Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft
Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
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Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Attila Ebersbach (Autor)

Foto mit freundlicher Genehmigung von Attila Ebersbach

Foto mit freundlicher Genehmigung von Attila Ebersbach

NameAttila Jo Ebersbach
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Geburtsjahr oder AlterDas preiszugeben bin ich zu eitel 😉
WohnortKassel, Nordhessen
BuchtitelDer Tod kam um zwei (u.a.)
GenreKrimi
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer gerne geschrieben: In der Schule war neben dem Zeichenunterricht das Schreiben von Aufsätzen mein absolutes Highlight. Später, als Grafik-Designer und Inhaber einer Werbeagentur, verfasste ich Hunderte von (Werbe-)Texten, und als ich mich aus dem Business zurückzog, wollte ich nicht nur im Garten werkeln und begann meine Erinnerungen niederzuschreiben.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Ja, sehr gerne, besonders Krimis und Biografien. Daneben lese ich als freiberuflicher Korrektor für verschiedene Verlage querbeet, vom Kinder- und Jugendbuch über christliche Literatur und Sachbücher bis zum historischen Roman und Krimi.

3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?

Eigentlich schon, als ich schreiben lernte. Mein erster „Roman“, den ich als Zweitklässler schrieb, hieß: „Aus dem Leben einer Konservendose“ und befasste sich in kindlicher Fantasie mit dem Werdegang eines Stückes Blech, das als Konservendose den Höhepunkt seines „Lebens“ erreichte und dann den Weg alles Irdischen ging, sprich, verschrottet wurde, aber auch da erlebte das Stück Blech noch aufregende Abenteuer.

4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Mittlerweile habe ich in mehreren Genres geschrieben und veröffentlicht, sogar Gedichte à la Wilhelm Busch verfasst, was mir als „Lockerungsübung“ großen Spaß macht.
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Ich bin heilfroh, dass es den Computer gibt, mit all den Erleichterungen, die er dem Schreibenden bietet. Mit der Hand habe ich nur als Schüler geschrieben. Zum Glück hat mir mein Vater schon als ich etwa 12 Jahre alt war beigebracht, mit der Schreibmaschine zu schreiben. Und zwar im 10-Finger-System! Davon profitiere ich noch heute, indem ich nicht im 2-Finger-Suchsystem auf der Tastatur herumhacke. Dennoch waren Manuskripte mit der Schreibmaschine eine Tortur. Denn als Perfektionist feile ich so lange an einem Text, bis ich zufrieden bin. Doch das bin ich nie! Entsprechend sahen dann die Manuskripte aus: Ich schrieb einen Text, las ihn durch, änderte, indem ich neue Zeilen schrieb, schnitt zeilenweise auseinander, klebte zeilenweise neu zusammen, kopierte das Ganze, las erneut, war wieder nicht zufrieden, schrieb und schnitt noch einmal, und das immer wieder, immer wieder ... bis ich endlich einigermaßen zufrieden war. Auf diese Art und Weise hätte ich nie einen Roman zustande gebracht. Ich schrieb zu dieser Zeit auch nur Kurzgeschichten 😉
Aber dann kam der Computer! Halleluja! Ab sofort konnte ich ändern, so viel ich wollte, und
davon mache ich reichlich Gebrauch. Egal wie oft ich einen Text lese, immer habe ich noch etwas zu verbessern: ein griffigeres Wort, ein stärkerer Ausdruck, eine geschmeidigere Satzstellung ... eigentlich bin ich nie zufrieden, und solange ein Werk von mir nicht gedruckt ist, feile ich daran.

6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Uff! Schwere Frage ... nächste Frage! Nein, im Ernst, das ist ganz verschieden. Bei meinen Erinnerungen und sonstigen Geschichtenbüchern sind es natürlich Erlebnisse aus dem Alltag, die ich niedergeschrieben habe.
Ansonsten ist es manchmal ein Einfall, den ich dann verfolge und ausarbeite, bis sich eine Geschichte daraus ergibt. Bisweilen fällt mir auch die Schlusspointe ein und ich zäume das Pferd von hinten auf und erfinde die Geschichte dazu (wie bei meinem Krimi „Der Tod kam um zwei“. Da stand der Epilog, bevor ich die 345 Seiten davor schrieb). Manchmal ist es eine Zeitungsmeldung, bei deren Lektüre ich sage: Hoppla, da lässt sich ’ne Geschichte draus machen (wie z.B. bei meiner Kurzgeschichte „Todesangst – die wahre Geschichte einer Flucht aus der DDR“).
Wenn man mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht, gibt es so vieles, woraus man eine Geschichte stricken kann ...

7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)

Das ist wieder so ’ne gute Frage. Auch das ist verschieden. Bei meinen Protagonisten habe ich oft konkrete Charaktere aus meinem Umfeld vor Augen und stelle mir vor, wie sie in dieser oder jener Situation handeln würden. Manche Charaktere gestalte ich frei, so, wie ich sie für die jeweilige Handlung brauche. Dann erfinde ich eine Vita, beschreibe die Person genau und halte das auch fest, damit ich auf Seite 340 noch weiß, ob sie blonde oder schwarze Haare, schiefe Zähne oder ein Gebiss hat, gutmütig oder launisch ist. Denn nichts ist schlimmer, als wenn sich Aussehen und/oder Charakter einer Person im Laufe der Handlung auf wundersame Weise verändern.
Von der Geschichte selbst habe ich meist nur ein knappes Gerüst vor Augen. Die einzelnen Handlungsstränge entwickeln sich erst mit dem Schreiben. Manchmal weiß ich mitten in der Geschichte noch nicht, wie sie endet. Aber gerade das macht für mich den Reiz am Schreiben aus: Ich bin vollkommen frei, eine Geschichte zu erfinden. Ich kann sie in diese oder in eine andere Richtung weiterlaufen lassen, das ist ganz meiner Kreativität und Entscheidung überlassen. Ich bestimme, wo die Reise hingeht.

8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Für „Der Tod kam um zwei“ habe ich drei Monate gebraucht. Dazu muss ich sagen: Wenn ich eine Idee verfolge und am Schreiben bin, ist das wie eine Sucht. Dann schreibe ich von morgens bis abends, da gibt es keinen 8-Stunden-Tag und kein freies Wochenende, da verzweifelt meine Frau und will sich scheiden lassen, bringt mir aber dann doch einen Tee und eine Flasche Wasser zu meinem Schreibtisch unterm Dach. Unterbrochen wird diese Schreibwut lediglich durch abzuarbeitende Korrekturaufträge, denn die Brötchen müssen ja auch in dieser Zeit verdient werden.
Danach kommt die Zeit des „Feilens“ (s.o.). Und die dauert so lange, bis das Buch in Druck geht. Da ich meine Bücher alle selbst layoute, schicke ich die Daten auch selbst an die Druckerei, sodass ich quasi noch bis zum letzten Moment feilen kann.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Nöö. Wieso?
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Ist doch klar: Wer schreibt schon gerne für die Schublade? Wer schreibt, will auch gelesen werden.

11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Da ich meine Bücher selbst layoute, gestalte ich sie außen wie innen nach meinem Gusto. Einzig bei „Der Tod kam um zwei“ wurde mir vom Verlag das Cover vorgegeben, da sämtliche Krimis dieses Verlages ein einheitliches Erscheinungsbild haben sollten.

12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Habe ich unter Punkt 8 bereits beschrieben.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Vielleicht bei einer längeren Autofahrt, wenn ich allein fahren würde. Aber da ich dies nie tue, kam es für mich bisher noch nicht infrage.

14) Was denken Sie über eBooks?
Damit habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt. Für mich hat Lesen etwas Sinnliches: Ein schöner Einband, ein Buch anzufassen, die Seiten umzublättern, den Geruch von Papier und Druckerschwärze ... all das spricht meine Sinne an und macht Lesen für mich zu einem Erlebnis.
Ich bin mir aber durchaus bewusst, dass die Entwicklung in diese Richtung weitergehen wird, hoffe jedoch, dass das gedruckte Buch neben dem eBook bestehen bleibt.
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Meine Frau liebt meinen Humor, hasst meine preußische Pünktlichkeit und schätzt meine Zuverlässigkeit.
Reicht das?

16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Ja, auch das kommt bisweilen vor. Dann mache ich einen Spaziergang, und meist kann ich gar nicht schnell genug wieder zu Hause sein, um all die Ideen aufzuschreiben, die ich inzwischen hatte. Ich sollte mir angewöhnen, einen Schreibblock mitzuführen.

17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Ich habe seit meinem 14. Lebensjahr aktiv in Bands und zuletzt als Alleinunterhalter Musik gemacht, bin als Segler eine absolute Wasserratte (Sternzeichen Wassermann!), reise viel und trinke gern ein Glas Rotwein in gemütlicher Runde.

18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Jedes Buch, dessen Inhalt mich fesselt, ist, während ich es lese, mein Lieblingsbuch.
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Ich möchte einfach gesund und munter bleiben, und was die Zukunft bringt, das akzeptiere ich dann, wie’s kommt.

Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

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