Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft
Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Seiten

Septime

Rezension “ Ein guter Mensch“ von Jürgen Bauer

Verlagsinfo, Klappentext

„Wie schon in den Jahren zuvor wird Mitteleuropa erneut von einer Hitzewelle heimgesucht. Wasserknappheit, zunehmend schlechte Stromversorgung und steigende Kriminalität bringen die sozialen Strukturen der Großstadtgesellschaft ins Wanken. Die Politik steht der Situation hilflos gegenüber, die Südgrenzen werden geschlossen, der Polizeiapparat wird erweitert und das kostbarste Gut Wasser streng kontrolliert, rationiert und über ein ausgeklügeltes Versorgungssystem zugeteilt.
Marko versucht mit seinem Freund Berger als Tankwagenfahrer einen Beitrag zu leisten und die schweigende Mehrheit, die sich mit der Situation abgefunden hat, mit Wasser zu versorgen. Wie den meisten fehlte auch Marko das nötige Geld, um das Land Richtung Norden zu verlassen, zudem er sich auch noch um seinen kranken Bruder kümmert, der den alten Familienhof nicht aufgeben will. Er gibt den Glauben an ein erträgliches Leben auch dann nicht auf, wenn Berger längst an dieser Möglichkeit zweifelt. Gemeinsam arbeiten sie dafür, sich eine lebenswerte Perspektive zu erhalten.
Das plötzliche Auftauchen einer mysteriösen, schnell wachsenden Bewegung bringt die Kräfteverhältnisse allerdings durcheinander. »Die dritte Welle« feiert dekadent auf den nicht zu vermeidenden Kollaps zu und setzt der Rationierung und dem Haushalten die Verschwendung entgegen und stellt somit das gültige System infrage und zwingt beide dazu, ihre Haltungen zu überdenken.“

Seiten: 244

ISBN: 978-3-902711-64-9

Septime

Ein guter Mensch von Jürgen Bauer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Ein guter Mensch von Jürgen Bauer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

 

Dieses Buch ist der absolute Wahnsinn !!!

Seit langem hat mich kein Titel dermassen fasziniert und angezogen. Ich habe den Titel an einem Tag förmlich verschlungen! Ein ganz großes Lob an den Autor von meiner Seite!

Aber nun erst mal ganz von vorne. Ich möchte gerne mit dem Titelbild starten. Der Verlag hat hier in meinen Augen einen richtigen Treffer gelandet. Im Buch geht es um Wasser und für mich assoziert  ein Sprungturm Wasser. Als Kind war ich immer schwimmen und auch heute liebe ich das Wasser und nutze jede Gelegenheit um in seine Nähe zu kommen. Klar, eindeutig und unbestechlich, gut gemacht 😉

Nun möchte ich endlich auf die Geschichte eingehen.

Gleich mit den ersten Seiten hat mich Jürgen Bauer erwischt. Sofort konnte ich in den Text eintauchen und habe mich in der stimmigen Wortwahl eingefunden. Hier passt der Schreibstil zur Thematik und es macht einfach Freude  zu lesen.

Aber Vorsicht, hier erwartet den Leser keine leichtgängige Story die man mal einfach so weg liest. Der Autor hat ein Thema verarbeitet welches oft im Hintergrund steht. Wir hier in der industrialisierten Welt machen uns eigentlich kaum Gedanken um unser Wasser.

Hahn auf – es läuft – alles gut…

Mir ist schon Angst und Bang geworden, obwohl Jürgen Bauer die Wasserknappheit nicht als Hauptbestandteil der Geschichte eingesetzt hat. Aber ich habe mir beim Lesen wirklich Gedanken gemacht, das auch ich oft „gedankenlos“ mit dem kostbaren Gut umgehe. Hier habe ich doch eine kleine Veränderung an mir bemerkt, ich achte jetzt schon ein wenig mehr auf meinen Wasserverbrauch und erfreue mich am Regen.

Ich glaube aber dass der Autor mit dieser Geschichte viel mehr bieten kann. Es ist sehr faszinierend die verschiedenen Charaktere kennen zu lernen. Man sieht wie die Menschen in schwierigen Situationen agieren. Viele ergeben sich in das anscheinend nicht abzuwendende Schicksal, einige sammeln sich um zu protestieren und eine Hand voll will den Glauben an Besserung eben einfach nicht aufgeben.

Sehr schön zeigt uns Jürgen Bauer was aus Freundschaften und Beziehungen werden kann. Seine Figuren sind sehr tief und beeindruckend ausgearbeitet. Für meinen Geschmack, geht der Autor hier sehr feinfühlig ans Werk, auch wenn die gelesenen Worte sich vielleicht nicht immer wirklich fein anhören…

Wie gesagt, mich hat dieser Titel ungemein gefesselt und ich bin sehr froh, dass ich einen Tag für mich hatte und so das Buch an einem Stück lesen durfte.

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Die Gehörlosen“ von Rodrigo Rey Rosa

Verlagsinfo, Klappentext

„In den Bergen Guatemalas verschwindet ein gehörloser Maya-Junge und in Guatemala-Stadt verschwindet zur selben Zeit Clara, die Tochter eines reichen Bankers, einen Tag nachdem sie eine Benefizparty gegeben hat. Alle Bemühungen, Clara zu finden, laufen ins Leere. Stattdessen erhält die Familie seltsame Anrufe der Verschwundenen und Wochen später sogar eine Lösegeldforderung.
Cayetano, Claras junger, naiver Leibwächter vom Lande, der dank seiner Chefin das Leben in der Großstadt kennengelernt und sich offensichtlich in die schöne Frau verliebt hat, gibt den Plan, seine Chefin ausfindig zu machen, nicht auf. Er ist davon überzeugt, dass Javier, Claras Liebhaber, ihr Entführer ist. Trotz aller Ungereimtheiten und der Widerstände der Familie der Verschwundenen verfolgt er jede Spur und wird dabei selbst zum Täter.
Eine Spur führt ihn zu einem soeben eröffneten Sanatorium, in dem offensichtlich schreckliche Dinge vor sich gehen. Wieso weinen hier des Nachts so viele Kinder, woher kommen sie und was geschieht mit ihnen? Und wieder hat Cayetano das Gefühl, dass ihm niemand zuhört, nicht einmal, als er den verschwundenen gehörlosen Maya-Jungen in dem mysteriösen Krankenhaus ausfindig macht …“

Seiten: 288

ISBN: 978-3-902711-50-2

Die Gehörlosen von Rodrigo Rey Rosa, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Die Gehörlosen von Rodrigo Rey Rosa, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

 

Die Frankfurter Buchmesse bedeutet für mich auch immer wieder einen Besuch am Stand von Septime einzuplanen. Dieser österreichische Verlag punktet jedes mal mit aussergewöhnlichen Titeln.

Dieses mal habe ich „Die Gehörlosen“  von Rodrigo Rey Rosa entdeckt.

Alleine das Cover ist für mich schon ein Augenschmaus.

Der Schreibstil ist schon etwas besonderes, auch wenn man sehr schnell in das Geschehen versinkt, so ist mir als Leser nicht gleich klar gewesen wohin mich meine Lesereise diesmal führen würde. Ganz sicher geht es in die Berge Guatemalas wo ein gehörloser Junge verschwindet, er ist aber nicht der einzige der verschwindet, gleichzeitig verschwindet die Tochter eines reichen Bankiers aus Guatemala Stadt.

Eigentlich besteht dieses Buch aus zwei verschiedenen Geschichten, die wunderbar miteinander verwoben sind. Wir haben zwei Teile die in beiden Fällen eher Krimi als Roman in meinen Augen sind.  Im ersten Teil lernen wir den jungen Cayetano kennen, der als Claras Leibwächter fungieren soll. Er wurde von seinem Onkel Chepe zu diesem Job herangezogen. Nachdem es sich bei Clara um eine ausgesprochen schöne junge Frau handelt, ist es nicht verwunderlich das sich der junge Cayetano in sie verliebt. Plötzlich hat Cayetanos Leben eine Perspektive, raus aus dem ländlichen Milieu kann er sich in der Stadt ein neues Leben aufbauen, auch wenn ihm klar ist das es zu keiner Verbindung mit Clara kommen kann und darf. Als Clara verschwindet muss Cayetano der Sache nachgehen. Hierbei  zeigt sich die Gefährlichkeit des Landes.

Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und detailliert aufgebaut. Auch der schnörkellose Schreibstil hat mir gut gefallen.

Rodrigo Rey Rosa gelingt es alles sehr offen zu halten und der Leser weiß  bis zum  Ende nicht ganz genau wie es sich um Clara und Ihren Liebhaber verhält.

Ein sehr anspruchsvoller Titel der eine Empfehlung wert ist.

Stern_Bewertung_4-5

~BL

Rezension „Was wir fürchten“ von Jürgen Bauer

Verlagsinfo, Klappentext

„»Das erste Mal fühlte ich die Angst, als mein Vater Kornkreise in ein Feld am Ortsrand trat und meine Mutter mich losschickte, um ihn nach Hause zu holen, bevor die Nachbarn etwas bemerken konnten.«
Georg erzählt aus seinem Leben, das von Unruhe und Angst gezeichnet ist. Die Furcht vor seinem psychisch kranken Vater lässt ihn an allen Versuchen scheitern, Vertrauen und Stabilität zu finden. Erst als Erwachsener gelingt es ihm, die Kontrolle über sein eigenes Leben zu erlangen und sich sicher zu fühlen, bis traumatische Ereignisse die Idylle zerreißen und sein Verfolgungswahn erneut ausbricht.
Seine Mutter hält ihn für verrückt, Georgs Frau scheitert daran, ihn zu beschützen, und auch sein bester Freund glaubt nicht an seine Erzählungen. Doch was, wenn Georgs Ängste berechtigt sind und die Menschen in seinem Leben tatsächlich ein Geheimnis verbergen? Was, wenn sich wirklich alles nur um ihn dreht?
Im Dialog zwischen Georg und seinem Gegenüber entwickelt sich ein Machtspiel um die Wahrheit und ihre Bedeutung. Doch wer entscheidet, ob eine Geschichte richtig erzählt ist? Vielleicht liegt die Lösung bei jener Person, der er seine Geschichte anvertraut. Schritt für Schritt wird Georgs Leben entblättert, bisherige Antworten werden infrage gestellt und müssen neu überdacht werden. “

Seiten: 264

ISBN: 978-3-902711-38-0

Septime

Was wir fürchten von Jürgen Bauer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Was wir fürchten von Jürgen Bauer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

In den letzten Tagen wurde dieses Buch wärmstens von Karla Paul empfohlen und ich muss sagen das ich wirklich froh darüber bin, dieses Buch bereits für mich entdeckt zu haben.

Dies ist mein zweites Buch, welches ich von Jürgen Bauer gelesen habe und ich muss sagen seine Art zu schreiben gefällt mir richtig gut.

In diesem Buch lässt er seinen Protagonisten Georg aus der Ich-Perspektive erzählen. Dieser Stil ist sonst eigentlich nicht ganz so mein Ding, aber irgendwie passt es einfach zu dieser Geschichte.

Ich kann und will diesen Roman nicht in eine Genreschublade stecken…ich denke hier ist doch das eine oder andere Genre miteinander verwoben. Genau diese Mischung macht das Buch zu einer schnellen und guten Unterhaltung. Erst mal angefangen mag man das Buch gar nicht aus den Händen legen

Geaorg s Leben ist von Anfang an nicht einfach. Sein Vater ist psychisch Krank und die Mutter schickt Georg bereits als kleinen Kerl los um den Vater aus der einen oder anderen Situation herauszuholen damit die liebe Nachbarschaft bloss nichts mitbekommt. So bleibt es nicht aus, das Georg sich immer wieder Gedanken über sein Leben und seine eigene psychische Verfassung macht. Auch wenn er immer wieder glaubt alles im Griff zu haben, so scheitert er leider genau so oft.

Durch die sprachlich gelungene Umsetzung sinkt man als Leser immer tiefer und tiefer in die Gedankenwelt von Georg.

Dieses Buch ist eine Reise, eine Auszeit, mal etwas ganz anderes…

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Das Fenster zur Welt“ von Jürgen Bauer

Verlagsinfo, Klappentext

„Die 80-jährige Hanna wagt nach dem Tod ihrer Mutter einen späten Ausbruch aus ihrem starren Alltag. Beim Speed-Dating lernt sie den jungen, arbeitslosen Schauspieler Michael kennen, dem durch die Trennung von seinem Partner plötzlich jede Sicherheit genommen wurde. Zwischen dem ungleichen Paar entwickelt sich bald eine Freundschaft, und als Hanna mit dem Auto eine Reise in ihre Vergangenheit antritt, sitzt Michael am Beifahrersitz. Die Fahrt zu Hannas erster Jugendliebe aus den turbulenten Wochen nach Kriegsende zwingt Michael, auch in seiner Kindheit nach Antworten zu suchen, denn Hanna kennt den Grund, warum seine Mutter ihn bei seinem Vater zurückgelassen hat. Immer deutlicher wird den beiden die Tragweite bewusst, wie einzelne Entscheidungen ein ganzes Leben prägen.“

176 Seiten

ISBN: 978-3-902711-25-0

Septime

Das Fenster zur Welt von Jürgen Bauer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Das Fenster zur Welt von Jürgen Bauer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Mein Lesen

Ein wirklich schönes Buch aus dem Hause Septime.

Hier finden sich zwei wirklich ganz verschiedene Menschen auf einem gemeinsamen Weg wieder. Zum einen haben wir die achtzigjährige Hanna, die ihr Leben lang immer schwer gearbeitet hat. Sie hat die letzen Jahre mit der Pflege ihrer Mutter verbracht und sich nicht wirklich etwas für sich selber gegönnt. Nach dem Tod der Mutter beschließt Hanna noch einmal auf eine für sie große Reise zu gehen.

Hanna trifft zufällig auf Michael, er könnte ihr Enkel sein und sie hat ihn früher als kleinen Jungen bereits gekannt. Beide verbindet so einiges im Leben und so beschließt Hanna mit Michael eine Reise in die Vergangenheit zu machen. Sie borgt sich ihr Auto, welches sie seinerzeit ihrer Tochter vermachte und fährt zu Michael.

Beide erleben auf ihrer Fahrt eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft, und doch bleibt vieles unausgesprochen.

Dies ist eine Geschichte von Freundschaft, Entscheidungen treffen und Abschied. Ein Buch mit Tiefgang welches durchaus zum Nachdenken anregt.

In einer schönen, ansprechenden Art nimmt uns der Autor hier mit ins Leben. Er zeigt in der Geschichte auf, dass es nicht immer leicht ist Entscheidungen zu treffen, das gewissen Entscheidungen dem Leben einen bestimmten Verlauf geben, der vielleicht nicht immer gewollt ist. Aber er weist uns auch darauf hin, dass wir uns immer für den einen oder anderen Weg entscheiden müssen. Er zeigt uns das alles zu einem Ziel führt.

Ich persönlich finde auch die Wahl des Titelbildes sehr gelungen. Hier sehen wir einige Wolken in der unendlichen Weite des Himmels.

Ich möchte gerne gute 4 Sterne vergeben

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension „Houston, Houston“ von James Tiptree JR.

Verlagsinfo, Klappentext

„Die titelgebende Erzählung „Houston, Houston, bitte kommen!“ ist sicher eine der besten der Autorin sowie des gesamten Genres. Nach einer Weltraumreise wird ein irdisches Raumschiff in der Zukunft kurz vor seinem Anflug auf die Erde abgefangen. Die ausschließlich männliche Besatzung stellt fest, dass sich auf der Erde nur noch Frauen befinden…

Für diese Erzählung erhielt James Tiptree Jr. 1977, ihre Identität war zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgedeckt, den begehrten Hugo Award, den Nebula Award sowie den Jupiter Award.“

ISBN 978-3-902711-07-6

Septime

Houston, Houston von James Tiptree Jr. , Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Houston, Houston von James Tiptree Jr. , Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Mein Eindruck

Hier habe ich mich erneut von Denis Scheck „beraten“ lassen. Er hat James Tiptree JR. auch bei „Druckfrisch“ vorgestellt. Er schaffte es auch diesmal mich mit seiner Vorstellung so zu beeindrucken das „Houston, Houston!“ auf meiner Wunschliste landete. Ich bin wirklich sehr froh darüber. Hier erwartet den Leser anspruchsvolle Science Fiktion…

James Tiptree JR. ist das Pseudonym von Alice B. Sheldon. Lange dachten die Science Fiktion Fans, dass es sich um einen männlichem Autor handele. Als dieser Irrtum noch zu Tiptrees Lebzeiten aufgedeckt wurde war es für einige ein großer Schlag. Die Autorin begann erst mit 51 Jahren zu schreiben, sie beendete ihr Leben im Alter von 71 Jahren, indem sie zuerst ihren Mann und dann sich erschoss. Viele Jahre litt sie unter schweren Depressionen. Science Fiktion Fans zählen ihre Werke zu den Klassikern dieser Sparte.

Zum Buch

Bereits das Inhaltsverzeichnis ist nicht ohne….

  • Es liegt nicht an Ihrem Gerät
  • Drücken, bis kein Blut mehr kommt
  • Ihr Rauch steigt auf in Ewigkeit
  • Schlangengleich erneuert die Erde sich
  • Ein flüchtiges Seinsgefühl
  • Der Psychologe, der Ratten keine schrecklichen Dinge antun wollte
  • Houston, Houston, bitte kommen!
  • Bibertränen
  • Eure Gesichter, o meine Schwestern! Eure Gesichter voller Licht!
  • Sie wartet auf alle Geborenen
  • Nachwort von Andreas Eschbach: Über James Tiptree Jr.: Wanderungen entlang der Grenze des Wahnsinns

Hinter jeder dieser Überschriften steht eine eigene Geschichte. Mal länger mal kürzer, aber eines haben alle diese Stories gemeinsam. Man kann sie alle als eigenständige kurze Episode lesen, alles ist ins sich irgendwie abgeschlossen und doch gehört alles zu einem großen Ganzen.

In jedem Abschnitt lernen wir neue Protagonisten kennen und allen eins, ist die Tiefe und die Charakteristika die James Tiptree JR. in jede einzelne Person hineingeschrieben hat. Wir haben es hier mit einem tiefgründigen Werk zu tun, welches meiner Meinung nach eher auf der anspruchsvollen Seite der Science Fiktion Literatur  steht. Was aber keines Falls bedeutet, das man für dieses Buch erst einmal ein Studium hinter sich bringen muss um es zu mögen 😉

Das Lesen von Houston Houston ist vielleicht nicht einfach, aber ganz sicher faszinierend! Ich möchte aber an dieser Stelle zugeben, dass es mir diesmal nicht leicht gefallen ist, meine  Meinung zum Buch mit meinen Worten auszudrücken. Das lag ganz sicher nicht daran, dass mir das Buch nicht gefallen hat, nein genau das Gegenteil ist hier der Fall. Das Buch hat mich schlichtweg einfach in irgendeiner Art und Weise überwältigt. Mir haben einige Zeit lang komplett die Worte gefehlt und alles musste sich erst einmal setzen. Sonst bin ich immer bemüht sofort nach dem Lesen meine Rezension zu erstellen. Hier war dies für mich schlichtweg unmöglich. Es hat mehrere Anläufe gebraucht um meine Gedanken in Worte umzusetzen. Und ich denke immer noch, dass dieses Buch sich für mich nicht beschreiben lässt. Die Sprache ist anspruchsvoll, aber sie nimmt den Leser von der ersten Seite an gefangen.

Ich kann nur den Rat geben: lest selber rein und bildet Euch eine eigene Meinung.

„Splitter“ Sätze und Passagen aus Houston Houston

Seite 8 : Wir brauchen mehr Stoppschilder, dann hätten die Menschen wieder mehr Zeit für sich.

Seite 26 : Und wenn sie tatsächlich, endlich , am Ziel angelangt sind, werden einige von ihnen vielleicht die Zeit haben zu fragen: Wozu sind wir eigentlich hierhergekommen?

Ich vergebe 5 Sterne

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Der afghanische Koch“ von Isabella Feimer

Klappentext, Verlagsinfo

„Eine Liebe im Wien der Gegenwart.

Er, im Afghanistan – sie, im Österreich der 80er Jahre groß geworden, seine Kindheit und Jugend geprägt durch militärische und religiöse Konflikte, ihre durch den behüteten Hintergrund eines durchschnittlichen westeuropäischen Bildungsbürgertums.

Kriegsschauplätze und Fluchtszenarien, Gewalt und Tod bestimmen sein Bewusstsein. Innerlich zerrissen, geplagt von Erinnerungen, Heimweh und Träumen, ist er getrieben von der Sehnsucht, seinem Leben eine Richtung zu geben. Durch den Mangel an ähnlichen Erlebnissen fast von Schuldgefühlen erfüllt, versucht sie, in seine Welt einzutauchen, indem sie seine Geschichte aufschreibt.
Blitzlichtartige Reflexionen über ihren Großvater, der als traumatisierter Kriegsveteran aus Stalingrad heimkehrte, spannen den Bogen zwischen den unterschiedlichen Erfahrungswelten. Behutsam und zärtlich nimmt sie sich seiner Erinnerungen an, fügt die Versatzstücke ihrer beider Leben in einem Mosaik zusammen in der Hoffnung, daraus ein gemeinsames großes Ganzes schaffen zu können.
Ist Liebe ausreichend, wenn die Grenzen zwischen Nähe und Distanz, zwischen Haltgeben und Aneinanderklammern fließend sind? Gibt es eine gemeinsame Zukunft?“

ISBN: 978-3-902711-20-5

Septime

Der afghanische Koch von Isabella Feimer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Der afghanische Koch von Isabella Feimer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Mein Lesen

Septime ist bekannt für besondere Bücher. Hier haben Sie wieder ein Roman zu uns Lesern gebracht, welcher viel mehr ist als Worte auf Papier!

Vorab sei gesagt, dass schon der Schreibstil von Isabella Feimer ungewöhnlich daherkommt. Lange Sätze in denen viel untergebracht ist erwarten uns. Ich habe mich in den ersten Seiten etwas schwer getan mit dem für mich „anstrengenden“ Satzaufbau. Aber als die ersten Seiten durch meine Hände gewandert sind, wusste ich dass dieser Stil genau der richtige für diese Geschichte ist. Dadurch kann ich nicht einfach mal so über die Zeilen huschen, wie es mir ab und an mal passiert, nein hier ist die volle Aufmerksamkeit gefragt. Nur so bekommt man den Sinn des Gelesenen richtig mit, durch die volle Konzentration auf die Wörter erschliessen sich die Feinheiten des Geschriebenen.

Dieses Buch erzählt die Geschichte von zwei Menschen die eine unterschiedliche Herkunft und Vergangenheit haben. Nicht immer sind die Gefühle der beiden gleich, zu unterschiedlich die Herkunft, das bisherige Leben. Sie ist eigentlich auf der Suche nach sich selbst, er ist ein Flüchtling und arbeitet als Koch. Gemeinsam gehen sie durch ein Stück ihres Lebens. Sie würde gerne ein Buch über seine Geschichte schreiben und taucht über die Gespräche immer tiefer in seine Seele.

Schnell, prägnant und doch ausufernd und  gefühlvoll erzählt Isabella Feimer die Geschichte.

Nun kurz zum Cover des Buches. Ich persönlich finde es hervorragend ausgewählt. Autorin und Titel sind in klarer Schrift im oberen Teil zu sehen, unterlegt von einer Mauer in der sich Einschusslöcher befinden. Im unteren Teil ist durchscheinend  eine Rose zu sehen.

Auch ich habe einige Bekannte die in Afghanistan ihren Auslandeinsatz hatten. Hier und da hat man über Land und Leute das eine oder andere gehört, aber es mal aus dieser Sichtweise zu betrachten war ein Erlebnis.

 

Ich vergebe sehr gute 4 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

~BL

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