Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Seiten

Hoffmann und Campe

Rezension „HALLERVORDEN Ein Komiker macht Ernst“ von Tim Pröse

Verlagsinfo, Klappentext

„»Ich bin privat ein scheuer Mensch. Der Autor Tim Pröse hat es geschafft, mich zu öffnen. Manche Dinge, nach denen er mich gefragt hat, überraschten mich. Nicht nur seine Fragen, sondern auch meine Antworten. Einiges, was ich im Leben tat, und vor allem warum ich es tat, war mir zuvor selber nicht so klar.« (Dieter Hallervorden) »Palim, palim!« – Als Didi hat er Generationen von Fernsehzuschauern zum Lachen gebracht. Und sich jahrzehntelang danach gesehnt, mehr als „nur“ Komiker sein zu dürfen. Mit über 70 Jahren, wenn die meisten Menschen längst in Rente sind, übernahm Dieter Hallervorden das Schlosspark Theater in Berlin. Und in den letzten Jahren überraschte er viele Millionen Kinozuschauer als Charakterdarsteller in »Sein letztes Rennen« oder »Honig im Kopf«. Tim Pröse hat sich auf die Spuren dieses Werdegangs begeben. Für sein biographisches Porträt hat er Hallervorden lange begleitet und zahlreiche Gespräche mit ihm geführt – ebenso mit seiner Lebensgefährtin und seinem Sohn, mit Weggefährten, Freunden und prominenten Kollegen. Er hat Hallervorden auf dessen privater Insel in der Bretagne besucht, auf die sich der Künstler seit Jahren regelmäßig zurückzieht. Entstanden ist eine stark erzählte und persönliche Annäherung an den empfindsamen und selbstkritischen Menschen Hallervorden. Ein besonderer Blick auf einen außergewöhnlichen Lebensweg und ein Buch, das eine der größten Fragen beantwortet: Wie wird man einfach nur man selbst?“

Seiten: 256

ISBN: 978-3-455-00159-4

HoCa – Sachbuch

Hoffmann und Campe

 

HALLERVORDEN Ein Komiker macht Ernst von Tim Pröse, Cover mit freundlicher Genehmigung von Hoffmann und Campe

HALLERVORDEN Ein Komiker macht Ernst von Tim Pröse, Cover mit freundlicher Genehmigung von Hoffmann und Campe

 

Dieter Hallervorden ist ein Held aus meiner Kindheit. Ich kann mich noch gut an viele gemeinsame Fernsehabende im Kreise der Familie erinnern. Damals sass man mit den Eltern und der Großmutter im Wohnzimmer und schaute sich Nonstop Nonsens an. Auch als Kind hat man die Späße meist verstanden und es wurde mit der ganzen Familie gelacht.

Das legendäre Palim, Palim ist mir immer mal wieder im Sinn.

Über die Jahre habe ich Dieter Hallervorden dann aber doch aus den Augen verloren. Ich muss gestehen dass ich weder „Sein letztes Rennen“ noch „Honig im Kopf“ bisher gesehen habe. Ich habe aber von wirklich sehr vielen Bekannten nur das Beste von seiner Schauspielerischen Leistung in beiden Filmen gehört. Ich bin leider nicht so der Typ für „Filme ansehen“ ich lese eben lieber 😉 aber ich kann mir nach diesem Buch jetzt gut vorstellen mir beide Filme mal anzusehen.

Dieter Hallervorden scheint ein „schwieriger“ Mensch zu sein. Das konnte man auch immer mal in der Presse lesen. Um so faszinierender war für mich der Prozess der Annäherung von Autor und Dieter Hallervorden.

Überhaupt finde ich die Arbeit von Tim Pröse mehr als gelungen. Sein Schreibstil ist angenehm und doch fesselnd. Ich habe bisher noch nicht viele Biografien gelesen,  dunkel kann ich mich an eine Biografie von David Garrett erinnern, aber das ist schon eine Weile her. Tim Pröse gelingt es den Menschen Dieter Hallervorden ganz und gar zu zeigen. Hier werden alle Facetten aufgezeigt und das sind eben nicht immer nur die Guten Seiten sondern auch die unnahbaren Momente oder die unbeherrschten Ausbrüche von Dieter Hallervorden. Allerdings gelingt es dem Autor auf  einmaliger Weise sämtliche Gesichter zu zeigen, dass dem Leser auch der unbeherrschte Hallervorden irgendwie sympathisch erscheint. Zumindest konnte ich einige seiner Wesenszüge schon sehr gut nachvollziehen.

Durch die kurzen Kapitel liest sich das Buch wirklich sehr flüssig weg.

In jedem der Kapitel wird eine andere Seite von Hallervorden vorgestellt. Immer wieder wurden Fotos eingefügt, die zum Teil sehr Privat wirken. Einige Passagen im Buch sind in Form eines Interviews, so etwas liest sich nicht immer so gut, aber hier muss ich sagen dass es sehr gut zu dem Gesamtkonzept passt.

Dieses Buch war für mich in vielen Momenten eine Zeitreise in meine Kindheit, viele Momente und Situationen mit meiner Familie sind mir nach so vielen Jahren wieder in den Sinn gekommen und haben mich erfreut. Dieses Buch war in vielen Momenten ein Wegweiser wie man als Mensch mit sich und seinen „Lieben“ umgehen kann. Dieses Buch hat mir gezeigt das ein Leben meist mehr bietet, als es auf den ersten Blick so zeigt.

Auch ich hatte vor diesem Buch, immer nur den „lustigen Didi“ im Kopf, dies hat sich nach der Lektüre nun gewandelt und man sieht den ganzen Menschen nun viel klarer vor sich.

~BL

Rezension „Retour“ von Alexander Oetker

Verlagsinfo, Klappentext

„Luc Verlain liebt gutes Essen, Frauen und sein sorgenloses Leben in Paris. Doch als sein Vater schwer erkrankt, lässt Luc sich versetzen. Ausgerechnet nach Bordeaux in die Region Aquitaine, von wo er als junger Polizist geflohen war. Zurück in seiner Heimat muss Luc sich seinen Erinnerungen stellen. Und schon kurz nach seiner Ankunft erschüttert ein Mord die Gegend: Ein Mädchen liegt erschlagen am Strand von Lacanau-Océan. In dem kleinen Dorf kochen schnell die Spekulationen hoch. Das Opfer hat erst vor kurzem die Beziehung zu dem algerischen Nachbarsjungen beendet, der als dringend tatverdächtig gilt. Der Stiefvater des Mädchens will die Sache selbst in die Hand nehmen. Lucs Ermittlungen führen ihn an die Strände und in die Weinberge der Region und zurück nach Paris, immer an seiner Seite seine Kollegin Anouk, deren Charme er nur schwer widerstehen kann.“

Seiten: 288

ISBN: 978-3-455-00009-2

Hoffmann und Campe

Retour von Alexander Oetker, Cover mit freundlicher Genehmigung von Hoffmann und Campe

Retour von Alexander Oetker, Cover mit freundlicher Genehmigung von Hoffmann und Campe

Ein neuer Commissaire am Krimihimmel 😉

Luc Verlains erster Fall!

Ich treibe mich kriminell ja eigentlich sehr gerne in Deutschland rum. Nun bin ich mal wieder auf Abwegen gewesen und ich muss euch sagen, ich hätte gerne mehr davon 😉

Aber ich will mal von vorne anfangen. Alexander Oetker ist seit 2011 politischer Reporter und lebte und arbeitete vier Jahre in Frankreich. Nach Frankreich geht es nun auch mit seinem Krimidebuet. Der Untertitel Luc Verlains erster Fall hört sich Fr mich ganz stark nach einer neuen Serie an und ich bin wirklich schon sehr gespannt wie es mit Luc Verlain  weiter geht.

Das Titelbild finde ich sehr gut ausgewählt. Man sieht im Vorfeld einen Zaun am Strand und dahinter die Weite des Meeres. Titel und Autor sind oberhalb gelungen eingefügt.

Der Schreibstil von Alexander Oetker ist gefällig, ich bin relativ schnell in die Geschichte eingetaucht. Logischerweise tauchen viele Städte und Straßennahmen auf die „Französisch“ sind, das hat bei mir den Lesefluss im ersten Moment ein klein wenig unterbrochen, da ich  in der Schule kein Französisch gelernt habe. Aber diese Unsicherheit ging sehr schnell vorbei und ich habe mich einfach nicht so sehr damit aufgehalten.

Luc Verlain hat seine Heimat vor vielen Jahren verlassen um ein spannendes Leben in Paris zu führen. Dort erlebt er als Kommissar eine aufregende Zeit. Spannende Fälle, tolles Essen und einfach Party. Das passt schon gut zu dem „Lebemann“, allerdings denkt er nicht lange nach, als sein Vater schwer erkrankt. Gut das er eine Stelle in der Heimat bekommen kann. Dort hofft er auf eine relativ ruhige Zeit, damit er sich gut um seinen Vater kümmern kann.

Nicht alle in seiner neuen Abteilung mögen den „Neuen“ gleich auf Anhieb gerne leiden. Commandante Anouk Filipetti ist nicht nur eine sehr schöne Frau, sondern entpuppt sich auch als ausgesprochen fähige Beamtin. Brigadier Hugo Pannetier macht einen sympathischen Eindruck auf Luc. Allerdings scheint bereits das erste Zusammentreffen mit Commissaire Etxeberria nicht unbedingt freundlich zu verlaufen. Noch bevor sich Luc bei seinen neuen Kollegen so richtig vorstellen kann müssen sie schon den ersten Mord bearbeiten.

Auf der einen Seite erleben wir die Ermittlungen mit und dürfen uns uns mit auf die Suche nach dem Täter begeben, auf der anderen Seite erleben wir gewisse Rangkämpfe in der Abteilung. Was mir richtig gut gefallen hat, waren die Beschreibungen des Ortes und im besonderen des Strandes. Hier habe ich das Meer so richtig vor den Augen gesehen, quasi den Wind in der Nase gespürt.

Vieles an Luc Verlain ist mir sympathisch, die Art und Weise wie er die Untersuchungen angeht passen. Er hat ein feines Gespür für die Menschen in seiner Umgebung. Hm, naja im Bezug auf Frauen ist sein feines Gespür vielleicht sogar ein wenig zu „vielschichtig“, aber ich glaube da kommt vielleicht in den nächsten Bänden etwas Beständigkeit in sein Leben 😉

Ein interessanter Fall in einer schönen Umgebung. Klassisch ermittelt, und zufriedenstellend gelöst. Alles was zu guter Unterhaltung gehört lässt sich hier finden.

Bewertung: 5 Sterne

~BL

NetGalley-Mitglied
Professioneller Leser
Find us @
Blogverzeichnis - Bloggerei.de

Follow



Neu! News-Anmeldung

Möchten Sie die Neuigkeiten von unserem Blog per eMail erhalten? Dann melden Sie sich bitte an.