Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Seiten

Knaur

Rezension „Unser Chemo-Baby“ von Andy Cools gelesen über @skoobe_de

Verlagsinfo, Klappentext

„Lesley und ihr Mann Andy wünschen sich sehnlichst ein Kind. Und so ist die Freude groß, als sie endlich schwanger wird. Doch dann wird bei ihr eine besonders aggressive Form von Brustkrebs diagnostiziert. Das Paar steht vor einem Gewissenskonflikt. Sollen sie sich ganz auf Lesleys Genesung konzentrieren und das Kind aufgeben oder sich für den ungeborenen Nachwuchs entscheiden und damit das Leben der Mutter noch weiter gefährden? Denn sich schwanger einer Chemotherapie unterziehen – das scheint ausgeschlossen. Lesley und Andy legen ihr Schicksal in die Hände von Ärzten, die sich für Mutter UND Kind entscheiden; ein Novum in der Medizin. Und so beginnt ein dramatischer Kampf um das Leben zweier Menschen.“

200 Seiten

ISBN: 978-3-426-65557-3

Knaur

Unser Chemo-Baby von Andy Cools, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Unser Chemo-Baby von Andy Cools, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Im ersten Moment war ich mir nicht sicher, ob ich dieses Buch lesen möchte. Ich habe mir einen traurigen Bericht von einer kleinen Familie vorgestellt, die von einer schlimmen Krankheit heimgesucht wird. Im Nachhinein bin ich eines besseren belehrt worden und kann dieses Buch wirklich nur wärmstens empfehlen.

Dies ist ein Buch der Hoffnung.

Any Cools schildert seine Geschichte mit eindringlichen Worten und doch wirkt seine Erzählung nicht nur traurig.

Als ob eine Krebserkrankung nicht schon ein großer Einschnitt in das Leben wäre, so müssen sich Lesley und Andy nun auch noch Sorgen um das Leben ihres ungeborenen Kindes machen. Andy ist hin und her gerissen zwischen der Sorge um seine Liebsten und der Anstrengung für Lesley der starke Perner zu sein. Er will und muss Lesley unterstützen und ihr die nötige Kraft geben. Dadurch versucht er seine eigenen Ängste nur mit sich selber auszumachen. Das dies nicht wirklich leicht ist, ist wahrscheinlich mehr als verständlich. Beide Partner gehen sehr unterschiedlich mit dieser Lebenssituation um. Während Lesley sich sehr in sich selbst zurückzieht möchte Andy an die Öffentlichkeit gehen.

Da Chemotherapie während einer Schwangerschaft nicht kaum erfasst wurde möchte Andy gerne mit einer Journalistin den gemeinsamen Weg für die Öffentlichkeit sichtbar machen. Nach einigen Überlegungen kann Lesley dieser Idee zustimmen.

Andy beschreibt sehr anschaulich die Zeit der Operation und der danach folgenden Chemotherapie. Auch einige Details der Therapie werden verständlich und gut mit eingebunden.

Herzergreifend sind die Momente und denen via Ultraschall die Gesundheit des Babys geprüft wurde. Da hat man beim Lesen schon ein wenig die Tränen in die Augen bekommen. Immer wieder beschreibt Andy seine Gefühle während der Untersuchungen und die Erleichterung für Lesley und ihn, wenn die Ärzte sich positiv zum verlauf der Therapie äusseren. Auch die Geburt ist ein Thema in diesem Buch.

Das Nachwort zu diesem Buch kommt dann von Lesley selber. Die Geburt ist bereits drei Jahre her und Mannix ist gesund und munter. Am Ende des Buches sind dann noch einige Bilder von der Familie zu sehen.

Leider scheint es so auszusehen, als ob es in Zukunft deutlich mehr Krebserkrankungen geben wird, und damit ziemlich sicher auch vermehrt schwangere Erkrankte. Daher denke ich, das es wichtig ist dieses Thema auch in der Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu holen.

Ein sehr berührendes Buch.

 

~BL

Rezension „Devil’s River“ von Thomas Thiemeyer

Verlagsinfo, Klappentext

„Es bedarf eines Ungeheuers, um ein Ungeheuer zu töten…
Kanada 1878. River, eine junge Frau vom Stamm der Ojibwe, muss miterleben, wie ihr Dorf von etwas heimgesucht wird, das kein Mensch sein kann. Die Hütten von einer gewaltigen Kraft zerstört, Männer und Frauen grausam ermordet, scheint eine uralte Legende zum Leben erwacht zu sein. River schwört Rache – und verbündet sich mit einem gesuchten Mörder.
England 2015. Durch den Tod ihrer Großmutter aufgerüttelt, begibt sich die Studentin Eve auf die Spur eines Familiengeheimnisses, das in der kanadischen Wildnis wurzelt …“

512 Seiten

ISBN:SBN: 978-3-426-51715-4

Knaur

Devil's River von Thomas Thiemeyer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Devil’s River von Thomas Thiemeyer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Ich habe mich seit langem mal wieder bei einer Leserunde angemeldet. Dies hatte für mich mehrere Gründe 😉 Zum einen mag ich die Seite  http://www.katzemitbuch-forum.de super gerne und stöbere da immer mal wieder, zum anderen habe ich bereits einige Bücher von Thomas Thiemeyer gelesen und sie haben mir immer gefallen. Das Sahnehäubchen war dann allerdings das der Autor diese Leserunde begleitet hat und uns Lesern immer für Fragen zur Verfügung stand. Solch ein direkter Austausch mit dem Autor bitte dann noch mal ein ganz anderes, viel intensiveres Lesevergnügen möchte ich meinen.

Wie gesagt habe ich bereits verschiedene Titel aus der Feder von Thomas Thiemeyer gelesen. Ich liebe die Serie Chroniken der Weltensucher aber auch die verschiedenen Thriller wie Magma, Nebra, Vallhalla finden sich in meinen Bücherregalen.

 

Der Einstieg beginnt in der Gegenwart. Eve s Großmutter Lizzy ist verstorben, während der Testamentseröffnung stellt sich heraus das Eve Lizzy s Haus erbt. In einem letzen Brief von Lizzy bekommt sie deren Botschaft überbracht. Mit ihrer besten Freundin Rita fährt sie und das Haus und stöbert ein wenig durch die Schätze von Lizzy. Auf dem Dachboden finden sie dann eine alte Truhe und auf Lizzy s letzen Wunsch hin fängt Eve an in einem alten Buch zu smökern…

Die ersten Seiten liest Eve zusammen mit Rita. Beide werden durch das Büchlein in das Jahr 1878 gezogen. Irgendwie scheint das Buch mit Eve s Vergangenheit zusammen zu hängen, aber die Verbindung ist nicht sofort ersichtlich. Als Rita sich dann von Eve verabschiedet kann Eve die Finger nicht vom Buch lassen. Immer tiefer dringt  sie in das Leben von Blake und River ein.

Anfänglich halten sich beide Erzählstränge noch die Wage. Gegenwart und Vergangenheit scheinen gleichmässig miteinander verwoben. Später tritt Eve und ihre Familie doch in den Hintergrund und das Jahr 1878 nimmt größeren Raum ein. Aber genau so liest es sich auch „richtig“, denn für mich war die Zeit mit River die interessantere. Am meisten hat mich erschreckt, das ich im Laufe des Buches gewisse Sympathien für einen offensichtlichen Mörder entwickelte…Aber durch die Leserunde konnte ich feststellen, das ich da nicht die Einzigste war 😉

Für mich ist das Buch wie eine Geschichte in einer Geschichte. In meinen Augen gelingt es Thomas Thiemeyer beide Stränge stimmig miteinander zu verbinden. Der Teil der im Jahre 1878 spielt liest sich wie ein Western, gekonnt bindet der Autor historische Ereignisse , wie zum Beispiel den Krieg in den Südstaaten mit in die Handlung ein. Auch das Leben der Ojibwe ist gut recherchiert, Thomas Thiemeyer hat uns in der Leserunde einiges zur Recherche erzählt. 

Die verschiedenen Protagonisten sind gut ausgebaut, besonders die Charaktere die im Jahr 1878 eine Rolle spielen. Hier hat Thomas Thiemeyer sein ganzes Können gezeigt. Er beschreibt besonders River und Blake so eindringlich und genau, das man als Leser glaubt man wäre den Beiden schon einmal begegnet. Eve und ihre Familie hätte vielleicht noch etwas plastischer dargestellt werden können, aber für mich war der Handlungsstrang von River der wichtigere Bereich.

Zum Ende hin gelingt es dem Autor beide Handlungsstränge gekonnt mit einander zu verbinden.

Dieses Buch scheint mir kein typischer Thriller zu sein. Zum einen dominieren hier doch der Western ein wenig, zum anderen haben wir auch den Hauch  Mystery. Mir gefällt diese ungewöhnliche Mischung sehr gut, wirklich sehr vielschichtig!

Das Buch hat noch eine Weile in mir nachgehallt und ich denke dieses Buch bietet einiges für die Leser 😉 Hier kommen Westernfans auf ihre Kosten, wer eine Liebesgeschichte sucht wird fündig und wer es gerne mysteriös hat wird auch zufrieden sein. Quasi ein Buch welches viele Geschmäcker vereint und verbindet 😉

 Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension „Himmelrot“ von Heiner Meemken

Verlagsinfo, Klappentext

„Klaus Wiesenbach steht am Scheideweg seines Lebens. Genau zu dieser Zeit erreicht ihn eine E-Mail seines alten Freundes Rüdiger, der nicht mehr lange zu leben hat. Er bittet Klaus, für ihn eine Abschiedsfeier mit den ehemaligen Freunden aus der Studentenzeit zu organisieren, die mittlerweile in alle Himmelsrichtungen verstreut leben. Klaus macht sich auf eine Suche, die Rüdigers letzten Wunsch erfüllen soll – dabei erlangt auch Klaus unerwartet Klarheit und gibt seinem Leben eine neue Richtung.“

ISBN: 978-3-426-51437-5

Knaur

 

Himmelrot von Heiner Meemken, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Himmelrot von Heiner Meemken, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Dieses Buch fällt eigentlich so ganz aus meinem gewohnten Beuteschema raus, aber irgendwas am Titelbild hat mich innehalten lassen. Man könnte fast sagen das Buch hat mich ausgesucht. Und was soll ich sagen, ich bin froh darüber 🙂

Im ersten Moment hört sich der Klappentext ja schon sehr traurig und rührig an und das ist sonst so gar nicht mein Lesegeschmack, aber ich muss einfach mal sagen, dass in dieser Geschichte so viel mehr drin steckt. Wir begleiten Klaus auf seinem Weg in die Vergangenheit, aber auch auf dem Weg zu sich selbst.

Rüdigers E-Mail hat Klaus erreicht, als er selber mit seinem Leben nicht mehr so ganz klar kommt, und genau in diesem Moment bittet ihn der Todkranke Freund aus der Studentenzeit um Hilfe.  Damals, da ging es ihnen allen gut, sie waren eine lustige Truppe und nun möchte Rüdiger sie alle bei seiner Trauerfeier haben. Er bittet Klaus alle damaligen Freunde persönlich über Rüdigers Schicksal zu informieren und Klaus möchte ihm den Gefallen gerne tun. So begibt sich der trockene Alkoholiker auf die Suche nach den ehemaligen Freunden quer durch das ganze Land.

Mit ruhigen Worten bringt uns der Autor das Leben von Klaus näher, Rüdiger lernen wir als Leser erst einmal nur über seine regelmäßigen E-Mails kennen. Ich finde das eine gelungene Art und Weise, die sich hier schön in die Geschichte einfügt. Teilweise bekommt man während des Lesens der E-Mails eine leicht melancholische Stimmung und doch gelingt es Heiner Memmken auch immer wieder Kraft und Stärke heraufzubeschwören. Man wünscht sich einfach dass es für Rüdiger doch noch eine Rettung geben kann…

Der Autor schickt Klaus auf seiner Reise von einem Freund zum nächsten. Nicht immer ist das Wiedertreffen nur von schönen Gefühlen begleitet. Nicht jedes Treffen bringt angenehme Erinnerungen zu Tage, ich glaube hier und da hätte sich unser Klaus lieber gedrückt und doch ist es immer wieder spannend zu verfolgen, wie die ehemaligen Freunde sich im Laufe der Zeit verändert haben.

Emotional aufwühlend und doch immer in leisen Tönen wird die Geschichte vorangetrieben. Als Klaus dann über Annemarie stolpert und sie sich einfach seiner Reise an schließt, scheint es auch für Klaus ein Stück weit bergauf zu gehen. Gemeinsam mit der quirligen Schauspieleranwärterin stellt erst ich der Vergangenheit. Auch Annemarie gelingt es mit Klaus ihre eigenen Schatten zu besiegen.

Werden alle Freunde zum rechten Zeitpunkt versammelt sein?

Das Buch wartet mit einem lockeren, offenen Ende auf. Auch das ist eigentlich nicht so ganz mein Geschmack. Ich liebe eher den klaren Abschluss, aber in diesem Fall ist es so genau richtig. Das Buch hallt lange nach.

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Rettungsringe“ von Jan Schröter

Verlagsinfo, Klappentext

“ Paul Cullmann ist jegliches Gefühl für die eigene Befindlichkeit abhanden gekommen. 20 Kilo Übergewicht. Ehe und Geschäft kaputt. Er fühlt sich als Treibgut im Strom des Lebens. Wo ist er bloß geblieben, der große Plan?
Auf der Abifeier seines Sohnes beschließt er mit ein paar ehemaligen Klassenkameraden, die missglückte Abschlussfahrt – eine Kanutour auf der Weser – nachzuholen. Drei Frauen, drei Männer, drei Kanus. Eine Fahrt voller Unwägbarkeiten, Turbulenzen und persönlicher Erkenntnisse nimmt ihren Lauf“

320 Seiten

ISBN:  978-3-426-51487-0

Knaur

Rettungsringe von Jan Schröter, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Rettungsringe von Jan Schröter, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

 

Leselust

Sommer, Sonne gute Laune 😉  das sind die Schlagworte die mir zu diesem Roman von Jan Schröter so spontan in den Sinn kommen 😉

Nicht das es für die Protagonisten in diesem Roman immer sonnig und lustig daher gegangen wäre…Da kommt schon das eine oder andere Schicksal auf den Leser zu 😉

Vor 30 Jahren waren sie in einer Klasse, damals sollte es zum Abschluss eine Flussfahrt geben…Heute sind unsere 6 Hauptakteure über 50 und plötzlich steht die Flussfahrt mit dem Kanu noch mal als Thema im Raum.

Dieser Roman verbindet einige Genres miteinander. Ich finde hier den Gesellschaftsroman ebenso wie den Krimi, aber auch der Humor ist vorhanden. Eine bunte Mischung.

Eigentlich ist das Lesen dieses Buches ein einziger Spaß 😉  doch wenn sich das Gelesene etwas gesetzt hat und man die Geschichte ein wenig überdenkt, das Schmunzeln sich aus dem Gesicht verabschiedet hat, dann geht einem die Geschichte doch ganz Nahe. Mir ging es jedenfalls so, so viele nicht gelebte Träume des Lebens, so viele verpasste Chancen… Ich habe wirklich auch ein wenig über meine Jugendträume nachgedacht und bemerkt, dass es auch da noch das eine oder andere gibt…Aber Jan Schröter lässt uns hier nicht im Regen stehen. Er zeigt uns mit seinem Buch auf, dass es nie zu spät für unbelebte Träume ist. Auch wenn das Leben einen manchmal in eine andere Richtung treibt, so gibt es immer die Möglichkeit das Ruder noch mal herumzureißen, man muss es nur angehen und manchmal einfach los rudern 😉

Das ist etwas was ich an Jan Schröter so schätze, auf den ersten Blick gibt er uns einen wunderbaren, humorigen Alltagsroman und so ganz hintenrum schleichen sich die großen Wahrheiten des Lebens ein. Ein schönes Buch 🙂

5 Sterne

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Stricken, sticken, strangulieren“ von Tajana Kruse

Verlagsinfo, Klappentext

„Kommissar Seifferheld ermittelt

Kommissar a.D. Siegfried Seifferheld entdeckt in der Cafeteria der Bausparkasse Schwäbisch Hall, von Insidern auch die Büchs genannt, eine Leiche. Kurioses Detail: Die Tote wurde mit einem Gürtel stranguliert, den eine auffällige Elvis-Presley-Schnalle ziert. Ein Fall ganz nach Seifferhelds ­Geschmack! Einziger Wermutstropfen: Ein frisch in die Stadt gezogener Stricker macht Kommissar Seifferheld, seines Zeichens leidenschaftlicher Sticker, das Leben und damit die Ermittlungen schwer.“

336 Seiten

ISBN: 978-3-426-51428-3

Knaur

Sricken, sticken, strangulieren von Tatjana Kruse, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Sricken, sticken, strangulieren von Tatjana Kruse, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Lesegenuss

Endlich ist er wieder da 😉 Seifferheld und seine Familie 😉  Entweder man liebt die Geschichten oder man kann sie überhaupt nicht leiden…Ich denke hier spalten sich die Geschmäcker. Liebhaber wie ich, können es nie erwarten den neusten Band in die Finger zu bekommen. Und ist er dann leider schon wieder ausgelesen geht das hibbeln auf das nächste Abenteuer schon wieder los.

Tatjana Kruse ist in meinen Augen eine Ausnahmeautorin. Sie strotzt nur so vor Kraft und guter Laune und ich finde man darf, nein man muss sie einfach gern haben. Ich hatte mal das Glück bei einer Buchmesse neben ihr zu stehen als sie ihren Seifferheld bei einem Kollegen verteidigte. Originalton :“Lass mir nur mal meinen Stinker in Ruhe!“

Und was soll ich sagen, ein Stinker kann der Seifferheld ja schon manchmal sein, aber ich sag es gleich …ein liebenswerter Stinker 😉

Stricken, sticken, strangulieren ist ja bereits der 5 Fall in dem der stickende Kommissar a.D. sein Können beweisen darf. Er gehört wahrlich noch nicht zum alten Eisen und taugt durchaus zu Höherem.

In diesem Band bekommt Siggi Seifferheld Konkurrenz im Bereich der Männerhandarbeit. Da taucht doch der strickende Arno Siegermann in Schwäbisch Hall auf und schon steht Siggis Welt Kopf, da Siegermann sich auch im Radio breit macht und dort Siggis Sendeplatz mit einnehmen möchte. So geht das aber nicht und dann will Marianne den Stricker auch noch zum gemeinsamen Essen einladen, der arme Siggi, ihm bleibt aber auch nichts erspart.

Wie gut dass dann in der Büchs ein Skelett auftaucht. Schnell ist Siggi mitten im Fall und versucht durch seine Tochter an Insiderwissen aus der Bausparkasse zu gelangen. Gut das Siggi seine Kontakte auch noch zu alten Kollegen aufrecht hält. Wie gewohnt gibt Siggi alles um dem Täter auf die Spur zu kommen. Leicht wird es ihm nicht gemacht, den im Hintergrund managt Siggi ja auch noch so das eine oder andere familiäre Problem. Tja die Seifferhelds sind schon eine bunte Mischung 🙂 Ich liebe diese Familie. All die unterschiedlichen Charaktere, jeder auf seine Art und Weise schrill und bunt und doch liebenswert. Und die Krönung von allem ist Olaf, der wunderschöne Hovawart an dem ein Sänger verloren gegangen ist. Wehe man nimmt ihm seinen rosa Plüschteddy weg.

Aber zurück zum Mord, der Verdächtigen gibt es viele, aber bis Siggi dem wahren Mörder auf die Schliche kommt, gibt es einige skurrile Szenen zu lesen. Ich finde Tatjana Kruse liefert uns hier wieder einen schlüssigen Kriminalfall den sie gekonnt spannend hält. Wie immer kommt bei allem der Humor nicht zu kurz.

Ich habe mich wie schon die anderen vier mal wieder herrlich amüsiert. Ich finde diese Bücher sind einfach „Gute-Laune-Bücher“. Ich für mich, greife gerne immer mal wieder eines aus meinem Regal, wenn ich gestresst oder traurig bin…einige Seiten mit der Familie Seifferheld und der Tag ist gerettet 🙂

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Valhalla“ von Thomas Thiemeyer

Verlagsinfo, Klappentext

„2015. Spitzbergen – der nördlichste Siedlungspunkt der Menschheit. Eine Welt aus Eis und Schnee, überschattet von vier Monaten Polarnacht. Dort plant Archäologin Hannah Peters, geheimnisvolle Strukturen unter dem arktischen Eis zu untersuchen: Das Abschmelzen der Gletscher hat mutmaßlich Fundamente eines mythischen Nordreiches zutage gefördert. Doch Hannah ist nicht die Erste, die diese Ruinen erkundet …
1944. Im annektierten Norwegen, fernab jeder Siedlung, reift ein Projekt, das grauenvoller ist als alles, was Menschen je ersonnen haben. Eine biologische Zeitbombe, verborgen unter dem ewigen Eis. Ihr Codename: Valhalla.“

ISBN: 978-3-426-65265-7

512 Seiten

Knaur

Valhalla von Thomas Thiemeyer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Valhalla von Thomas Thiemeyer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Mein Eindruck

Ich bin Hannah Peters Fan der ersten Stunde 🙂 und so sehr ich die Jugendbücher von Thomas Thiemyer auch liebe, aber es war wirklich an der Zeit das Hannah zurückkommt 🙂

Lange schon habe ich mich nach „Nebra“ auf ein „Wiederlesen“ mit Hannah gefreut und dann gelingt es Thomas hier auch noch wieder ein super spanendes Thema aufleben zu lassen. Ich bin begeistert, so viel schon mal vorneweg 🙂

Hier möchte ich einfach schon mal mit dem Cover beginnen. Im Hintergrund sieht man Polarlicht, dann kommt in dicken Lettern der Titel und im unteren Bereich ahnt man die Ruinen unter dem Eis. Dann schlagen wir das buch auf und finden auf den ersten und letzten Seiten schön gezeichnetes Kartenmaterial. Ich liebe das!

Nun komme ich endlich zum Inhalt.

Ich durfte mit Hannah ja bereits viele verschiedenen Regionen bereisen, diesmal geht es hoch in den Norden. Hannah darf Polarlichter sehen!!! Das ist auch ein Traum von mir 🙂

Hannah wird von Stromberg aus Kambodscha abgerufen. so wie es aussieht wurde in Spitzbergen Ruinen einer untergegangenen Stadt entdeckt. Kann es sich um Hyperborea handeln, die sagenumwobene Stadt? Stromberg kann Hannah die Reise in den Hohen Norden trotz der Kälte schmackhaft machen. Doch was Hannah und das Team dort entdecken ist nicht „nur“ die versunkene Stadt. Die Ruinen wurden anscheinend bereits im zweiten Weltkrieg entdeckt und damals von deutschen Forschern als Unterschlupf für ihre Forschung an Biowaffen genutzt. So wie es aussieht ist seinerzeit einiges schief gegangen und einige Vieren haben die Zeit überdauert. Es kommt zu einer Tragödie. Gut das Stromberg noch rechtzeitig reagieren kann und John schnellstens hinterher schickt.

Schreckliche dinge passieren und Hannah scheint die einzig Überlebende des Unglücks zu sein. Obwohl Hannah nie eine eigenen Familie gründen wollte, scheint ihre Schwangerschaft ihr Leben gerettet zu haben, doch noch ist das Baby nicht in Sicherheit. Hannah muss zurück nach Spitzbergen. Diesmal stellen sie und John sich ein eigenes Team zusammen. Dieser Bereich wurde von Thomas Thiemeyer sehr schön in das Buch eingebunden. Wir lesen quasi lauter kleine Geschichten in der Geschichte. Mir hat das richtig gut gefallen.

Im weiteren Verlauf des Buches kommt es zu einem Filmreifen Showdown. Hannah und ihr Team müssen sich gegen eine andere Nation durchsetzen die das Virus für sich beanspruchen möchten.

Wir dürfen einige aufregende Szenen miterleben und bekommen wieder sehr viele Denkanstöße von Thomas geliefert. Ich liebe seine Bücher, da man neben der tollen Unterhaltung immer wieder angeregt wird über das eine oder andere Thema, welches er in seinen Büchern unterbringt, selber weiter zu recherchieren und hier und da einfach bei Tante google nachzulesen.

 

Von mir 5 Sterne für Valhalla

Bewertung: 5 Sterne

~BL

 

Rezension „T – Tödliche Spur“ von Lisa Jackson

Verlagsinfo, Klappentext

„Weihnachtsabend auf Church Island, einer kleinen Insel vor der Küste Washingtons. Ein kleiner Junge verschwindet spurlos. Da er zuletzt am Bootsanleger gesehen wurde, wird ein tragischer Unfall vermutet. Nur seine Mutter Ava will das nicht glauben, sie erleidet einen Zusammenbruch und wird in die Psychiatrie eingewiesen. Zwei Jahre später darf Ava nach Hause – und fühlt sich dort seltsam fremd. Sie beschließt, sich auf die Suche nach Spuren zu begeben. Niemals hat sie an die Geschichte des tragischen Unfalls geglaubt, die man ihr immer über das Verschwinden ihres Sohnes erzählt hat. Auf ihrer Suche gerät sie in ein bizarres Netz aus Lügen und Intrigen, Rache und Hass.“

Knaur
ISBN 978-3-426-51405-4

 

 

Mein Leseeindruck:

Wow – endlich wieder ein neuer Thriller von Lisa Jackson!
Klasse, dachte ich mir in der Buchhandlung meines Vertrauens und hab gar nicht groß überlegt. Das Buch musste einfach mit.

Von Lisa Jackson habe ich bisher fast alles gelesen und war noch nie enttäuscht.

Leider hat sich das mit dieser Neuerscheinung geändert.
Was ich ganz selten mache und was bei mir im Jahr vielleicht einmal vorkommt, das hat diesmal Lisa Jackson erwischt: ich habe nach 100 Seiten abgebrochen… 🙁

So eine langweilige, nichtssagende, wenig unterhaltende Story habe ich lange nicht in Händen gehabt. Ich bin richtiggehend enttäuscht.

Es geht um Ava Garrison, die vor zwei Jahren auf tragische Weise ihren zweijährigen Sohn verlor. Durch diesen Verlust wurde aus der erfolgreichen, zielgerichteten und selbstbewussten Frau ein Wrack, das zeitweise sogar in stationärer psychischer Behandlung war.

Gerade wieder aus der Klinik entlassen und zurück in dem Herrenhaus auf der Insel „Church Island“, das sie gemeinsam mit ihrer Familie bewohnt, meint Ava, ihren Sohn noch immer zu sehen und zu hören, wird jedoch von niemandem ernst genommen.

Nicht ein einziges Mal während dieser 100 Seiten, durch die ich mich im wahrsten Sinn des Wortes gekämpft habe, habe ich mich auch nur annähernd gut unterhalten gefühlt. Ich musste mich regelrecht zwingen, das Buch in die Hand zu nehmen und weiter zu lesen – aber sorry: dafür ist mir meine Zeit mittlerweile zu schade.

Im Umschlag heißt es, dies wäre Lisa Jacksons persönlichster Roman. Schade, mich hat er überhaupt nicht berührt.

Vielleicht habe ich was verpasst, vielleicht hätte ich dem Buch noch eine Chance geben müssen – aber nach 100 Seiten sollte man davon ausgehen, dass man zumindest annähernd in der Story angekommen ist. Da dies nicht gegeben war: sorry, Frau Jackson, das war nix!
Wäre dies das erste Buch gewesen, das ich von ihr gelesen hätte, würde ich nie wieder zu einem Buch von ihr greifen. So bekommt sie mit der nächsten Neuerscheinung dann doch noch eine allerletzte Chance.

Eigentlich müsste es null Sterne geben.

Da Lisa Jackson mich aber in der Vergangenheit immer sehr gut unterhalten hat und ich noch Hoffnung habe: 1 von 5 Sternen.

Stern_Bewertung_1

~LS

Rezension „Flammen des Himmels“ von Iny Lorentz

Verlagsinfo, Klappentext

„Münster im 16. Jahrhundert.
Die junge Frauke Hinrichs und ihre Familie werden als Wiedertäufer, also Mitglieder einer verbotenen Sekte, verdächtigt und mussten deshalb schon dreimal fliehen, um dem Tod zu entgehen. Nun scheinen Frauke und die Ihren in Sicherheit zu sein. Doch es ist nur eine trügerische Sicherheit, denn ein berüchtigter Inquisitor taucht in ihrer Heimatstadt auf, der sich die Vernichtung aller Irrgläubigen auf die Fahnen geschrieben hat.
Fraukes Vater erkennt die Gefahr nicht, da er sich mittlerweile für einen geschätzten Bürger hält. Als seine Mitbürger dem »Bluthund des Papstes« jedoch ein Opfer nennen müssen, um selbst keinen Verfolgungen ausgesetzt zu sein, fällt ihre Wahl auf die Familie Hinrichs. Frauke kann fliehen – mit Hilfe Lothars. Er ist der Sohn eines engen Vertrauten des katholischen Fürstbischofs und liebt das Mädchen heimlich. Als sie sich wiedersehen, stehen sie auf feindlichen Seiten …“

ISBN 978-3-426-66380-6

Mein Leseeindruck:

Seit langem mal wieder habe ich ein Buch von Iny Lorentz zur Hand genommen. Ohne speziellen Grund habe ich sie schon einige Jahre nicht mehr gelesen – eigentlich hatten mir bisher auch alle Bücher von ihr bzw. ihnen sehr gut gefallen – aber irgendwie hatte ich sie dann doch aus den Augen verloren.

Nun also „Flammen des Himmels“.

Hauptperson ist vor allem die junge Frauke, die im 16. Jahrhunderts gemeinsam mit ihrer Familie in Stillenbeck lebt. Die Familie gehört zu den „Wiedertäufern“, also zu einer damals verbotenen und verfolgten Sekte. Nur im Verborgenen darf der Glaube gelebt werden, nichtsdestotrotz gibt es eine Art Netzwerk von Gleichgesinnten.

Der Vater fühlt sich nach einigen Umzügen – immer aufgrund der Aufdeckung ihres „Irrglaubens“ – mittlerweile angekommen in Stillenbeck, hält sich für einen geschätzten Bürger und wähnt sich fast unangreifbar.

Dass dies nicht so ist, erlebt die Familie ganz schnell, als einer der Bluthunde des Papstes, der Inquisitor „Jacobus von Gerwardsborn“ in der Stadt ankommt. Die Familie muss nach übler Nachrede einer neidischen jungen Frau um ihr Leben bangen und schafft es nur auf hochdramatische Art und Weise, diese Entwicklung zu überleben. Mehr oder weniger…

Danach verschlägt es Frauke nach Münster und die Erzählung gewinnt erst richtig an Fahrt.

Soviel zum Roman.

Zum geschichtlichen Hintergrund: ich gebe es zu – nie vorher hatte ich vom „Täuferreich“ von Münster gehört. Dieses ist von Iny Lorentz aber so interessant geschildert, dass ich sogar noch weiter recherchiert habe… Und sowas passiert mir nicht allzu oft… 😉

Die Geschichte, die Figuren, der ganze Aufbau des Romans erscheinen mir absolut glaubwürdig, sehr sehr gut recherchiert und in einer sprachlich fesselnden Erzählung sehr gut verpackt. Nie war ich gelangweilt, ich konnte das Buch im Gegenteil kaum zur Seite legen.

Von mir begeisterte 5 von 5 Sternen – so schnell geht mir keine Iny Lorentz mehr durch die Lappen… 🙂

Bewertung: 5 Sterne

~LS

Rezension „Der Da Vinci Mörder“ von Ralph B. Mertin

Verlagsinfo, Klappentext

„Die Geburt der Farbe

Drei Meisterwerke, Gemälde von bizarrer Ästhetik, versetzen die Kunstszene Berlins in Extase. Gleichzeitig sorgen drei Leichen für Bestürzung: nackt, zum Sonnenaufgang hin ausgerichtet – wenn die Flut aus Licht und Farbe am kräftigsten ist.
Der Vater eines der Opfer glaubt den „Da Vinci-Mörder“ gefunden zu haben und plant Selbstjustiz …

Ein fesselnder, faszinierender Psychothriller um einen Künstler mit einer außergewöhnlichen, erschreckenden Fähigkeit …“

ISBN: 978-3-426-43092-7

E-Book, Knaur eBook

 

Der Da Vinci Mörder von Ralph B. Mertin, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Der Da Vinci Mörder von Ralph B. Mertin, Cover mit freundlicher Genehmigung von Knaur

Ich habe gelesen

Dieser Thriller ist schon etwas aussergewöhnlich, ich finde man kann ihn nicht so ganz einfach in eine Schublade stecken. Hier wartet nicht das übliche Team um einen Kommissar auf, welche die Ermittlungen verfolgen. Hier geht es vordergründig viel mehr um das Leben von Sebastian. Er hat ein besonderes Talent, eine besondere Wahrnehmung …er kann Farben fühlen.

In Rückblenden erleben wir Sebastian mit seiner Familie. Er führt kein leichtes Kinderleben, seine Eltern finden keinen richtigen Zugang zu ihm und auch die Verbindung der beiden untereinander ist nicht wirklich das was man sich unter einer glücklichen Familie vorstellt. Als es dann zur „Wende“ kommt trennen sich Mutter und Vater voneinander und Sebastian ist immer öfter auf sich allein gestellt.

In Konstantin findet Sebastian einen großväterlichen Freund, der trotzt seiner Blindheit auch ein besonderes Gespür für Farben hat. Konstantin sieht großes in Sebastian. Für ihn steht fest, dass hier ein großer Künstler auf seine Entdeckung wartet, er versucht  mit viel Enthusiasmus alles aus Sebastian herauszuholen. Doch dann kommt es zum Streit zwischen beiden…

Dieses Buch kann ich nicht so ganz einordnen. Beim Verlag läuft es unter Thriller, aber ich denke es ist doch vielschichtiger. Gut auf der einen Seite gibt es die Morde, aber ich finde das es sich irgendwie auch um ein Drama handelt…ach ich weiss es einfach nicht, es gibt Bücher die eben nicht so in irgendeine Schublade passen, die muss man dann eben oben auf legen 😉

Die Protagonisten wurden von Autor sehr gut ausgearbeitet und sehr tiefgründig beschrieben.

Ich denke dieses Buch war nicht so ganz einfach zu lesen, aber das Leseerlebnis hat mir gut gefallen. Ausserdem habe ich mir nun ganz fest vorgenommen endlich mal das Bildnis des Dorian Gray endlich zu lesen.

Ich vergebe 4 Sterne für die etwas andere Thrillerunterhaltung

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension „Dünengrab“ von Sven Koch

Verlagsinfo, Klappentext

„In dem kleinen Ort Werlesiel an der friesischen Küste verschwindet ein junges Mädchen nachts im dichten Seenebel. Femke Folkmer, Chefin der kleinen Polizeiinspektion, glaubt nicht an einen normalen Vermisstenfall. Aber auch die Schauergeschichte, die die Küstenbewohner sich erzählen, hält sie für eine Mär. Kriminalist Wolf verstärkt ihr Team. Doch statt der Vermissten finden die Ermittler den versteckten Friedhof eines Serienmörders …“

ISBN:978-3-426-51322-4

Knaur

Meine Meinung zum Buch

Auch wenn Sven Koch mit  Werlesiel ein  fiktives Örtchen beschreibt, so spürt man beim Lesen doch oft den guten Seewind in der Nase kitzeln. Mir ging es jedenfalls so. Ich liebe die See, egal ob im Norden oder Osten 😉  Dieses Werlesiel kommt so authentisch rüber, dass man glatt mal dort „urlauben“ möchte. Allerdings dann bitte ohne Leichen!!! Ich finde dem Autor ist es zu hundert Prozent gelungen Land und Leute  gut zu beschreiben.

Sven Koch schickt hier eine Reihe von Protagonisten ins Rennen, die dem Leser nicht immer gleich sympathisch sein dürften. Mir ging es jedenfalls so. Eine der Hauptfiguren ist Tjark, er kommt auf den ersten Seiten gleich ein wenig unsympathisch rüber, ich für meinen Teil habe ihn aber eher interessant gefunden und mir doch relativ früh gedacht, dass da einiges mehr dahinter stecken könnte ( gut vielleicht habe ich es auch nur gehofft…) Femke Folkmer kommt am Anfang ein klein wenig Naiv rüber, aber ich denke auch das täuscht. Eigentlich möchte sie zur Kripo, sie will weg von dem beschaulichen Ort in dem es kaum Verbrechen gibt. Doch plötzlich verschwindet eine junge Frau und Femke kommt das alles sehr suspekt vor. Durch ihre Initiative bekommt die Werlesieler Polizeistation Hilfe von zwei Beamten aus Oldenburg. Dort ist man eigentlich sehr froh den unbeliebten Tjark erst mal auf das Abstellgleis zu schaffen. Der Autor eines Buches über Kripoarbeit neigt zu Gewalttätigkeiten und soll mit dieser Untersuchung erst einmal aus den Augen der Öffentlichkeit verschwinden.

Bei der Suche nach der vermissten Vikki Rickmers stossen die Beamten auf einen“Friedhof“. In den Dünen finden sie drei Gräber…

Es entspinnt sich ein spannender Fall, den Sven Koch in verschiedenen Handlungssträngen erzählt. Mir hat sein flüssiger Schreibstil gut gefallen. Die Szenen um Vikki Rickmers Martyrium kommen schon ziemlich heftig rüber.

Mir hat die Mischung aus Kriminalfall, privates Leben der Ermittler und dem „Küstennebel“ sehr gut gefallen. Alles findet einen stimmigen Abschluss und so wie es aussieht geht es mit den Hauptfiguren ja auch irgendwie weiter 😉 Ich bin auf alle Fälle beim nächsten Fall für Femke Folkmers wieder mit an Bord.

Ich vergebe 4 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

 

Übrigens, wer mehr über den Autor erfahren möchte:

http://www.leseleidenschaft.de/w-w-w/sven-koch-autor/

~BL

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