig nebensächlich, ich habe vom Abenteuerroman über Science Fiction und Horror praktisch alles gelesen. Natürlich auch immer wieder Krimis, begonnen mit den Fünf Freunden und den Drei Fragezeichen. Heute sind es immer wieder Grisham oder Ludlum, die mich ablenken. Allerdings lese ich, während ich an einem Buch arbeite, so gut wie gar nicht.
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Nach der Grundschule ging es richtig los. Ein Diktat, das (weil ich nicht mitkam) in eigenen Worten sinngemäß beendet wurde. Ein Bankraub im Vokabelheft. Ein Gedicht, das auf der Kinderseite der Zeitung abgedruckt wurde. Aber dann kam irgendwann das Jahr 2006 und der innige Wunsch, einen eigenen „Kirchenthriller“ zu veröffentlichen. Das geschah 2009 – und seitdem bin ich dabei.
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Derzeit kaum, aber in Zukunft definitiv. Ich werde irgendwann wieder einen Roman in Südfrankreich ansiedeln. Historisch, dramatisch, katastrophal. Aber das muß erst noch reifen. Und – wobei ich das hier zum ersten Mal öffentlich verrate – ein großer Traum ist es auch, einen Band zur Reihe der Drei Fragezeichen beizusteuern. Das ist nicht wirklich genrefremd, aber doch etwas ganz anderes.
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Ich schreibe das meiste am heimischen PC, in meinem Behelfs-Büro gibt es weder Telefon noch sonstige Ablenkung. Nur Bücher und meine Tastatur. Außerdem gehe ich sehr viel raus, da läuft das Diktiergerät oftmals mit. Und wenn ich recherchiere, oder eigentlich immer, wenn ich länger unterwegs bin, ist der Laptop mit dabei. Ich habe also schon praktisch überall getippt.
Früher habe ich nachts gearbeitet, als ich neben dem Schreiben noch einen Job und ein Studium hatte. Heute habe ich Kinder, da arbeite ich tagsüber und sehe zu, dass ich Nachts meinen Schlaf bekomme 😉
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Auch wenn es in meinen Büchern die entsprechende Klausel gibt: Charaktere erfinden sich nie völlig frei und unbeeinflußt von realen Vorbildern. Das gleiche gilt für Geschichten. Die Reihe um Julia Durant gestaltet sich aus realen Fällen – angemessen verändert natürlich. Und die Idee zu GIFTSPUR, wo es unter anderem um Kefir und ein bestimmtes Gift geht, kam mir beim Einkauf. Ich bemerkte beim Drücken auf die Packung, dass der Deckel eingestochen war. Sofort schossen mir die Ideen in den Kopf: Einstichloch, Gift, Erpressung. Manchmal macht der Alltag es einem leicht.
7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Bis aus dem Wust an Ideen ein brauchbarer roter Faden entsteht, dauert es dann noch eine Weile. Viele Kilometer Laufen oder Fahren, viele Notizzettel, viele Sprachaufzeichnungen. Aber irgendwann ist der Fahrplan dann klar. Ich spinne ihn um die Grundidee herum und die Tatsache, dass ein Verlag im Vorfeld wissen möchte, was in einem Buch geschieht, hilft einem dabei. So muß ich nie ins Blaue hineinschreiben, denn das würde wohl nicht funktionieren.
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
6-7 Monate, wobei die erste Idee meist schon deutlich früher angesiedelt ist und die reine Schreibphase sich auf 3-4 Monate reduziert. Recherche ist zeitaufwendig, aber essentiell. Die erfordert einiges an Zeit.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Nein, denn den habe ich entweder schon lange vor dem Schreibbeginn im Kopf (und ändere ihn auch nicht mehr) – oder ich schreibe ihn einfach als letzten Satz. An erste Stelle. Das macht technisch natürlich keinen Unterschied, aber psychologisch ungemein. Aber allgemein betrachtet bin ich eigentlich immer aufgeregt. Von der Idee, dem Schreiben, der Zeit bis zur Veröffentlichung – da liegt man so manche Nacht wach.

10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Titel und Cover werden in der Regel von Verlagen festgelegt. Dass ich bei der Titelwahl sehr stark involviert bin, weiß ich von daher zu schätzen. Das macht ein eigenes Werk nur noch persönlicher. Beim Cover habe ich, nennen wir es mal so, Veto-Recht. Ich bin sicher, dass ich, wenn ich entsetzt schreien würde, ein Coverdesign noch beeinflussen könnte. Glücklicherweise brauchte ich das noch nie. Und bin auch optimistisch für weitere Werke.
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Ich schreibe morgens bis mittags, das ist in Stein gemeißelt. Wenn keine Termine sind, klar. Und wenn es keine Recherchefahrten gibt, dann schreibe ich auch nachmittags bis abends. Das ist meistens der Fall. Zwischendurch kommen Emails, Facebook & Co. dazwischen. Tage, an denen ich blockiert bin, gibt es eher wenige. Sollte das passieren, verlasse ich das Büro und gehe laufen. Mit Diktiergerät. Falls das Gehirn sich entscheidet, wieder loszulegen.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Ja, sehr. Aber ich muß einen Einstieg finden, das geht vielen Leuten so, mit denen ich mich unterhalte. Sehr oft höre ich ein Buch zuende, wenn ich es auf Papier begonnen habe. Weil man das eben im Zug, im Auto oder zu Fuß ganz bequem und ohne Gepäck machen kann.
14) Was denken Sie über eBooks?
Ich habe keinen Reader. Auf dem Handy sind sie mir zu klein. Und da ich Bücher, auch Buchreihen, liebe, die im Regal gut aussehen, kann ich mit diesem Medium nicht viel anfangen. Außerdem die Badewanne. Dahin nehme ich keine Elektronik, das wird auf Dauer zu teuer. Allerdings bieten Ebooks auch eine tolle Möglichkeit, Dinge zu probieren, die man im Print nie machen könnte/würde. Aber was ich da konkret zu im Kopf habe, verrate ich an dieser Stelle noch nicht 😉
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Launisch, ungeduldig, eigenbrötlerisch. Ach nein, das vertusche ich ja meistens. Dann anders. Familienmensch. Kind vom Lande. Kreativer Kopf. Ich denke in Bildern. Ich sehe eine Örtlichkeit, denke mir eine Leiche hin, spinne ein Motiv dazu. Meistens wird nichts draus, aber ein Krimiautor ist halt immer „im Dienst“. Alle anderen Urteile überlasse ich besser anderen.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Bewegung im Freien. Allein. Das ist praktisch die Garantie gegen Denkblockaden. Oder der Sonntagsausflug mit der Familie. Mal gar nicht ans Schreiben oder das aktuelle Buch denken. Das ist schwer, gelingt aber. Wenn man sich dann wieder dransetzt, strömt alles wieder neu hinein und meistens denkt es sich dann auch weiter.
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Ich habe mehrere Jahre damit verbracht, meinen Stammbaum zu erforschen. Habe (ohne Latein zu können) in alten Kirchenbüchern gelesen und mich mit den Regionen auseinandergesetzt, in denen meine Wurzeln liegen. Ich fahre seit einiger Zeit Motorrad. Wenn man mal zu faul zum Laufen ist, ein idealer Ersatz. Wir sind aktiv im Tierschutz, haben Minischweine und eine Handvoll Katzen. Ich koche gerne, aber nicht oft genug, also paßt „Hobby“ da ganz gut. Na ja, und ich habe zwei Kinder. Da lassen sich alte Hobbys aus Kindertagen wieder ganz unverblümt reaktivieren, ohne aufzufallen. Modellbau, Eisenbahn, Sammeln der unmöglichsten Dinge.
18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Eher Hörspiel als Hörbuch, aber ich höre seit dreißig Jahren die bereits erwähnten Drei Fragezeichen. Meine gedruckten Lieblingsbücher sind ebenfalls schon seit Jahrzehnten gleich. Tom Sawyer und Die Schatzinsel.
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Nicht mehr so utopisch wie vor ein paar Jahren erscheint das Vorhaben, den alten Stall hier zur Wohnung umzubauen. Damit befasse ich mich gerade, wenn ich nicht am Schreibtisch sitze. Utopisch ist vermutlich der Gedanke, Weihnachten darin zu feiern.
Ich möchte Afrika bereisen. Verkehrsmittel und Route sind noch völlig unklar. Australien auch. Da spricht der Abenteurer in mir. Zuerst kommen da aber noch ein paar Jahre Familienurlaub dazwischen – und die reichen mir durchaus in deutlich kleinerem Radius.
Und sollte sich die Gelegenheit ergeben, möchte ich gerne mal ein Buch mit jemandem zusammen schreiben. Das stelle ich mir unglaublich spannend vor. Von allen genannten Vorhaben dürfte das wohl das realistischste sein.
Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)
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Ein Kommentar zu Daniel Holbe (Autor)

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