Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Seiten

Ullstein Buchverlage

Rezension „Glücksmädchen“ von Mikaela Bley

Verlagsinfo, Klappentext

„Ellen Tamm ist besessen vom Tod, seit ihre Zwillingsschwester vor acht Jahren starb. Sogar während ihrer Arbeit verfolgt sie der Verlust: Sie ist Kriminalreporterin bei einem Stockholmer Fernsehsender und sucht sich mit Absicht die schlimmsten Fälle aus. Als könne sie damit den Tod überwinden und die Trauer aus ihrem eigenen Leben verdrängen. Dann verschwindet an einem kalten, verregneten Tag die achtjährige Lycke spurlos. Ellen soll über den Fall berichten. Aber mit einem Mal funktionieren ihre Abwehrmechanismen nicht mehr. Es ist, als hätte sie ihre Zwillingsschwester erneut verloren. Panisch sucht sie nach Lycke. Kann sie das Mädchen retten und endlich Frieden finden?“

Seiten: 320

ISBN: 13 9783548288444

 

 

Es geht nach Stockholm mit diesem Psychothriller. Allerdings mag ich hier gleich zu Anfang einwenden, das dieses Buch in meinen Augen nicht wirklich in die Kategorie Psychothriller gehört. Es ist definitiv ein interessanter Krimi aber unter Psychothriller stelle ich mir dann doch etwas anderes vor.

Ob ich persönlich diesen Titel gewählt hätte, ich weiss es nicht. Auch wenn Lycke übersetzt Glück bedeutet, so gefällt mir dieser Titel nicht wirklich.

Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte kommt für mich „gewohnt nordisch“ daher. Vieles wirkt auf den ersten Moment dunkel und düster… Dauerregen in Stockholm und Ellen Tamm muss als Kriminalreporterin über das Verschwinden der achtjährigen Lycke berichten. Lycke, ein kleines einsames Mädchen, hat es nicht leicht im Leben. Als Scheidungskind lebt sie immer wieder zwischen zwei Welten und eigentlich ist sie weder bei Mutter noch bei Vater richtig glücklich. Für Ellen ist es sehr schwer sich um die Berichterstattung zu kümmern, viel zu sehr leidet sie immer noch unter dem Verlust ihrer Zwillingsschwester. Diese verschwand auch vor vielen Jahren spurlos und Ellen hat dies bis heute nicht verwunden. Im Laufe der Geschichte lernen wir Ellen Stück für Stück immer besser kennen und ihr Privatleben fliesst immer wieder mit ein. Ich hab das immer gerne, wenn man mehr über die Protagonisten erfährt.

Dieser Roman kommt sehr vielschichtig daher. Viele verschiedene Themen wurden von der Autorin hier eingearbeitet. Die Probleme die Scheidungskinder vielleicht haben können, Mobbing in der Schule wird angerissen und auch Probleme zwischen Mutter und Tochter im Fall von Ellen. Also eine Menge Potential, vielleicht mitunter sogar ein wenig zuviel des Guten?

Wer hier auf blutige Details wartet, wird definitiv enttäuscht werden, Blut und Ekelfaktor werden hier nicht für einen Spannungsaufbau benötigt. Und spannend war Glücksmädchen für mich auf alle Fälle. Es gibt verschiedenen Perspektivwechsel , diese sind gut durch die jeweiligen Überschriften abgegrenzt. Immer wieder führt mich die Autorin in eine falsche Richtung. Die Auflösung war vielleicht im ersten Moment nicht wirklich schlüssig für mich, allerdings hat sich die Geschichte dann doch noch etwas gesetzt, etwas weiter gearbeitet in meinem Kopf und ja, doch eigentlich passt das so schon 🙂

Für ein Erstlingswerk der Autorin schon mal gelungen und ich denke da kann beim nächsten Titel noch mal was nachgelegt werden.

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension „Vergessen“ von Elke Pistor

Verlagsinfo, Klappentext

„Kommissarin Verena Irlenbusch steht unter Druck: Während sie einen hochintelligenten Psychopathen jagt, verschlimmert sich die Alzheimererkrankung ihrer Großmutter. Außerdem wurde ihr der schlechtgelaunte Kollege Christoph Todt an die Seite gestellt, dem sie jede Information aus der Nase ziehen muss. Doch Verena bleibt liebevolle Enkelin und professionelle Ermittlerin – auch wenn es sie fast zerreißt. Als sie schließlich auf die Spur des Mörders kommt, verfängt sich Verena in ein Netz aus lang vergessener Schuld und neuem Hass. Wird sie diesen Fall heil überstehen?“

304 Seiten

ISBN: 9783548286105

Ullstein Buchverlage

 

Vergessen von Elke Pistor, Cover mit freundlicher Genehmigung von Ullstein

Vergessen von Elke Pistor, Cover mit freundlicher Genehmigung von Ullstein

Mein Eindruck

Ich habe bereits einige Bücher aus der Feder von Elke Pistor gelesen, aber für mich ist Vergessen definitiv das Highlight. Das soll nicht heissen, dass ich ihre anderen Bücher nicht gut finde, ganz im Gegenteil, aber mit Vergessen hat Elke sich in meinen Augen übertroffen.  So viel schon mal vorweg 😉

Nun möchte ich noch kurz auf das Cover eingehen

Mir gefällt das Titelbild richtig gut. Man sieht im Vordergrund einen Fluss und eine Wiese, ein kleines Häuschen in dem ein Fenster beleuchtet ist steht im mittleren Bereich. Im Hintergrund sieht man einen Dom, alles sieht nach Abenddämmerung aus, leicht duster aber durch das Licht im Fenster doch heimelig.

Nun aber endlich zum Inhalt

Der Schreibstil ist wie in allen Büchern von Elke flüssig und leichtgängig. Man ist als Leser sofort mitten in der Geschichte und es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen. Auch wenn Elke Pistor hier ein sehr ergreifendes Thema als Rahmenhandlung gewählt hat fliesst der Text nur so und die Augen fliegen von Seite zu Seite.

Eigentlich bilden Verena  und Leo ein gut eingespieltes Team. Leo hält Verena wann immer es geht den Rücken frei, sie weiss um die Demenzerkrankung von Ruth. Verena kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Großmutter, als Kind wuchs sie bei ihr auf und heute kann und will Verena nicht, dass Ruth in einem Heim leben muss. Allerdings ist es für Verena nicht immer leicht Beruf und die Pflege von Ruth unter einen Hut zu bringen. So kommt es das Leo alleine auf dem Weg zu einem Tatort ist und Verena sich von Ruth aus auf den Weg macht. Am Tatort angekommen erfährt sie, dass Leo einen schweren Verkehrsunfall hatte…Verena fühlt sich schuldig, und mit ihrem neuen Partner Christoph Todt klappt es auch nicht wirklich. Offensichtlich handelt es sich um Selbstmord, aber weder Verena noch Christoph können das glauben. In irgendeiner Form scheinen die Opfer miteinander in Verbindung zu stehen, aber wie ist lange ein Rätsel für die beiden Ermittler. Beide haben nicht nur mit der Lösung des Falles zu tun, nein bei beiden gibt es im privaten Umfeld große Probleme. Ruth hat leider immer mehr schlechte Tage und auch bei Christoph gibt es große Probleme. Dies führt unweigerlich zu diversen Spannungen zwischen den beiden Ermittlern.

Der Autorin ist es gelungen den Protagonisten Leben einzuhauchen. Alle Figuren kommen menschlich rüber, niemand ist perfekt und die verschiedenen Charaktere sind gründlich ausgearbeitet. Gekonnt jongliert Elke mit verschiedenen Formen des Vergessens. Spannend und gut umgesetzt sind die Informationen die man als Leser so ganz nebenbei über Demenz, Alzheimer und andere Formen psychischer und neuronaler Krankheiten erhält. Die Beschreibungen der verschiedenen Handlungsorte ist stimmig und sehr bildlich. Den Plot finde ich sehr gelungen und der Spannungsbogen ist durchgehend im oberen Bereich. Alles in allem hat die Autorin hier einen wirklich guten Job gemacht.

Dieses Buch ist ergreifend, spannend, spritzig und gut. Absolute Leseempfehlung von meiner Seite !!!

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Darm mit Charme“ von Giulia Enders

Verlagsinfo, Klappentext

„Ausgerechnet der Darm! Das schwarze Schaf unter den Organen, das einem doch bisher eher unangenehm war. Aber dieses Image wird sich ändern. Denn Übergewicht, Depressionen und Allergien hängen mit einem gestörten Gleichgewicht der Darmflora zusammen. Das heißt umgekehrt: Wenn wir uns in unserem Körper wohl fühlen, länger leben und glücklicher werden wollen, müssen wir unseren Darm pflegen. Das legen die neuesten Forschungen nahe. In diesem Buch erklärt die junge Wissenschaftlerin Giulia Enders vergnüglich, welch ein hochkomplexes und wunderbares Organ der Darm ist. Er ist der Schlüssel zu Körper und Geist und eröffnet uns einen ganz neuen Blick durch die Hintertür.“

288 Seiten

ISBN: 9783550080418

Ullstein Buchverlage

 

Mein Eindruck

Ich denke hier darf man mit gutem Gewissen von einem Sach/Fachbuch sprechen. Und doch ist es der Autorin gelungen die sprachliche Umsetzung so zu wählen dass man beim Lesen nicht nur etwas lernt, sondern auch ganz nebenbei gut unterhalten wird.

Giulia Enders widmet sich mit diesem Buch einem Thema über  das eigentlich nicht wirklich gesprochen wird. Wir gehen alle immer sehr zwiespältig mit diesem Thema um. Keiner spricht gerne offen über seine Verdauung oder gar über die Probleme die damit einhergehen können…Giulia Enders gelingt es mit Witz und Charme die Dinge hier beim Namen zu nennen. Wir haben es hier mit einem Sachbuch zu tun, welches in einer gut verständlichen Sprache (zum Teil sehr direkt) auf den Punkt kommt.

Der Darm, unser doch weitgehend unbekanntes Organ, ist so wichtig für den Menschen. Hier werden wirklich sehr viele Prozesse gesteuert, die für unseren Körper nicht nur der Nahrungsverwertung dienen. Gerade in der heutigen Zeit häufen sich diverse Allergien und verschiedentlich Problematiken, deren Ursachen vielleicht mit dem Darm und mit dessen Gesundheit zu tun haben. Klar weiss man heutzutage, das verschiedene Antibiotika zwar für einige Krankheitsbilder unabdingbar sind, aber sein wir mal ehrlich, wer von uns macht sich nach der Einnahme von Antibiotika um eine ausreichende Darmsanierung Gedanken? Auch ich bin da eigentlich immer ganz locker mit umgegangen, bis ich nach einem Zeckenbiss vor einigen Jahren eine Borreliose bekam. Die nun folgende Antibiotika Kur hat mein Darm mir sehr übel genommen und ist nun seit dem ein Reizdarm…Wenn ich damals schon mehr über meinen Darm gewusst hätte wäre mir persönlich vielleicht das eine oder andere erspart geblieben.

Vieles von dem, was ich hier gelesen habe war mir definitiv nicht klar und ich bin froh, dass ich diesen Blick hinter die eigenen Kulissen gewagt habe. Mir war ja schon immer klar, das man der Verdauung hilft, wenn man Speisen gut kaut, aber seit ich den Weg eines Tortenstückes hier begleitet habe, ist gutes Kauen der verschiedenen Speisen noch mal etwas mehr in meinen Fokus gerückt 😉

Die Autorin erklärt uns nicht nur die Arbeitsweise des Darmes, die zeigt uns auch viele Möglichkeiten wir wir es unserem wichtigsten Organ ein wenig leichter machen können. Ein Hoch auf den Darm 😉 Toll geschrieben, fundiert erklärt und einfach nur extrem wissenswert.

 

Bewertung: 5 Sterne

~BL   

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