Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Seiten

DVA

Rezension „Acht Berge“ von Paolo Cognetti

Verlagsinfo, Klappentext

„Eine unerschütterliche Freundschaft. Ein Aufbruch ins Ungewisse. Die Sehnsucht nach Heimat

Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?

Vor der ehrfurchtgebietenden Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert Paolo Cognetti mit poetischer Kraft die lebenslange Suche zweier Freunde nach dem Glück. Eine eindringliche archaische Geschichte über die Unbezwingbarkeit der Natur und des Schicksals, über das Leben, die Liebe und den Tod.“

ISBN: 978-3-421-04778-6

DVA Verlag

 

Acht Berge von Paolo Cognetti, Cover mit freundlicher Genehmigung von DVA Verlag.

Acht Berge von Paolo Cognetti, Cover mit freundlicher Genehmigung von DVA Verlag.

 

Zuerst möchte ich hier über das wunderschöne Cover sprechen. Auf dem Bild hier kommen die Details leider so gar nicht wirklich zur Geltung. Der Einband fühlt sich toll an, so strukturiert und weich. Der Sternenhimmel über den Bergen leuchtet den Betrachter so richtig an. Ein Schmuckstück welches sich nicht nur im Buchregal verstecken sollte! Meines steht quer im Regal damit man das Titelbild bewundern kann 🙂

Ich habe vorher noch kein Buch von Paolo Cognetti gelesen, auch bin ich noch nie in den Bergen gewesen.

Dieser Roman ist in einer sehr schönen und angenehmen Sprache verfasst und hat mir einen kleinen Einblick in die Berge ermöglicht. Aber dieses Buch ist einfach noch so viel mehr.

Eingeteilt in drei verschiedene Teile, „Berge der Kindheit“ , „Haus der Versöhnung“ und „Winter eines Freundes“ erlesen wir das Leben von Pietro. Wir begleiten die Hauptfigur durch die Kindheit in das Erwachsen werden. Teilweise leise und sanft, zuweilen geht es aber doch laut und turbulent einher.

Für mich hat sich das Buch nicht mal so einfach nebenbei lesen lassen, ich habe gemerkt dass ich mich schon ganz und gar darauf einlassen muss und möchte. Sonst stört mich nicht, wenn der Fernseher an ist, oder mein Mann nebenbei ein Computerspiel spielt. Bei Acht Berge war mir Stille und alleine sein irgendwie ganz wichtig.

In jedem Abschnitt kommt man Pietro etwas näher, jeder Abschnitt ist ein wenig intensiver. Ich habe aus dem Buch so viel herausgelesen…Liebe, Familie, Freundschaft und dann ging es ganz tief rein…

Am Ende habe ich noch lange über das Werk nachgedacht.

Was habe ich mitgenommen?

Man muss seine Zeit nutzen und versuchen das Beste aus seinem Leben zu machen.

Familie ist ein hohes Gut und man sollte versuchen so viel und so gut wie möglich beisammen zu sein.

Ohne Freunde ist das Leben nicht wirklich toll.

Oft kommt es anders, wie man es sich wünscht und doch ist vieles vielleicht genau so richtig.

Ich möchte dieses Buch wirklich sehr gerne empfehlen, es ist inhaltlich und optisch eine wahre Augenweide.

 

~BL

 

Rezension „Welche Medizin wollen wir?“ von Michael de Ridder

Verlagsinfo, Klappentext

„Patientenwohl und Empathie statt Cash flow, Fallpauschale und Bettenpolitik

Die Medizin ist einem Wandel unterworfen. Das Wohl des Patienten ist aus dem Blickfeld geraten, stattdessen wird ärztliches Handeln mehr und mehr von ökonomischen Vorgaben geleitet. Auf der Strecke bleibt dabei vor allem die Zeit: Zeit für ein Gespräch, Zeit für Zuspruch in der Einsamkeit schwerer Krankheit, Zeit für die Erläuterung von Eingriffen, Zeit für die Bewältigung von Angst.“

304 Seiten

ISBN: 978-3-421-04624-6

DVA

Welche Medizin wollen wir? von Michael de Ridder, Cover mit freundlicher Genehmigung von DVA

Welche Medizin wollen wir? von Michael de Ridder, Cover mit freundlicher Genehmigung von DVA

Auch ich habe bereits das eine oder andere mal das Gefühl gehabt, das man als Patient nicht mehr wirklich wahrgenommen wird. Daher hat mich dieser Titel eigentlich sofort angesprochen. Man hat ja leider eher selten die Möglichkeit die medizinische Versorgung auch mal aus der Sicht eines Arztes zu hören.

Als erstes möchte ich schon mal sagen, dass sich das Buch gut und flüssig lesen lässt. Die Sprache ist gut verständlich und auch als medizinischer Laie kann man dem Verlauf des Buches wunderbar folgen.

Man wünscht sich wirklich im Falle eines Falles auf solch einen Mediziner zu treffen!!!

An vielen Stellen hat mich das Buch wirklich erschreckt. Das in unserem medizinischen Betrieb nicht alles zum Besten steht, war mir ja eigentlich vor dem Buch schon irgendwie klar, aber wenn man dann doch mal so einen direkten Blick hinter den Klinikalltag  werfen darf, ist dies schon schockierend. Wie kann ich als Patient sicher sein, das diese oder jene Op wirklich nötig und sinnvoll ist? Vielleicht ist ja gerade nur der wirtschaftliche Faktor für die Klinik der Beweggrund 🙁

Ich kann schon verstehen, das eine Klinik auch aus wirtschaftlicher Sicht funktionieren soll, aber grundsätzlich sollte doch der Patient das wichtigste sein!!!

Viele Fallbeispiele die Michael de Ridder hier aus seiner eigenen Erfahrung berichtet sind wirklich sehr erschreckend.

Diese erwähnten Beispiele wurden von Michael de Ridder aber in so einer angemessenen Weise beschrieben und geschildert. Sehr sensibel geht er mit ihren Geschichten um und man spürt sehr deutlich mit welchem Engagement und mit welcher Liebe der Autor hinter seinem Beruf steht.

Sehr spannend waren für mich die Passagen in denen der Autor seine eigene Krankheitsgeschichte erzählt.

Ich finde dieses Buch durchaus sehr lesenswert und es öffnet mir schon ein wenig den Blick. Ich fühle mich nun deutlich informiert und würde bestimmt im Notfall das eine oder andere Hinterfragen.

Bewertung: 4 Sterne

~BL

NetGalley-Mitglied
Professioneller Leser
Find us @
Blogverzeichnis - Bloggerei.de

Follow



Neu! News-Anmeldung

Möchten Sie die Neuigkeiten von unserem Blog per eMail erhalten? Dann melden Sie sich bitte an.