Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
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Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Seiten

Krimi

DVD-Rezension zu „Varg Veum“

Varg Veum – Cover mit freundlicher Genehmigung von Edel:Motion

Varg Veum – Cover mit freundlicher Genehmigung von Edel:Motion

Mörderischer Norden – Varg Veum ermittelt wieder

DVD-Informationen

Genre: Krimi/Thriller (Serie)
Studio: Edel:Motion
FSK: ab 16 Jahre
Sprache: Deutsch, Norwegisch
Laufzeit: 527 Minuten
Ton: Dolby Digital 5.1
Format: PAL, 16:9
Umfang: 3 DVDs
Extras: Making-Of
EAN: 4029759096504

Zum Inhalt

Varg Veum – in Deutschland auch bekannt als „der Wolf“ – ist eine norwegische Triller-Serie, welche auf den Romanen von dem Erfolgsautor Gunnar Staalesen basiert.

Für ein sicheres und idyllischeres Leben mit seiner Freundin Karin (gespielt von Lene Nystrøm, die Sängerin der Popband „Aqua“) hat Varg Veum (gespielt von Trond Espen Seim) das riskante Ermittler-Dasein gegen das eines Lehrers eingetauscht. Doch lange kann er sich nicht vor seiner Vergangenheit verstecken… Weiterlesen

Rezension „Verschollen in Mainhattan“ von Andrea Habeney

Verlagsinfo, Klappentext

„Jenny Becker ist glücklich. Endlich sind Staatsanwalt Biederkopf und sie ein Paar. Doch die Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als Biederkopf von einem auf den anderen Tag verschwindet, eine Krankmeldung hinterlässt und eine mysteriöse SMS sendet. Auch sein bester Freund Erich Öhler kann keinen Hinweis auf seinen Verbleib geben. Jenny ist beunruhigt und ermittelt mit ihren Kollegen Sascha und Logo inoffiziell.

Als sie auf Ungereimtheiten in Biederkopfs Vergangenheit stößt und Erich Öhler ermordet wird, wird aus ihrer Unruhe Sorge. Jenny und ihr Team arbeiten unter Hochdruck an dem Fall, der weit in die Vergangenheit reicht und Kreise vom Rockermilieu bis hin zu BKA und Verfassungsschutz zieht. Schließlich gerät Jenny selbst in höchste Gefahr.“

254 Seiten
ISBN 978-3-95602-018-6

Conte

Verschollen in Mainhatten von Andrea Habeney, Cover mit freundlicher Genehmigung von conte

Verschollen in Mainhatten von Andrea Habeney, Cover mit freundlicher Genehmigung von conte

Mein Eindruck

Verschollen in Mainhattan ist bereits der fünfte Fall in dem Jenny Becker und ihr Team sich beweisen müssen. Endlich scheint Jenny Becker auch im Privaten Bereich mal Glück zu haben.  Die Kommissarin und der Staatsanwalt sind endlich ein Paar und geniessen ihre Liebe doch dann verschwindet Michael Biedenkopf von jetzt auf gleich. Abends ist er noch bei Jenny und am nächsten Tag liegt eine Krankmeldung im Präsidium vor. Alle Versuche von Jenny den Staatsanwalt zu erreichen verlaufen ins Leere…Jenny kann sich das alles nicht erklären und weiht irgendwann ihre beiden Kollegen Logo und Sascha ein. Beide versuchen alles mögliche um Jenny aufzumuntern und helfen wo es nur geht. 

Genau in dieser schwierigen Zeit bekommt Jennys Abteilung eine mehr als arbeitswillige Praktikantin. Jenny gelingt es mit einiger Anstrengung die heimlichen „privaten“ Ermittlungen zu Mich’s Verschwinden vor der Praktikantin zu verheimlichen. Aber als dann noch Mich’s bester Freund ermordet wird liegen die Nerven vom ganzen Team blank. Jenny zweifelt an ihrem Urteilsvermögen, welches sie in Liebesdingen ja schon mehrfach getrogen hat, sollte sie sich schon wieder in einem Menschen so getäuscht haben oder was ist mit Micha passiert.

Erneut gelingt es Andrea Habeney ihre Leser mit einer spannenden Geschichte zu unterhalten. In gewohnt lässigen Schreibstil nimmt sie uns mit in ihre Geschichte und führt uns auch diesmal wieder zu dem einen oder anderen Schauplatz den man vielleicht als Frankfurtbesucher schon mal live gesehen hat. Ich finde das ja immer wieder richtig klasse, wenn ich den einen oder anderen Handlungsort schon mal selber gesehen habe.

Man merkt wie sich die Hauptcharaktere im Laufe der 5 Bände immer wieder weiter entwickeln und wie die Autorin ihnen immer mehr Raum und Gewicht verleiht. Das ist etwas was ich sehr schätze, für mich gehört bei einer Serie auch immer die private Entwicklung meiner Helden zu einem gelungenen Buch. Ich möchte einen spannenden Fall gepaart mit einigen privaten Höhepunkten von meinen „Bücherhelden“.

Auch in diesem Band ist es Andrea Habeney gelungen die eine oder andere Wendung in ihrem Roman einzubauen, die mich wirklich überrascht hat. Ich mag diesen Schreibstil wirklich gerne und freue mich schon auf Jenny Becker Nummer 6 😉

Für mich eine wirkliche Krimiempfehlung.

Bewertung: 5 Sterne

 

~BL

Rezension „Commissario Pavarotti küsst im Schlaf“ von Elisabeth Florin

Verlagsinfo, Klappentext

Ein drückend heißer Sommer in Meran. Der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffs wird in einer psychiatrischen Klinik ermordet. Bevor Commissario Pavarotti und die Deutsche Lissie den Täter jagen können, müssen sie dem Opfer auf die Spur kommen, denn der Mann lebte unter falschem Namen. Ein Verwirrspiel um Identitäten beginnt – bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken . . .

400 Seiten

ISBN 978-3-95451-439-7

emons 

Commissario Pavarotti küsst im Schlaf von Elisabeth Florin, Cover mit freundlicher Genehmigung von emons

Commissario Pavarotti küsst im Schlaf von Elisabeth Florin, Cover mit freundlicher Genehmigung von emons

Elisabeth Florin schick Commissario Pavarotti erneut ins Rennen. Er ist einfach kein typischer Kommissar, das darf man hier getrost schon im Vorfeld erwähnen. Hier geht es nicht um den klassischen Krimi in dem die Ermittlerarbeit im Vordergrund steht. Bei Pavarotti ist alles ein wenig anders ;-). Der Autorin ist es gelungen eine sehr charismatische Figur zu erschaffen, die sich aber nicht unbedingt sofort in alle Leserherzen schleichen dürfte, es braucht schon ein wenig.

Dieser Band schliesst eigentlich ziemlich direkt zeitlich nach dem ersten Teil an. In „Commissario Pavarotti trifft keinen Ton“ lernt der Commissario Lissie von Spiegel kennen, die Beiden verbindet einiges und doch ist die Beziehung nicht mal eben einfach. Ich kenne den ersten Teil, aber ich würde sagen, dass man durchaus mit diesem Band einsteigen kann. Selbstverständlich gibt es aber auch hier einige persönliche Entwicklungen die sich im ersten Band ergeben und die dann für mich einen besonderen Reiz ausgemacht haben. Aber wie gesagt, vom Verständnis her ist es nicht unbedingt erforderlich den ersten Teil gelesen zu haben.

In diesem Teil muss sich der Commissario um einen Mann kümmern, der erstochen wurde. Dies geschah in einer psychiatrischen Klinik. Dieser Umstand macht die Ermittlungen nicht eben leicht. Die Mitpatienten sind nicht wirklich zu Auskünften bereit und auch Arzt und Pflegepersonal halten sich ziemlich bedeckt. Als ob das nicht schon genug Probleme für den armen Pavarotti wären, so kommen auch noch private Sorgen um den Ziehsohn hinzu. Es gelingt ihm nicht wirklich dessen Vertrauen zu bekommen und als Pavarotti dann noch ein Tütchen mit einem weißen Pulver bei ihm findet , setzt er alles daran, dass Lissie erneut nach Meran kommt. Auch wenn Lissie seine Methoden nicht gutheißt, macht sie sich dann natürlich doch auf den Weg. Wie soll es anders sein, nicht nur im privaten Bereich ist Lissie mehr als gefordert, auch in den neuen Fall wird sie schnell eingebunden. Und das mit verheerenden Auswirkungen.

Die Autorin gelingt es mehrere Handlungsstränge geschickt und schlüssig miteinander zu verweben, so dass eine spannende und vielschichtige Geschichte entsteht. Ich würde dieses Buch allen Krimifans empfehlen die gerne mal ein wenig aus den eingefahren Wegen ausbrechen möchten. Ich denke der Commissario ist eben etwas speziell und daher ganz sicher kein Einheitsbrei 😉

Der Schreibstil ist auch in diesem Band flüssig und gelungen. Die Sprache schön und ausgewogen 🙂

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Angelesen: eBook-Vorstellung 1 von 3 der @skoobe_de Neuerscheinungen (KW 31/32 2014)

Mensch, was Skoobe diese Woche wieder am Start hat, ist unfassbar. Ich weiß gar nicht, für welche drei Bücher ich mich entscheiden soll – es gibt so Viele, die ich gerne lesen möchte. Meine Vorauswahl von sieben Titeln schrumpfe ich jetzt auf drei – was mir echt schwer fällt… Heute starte ich mit dem ersten Skoobe-Buchtipp, welchen ich euch kurz vorstellen möchte:

Erste Buchvorstellung der Skoobe-Neuerscheinungen vom 31.07.2014

Regionalkrimi: „Kalt geht der Wind“ von Oliver Welter und Michael Gantenberg

Fischer E-Books 2013, ca. 308 Buchseiten

eBook ausleihen bei: Skoobe

Taschenbuch bei: S. Fischer Verlag

Buchbeschreibung von Skoobe zu „Kalt geht der Wind“ – Inka Luhmann ermittelt im Sauerland

Kalt geht der Wind von Welter/Gantenberg - Cover mit freundlicher Genehmigung von Skoobe

Kalt geht der Wind von Welter/Gantenberg – Cover mit freundlicher Genehmigung von Skoobe

„Mord mit Stichmuster: Kommissarin Inka Luhmanns erster Fall im Sauerland, der vielleicht uneitelsten Region Deutschlands. Schock im Sauerland: im Garten des örtlichen Schützenkönigs liegt eine Leiche – Augen, Ohren und Mund sind mit groben Stichen zugenäht. Neu-Kommissarin Inka Luhmann hat es nicht leicht bei nervösen Hotelbesitzern und misstrauischen Schützenbrüdern, denn nicht sie, sondern ihr Mann stammt aus der Gegend. Selbst Polizist, macht er im Rollentausch auf Elternzeit, schmeißt den Haushalt und berät Inka gern inoffiziell bei ihren Ermittlungen. Als eine weitere Leiche auftaucht, ebenso vernäht wie die erste, fragt sich Inka: Was bedeutet das? Und wie kann sie die Morde stoppen, bevor es noch ein Opfer gibt?“

I_love_books thinks...

I_love_books thinks…

Angelesen – mein erster Leseeindruck zu „Kalt geht der Wind“

Man sollte nie illegal Fischen gehen, denn man weiß nie, was man bei dem Beutezug am Haken hat… So ergeht es zwei Wildräubern, die statt einem fetten Waller eine Frauenleiche aus dem Hennesee angeln. Als ob diese Tatsache nicht schon schlimm genug ist, wurden dem Opfer Mund, Augen und Ohren fein säuberlich zugenäht. Inka Luhmann – Kriminaloberkommissarin aus Dortmund und der Liebe wegen ins Sauerland gezogen – ermittelt jetzt als Dezernatsleiterin, Abteilung Kapitalverbrechen, der Kriminalpolizei Brilon in dem Mordfall.

Mein erstes Fazit
Die Leseprobe hat mich zum Lachen gebracht. Krimi und Lachen? Unbedingt! Denn das Eine schließt das Andere nicht aus. Inka ist herzerfrischend direkt und pragmatisch. Sie managed finanziell gesehen das Familienleben, während ihr Ehemann Henne sich für das Elternjahr entschieden hat.
Im ersten Kapitel haben mich die Autoren voll gepackt, mit ihrer Art von Situationskomik und den liebevollen Macken der Prodagonistin – jetzt muss ich einfach weiter lesen. Ich sag nur so viel: Es geht um die Szene mit Inka, ihrem nagelneuen Auto und dem zotteligen Familienhund namens „Böse“ – herrlich komisch!

Ich wünsche euch pures Lesevergnügen!
~Ilb

Rezension „Rücksichtslos“ von Kristen Slottke

Verlagsinfo, Klappentext

„Eine Tote treibt im kalten Main bei Frankfurt. Nackt und an einem Baumstamm festgebunden. Rücksichtslos entsorgt, nachdem sie ein Baby zu Welt gebracht hat. Von dem Neugeborenen fehlt jedoch jede Spur.
Kommissarin Katharina Bergen findet rasch Ähnlichkeiten zu einer anderen, grausamen Tat. Als ein weiterer Mord geschieht wird ihr bewusst, dass ihnen die Zeit davon läuft. Ohne es zu bemerken, kommt sie dem skrupellosen Täter mit jedem Tag etwas näher, dem dies allerdings keineswegs verborgen bleibt …“

ISBN: 978-3-864432-74-3

Sieben Verlag

 

Rücksichtslos von Kirsten Slottke, Cover mit freundlicher Genehmigung von Sieben Verlag

Rücksichtslos von Kirsten Slottke, Cover mit freundlicher Genehmigung von Sieben Verlag

 

Mein Lesegefühl

Kirsten Slottke hat mit „Rücksichtslos“   Katharina und Thomas nun zum zweiten mal ins Rennen geschickt.

Der Schreibstil ist angenehm und eigentlich fällt man sofort in die Geschichte, man kann einfach nicht mit dem Lesen aufhören.

Um Frankfurt herum werden tote Frauen gefunden, die vor kurzem entbunden haben, allerdings fehlen von den Baby s jede Spur. Dieser Ansatz für einen Krimi ist in meinen Augen schon sehr speziell. Ich muss gestehen, dass mir mehr als eine Gänsehaut den Rücken runter gelaufen ist. Ich habe ja schon den einen oder anderen Handlungsort wiedererkannt. So hier und da treibe ich mich mal in Frankfurt rum, und das nicht immer nur auf dem Messegelände 🙂

Was uns Kirsten Slottke hier bietet ist für mich schon fast Thriller. Ich denke die Spannung wurde von der ersten Seite bis zum Schluss auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Was mir hier ganz besonders gut gefallen hat ist Folgendes. Man ist als Leser bis zum Schluss im unklaren. Ich habe hin und her gegrübelt und bin doch am Ende überrascht gewesen. Das liebe ich an einem guten Krimi.

Auch im Privatleben von Katharina und Philipp geht es munter zu, beide haben vor in diesem Jahr zu heiraten und auch für Philipp ändert sich einiges. Ich mag es immer sehr gerne, wenn ich bei einem Krimi auch das eine oder andere aus dem privaten Umfeld der Ermittler zu lesen bekomme. Es bringt mir die Titelhelden etwas näher und ich fiebere einfach viel mehr mit.

Man merkt sehr deutlich, dass Katharina und Thomas ein gutes Ermittlerteam sind. Beide ergänzen sich sehr gut und so bekommt der Leser auch immer wieder einen ganz neuen Blick auf das Verbrechen geliefert.

Gab es bei „Mörderische Pläne“ dem ersten Fall für Katharina und Thomas noch die eine oder andere Leserstimme, die an manchen Stellen eine zu „große Ausführlichkeit“ bemängelten, hat die Autorin ihr Handwerk in diesem Band deutlich verbessert.

Mich hat dieser Krimi überzeugt. Er hat alles was ein guter Krimi meiner Meinung nach braucht. Schön ausgearbeitete Protagonisten, einen spannenden Fall und vieles mehr…

Ich möchte fünf Sterne vergeben

 

Bewertung: 5 Sterne

 

~BL

 

Rezension „Und die Schuld trägt deinen Namen“ von Jörg Böhm

Und die Schuld trägt deinen Namen von Jörg Böhm - Cover mit freundlicher Genehmigung vom G. Braun Buchverlag

Und die Schuld trägt deinen Namen von Jörg Böhm – Cover mit freundlicher Genehmigung vom G. Braun Buchverlag

Autor: Jörg Böhm
Verlag:  G. Braun Buchverlag
ISBN:  978-3765088056

Klappentext

„Mysteriöse Mordfälle suchen ein idyllisches Dorf in der Pfalz heim, ein weiterer spannender Falls für Hauptkommissarin Emma Hansen.

Das kleine Dorf Burrweiler steht Kopf, als in einem feierlichen Festakt der neue Anbau des einzigen Mutter-Kind-Heims der Pfalz eröffnet wird. Doch die Freude währt nicht lange: Der hochdekorierte Winzer Alois Straubenhardt wird tot in seinem Weinberg gefunden – von dem eigenen Traktor überfahren. Ein tragischer Unfall? Als weitere mysteriöse Mordfälle das Dorf erschüttern, gerät Hauptkommissarin Emma Hansen immer stärker unter Druck, den Mörder zu finden, und verstrickt sich tief in einem Dickicht aus Lüge, Missgunst und Verrat. Viel zu spät erkennt sie, dass eine lang verdrängte Schuld endlich gesühnt werden will …“

Mein Leseeindruck

Im zweiten Fall der Ermittlerin Emma Hansen führt uns der Autor in ein kleines Dorf mit vielen Geheimnissen.

Menschen kommen zu Tode, augenscheinlich durch Unfall oder Selbstmord. Aber dann schält sich ein Gedanke heraus, dass es womöglich ein Rachefeldzug ist. Bloss von wem?

Jeder der Dorfbewohner hat Geheimnisse, die weit zurückreichen und das erschwert Emma und ihrem neuen Kollegen Matthias die Arbeit. Und je tiefer sie graben, umso furchtbarer werden sie: Kindesmissbrauch, Selbstmorde, demente Menschen, Fremdenhass, traumatisierte Mütter – alles trifft sich hier.

Im Vordergrund geht es um einen Weinberg, auf den viele ein Recht in Anspruch nehmen. Doch der Besitzer stirbt und auch sein Tod wirft Fragen auf. Belastet mit ihren eigenen Dämonen der Vergangenheit, müssen sich die beiden Ermittler voll auf dieses Geflecht aus Intrigen und Hass konzentrieren.

Mein Fazit

Bei der Fülle der Handlungsstränge ist es Jörg Böhm gelungen, eine griffige, spannende Geschichte zu schreiben, bei der man schnell mittendrin im Geschehen ist. Für weitere Fälle gibt es noch genügend Geschichten, die der Autor uns erzählen kann.

Meine Bewertung – 5 von 5 Sterne

Bewertung: 5 Sterne

~B

Rezension „Schattenmächte“ von Jörg S. Gustmann

Schattenmächte von Jörg S. Gustmann - Cover mit freundlicher Genehmigung vom Gmeiner Verlag

Schattenmächte von Jörg S. Gustmann – Cover mit freundlicher Genehmigung vom Gmeiner Verlag

Autor: Jörg S. Gustmann
Verlag: Gmeiner Verlag
ISBN: 978-3-8392-1425-1

Klappentext

„Total Control Der Sohn des Polizeipräsidenten wird tot in der Hamburger Außenalster gefunden. Er hatte die Aufgabe, die Einführung eines Überwachungschips voranzubringen, der allen EU-Bürgern implantiert werden soll. Dann wird die Stadt durch ein Bombenattentat erschüttert, bei dem der Verteidigungsminister ums Leben kommt. Kommissar Pohlmann ermittelt und kämpft dabei gegen eine Schattenmacht.“

Mein Leseeindruck

Mich hat dieses Buch lange beschäftigt. Immer wieder musste ich darüber nachdenken, was es heißt, unter totaler Kontrolle zu stehen. Es geht um die Einführung eines Chipsystems für Menschen. Alle relevanten Daten sollen darauf gespeichert sein. so dass niemand mehr mit diversen Karten durch die Gegend laufen muss. Vordergründig eine gute Idee. Beim näheren Hinsehen stellt man aber fest, dass diese Neuheit ihre Schattenseiten hat. Denn durch diesen Chip ist es möglich, jeden Menschen jederzeit zu orten und auch zu steuern. Dies alles findet der ermittelnde Kommissar Pohlmann im Laufe der Ermittlungen in einem Mordfall heraus. Immer tiefer steigt er in die Materie und beginnt langsam das Ausmass dieses Desasters zu erahnen. Speziell die „Bilderberger“, eine Gruppe aus Politikern, Wirtschaftsbossen und Managern haben ein grosses Interesse an der Verbreitung dieses Chips. Und gegen so eine Macht anzutreten erfordert enorm viel Mut. Pohlmann verzweifelt beinahe daran ,geht es doch um Leben und Tod.
Mein Fazit

Zum einen schreibt Jörg Gustmann eine gut gestrickte, spannende Geschichte. Zum anderen lässt er viel Wahrheit und Realität einfliessen. Und da kommen wir zu meinem persönlichen Schockmoment. Denn die Gruppe der „Bilderberger“ gibt es wirklich. Sie haben die Politik, den Staat gut im Griff. Wichtige Entscheidungen treffen sie und niemand anders. Ich war so naiv zu glauben, dass es so etwas nicht geben kann. Jörg Gustmann hat mich vom Gegenteil überzeugt.

Dieser Ausnahmeautor gefällt mir immer besser. Bereits das Vorgängerbuch „Rassenwahn“ hat die Geschichte der Lebensbornkinder vom Dritten Reich bis heute sehr gut beschreiben können. Auch dies eingebettet in eine gut gebaute Kriminalgeschichte.

Dem Himmel sei Dank schreibt er bereits an dem nächsten Buch,denn nicht nur ich warte bereits ganz ungeduldig.

~B

Rezension „Gestörte Verhältnisse“ von Sophie Sumburane

Auch der fhl Verlag war mir vor der Frankfurter Buchmesse 2013 kein Begriff, gut dass sich das geändert hat.

Verlagsinfo, Klappentext

„Eine Vergewaltigung, bei der das Opfer überlebt hat, scheint Janine Anders von der Leipziger Kriminalpolizei vor eine Routineermittlung zu stellen. Doch als die junge Frau noch in derselben Nacht spurlos aus dem Krankenhaus verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse. Eine zweite Frau wird brutal ermordet aufgefunden. Alles deutet auf einen Serientäter hin, der keine Verbindung zwischen seinen Opfern erkennen lässt. Eine ominöse HIV-Stiftung und der Anruf einer jungen Frau aus Mosambik legen eine erste Spur. Sie führt in einen Abgrund der menschlichen Psyche, in einer Stadt wo Drogen, Macht und Prostitution die Kehrseite darstellen.
›Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.‹“

ISBN: 978-3-942829-36-6

fhl Verlag Leipzig

Gestörte Verhältnisse von Sophie Sumburane, Cover mit freundlicher Genehmigung von fhl Leipzig

Gestörte Verhältnisse von Sophie Sumburane, Cover mit freundlicher Genehmigung von fhl Leipzig

Mein Eindruck

Als ich so durch die Gänge der Frankfurter Buchmesse 2013  geschlendert bin, viel mir dieses Titelbild ins Auge. Der Titel kann ja im ersten Moment auf dinge Genre hindeuten…Auf dem Bild sieht man im Vordergrund einen Strauch oder Busch mit Blüten und verschwommen im Hintergrund kann man ein Wohnblock erahnen. Der Untertitel sagt dann das hier Janine anders ermittelt.  Ein Krimi !!! Das ist was für mich, also einfach mal genau betrachten…

Die Autorin greift in ihrem Krimi viele verschiedene Problematiken in der Rahmenhandlung auf. Wir haben es hier nicht mit einer klassischen Mordgeschichte zu tun. Hier steht am Anfang eine vergewaltigte Frau, die später aus dem Krankenhaus verschwindet. Hier setzen die Ermittlungen von Janine anders an. Im Laufe des Falles beleuchtet die Autorin sehr viele menschliche Abgründe. Für meinen Geschmack vielleicht einige zu viel. Die Anhäufung der verschiedenen Problematiken erscheint mir etwas zu massiv, so das der eigentliche Fall an einigen Stellen deutlich in den Hintergrund tritt. Wir haben hier auf der einen Seite die privaten Probleme der Ermittlerin. Janine Anders hat leider nicht immer so viel Zeit für ihren Sohn und ihren Mann, wie es in anderen Berufen vielleicht leichter möglich ist. Dann hören wir angedeutet etwas über Borderline, über Menschen die sich selbst durch Hautaufritzen verletzen, es wird das Münchhausensyndrom angeschnitten, HIV spielt eine große Rolle. Alles in sich genommen wichtige und erlaubte Themen die mir eine gute Rahmenhandlung für einen Krimi versprechen, aber hier war es eben einfach etwas zu „üppig“ für meinen Geschmack.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Die Protagonisten wurden ausreichend beleuchtet und erscheinen sehr menschlich. Die Art und Weise wie die Ermittlungen geführt werden erschien mir nicht ganz so stimmig. Ich denke das da im wahren Leben doch ein wenig mehr, und vor allem anderes passiert.

Da ich bereits einige male in Leipzig war, konnte ich mich aufgrund der guten Ortsbeschreibungen sehr gut zurechtfinden. Das ist ein Aspekt den ich immer sehr gerne mag.

Der erste Fall von Janine Anders konnte mich jetzt nicht ganz vom Stuhl hauen, aber ich würde wirklich gerne einen zweiten Fall lesen. Ich bin sehr gespannt wie sich diese Figur weiterentwickelt und welche Themen Sophie Sumburane bei ihrem nächsten Krimi unterbringen wird.

Vier Sterne, wenn auch nur ganz knapp, aber ich denke ausbaufähig…

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension „Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein“ von Michael E. Vieten

Verlagsinfo, Klappentext

„Anselm Jünger lebt zurückgezogen. Er ist freundlich, unscheinbar und still. Der chronische Asthmatiker führt ein unauffälliges Leben. Von Kollegen und Nachbarn gleichsam geschätzt. Er sitzt gerne alleine in der Kirche, ist höflich, überaus höflich und zurückhaltend. Wer ihn bemerkt, empfindet so etwas wie Sympathie für ihn. Doch tief in ihm lauert eine tödliche Gefahr. Seine überaus niedrige Reizschwelle kombiniert mit der unterentwickelten Fähigkeit zur Konfliktbewältigung. Anselm Jünger ist ein psychopathischer Mörder. Intelligent, pragmatisch, eiskalt. Wer ihn kränkt, unhöflich oder unaufmerksam ist oder ihn zurückweist oder einfach nur sein grundsätzliches Missfallen auslöst, schwebt in größter Gefahr. Allein die Prostituierte Anna Nowak hat Zugang zu diesem überaus verschlossenen Menschen und gefährlichen Psychopathen. Auf dem Schreibtisch der Mordkommission Trier liegen die Akten von vier Fällen. Die einzige Gemeinsamkeit ist, alle Opfer starben durch Ersticken, und es lässt sich weder ein Motiv noch ein Verdächtiger ermitteln. Der aus gesundheitlichen Gründen beurlaubte, aber überaus erfolgreiche Ermittler Hauptkommissar Krieger wird gebeten, sich die vier Fälle anzusehen und neue Ermittlungsansätze zu erarbeiten. Der übergewichtige Krieger soll seinem sportlichen aber wenig geschätzten Kollegen Rottmann zuarbeiten. Während Horst Krieger die Ratschläge der Polizeipsychologin und die Anweisungen seiner Ärztin ignoriert, frisst und säuft er sich dem Herztod entgegen. Doch er ist und bleibt ein brillanter Ermittler. Ein Denker. Dreißig Jahre Erfahrung im Polizeidienst arbeiten gegen den Serienmörder Anselm Jünger. Dann stehen sie sich gegenüber und wissen, nur einer von beiden wird sich danach irgendwo einen Kaffee bestellen.“

 

Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein von Micheal E. Vieten

Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein von Micheal E. Vieten

Meine Meinung

Michael E. Vieten ordnet dieses Buch als Roman ein…Ich denke man darf und kann aber auch sehr gut Krimi dazu sagen:-)

Als ich im Klappentext die Stadt Trier gefunden habe, war mein Interesse am Buch geweckt. Ich selber war bereits einige male in Trier und ich mag diese schöne alte Stadt. Leider habe ich im Buch dann doch wenig über das Städtchen gefunden. Die Geschichte könnte quasi auch woanders angesiedelt gewesen sein. Ich hätte mich über einen „kleinen Stadtführer“ im Buch gefreut, aber es geht hier ja um die Geschichte und nicht um die Stadt 😉

Der Autor schreibt sehr flüssig und so war ich relativ zügig mitten in der Story. Wir lernen Anselm Jünger kennen. Er scheint auf den ersten Blick der freundliche Nachbar von nebenan zu sein. Asthmakrank und sehr zuvorkommend zu seinen Mitmenschen. Das ist auch für seinen Beruf als Kellner sehr förderlich. Und doch stellt sich relativ schnell heraus das sich hinter  Anselm doch einiges mehr verbirgt. Los geht es damit, dass er die Katze der Nachbarin ertränkt, da er sich durch diese massiv gestört fühlt. Hoppla, denkt man da als Leser …mal sehen wer unserem Anselm da noch so in die Quere kommt…

Im weiteren Verlauf gibt es dann wirklich noch die eine oder andere Leiche. Jeder der Anselm in die Quere kommt muss sein Leben lassen.

Das Buch ist eigentlich aus zwei verschiedenen Sichten geschrieben. Wir haben auf der einen Seite die Erzählungen aus Anselms Sicht und der zweite Bereich ist dann aus Sicht des Ermittlers. Diesen Ansatz finde ich recht gelungen.

Leider konnte mich das Buch dennoch nicht restlos begeistern. Die Protagonisten waren eigentlich recht gut beschreiben, aber ich habe für mich leider so gar keinen Sympathieträger finden können und das macht es für mich ein wenig problematisch. Ich hatte einfach sehr oft das Gefühl, dass sich hier kaum positives findet.

Das Ende war dennoch überraschend und so konnte die Geschichte unterhalten.

Wenn auch knapp, 4 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

~BL

 

 

 

 

~BL

Rezension „Verdächtige und andere Katastrophen“ von Susanne Ulrike Maria Albrecht

Verlagsinfo, Klappentext

„Wer oder was ist…? Das ist die Frage.

Die klare Antwort lautet: Verdächtige und andere Katastrophen!

Fragen über Fragen.

Wer hat die Klavierlehrerin Rosamunde Stichnote ermordet?

Wie kann ein Kommissar mit klarem Verstand einen  derart verworrenen Fall lösen?

Was kann dessen neurotischer Assistent tun, um nicht noch tiefer in die Spirale des Wahnsinns zu geraten?

Begleiten sie Hauptkommissar Gregor Brandolf und seinen Gehilfen Paul Maurus durch die Abgründe der menschlichen Seele.“

ISBN: 9783944343549

Verlag 3.0

Verdächtige und andere Katastrophen

Mein Eindruck

Als erstes möchte ich hier gerne mal das Cover erwähnen. Es sticht für meinen Geschmack mal ganz deutlich aus dem „Einheitsbrei“ heraus.

Wer gerne mal eine Krimi liest der nicht an witzigen und lustigen Elementen spart ist hier mal ganz richtig.

Die Hauptprotagonisten nehmen sich selber schon  viel zu ernst mit all ihren Marotten…so entsteht schon beim Kennenlernen der beiden das erste Grinsen auf dem Gesicht. Dann geht es mal ganz klassisch weiter, wir haben eine Tote, die Klavierlehrerin Rosamunde Stichnote wurde ermordet…Nun ist unser Hauptkommissar in seinem Element. Gleich beim ersten Verdächtigen möchte er gerne ein Geständnis hören. Doch dies bekommt er leider nicht, aber gut…es gibt ja doch noch den einen oder anderen der es gewesen sein könnte…munter geht es mit den Vernehmungen und Verdächtigungen weiter.

Ich denke dieses Buch sticht ebenso wie das Titelbild mal aus der breiten Masse hervor, es ist eben kein ganz normaler Krimi der den Leser hier erwartet. Wer lieber den klassischen Krimi bevorzugt, der ist vielleicht nicht ganz richtig hier und doch würde ich auch diesen Krimilesern dieses Buch gerne an die Hand geben. Es ist einfach erfrischend auch mal über den „normalen“ Krimi hinaus zu lesen 😉

Gute 4 Sterne für den lustigen Krimi

Bewertung: 4 Sterne

~BL

 

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