Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Seiten

Read at Skoobe

Rezension zu „Verrückt nach New York – Band 1“ von Katrin Lankers (read @skoobe_de)

Verrückt nach New York (Band 1) von Katrin Lankers – Cover mit freundlicher Genehmigung von Skoobe

Verrückt nach New York (Band 1) von Katrin Lankers – Cover mit freundlicher Genehmigung von Skoobe

Bunt, schrill, verrückt – einfach New York

Coppenrath Verlag, 272 Buchseiten, ISBN: 978-3-649-61758-7
eBook ausleihen bei: Skoobe
Buch bei: Coppenrath Verlag
Autorin: Katrin Lankers

Maxi steht kurz davor einen neuen Abschnitt ihres Lebens zu beginnen. Mit dem Abi in der Tasche und den Blick nach vorne gewandt, nähert sie sich Schritt für Schritt ihrem großen Ziel Journalistin zu werden.

Neben ihrer kleinen Gummibär-Macke, hat Maxi noch eine weitere kleine Marotte: Wichtige Entscheidungen kann sie nur treffen, wenn sie drei gute Gründe findet, welche dafür sprechen – oder sie lässt es bleiben… Um nach dem Abitur für eine Weile nach New York zu gehen, hat sie drei wirklich sehr gute Gründe gefunden:

  1. Das heiß begehrte Praktikum bei dem Magazin Zeitgeist in New York ist der erste Meilenstein ihrer zukünftigen Karriere als Journalistin.
  2. Kann es Maxi kaum abwarten, so weit wie möglich von ihrem Exfreund entfernt zu sein. Mehr als 6000 km sind ein guter Anfang!
  3. Muss sie die Person finden, die auf dieser alten, zerschlissenen Postkarte erwähnt wird.

Weiterlesen

Rezension zu „Ein Jahr in Hollywood“ von Amelie Heinrichsdorff (read @skoobe_de)

Ein Jahr in Hollywood von Amelie Heinrichsdorff – Cover mit freundlicher Genehmigung von Skoobe

Ein Jahr in Hollywood von Amelie Heinrichsdorff – Cover mit freundlicher Genehmigung von Skoobe

Einfach mal abtauchen in den Hollywood-Alltag

Verlag Herder, ca. 193 Buchseiten, ISBN: 978-3451061936
eBook ausleihen bei: Skoobe
Buch bei: Verlag Herder
Autorin: Amelie Heinrichsdorff

»Im Traum und im Kino bin ich schon oft in Hollywood gewesen…«

Zitat aus „Ein Jahr in Hollywood“  von Amelie Heinrichsdorff

… besser kann man den Auftakt von diesem Buch nicht in Worte fassen.

Amelie Heinrichsdorff bekam ein Forschungsstipendium für die Universität von Kalifornien, um vor Ort über deutsche Exilanten in Hollywood zu recherchieren. Dafür ging sie für ein Jahr nach Hollywood und (er)lebte dort den wahr gewordenen Traum von Vielen.

Angefangen mit der doch recht schwierigen Wohnungssuche in der Metropole – kleines Budget und hohe Erwartungen treffen auf recht hohe Mieten für ein Apartment in der gefühlten Größe einer Besenkammer – über das Kennenlernen von Land und Leute, bis hin zu, das Für und Wider von Hollywood lieben zu lernen.

Die Autorin erzählt im Tagebuchstil – im übrigen echt witzig und flüssig geschrieben – über ihre Erlebnisse und Eindrücke von Los Angeles. Jedes Kapitel steht dabei für einen Monat ihres einjährigen Hollywood-Trips.

Natürlich kommt die ein oder andere Anekdote zum Thema „wie es ist, wenn man den Hollywood-Star aus Film und Fernsehen plötzlich neben sich an der Kasse des Supermarktes entdeckt“ nicht zu kurz. Amelie Heinrichsdorff schreibt aber nicht in erster Linie über Stars und Sternchen, sondern zeigt die Reize der Metropole, die aufgeschlossene Mentalität der Menschen sowie die Schönheit der Landschaft. Aber sie lässt auch die rauen Ecken und Kanten von Los Angeles nicht aus. Gerade der kritische Blickwinkel abseits der Glamourwelt – auf gefährliche Bezirke oder die Willkür der Naturkatastrophen – ermöglicht dem Leser tatsächlich einen kleinen Einblick in den Alltag von Hollywood.

HikeMein Fazit

Leider war ich persönlich noch nie in Los Angeles und dennoch fühlt es sich manchmal für mich wie eine „zweite Heimat“ an, denn ich kenne so viele Ecken aus den Erzählungen von meinen Freunden aus Los Angeles. Von daher gab es hier und da tatsächlich mal beim Lesen so Momente, wie: „Ha, das kenne ich! Wie cool ist das denn!“ – In dem Sinne kann ich nur sagen, die Erzählungen von Amelie Heinrichsdorff haben für mich persönlich einen hohen Wiedererkennungswert. Die Lektüre hat ganz klar mein „inneres Fernweh-Tierchen“ angefüttert. Wenn ich also irgendwann mal groß im Lotto gewinnen sollte, dann buche ich mir eine Transatlantik-Überfahrt nach New York und düse mit einem Van entlang der Route 66 gen Richtung L.A. 🙂

Wer also einen witzigen Reisebericht über die Region rund um Hollywood sucht, dem kann ich „Ein Jahr in Hollywood“ echt empfehlen. Ich bin auch sehr gespannt auf weitere Bücher aus der Herder-Reihe: „Ein Jahr in…“

Einziger Kritikpunkt: Ich hätte mir echt ein paar Momentaufnahmen von der Autorin in L.A. gewünscht.

Meine Bewertung – 4 von 5 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

~Ilb

Rezension „Phönixkinder“ von Christine Drews gelesen über @skoobe_de

Verlagsinfo, Klappentext

„Der Geruch nach Asche liegt noch in der Luft, als Charlotte Schneidmann und Peter Käfer im Seniorenstift Sonnenschein ankommen. Einer der Bewohner, der demente Ludger Steinkamp, ist bis zur Unkenntlichkeit verkohlt. Alle Indizien deuten auf Brandstiftung, aber nicht nur das – das Opfer wurde regelrecht zu Tode gefoltert. Grausame Rache? Oder ein letzter Versuch, Informationen von Steinkamp zu erpressen? Die brandgefährlichen Spuren führen Charlotte und Käfer tief in die Vergangenheit des Münsterlandes.“

368 Seiten

ISBN: 978-3-404-16992-4

Bastei Lübbe

 

Mein Eindruck

Als ich neulich ganz gemütlich bei skoobe.de gebummelt habe bin ich über Phönixkinder gestolpert. Das Cover hat mich irgendwie magisch angezogen. Daraufhin habe ich mir den Klappentext angesehen und ich dachte das könnte was sein 😉 schwups geladen und gelesen 😉

Ich habe seinerzeit Schattenfreundin, den ersten Kriminalroman von Christine Dress gelesen. Ich konnte mich aber gar nicht mehr so genau an den Inhalt erinnere, daher habe ich mir jetzt meine alte Rezi noch mal angesehen und musste feststellen, dass ich mit Schattenfreundin gar nicht so ganz glücklich war. Der flüssige Schreibstil hat mir damals schon gefallen aber so grundsätzlich gab es dann doch die eine oder andere Schwäche in meinen Augen. Gut das ich mich von meiner damaligen Meinung nicht habe beeindrucken lassen 😉

Bereits die ersten Seiten haben mich voll in die Geschichte gezogen, sofort ist man als Leser mitten im Geschehen. Man hat den Geruch nach Feuer fast schon in der Nase.

Schneidmann und Käfer  haben einen neuen Fall. Auch wenn dies bereits der zweite Fall für das Ermittlerduo ist, so kann man dieses Buch durchaus ohne Vorkenntnisse lesen. Beide Fälle sind in sich abgeschlossen. Der Spannungsbogen wird bei Phönixkinder immer oben gehalten und man kommt als Leser nicht zur Ruhe. Die Autorin verlegt ihren Fall in ein Altersheim, das Thema Demenz ist als Randthema gut ausgeleuchtet und bereichert den Krimi in meinen Augen. Ich denke es ist immer gut wenn dieses Thema einen Auftritt in der Öffentlichkeit bekommt.

Die Ermittlungsarbeit ist in diesem Fall sehr vielschichtig und es ist einfach Spannend aus der Sicht von Charlotte den Fall zu verfolgen. Immer wieder werden auch die Eindrücke des Täters übermittelt. Dies geschieht dann in kursiver Schrift, so dass man als Leser sofort sieht um was es hier geht. Das finde ich sehr gelungen gelöst. Düster, dunkel und verdammt spannend.

Diesmal hat sich Christine Drews dem Privatleben von Peter Käfer etwas ausgiebiger gewidmet. So dass man als Leser auch von ihm und seiner Persönlichkeit mehr erfährt. Stimmig und gelungen eingepflegt überlagert dies in keinem Moment den Fall sondern fügt sich ganz dezent in  das Geschehen ein.

Ich bin froh, dass ich Phönixkinder gelesen habe, mir hat das Buch gut gefallen und ich für mich kann sagen das es eine deutliche Steigerung zu Schattenfreundin gibt.

Das Ende ist ein absoluter Cliffhanger für mich und ich hab da ja so meinen Gedankengang…ob ich richtig liege? Ach manno, wann erscheint der nächste Band?

Ja, das war wirklich spannende Unterhaltung.

Stern_Bewertung_4-5

~BL

Rezension zu „Nach mir das Leben“ von Kristian Gidlund (read @skoobe_de) #skooben1

Nach mir das Leben von Kristian Gidlund - Cover mit freundlicher Genehmigung von Skoobe

Nach mir das Leben von Kristian Gidlund – Cover mit freundlicher Genehmigung von Skoobe

Ein Mensch und sein Buch, welches mein Leben veränderte

Bastei Lübbe-Verlag 2014, ca. 352 Buchseiten, ISBN: 978-3-7857-2500-9
eBook ausleihen bei: Skoobe
Buch bei: Bastei-Lübbe
Autor: Kristian Gidlund

Das E-Book „Nach mir das Leben – Was ich am meisten vermissen werde, wenn ich nicht mehr bin“ stand bei mir ganz oben auf meiner Leseliste, aber ich habe mir ganz bewusst Zeit gelassen und den richtigen Moment abgewartet, um mit dem Lesern zu beginnen. Denn ich wusste, dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Es hat mich vom ersten Moment angesprochen und mir klar gemacht, dass es gelesen werden will… Weiterlesen

Angelesen: “Krähenmann” – neu bei @skoobe_de (KW 32/33 2014)

Zweite Buchvorstellung der Skoobe-Neuerscheinungen vom 07.08.2014

Thriller: „Krähenmann“ von Corina Bomann

Coppenrath-Verlag 2014, ca. 448 Buchseiten

eBook ausleihen bei: Skoobe

Buch bei: Coppenrath-Verlag

Buchbeschreibung von Skoobe zu „Krähenmann“

Krähenmann von Corina Bomann – Cover mit freundlicher Genehmigung von Skoobe

Krähenmann von Corina Bomann – Cover mit freundlicher Genehmigung von Skoobe

„Rügen/Eliteinternat Rotensand: Ein Serienmörder tötet auf grausame Weise. Seine Spur reicht weit in die Vergangenheit zurück. Auf der fieberhaften Suche nach dem unheimlichen „Krähenmann“ kämpft sich die 16-Jährige Stipendiatin Clara durch ein Labyrinth aus Verdächtigen und falschen Fährten. Die Mordserie reißt nicht ab und schließlich gerät Clara selbst ins Visier des rachedurstigen Killers …

I_love_books thinks...

I_love_books thinks…

Angelesen – mein erster Leseeindruck zu „Krähenmann“

Die 16-jährige Clara Hansen ist auf dem Weg von Berlin zur Insel Rügen. Leider liegt jedoch kein Ostseeurlaub mit der Familie vor ihr, denn Clara ist eine Waise. Dennoch wird sie dort erwartet. Dank ihrer hervorragenden schulischen Leistungen hat sie ein Stipendium für das Eliteinternat Rotensand ergattert. Natürlich ist sich Clara bewusst, dass sie als die Neue abgestempelt werden wird. Als die Waise, ohne Eltern, Geld und Ansehen. Und dennoch ist Clara geschockt, als sie eine tote Krähe auf ihrem Kopfkissen findet. Ist das ein schlechter Willkommensgruß oder hat es etwas mit der Legende von Rotensand zu tun, dem Eliteinternat welches ironischer Weise früher mal ein Waisenhaus war? Als dann bekannt wird, dass das Mädchen – dessen Platz Clara eingenommen hat – ermordet wurde, beginnen bei Clara die Alarmglocken zu läuten…

Mein erstes Fazit

Bisher kannte ich nur Romane für Erwachsene von Corina Bomann, wie zum Beispiel „Die Schmetterlingsinsel“ (siehe Rezi vom 08.03.2013) und bin überrascht, wie gut ihr der Genre-Wechsel gelingt. Spannend und flüssig geschrieben. Der Leser verfolgt das Geschehen, darauf wartend, ob man endlich erfährt: Wer ist der Täter und welche Beweggründe hat er?

Schon das Cover empfand ich als Eyecatcher und es hat nicht ohne Grund neugierig gemacht: Einmal begonnen, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen und habe mir „Krähenmann“ gleich bei Skoobe ausgeliehen. 🙂

~Ilb

eBook-Rezension “Back to Black: Amy Winehouse und ihr viel zu kurzes Leben” von Alexander Schuller und Nicole von Bredow (@skoobe_de)

„Back to Black – die Amy Winehouse-Biographie“ … ich hab lange kein Buch mehr gelesen, welches mich so traurig gestimmt hat

Ja, genauso fühlt es sich an, wenn man das Leben der Ausnahmesängerin Amy Winehouse auf ein paar Seiten reduziert sieht. Der Leser weiß im Grunde haargenau, wie dass Buch ausgehen wird und dennoch berührt und schockiert einem der biographische Ablauf, der Amy’s Schicksal Schritt für Schritt besiegelt.

Die Autoren haben alle Fakten gut recherchiert und zeigen das Leben der Amy Winehouse recht distanziert, ohne etwas zu verschönigen.

Mein Fazit

Ich mochte Amy als Künstlerin mit Ihren Ecken und Kanten und ihre Musik wird für immer bleiben. Natürlich ist es wichtig, auf Ihre Suchtprobleme aufmerksam zu machen – das ist dem Buch definitiv gelungen. Jedoch beschleicht mich das Gefühl, dass Amy’s Persönlichkeit und ihr Leben mehr schöne Aspekte/Momente gehabt hat – das kommt mir in der Biographie irgendwie zu kurz. Wer das Buch liest, dem werden die Anmerkungen der Autoren in den Klammern auffallen. Mir persönlich waren das oftmals zu viele „küchenpsychologische“ Kommentare.

Wer also Fakten rund um Amy’s Leben und Karriere lesen möchte, dem kann ich die Biographie empfehlen.

Meine Bewertung – 3 von 5 Sterne

~Ilb

 

eBook-Rezension „Die Tatortreinigerin: Ich komme, wenn das Leben geht“ von Antje Schendel (@skoobe_de)

Auch wenn TV-Shows wie CSI & Co allseits beliebt sind, so ist die Realität im Umgang mit dem Tod eher ein Tabu-Thema. Doch irgendwer muss sich doch auch hierzulande um die „Hinterlassenschaften“ von Suiziden, Morden oder Unfällen am Tatort kümmern, dachte sich Antje Schendel und beschäftigte sich sehr lange gedanklich damit, bevor sie die erste Tatortreinigung Deutschlands gründete.

Zum Inhalt

Im Buch geht es keineswegs um detaillierte blutige Beschreibungen der unvorstellbarsten Tatorte von Frau Schendel’s Laufbahn. Auch werden keine Betriebsgeheimnisse verraten, wie man z. B. Blutflecke entfernt. Wer das erwartet, sollte lieber weiter CSI & Co. anschauen: Antje Schendel beschreibt meiner Meinung nach eher autobiographisch, wie sie zu diesem außergewöhnlichen Beruf kam – der für sie eine Berufung ist. Denn sie arbeitet nicht nur als bloße Tatortreinigerin nach dem Motto „Hauptsache clean“ – sie versteht sich auch auf den respektvollen und gefühlvollen Umgang mit den Hinterbliebenen.

Mein Fazit

Eine lesenswerte Autobiographie über eine starke Frau, die sich aber nicht zu fein ist, Schwäche zu zeigen. Danke für die Einblicke in das Leben DER Tatortreinigerin: Mich hat es sehr berührt, wie offen die Autorin über Ihre eigenen Schicksalsschläge berichtet. Dass sie dem Modeldasein den Rücken kehrte und letztendlich an ihrer Idee der Tatortreinigung festhielt – obwohl es ein Sprung ins Ungewisse war – macht Mut.

Meine Bewertung – 5 von 5 Sternen

~Ilb

eBook-Rezension zu „Steve Jobs: Die autorisierte Biografie“ von Walter Isaacson

Ich hab gerade die autorisierte Biografie über Steve Jobs zu Ende gelesen und ich muss gestehen, dass ich gleichermaßen fasziniert wie irritiert bin…
Jeder kannte den charismatischen Apple-Begründer irgendwie, der die Produkte mit dem angeknabberten Apfel zu dem machte, was sie heute sind: Nicht mehr weg zu denkende Begleiter im Alltag, mit dem fantastischen Design und den innovativen Ideen.
Doch mit der autorisierten Biografie ist es dem Autor Walter Isaacson gelungen, die verschiedensten Facetten von Jobs‘ Persönlichkeit sowie seine Ziele und Ängste zu zeigen.

Am meisten fasziniert mich Steve Jobs‘ Gespür für das „große Ganze“:

„Es ist wirklich schwer, Produkte für Zielgruppen zu entwerfen.
Meistens wissen die Leute nicht, was sie wollen, bis man es ihnen zeigt.“ (1998 Business Week)

Steve hatte genau diesen dreh raus – zu wissen was die Konsumenten in naher Zukunft brauchen, ohne Umfragen und Marktforschung zu betreiben. Er hatte eine Vision, er wusste was er definitiv nicht wollte (wie z. B. keine Stifteingabe „mit dem Griffel“ auf einem Tablet). Er hatte ein perfektes Design vor Augen und er ließ bei der Realisierung des Produktes kaum einen Millimeter nach. Klar, er war rechthaberisch, egozentrisch, oftmals mehr als schwierig und kompliziert und er konnte ein wahrer Tyrann sein. Manchmal hatte ich während des lesens die Figur des Rumpelstilzchen im Hinterkopf, als ich mir vorstellte, wie aufbrausend Steve sein kann… Ob er mal mit dem Fuß aufgestampft hat, um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen?

Es gab auch Episoden, als er sterbenskrank war und im Krankenhaus lag – nehmt es mir nicht übel, aber sein Perfektionismuss hat mich zum lachen gebracht – als er sich weigerte die Atemmaske aufzusetzen, weil das Design scheiße war 🙂 Ich hab Tränen gelacht! Denn die Krankheit und das Angesicht des Todes sollte uns nicht unsere Eigenheiten nehmen und es zeugt von wahrer Stärke, wenn man sich treu bleibt und den Humor bewahrt.

Irritierend fand ich die Erkenntnis, wie er Freundschaften pflegte und seine Kinder emotional von sich distanzierte. Aber gegen Ende des Buches wird angedeutet, dass er wohl mit all den Menschen Frieden geschlossen hat, die ihm am Herzen lagen.

Natürlich sind das nicht alle Facetten von Steve Jobs gewesen – die Presse hatte ihn ja meist so hingestellt. Aber dank Walter Isaacson kann jeder jetzt Wort für Wort Steve’s Geschichte, erzählt von den verschiedensten Personen, nachlesen und wird erkennen: Steve Jobs war ein bemerkenswerter Mensch, ein Vorreiter, ein Querdenker und irgendwie auch ein Genie, der sehr emotional sein konnte und Schwächen wie jeder andere auch hatte.
Die autorisierte Biografie ist ein Einblick in das Leben einer der ungewöhnlichsten Menschen seiner Zeit, der trotz seiner Milliarden und der Versuche, so lang wie möglich am Leben und bei Apple aktiv zu bleiben, letztendlich von uns gehen musste.

Ein Steve Jobs Zitat: 
„Der Tod ist jene Bestimmung, die wir alle teilen und der noch nie zuvor jemand entfliehen konnte. Und das ist so wie es auch sein sollte, denn der Tod ist mit großer Wahrscheinlichkeit die beste Erfindung des Lebens.“

Ich hätte gerne noch erlebt, wie er mein Leben weiterhin mit seinen phantastischen Produkten bereichert… Aber ich kann an dieser Stelle sagen, dass mich dieses Buch auch sehr bereichert hat und dass ich es jedem weiter empfehle!

NetGalley-Mitglied
Professioneller Leser
Find us @
Blogverzeichnis - Bloggerei.de

Follow



Neu! News-Anmeldung

Möchten Sie die Neuigkeiten von unserem Blog per eMail erhalten? Dann melden Sie sich bitte an.