Alf Leue
Wir wolln’s wissen! Erste Interviews online
Was haben die Autoren Alf Leue, Kerstin Gier, Helmut Barz, Melanie Fischer, Wulf Dorn, Kirsten Slottke, Julia Molnar und Inge Löhnig gemeinsam? Nun, als erstes sind sie hervorragende Schriftsteller und wir lieben ihre Bücher! Jedoch haben sie seit kurzem eine weitere Gemeinsamkeit, denn sie standen Leseleidenschaft.de in der Rubrik “Wir wolln’s wissen!” (kurz W.W.W) Rede und Antwort im Interview.
Hier ein paar ausgewählte Highlights
- Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
Wulf Dorn: „Aufgeregt“ trifft es nicht wirklich. Eher neugierig auf die Welt der Geschichte, die ich nun betreten und entdecken werde. - Lesen Sie selber gerne?
Helmut Barz: Gut, diese Frage ist ungefähr so wie einen Heroinabhängigen zu fragen, ob er Drogen mag. Ich bin ein ausgesprochener Vielleser und dabei auch nicht sonderlich wählerisch… - Können Sie sich vorstellen in einem anderen Genre zu schreiben?
Julia Molnar: Ja, sogar sehr gut. Ich möchte so vielseitig schreiben wie nur möglich, denn ich brauche die Herausforderung und die Abwechslung. Ich wäre einem Roman oder einem Theaterstück in keiner Weise abgeneigt. - Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
Kerstin Gier: Schreiben IST mein Alltag… - Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Melanie Fischer: Mein eigener Schicksalsschlag veranlasste mich neben meiner Musik meine Emotionen weiter zu verarbeiten. Mit meinem ersten Buch „Begegnungen…immer wieder ein Schritt“ verarbeitete ich meine Erlebnisse mit der unheilbaren Krankheit Epilepsie und den Umgang der anderen Menschen mit dieser Krankheit. - Was denken Sie über eBooks?
Alf Leue: E-Books werden immer wichtiger, auch wenn mich das Gefühl beschleicht, dass sie medial überbewertet sind. - Wie wird die Geschichte gefunden?
Inge Löhnig: Das ist sehr unterschiedlich. Die Idee für den ersten Roman kam mir während einer Radtour… - Wie gestalten Sie das Schreiben?
Kirsten Slottke: Die Grundgeschichte skizziere ich per Hand. Dann beginne ich zu recherchieren. Und dann geht’s mit dem eigentlichen Schreiben los…
An dieser Stelle danken wir ganz herzlich allen Autoren für ihre Teilnahme und wünschen unseren Lesern viel Vergnügen beim Lesen der Interviews.
Rezension “Schattenfehde” von Alf Leue
Ich möchte hier gleich mit dem tollen Titelbild beginnen. Als ich das Buch in meinen Händen hielt beeindruckte mich zuerst das schöne Bild . Man sieht einen Ritter, alles ist sehr dunkel gehalten und die goldene Schrift hebt den Titel hervor.
Der Autor nimmt uns mit nach Hessen. Es geht in das Jahr 1461. Hier lernen wir den 16jährigen Berthold kennen. Das Buch startet mit einer Hinrichtungsszene. Franz der Freund von Berthold soll als Hexer verbrannt werden. Währenddessen erleidet Berthold einen Zusammenbruch. Er hat während dieser Anfälle Visionen. Was er sieht ist beunruhigend. Fest steht für Berthold und seine Familie, dass er fortgehen muss um niemanden zu gefährden. Allerdings ist es fast zu spät, seine Widersacher entführen Mutter und Schwester und sperren den Vater ein um ihn zu foltern.
Im Laufe der sehr gut recherchierten Geschichte muss Berthold einige Abenteuer bestehen. Er lernt auf seinem Weg neue Freunde kennen, die ihm tapfer zur Seite stehen.
Dem Autor ist es mit Schattenfehde gelungen , mich für viele Stunden wunderbar zu unterhalten. Ich konnte einen guten Einblick in die damalige Zeit finden. Hier wurde quasi Geschichte leicht gemacht. Die Seiten sind nur so dahin geflogen und als es zur Zielgeraden ging , war die Freude groß, allerdings gab es auch ein wenig Jammer, ich hätte gerne noch weiter in das Leben von Berthold geblickt….
Der Schreibstil hat durch seine Leichtigkeit beeindruckt, bei der ich als Leser aber nie das Gefühl hatte, dass der nötige Ernst fehlen würde.
Mein Fazit:
Ein tolles historisches Buch , welches auch Leser anderer Genres begeistern dürfte.
~BL



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