Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft
Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
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wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Alf Leue (Autor)

Foto Alf Leue Copyright by Milena Schlösser, Berlin

Foto Alf Leue Copyright by Milena Schlösser, Berlin

NameAlf Leue
Linkwww.alfleue.com
Geburtsjahr oder Alter1968
WohnortEgelsbach, Hessen, Deutschland
Buchtitel„Schattenfehde“, „Der Fluch des Mechanicus“, „Die vierte Zeugin“
GenreHistorischer Roman, diverse
1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Beruflich hatte ich im Bereich Marketing schon immer damit zu tun, zur Belletristik kam ich allerdings erst bei meiner damalige Auswanderung nach Schweden 2005, denn wie heimatverbunden ich bin, habe ich erst in der Fremde bemerkt, und mein erster Roman spielt, wie mein zweiter auch, in Hessen, u.a. in der Gegend, aus der ich stamme.
2) Lesen Sie selber gerne? (wenn ja welches Genre)
Hört ein Musiker gerne Musik? 🙂
3) Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?
Recht spät, im Jahre 2008, also mit Ende Dreißig.
4) Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Mache ich bereits. Aktuell sitze ich neben einem historischen auch an einem Liebesroman und danach werde ich einen ganz speziellen Krimi in Angriff nehmen. Mehr werde ich allerdings noch nicht verraten.
5) Wie gestalten Sie das Schreiben? (Ritual, per Hand/PC, bestimmter Ort/Zeit, bestimmte Materialien wie Kugelschreiber, Füller, Notizbuch, Zettelchen) Was ist Ihnen wichtig?
Auch wenn ich mich sonst als romantisch bezeichnen würde, so bin ich in punkto Schreiben ein echt spießiger Bürohengst. Ich schreibe zu 99% an meinem alten Schreibtisch, den ich von meinem Großvater geerbt habe, also nix mit Notebook am See oder im Szene-Café oder ähnliches. Ich brauche meine gewohnte Umgebung mit meinen Büchern und meinem Computer, mit meinen Pinnwänden, an denen unzählige Landkarten, Notizen, Fotos und Pläne hängen und mich erwartungsvoll anglotzen. Mein Notizbuch habe ich allerdings (fast) immer bei mir und schreibe hinein, sobald mir ein Gedanke kommt, den ich später nochmals aufgreifen möchte.
6) Wie wird die Geschichte gefunden? (z. B. Erlebnisse aus dem Alltag)
Leute anschauen, lesen, fernsehen, Musik hören, träumen, Rotwein, und im Internet surfen.
7) Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? (vorheriger Plan, haben Sie die Geschichte/Charaktere bereits vor Augen?)
Meine Figuren sind meistens Menschen entlehnt, die ich persönlich kenne oder kennengelernt habe und die mich auf die eine oder andere Art beeindruckt haben. Ich versuche Stereotypen zu vermeiden, zumindest bei den tragenden Charakteren. Als erstes kommt eine Idee für eine Handlung, aber meist nur grob, dann kommen die Figuren hinzu, die ich dann auf die Handlung loslasse. Dann entwickele ich einen detaillierten Szenenplan, an den ich mich manchmal auch tatsächlich halte.
8) Wie lange brauchen Sie für ein Buch? (von der Idee bis zum Druck)
Da ich noch nicht auf eine jahrzehntelange Karriere mit unzähligen Veröffentlichungen zurückblicken kann, vermag ich nur zu sagen, wie lange ich für meine beiden Romane benötigt habe (die gemeinsame Herausgeberschaft von „Die vierte Zeugin“ mit meiner geschätzten Kollegin Heike Koschyk nehme ich dabei aus, denn dabei handelte es sich um einen Gemeinschaftsroman). Es waren im Schnitt 18 Monate vom ersten Wort bis zum Bücherregal. Diese lange Zeit liegt sicher auch darin begründet, dass ich beide Romane selbst, also ohne Agentur, vermittelt habe, was die Sache nicht unbedingt beschleunigt, bzw. einfacher gestaltet hat.
9) Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Überhaupt nicht. Aufgeregt bin ich nur, wenn ich „E N D E“ unter ein Manuskript tippe, denn dann geht der wirklich spannende Teil des Buchprojektes los.
10) Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
Zeitgleich mit dem Beginn an der Arbeit zu meinem ersten Roman. Wer über 600 Seiten schreibt, tut das in aller Regel nicht für die berühmte Autorenschublade.
11) Haben Sie Einfluss auf Titel und Cover?
Das hängt vom Verlag ab. Bisher schon.
12) Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Schreiben ist mein Hauptberuf, auch wenn ich zum Broterwerb noch eher trockene Themen wie Marketingtexte oder Webseiten fabriziere, so versuche ich doch wenigstens die Hälfte meiner Arbeitszeit der Belletristik zu widmen. Ich hoffe, mich in nicht allzu ferner Zukunft ausschließlich von einer rein schriftstellerischen Tätigkeit ernähren zu können. Ich arbeite jeden Tag etwa von 8:00 bis 17:00 Uhr, oft auch am Wochende, manchmal auch spät, aber das ist eher die Ausnahme.
13) Mögen Sie Hörbücher?
Ja, aber ich höre kaum welche.
14) Was denken Sie über eBooks?
E-Books werden immer wichtiger, auch wenn mich das Gefühl beschleicht, dass sie medial überbewertet sind. Laut einer aktuellen Umfrage von „Quo Vadis“ haben E-Books erst einen Marktanteil von gerade einmal 2-3%. Die Tendenz ist aber steigend und ich glaube, dass wir uns daran werden gewöhnen müssen, dass sie eine Marktveränderung einleiten werden. Wohin, das weiß allerdings momentan noch niemand, auch die Verlage nicht. Ich selber würde E-Books nur als Zeitung lesen oder auch im Fachbuchbereich, für Belletristik möchte ich schon etwas Schweres, Gedrucktes in der Hand haben. E-Books riechen nicht, sie vergilben nicht, sie erzählen keine Geschichten, man kann sie nicht verleihen und sich darüber ärgern, dass man sie nict zurückbekommt und man kann Kaffeeflecken von ihnen mit Sidolin oder einem feuchten Lappen einfach abwischen. Das will ich nicht.
15) Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Ausschließlich positiv.
16) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
Komischerweise habe ich die sehr selten. Wenn, dann lasse ich das Schreiben sein, weil ich weiß, sie dauern nicht lange, maximal 2-3 Tage. Bisher wenigstens ...
17) Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
Es wäre ja furchtbar, wenn nicht! Ich spiele Gitarre, gehe Joggen, koche gerne, höre viel Musik, diskutiere mit Freunden und Kollegen und versuche jeden Tag möglichst viel zu lachen.
18) Welches ist Ihr Lieblingsbuch/-hörbuch?
Ach, da gibt es einige. Ich gehe davon aus, dass ich nicht meinen eigenen nennen soll, oder? Mein Lieblingshörbuch ist „Gut gegen Nordwind“ von Glattauer. Mein Lieblingsklassiker mit der schönsten deutschen Sprache – wie ich finde – ist „Narziss und Goldmund“ von Hermann Hesse. Aber ich mag auch „Der Name der Rose“, „Der Prälat auf dem Drahtseil“, „Die Karte meiner Träume“, „Das Parfum“ und das letzte Buch von Heike Koschyk „Die Alchemie der Nacht“. Die Liste ließe sich noch ziemlich lange fortsetzen.
19) Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? (Gerne auch utopische Wünsche/Vorstellungen)
Ich würde gerne sorgenfrei ausschließlich vom Schreiben sehr gut leben können und würde mich mit dem Überschuss, den ich damit erwirtschafte, in kulturellen und sozialen Projekten engagieren oder solche auf die Beine stellen.

Aber ganz ehrlich: Am liebsten würde ich gerne gesund steinalt werden und irgendwann glücklich tot umfallen und die Zeit bis dahin mit den Menschen verbringen dürfen, die mir wirklich wichtig sind.

War das utopisch genug?

Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Monica (~Buecherloewe) & Nicole (~I_love_books)

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