Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Seiten

ebook

Rezension „Mord im Krimihotel“ von Ingrid Schmitz gelesen über @skoobe.de

Verlagsinfo, Klappentext

Ein Zimmer mit Leiche, bitte

Krimiautorin Lea Schein reist mit einer ordentlichen Portion Lampenfieber in das beschauliche Städtchen Hillesheim mitten in der Eifel. Dort blüht angeblich das Verbrechen. Selbstverständlich nur auf dem Papier. Inmitten der morbiden Atmosphäre eines Krimihotels soll sie mit ihren Lesungen den Wochenendgästen zu einem angenehmen Schauder verhelfen.

Aber nicht alle Anwesenden hat die spannende Kriminalliteratur hierhergelockt, wie Lea schon bald feststellen muss. Einige von ihnen haben ausgesprochen perfide Absichten. Ein beängstigender Stalker, ein undurchsichtiger Tätowierer und eine junge Dame, die ihren Bruder aus dem Gefängnis befreien will, bringen die Gruppe gehörig durcheinander.

Zum Entsetzen aller liegt plötzlich eine Tote auf dem Hotelparkplatz. Es handelt sich keineswegs um eine makabre Inszenierung, denn die Leiche ist echt! Lea Schein ermittelt – und diesmal nicht auf dem Papier.

 

Mord im Krimihotel von Ingrid Schmitz, Cover mit freundlicher Genehmigung von KBV. Gelesen über @skoobe.de

Mord im Krimihotel von Ingrid Schmitz, Cover mit freundlicher Genehmigung von KBV. Gelesen über @skoobe.de

Hier geht es direkt zum Buch 😉

https://www.skoobe.de/books/ingrid-schmitz/mord-im-krimihotel-ein-eifelkrimi

Hach meine Eifel, mein Hillesheim 😉

Ich liebe dieses Städtchen mit all seinen kriminellen Attraktionen!

Mit Mord im Krimihotel hat Ingrid Schmitz einen sehr schönen Krimi geschrieben. Der Leser wird auf leichte und luftige Art unterhalten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.

Auch wenn die Anzahl der Personen nicht gerade gering ist, so hat der Leser doch kein Problem mit den vielen Protagonisten. Jeder wurde so liebevoll mit all seinen Eigenarten beschrieben, einschliesslich der Hauptfigur, das man schon ein Gespür für „seine Pappenheimer“ bekommt.

Trotzdem gelingt es der Autorin sehr gut den Leser immer wieder auf eine andere Fährte zu locken.

Bei all der Aufregung und Spannung kommt aber in meinen Augen der Humor auch nicht zu kurz. Eine schöne runde Mischung aus allen Geschmacksrichtungen.

Mein persönliches Highlight waren aber die Beschreibungen des Krimihotels, in einem dieser Zimmer habe ich bereits selber übernachten dürfen und mich durch die tollen Beschreibungen sofort wieder dort hin versetzt gefühlt 🙂

Auch viele der anderen Schauplätze habe ich sofort wieder im Kopf gehabt.

Ich liebe Krimis, wenn sie gut geschrieben sind, spannend, eine Prise Witz und viel Lokalkolorit.

Daher bekommt dieser Krimi von mir

~BL

Rezension „Millionärin wider Willen – Elena Haus“ von Brigitte Teufl-Heimhilcher

Verlagsinfo, Klappentext

„Weiter geht es mit Elena, der glücklichen Lottogewinnerin, und ihrer Familie.
Nachdem Elena ihren Gewinn in ein Mietshaus investiert hat, beziehen ihr Sohn Axel und seine Familie eine der Dachgeschosswohnungen. Doch Axel ist wenig begeistert, als seine Schwester Kerstin ihre neue Anwaltskanzlei ebenfalls dort einrichtet und ihren Freund, der plötzlich als Alleinerziehender dasteht, gleich daneben einquartiert. Und was wird Elenas Freund sagen, wenn ihr Ex-Mann Ossi das alte Hofgebäude in eine Atelierwohnung umbaut?
Mit Umsicht und Tatkraft versucht Elena, alle Interessen unter einen Hut zu bringen – ob ihr das gelingen wird?“

Seiten: 279

 

Millionärin wieder Willen - Elena Haus von Brigitte Teufl-Heimhilcher

Millionärin wieder Willen – Elenas Haus von Brigitte Teufl-Heimhilcher

Ein wirklich schönes Buch, aber bitte zuerst  „Millionärin wider Willen: Elenas Geheimnis“ lesen. Dies ist dann quasi die Vorgeschichte 🙂

Hier ist der Klappentext.

„Aus Langeweile kauft die pensionierte Ärztin Elena einen Lottoschein – und gewinnt den Jackpot. Natürlich freut sie sich, doch sie hat alles was sie braucht.
Was also tun mit 6 Milliönchen?
An ihre Kinder weitergeben? Aber was würde das Geld mit den beiden machen?
Tochter Kerstin lebt nur für ihren Beruf als Anwältin, würde sie den Gewinn in eine Luxusimmobilie stecken, die sie gar nicht braucht?
Sohn Axel ist eher der freiheitsliebende Typ. Würde er auf der Stelle alles hinschmeißen und auf Weltreise gehen? Und welche Auswirkungen hätte das auf seine Familie?
Sie könnte einen Teil spenden? Aber wofür? Es gibt so viel Elend auf der Welt.
Elena beschließt, vorerst nur ihren Anwalt einzuweihen. Der ist neuerdings Witwer, und gefällt ihr von Mal zu Mal besser, aber er ist so unglaublich zurückhaltend. Während Elena überlegt, woran das liegen könnte, überstürzen sich die Ereignisse …“

Seiten: 203

Ich möchte Euch hier und jetzt aber über Millionärin wieder Willen – Elenas Haus erzählen.

Ich kenne die Autorin bereits seit einigen Jahren und greife immer mal wieder zu einem ihrer Romane.

Auch wenn ich sonst ja eher die Krimintante bin, so sind die heiteren Gesellschaftsromane von Brigitte Teufl-Heimhilcher auch immer wieder eine schöne Abwechslung.

Was mir an den Romanen von Brigitte Teufl-Heimhilcher am besten gefällt?

Es gelingt ihr immer wieder aufs Neue ihre Figuren so lebensnah aufzubauen, dass man das Gefühl hat es handele sich um den oder die Nachbarn von nebenan 🙂

Sehr gelungen bei Ihren Geschichten sind die Verknüpfungen und Verflechtungen der einzelnen Protagonisten untereinander. Es ist wie im wahren Leben, oft läuft nicht alles der Reihe nach, selten läuft es im Leben so wie man es sich wünscht aber ganz wichtig, immer wieder gibt es diese Momente in denen alles zusammenfindet.

Nachdem Elenas Mietshaus sich langsam füllt, könnte ja nun Ruhe in Ihr Leben einkehren, aber das wäre eben nicht das richtige Leben. Besonders wenn die Familie doch so eng beieinander ist, beziehungsweise im Laufe des Buches eben noch enger zusammenrückt. Da bleiben spannende Momente nicht aus.

Der Schreibstil ist leicht und spritzig und man kann diesen Titel wirklich gut zur Hand nehmen wenn man einfach mal abschalten möchte.

~BL

Rezension „Brandstifter“ von Martin Krist

Verlagsinfo, Klappentext

„Sie haben deinen Ehemann brutal ermordet – jetzt bedrohen sie deine Kinder!
Wie weit wird die junge Witwe Valentina gehen, um ihre Familie zu beschützen?

Problemlöser David Gross soll den Feuertod einer jungen Frau aufklären und gerät dabei selbst in lebensgefährliche Ermittlungen.
Doch die Sorge um seine eigene Familie lenkt ihn bald mehr ab, als ihm lieb ist ..“

Edel Elements

ISBN-13
B01NC12D50

Brandstifter

 

Brandstifter ist der zweite Thriller in dem  David Gross am Start ist. Ich denke es ist in diesem Fall von Vorteil wenn man auch den ersten Band „Dreckspiel“ auch gelesen hat. Brandstifter ist ein eigenständiger Teil, aber ich denke die Figur von  David Gross ist doch sehr komplex und es ist hier schon gut wenn man ihn von Anfang an erlebt.

Hier ist mal meine Rezi zu Drecksspiel.

Rezension „Drecksspiel“ von Martin Krist

Für mich gab es am Ende von Brandstifter dann ein kleines „Dejavu“ 😉 Aber ich will mal lieber von vorne anfangen.
Es ist ja schon einige Tage her, dass ich Drecksspiel gelesen habe, aber die Figur des  David Gross war mir recht schnell wieder im Kopf. Daher ging der Einstieg in Brandstifter auch reibungslos. Es war eh mal wieder so ein „Suchtbuch“ Die ersten Seiten fangen schon so tierisch spannend an und dann bringt Martin Krist fast an jedem Kapitelende einen Cliffhanger, wer kann da schon ein Buch einfach beiseite legen? Ich habe mir so etwas ja schon im Vorfeld gedacht, ist ja schliesslich nicht mein erster „Krist“ und habe mir daher ausreichend „Lesezeit“ eingeplant. Zu Recht wie ich meine.
Zu Anfang der Geschichte lernen wir Valentina kennen, es ist fast noch Nacht als Ihr Mann aufsteht um mit der Arbeit in seinem Büro zu beginnen. „Nur noch einmal in den Arm nehmen, nur noch einmal feste drücken…“ Beide ahnen in diesem Moment nicht, das es das letze mal ist.
Valentina wird ihren Mann am Morgen brutal ermordet in seinem Büro finden. Gut das sie mit den beiden kleinen Kindern bei einer Freundin unter kommen kann. Auch die Nanny der Kinder entpuppt sich als sichere Stütze für Valentina. Im Laufe der Geschichte gerät Valentina immer mehr an ihre Grenzen und muss sich immer öfter Fragen ob sie ihren Mann wirklich so gut kannte…
Aber auch  David Gross hat hier keine leichte Zeit. Eigentlich ist er immer noch auf der Suche nach seiner verschwundenen Frau. Auch die Beziehung zu seinem Sohn Jan ist immer noch sehr schwierig.  Jan macht sich in seinem Wohnheim nicht gerade Freunde aber David weiss sich hier auch nicht wirklich Rat. Und so ganz nebenbei soll er sich um einen seltsamen Fall kümmern. Eine Frau ist verbrannt und der eigene Mann soll Schuld daran sein. Da er aber bewusstlos im Krankenhaus liegt kann er nicht zur Auflösung beitragen.
Wie immer bringt der Autor schnelle Szenenwechsel so das die Seiten einfach nur so durch die Hände fliegen. Immer hat man das Gefühl die Richtung zu ahnen um dann auf der nächsten Seite wieder glatt ins offene Messer zu laufen 😉
Es gelingt Martin Krist seine Protagonisten sehr persönlich und menschlich zu gestalten. Auch die Nebenfiguren sind ausreichend tief „beleuchtet“ so dass man als Leser immer denkt, die oder den könnte ich schon mal in echt erlebt haben. Logisch ist dem Leser auch hier nicht jeder Charakter sofort sympathisch, aber ich denke das muss und soll ja auch gar nicht so sein.
Ich habe das Buch mit viel Freude verschlungen, allerdings musste ich über das Ende erst mal einige Tage schlafen 😉
Im ersten Moment dacht eich so ….NEIN  was ist das denn ??? Geht ja gar nicht.
Aber genau das ist das tolle, nach zwei Nächten überschlafen und nachdenken ist es eigentlich ein super Schluss 😉
Das macht für mich unter anderem einen Top Titel aus. Erst ist man sauer und dann merkt man, das der Autor es eben einfach nur gut kann!!!
Stern_Bewertung_4-5
~BL

[Gastrezension] Kleine Mutmachgeschichten von Britta Kummer, Christine Erdic, Heidi Dahlsen, Karin Pfolz

KLEINE MUTMACHGESCHICHTEN - Cover mit freundlicher Genehmigung vom Karina Verlag

KLEINE MUTMACHGESCHICHTEN – Cover mit freundlicher Genehmigung vom Karina Verlag

»Endlich kein Außenseiter mehr!
Über die eigenen Grenzen gehen!
12 Geschichten, die Mut machen!«, 

meint unser Gastrezensent Michael Reißig.

Dieses Buch unterstützt Gewaltopfer, die Autorin ist Mitglied im Verein „Respekt für Dich – Autorinnen gegen Gewalt“

Zum Inhalt

  • Christine Erdic leidet mit der Story vom kleinen Nick, der in ein Kobolddorf, in den hohen Norden Norwegens gezogen ist, die kleinen Mutmachgeschichten ein. Aufgrund einer Gehbehinderung, dem ein Unfall vorhergegangen war, fällt es ihm schwer, Anschluss an die anderen Kobolde des Dorfes zu finden. Nepomuck jedoch hat den kleinen Nick schnell ans Herz geschlossen, und er war zutiefst traurig gestimmt, da er beim Fußballspielen nicht mitwirken konnte. Nick verkrümelte sich an einsamen Orten, widmete sich als Zeitvertreib den handwerklichen Künsten. Doch dank des Rollstuhles, jenem völlig unerwarteten Geschenk, erweiterte sich sein Horizont. Erst nach mehreren Umzügen machte Nick erstmalig die Erfahrung, dass eine Beeinträchtigung keine Schande ist…
  • Britta Kummer hat sich den Leidensweg des kleinen, pummeligen Max angenommen. Dieser muss nicht nur verbal Spott und Hohn über sich ergehen lassen. Dessen sportliche Tölpelhaftigkeit sind für die Klassenkameraden ein willkommener Anlass, die Fäuste sprechen zu lassen, wobei Uwe, der Sohn des örtlichen Bürgermeisters besonders „Gefallen“ daran findet. Jedoch im Rahmen eines Praktikums in einem Tierheim wendet sich das Blatt, als es gilt, die Hunde über einen Parcour mit Hindernissen zu leiten…
  • Britta Kummer bringt als nächstes das Eulenkind Jule ins Spiel, das sich beim Fangen von Mäusen ausgesprochen dümmlichl anstellt, worüber sich ihre Artgenossen mächtig amüsieren. Jule erträgt dies nicht mehr und flüchtet in das angrenzende Waldstück, wo sie sich im Geäst eines Baumes versteckt. Plötzlich sorgen sich die Eulen, begeben sich auf die Suche und finden die verängstige Jule, die beginnt, den Grund für ihre scheinbares Unvermögen zu lüften…
  • Heidi Dahlsen nimmt das Schicksal von Johannes, der ein Leben im Schatten seiner beiden Geschwister führt, um die Leser auf fragwürdige Werte und deren Vorstellungen im Rahmen unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Johannes hat keinen Bock noch weiter sich den Gang zum Fußball- und zum Schwimmtraining sich anzutun, weil er einfach keine Erfüllung darin findet. Während ihre Zwillingsgeschwister aufgrund ihrer musikalischen, bzw. sportlichen Erfolge, nach allen Regeln der Kunst in den Himmel gehoben werden, kann Johannes es ihnen nie recht machen. Den Kontakt zu Tristan, dem einzigen Freund, haben die Eltern ihm auch noch strikt untersagt, da dessen Eltern nicht der bürgerlichen Schicht zugeordnet sind. Und auch in der Schule wird Johannes nach Strich und Faden gemobbt. Als er notgedrungen in Tristans Grundstück flüchtet, nimmt er sein Herz in beide Hände und entpuppt sich gar als Lebensretter…
  • Karin Pfolz hat in der Fledermaus Leopoldine eine passende Figur gefunden, die uns verinnerlicht, das es auch gilt, jene Verhaltensmuster zu respektieren, die ein Leben ebseits des hohen Lärmpegels lieben. Sie flüchtete aus der Höhle und freundet sich mit Eichhörnchen Bettina an, und frönt ihren Zeichenkünsten. Leopoldine nutzt ihr Zeichentalent und verpasst der Höhle eine Schönheitskur…
  • Heidi Dahlsen geht das Schicksal des fünf Monate alten Kätzchens Molly besonders tief unter die Haut, die von ihrer Mutter verstoßen worden ist. Eine beherzte Frau nimmt das Kätzchen auf und versucht dessen Seele mit zahllosen Streicheleinheiten zu erwärmen. Die panische Angst vor dem Katzenclo, und die Notwendigkeit, ihr Leben mit zwei weiteren Katzen und gar drei Hunden sich teilen zu müssen, schlug Molly mächtig auf den Magen, sodass Frauchen keine andere Wahl bleibt, als unter tierärztliche Kontrolle zu begeben. Ein dramatisches Ringen um Mollys Leben hält die Leser mächtig in Atem…
  • Christine Erdic nimmt die Ängste des dreizehnjährigen Tobias ins Visier. Dessen panische Angst vor dem Wasser hat der Junge zum Anlass genommen, um von einer Klassenfahrt an die Ostsee Abstand zu nehmen. So blieibt er zu Hause. Jedoch bei einem Ausflug mit der Vater stürzte dieser, sodass sich dessen Gattin um ihn kümmern musste. Ausgerechnet in jener bedrohlichen Situation hört er die Schreie eines kleinen Mädchens, das im nahe gelegenen See zu ertrinken drohte. Und plötzlich geschieht ein Wunder!…
  • Christine Erdic bewegt das Schicksal des im türkischen Anatolien lebenden Mädchens Berna sehr am Herzen. Deren Mutter kann weder Lesen noch Schreiben und Berna droht dasselbe Schicksal zu blühen. Berna wäre so gern in die Schule gegangen, während es Bruder Mehmet oft vorgezogen hat, diese zu schwänzen, um sich anderen Beschäftigungen zu widmen. Als dies dem Lehrer zu bunt geworden ist, sorgt dieser mit einem unangekündigten Besuch für einigen Wirbel, wenn auch nur bei Berna und deren Mutter, nicht aber beim Sohnemann, der – als habe er dies geahnt – kurz vor jenem „Überrraschungsbesuch“ das Weite gesucht hat. Doch als der Lehrer Berna in die Augen schaut, geschieht ein „Wunder“, das zu Freudentränen rührt…
  • Britta Kummer widmet sich in einer weiteren Erzählung dem Jungen Olli, dessen Eltern fast nichts zugetraut haben, weshalb er aufgrund seines unselbständigen Verhaltens von den Klassenkameraden als Zielscheibe auserwählt worden ist. Doch als ein Fremder das Mädchen Pia, das mit Olli die Schulbank drückt, in ein Auto zerrt, wirft das „Muttersöhnchen“ – das plötzlich unbändige Kräfte entwickelt – dessen unerträglichen Ballast ab, ohne dies zuvor ahnen zu können.
  • Britta Kummer lässt in der folgenden Geschichte das Schicksal der kleine Ziege Sina aufleben. Sie träumt auch vom Sieg in jenem Wettkampf, in dem es gilt einen Parcour, der mit anspruchsvollen Hindernissen gespickt ist, zu überwinden. Doch das Handicap mit nur drei Beinen aufgewachsen zu sein, scheint derenTräume zu verblassen…
  • Christine Erdic ist Koboldjunge Leander besonders ans Herz gewachsen. Dessen extremer Kleinwuchs sorgt dafür, dass er Spitznamen wie Erdnuckel mit sich herumschleppen muss, wobei der bullige Oskar Leander besonders auf dem Kieker hat. Als jedoch zwei Mädchen einer Baumhöhle klemmen, kann selbst Oskars „heldenhafte“ Frechheit die Mädchen nicht aus der Klemme befreien…
  • Heidi Dahlsen hält uns den Spiegel der dreizehnjährigen Sabrina vor. Der Umzug in eine andere Stadt behagt ihr überhaupt nicht. Dort stößt sie auf junge Mädchen ihres Alters, die nichts anderes im Sinn haben, als mit teuren Markenklamotten zu protzen, und alle die nicht mithalten können, mit blöden Sprüchen zu erniedrigen. Der tägliche Gang zur Schule – besonders die Fahrt im Schulbus – wird für sie zum Horrortrip. Sabrina kann kaum noch einschlafen und schwänzt sogar mehrmals den Unterricht. Deren Eltern suchen nach Auswegen und beschließen, ihr mit einem Hund als Haustier eine echte Freude zu bereiten. Toby und Sabrina freunden sich schnell an. Als Sabrina bei einem Spaziergang mit Toby ihren Peinigern Maja und Marlen begegnet, scheint jedoch vorerst alles beim Alten zu bleiben. Doch Sabrinas Dressurkünste sind nicht zu verachten…

Fazit

Mein Resümee zu dem Gemeinschaftswerk fällt überwiegend positiv aus. Alle Geschehnisse haben ein ums andere Mal bewiesen, dass ein Ausweg aus den Niederungen des Lebens gibt, obwohl – wie sooft im wahren Leben – der Zufall Pate steht. Einen besonderen Bezug zu den aktuellen Ereignissen, sehe in der Geschichte um das Mädchen Berna. Den patriarchalisch geprägten Lebensstilen, denen sich Mädchen, bzw. Frauen aus fremden Kulturkreisen unterzuordnen hatten, nahm Christine Erdic zum Anlass, uns Lesern zu sagen, dass auch uralte Verhaltensmuster zu knacken sind, was meistens einen langen Atem voraussetzt, der für mich auch die wichtigste Ursache ist, weshalb das Thema Migration die ohnehin schon klaffenden Gräben innerhalb unserer Gesellschaft, noch tiefer gerissen hat. Jenen beängstigen Gräben, die Arm und Reich voneinander trennen, hat sich Heidi Dahlsen in ihrer dramatischen Geschichte verschrieben, die den Spiegel des gepeinigten Johannis uns schonungslos vor die Gesichter hält, zumal dessen Eltern dem Jungen den Kontakt zu dessem einzigen Freund Tristan verboten hatte, weil dieser aus armen Verhältnissen stammte. Frau Dahlsens rührende Story liefert den Beweis, dass auch zufällige Umstände aus Außenseitern Helden werden lassen, und somit bewirken können, dass festgefahrenen Denkweisen in zahllosen Elternhäusern ins Wanken geraten. Ergänzend möchte ich aber noch sagen, dass dies nicht immer in diesen Formen möglich ist. Existent sind leider zahllose Fälle von Mobbing, die an Brutalität und Grausamkeit kaum noch zu überbieten sind. Da kann auf psychologische Hilfen wirklich nicht verzichtet werden. Lobenswert finde ich auch, dass in einigen Erzählungen Tiere zu Helden avancieren. Diese Sache hat aber einen Haken. Die Geschichten mit Tieren, bzw. Kobolden sind mehr auf die Jüngsten zugeschnitten. Jedoch die Storys, in denen Kinder, bzw. heranwachsende Jugendliche eine herausragende Rolle spielen würde ich etwas älteren Kindern, besonders aber auch den Erwachsenen wärmstens empfehlen. Daher halte ich eine Trennung von Tiergeschichten und den Geschichten, die die Schrecken des wahren Lebens dem Leser vor Augen führen, für sinnvoll. Dies ändert aber nur wenig am guten Gesamteindruck des Werkes. Nicht vorenthalten möchte ich jenen Umstand, dass auch Autoren dieses Buches schwere Schicksale über sich ergehen lassen mussten, wobei ich diesbezüglich Heidi Dahlsen besonders hervorheben möchte. Ihre Eltern werfen ihr selbst heute noch an den Kopf, dass sie nur auf die Welt gekommen war, weil sie Langeweile hatten. Eine Aussage, die ich für unfassbar halte. Sie litt unter starken Depressionen, machte ausreichend Bekanntschaft mit der Psychiatrie und als wäre das noch nicht genug gewesen, erkrankte die am Rande von Leipzig lebende Autorin auch noch an Krebs. Schon beim Lesen ihres Lebenslaufs gefriert einem fast das Blut in den Adern.

Meine Bewertung – 4 von 5 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

Gastrezensent
~MR

eBook-Informationen

Autorinnen: Heidi Dahlsen, Christine Erdic, Britta Kummer, Karin Pfolz
Umfang: 156 Buchseiten
Verlag: Karina Verlag, Wien
ISBN: 978-3-903056-44-2

Rezension „W2027 – World of Tomorrow“ von Florian Wentsch

Verlagsinfo, Klappentext

„W2027 – World of Tomorrow von Florian Wentsch ist eine packende, actionreiche Geschichte über Kassandra, eine junge Frau, die in der nahen Zukunft in einen Krieg zwischen Menschen und den außerirdischen Warden hineingezogen wird. Ihre Sympathien scheinen klar verteilt, doch dann gerät sie zwischen die Fronten. Sie beginnt die Propaganda zu hinterfragen und muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie wirklich steht. Sie hat Angst, denn die Zukunft der Menschheit hängt von ihrer Entscheidung ab.“

 

Cover_Komplett

 

Hier und da mache ich gerne mal einen Ausflug in das Genre Sience Fiction 🙂

Mit W2027 – World of Tomorrow von Florian Wentsch habe ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt.

Es gelingt dem Autor eine flüssige und spannende Schreibweise zu schaffen. Auch wenn die ersten Seiten zum Eingewöhnen gebraucht werden, so entwickelt sich die Geschichte sehr schnell.

Florian Wentsch bringt in seinem Debütroman eine Menge unter. Auf der einen Seite haben wir einen zukünftigen Konflikt zwischen Menschen und Außerirdischen Bewohnern der Erde. Die Warden haben ihre eigenen Vorstellungen wie das Leben auf der Erde gestaltet werden soll und da muss es zwangsläufig zu Problemen führen.

Die Hauptfigur in diesem Buch ist eine junge Frau Namens Kassandra. Eigentlich ist sie sich ziemlich sicher auf welcher Seite sie steht, doch dann wird sie auserkoren einen Undercover Einsatz beim „Feind“ zu bestehen. Zunächst glaubt Kassandra immer noch an „Ihre“ Werte und Ideale, aber je Länger sie sich mit dem sogenannten Feind abgibt um so mehr beginnt sie die Propaganda zu hinterfragen. Immer tiefer gelangen wir mit ihr in den Strudel der Ereignisse. Was ist richtig? Was ist falsch?

Dieser Roman ist ein Unterhaltungsroman und doch steckt so viel mehr in dieser Geschichte. Hier geht es um Werte um Freundschaft und um die Zukunft.

Gute Unterhaltung mit einem klasse „showdown“.

Bewertung: 4 Sterne

~BL

[Kurz-Rezension] zu Projekt Luna von Algis Budrys

Projekt Luna von Algis Budrys - skoobe screenshot

Projekt Luna von Algis Budrys – skoobe screenshot

Neben Thriller & Co. lese ich auch gerne SciFi. Vorgestern habe ich „Projekt Luna“ von Algis Budrys beendet – ein Klassiker dieses Genres. 

Es geht um ein lebensgefährliches Gebilde bzw. Labyrinth auf der Rückseite des Mondes, welches die Amerikaner unter Geheimhaltung erforschen. 

So viel zum Inhalt. 😊

Außerirdische Bauten, Mond, Forschung, Nervenkitzel, Geheimnisse usw. – das passt sehr gut in das Genre. Dennoch war ich sehr überrascht, dass es keine Science Fiction Literatur im klassischen Sinne für mich ist, es geht viel tiefer. Nicht das Außerirdische steht letzten Endes im Fokus sondern die menschliche Psyche, die Tragweite von Forschung und Entscheidungen sowie der philosophische Gedanke über Leben und Tod… 

Sehr gelungen und bestimmt auch eine Lektüre für Leser, die bisher noch kein Fuß in dem Genre fassen konnten. 
4 ⭐️⭐️️⭐️️⭐️️ gibt’s von mir. 

~Ilb

eBook-Rezension zu „Troublemaker – Wie ich Hollywood und Scientology überlebte“ von Leah Remini

Troublemaker von Leah Remini - Cover mit freundlicher Genehmigung vom mvg Verlag

Troublemaker von Leah Remini – Cover mit freundlicher Genehmigung vom mvg Verlag

»Troublemaker Leah Remini – vom Insider zum Outsider: über eine Entscheidung, die das eigene Leben und die ihrer Mitmenschen komplett verändert«

Zum Inhalt:

Leah Remini schaffte hierzulande durch ihre Rolle als „Carrie Heffernan“ an der Seite von Schauspielkollege Kevin James mit der Sitcom King of Queens ihren Durchbruch. In den USA war sie schon Jahre zuvor in vielen Sitcoms und Serien zu sehen – wenn auch nicht ganz so erfolgreich, wie mit King of Queens.

Beginnend mit ihrer Kindheit, der Trennung ihrer Eltern und dem Aufwachsen der Geschwister in Brooklyn in recht einfachen Verhältnissen, nähert sich das Buch den Hauptthemen: dem Erstkontakt zu Scientology, das Leben mit Scientology, das stete Auf und Ab des Schauspieler-Daseins in Hollywood, Promis bei Scientology, Lebenskrisen und Lebensziele, Familienplanung, das Erwachen und Hinterfragen, das Abstempeln seitens der Kirche als „Troublemaker“ und letztendlich die Verurteilung und Verbannung als so genannte „unterdrückerische Person“ – eine Abtrünnige – sowie das Leben danach. Weiterlesen

eBook-Rezension zu „Laufen. Essen. Schlafen.“ von Christine Thürmer

Laufen. Essen. Schlafen von Christine Thürmer - Cover mit freundlicher Genehmigung vom Piper Verlag

Laufen. Essen. Schlafen von Christine Thürmer – Cover mit freundlicher Genehmigung vom Piper Verlag

»German Tourist off road – Eine Frau, drei Trails und 12700 Kilometer Wildnis«

eBook-Informationen

Autorin: Christine Thürmer
Umfang: 288 Seiten
Verlag: Piper ebooks
ISBN: 978-3-492-97383-0

Zum Inhalt

„Laufen. Essen. Schlafen.“, was für ein simpler Titel und dennoch steckt eine aufregende Geschichte und eine großartige Frau hinter den drei kleinen Worten.

Der etwas andere Erfahrungsbericht von Christine Thürmer beginnt mit einer Idee, die sich der ein oder andere vielleicht erträumen mag, jedoch nie in die Tat umsetzen würde: Christine – eine äußerst erfolgreiche 40-jährige Geschäftsfrau – kündigt ihren gut bezahlten Job, um sich eine Auszeit im Ausland zu nehmen. Und nein, es handelt sich nicht um eine angenehme, mit Wellness gespickte Sightseeing-Tour sondern Christine hat sich den Pacific Crest Trail von Mexiko nach Kanada – sage und schreibe 4277 km Fußmarsch – als Urlaubsziel auserkoren.

Sportlich ist Christine absolut nicht und als Kind bzw. Jugendliche  fand sie wandern auch nicht sonderlich gut. Doch sie hat sich während eines USA-Aufenthaltes von anderen PCT-Hikern  inspirieren lassen und wollte selbst die Erfahrung machen, wie es ist, völlig auf sich allein gestellt, Tausende Kilometer weit durch die Wildnis zu wandern. Angespornt von ihrer Idee, beginnt Christine sich über das Internet zu informieren und ihre Wandererausrüstung nach den minimalistischen Gesichtspunkten zusammenzustellen. Sie wiegt Gramm für Gramm ab, reduziert auf das nötigste, um die besten Voraussetzungen für diesen Trip zu haben. Gedanken um die Wasserversorgung, wie Lebensmittel bärensicher aufbewahrt werden können, an welchen Stellen sie sich Care-Pakete mit bestimmten Produkten für den nächsten Streckenabschnitt zusenden lässt usw. beschäftigen Sie die letzten Wochen, bevor das große Abenteuer beginnt.

Auf der Tour von Mexiko nach Kanada ist Christine oftmals allein und trifft doch immer wieder auf bekannte Gesichter, wenn es heißt eine Wasserstelle zu finden, bei dem einen oder anderen Trail Angels etwas zu essen oder einen Schlafplatz zu bekommen oder an der nächsten Poststation sein vorausgesendete Care-Paket abzuholen.  Der Trail verlangt sehr viel von einem ab, jedoch lernt Christine die erste Regel der Hiker schnell zu schätzen: Der Trail gibt ganz viel zurück und versorgt einen mit dem nötigsten.

Auch Christine bekommt sehr viel von dem Trail zurück und zwar ein neues Lebensgefühl. Völlig banal erscheinen ihr plötzlich die weltlichen und sachlichen Dinge, wie der Job, das Auto, das Einkommen und sogar ein Dach über den Kopf zu haben. Nachdem sie den PCT  erfolgreich gemeistert hat, ist ihr eins klar geworden: Sie liebt die Freiheit, die Wildnis und ist zu einer wahren Langstreckenwanderin geworden. Der PCT war nur der Anfang – welchen sie sogar zwischen 2004 und 2008 insgesamt dreimal gewandert ist. Danach startete sie den Continental Divide Trail mit 4900 Kilometer und dem Appalachian Trail mit 3508 Kilometern. Mit purer Lebensfreude und dem „Triple Crown Award“ wurde sie belohnt – den Preis für all die Hiker, die es schafften alle drei großen USA-Trails zu wandern.

Mein Fazit

Wer bereits das Buch „Der große Trip“ von Cheryl Strayed oder die dazugehörige Buchverfilmung (die Hauptrolle besetzt durch Reese Witherspoon) kennt, der hat schon mal etwas vom Pacific Crest Trail gehört. Das schöne daran ist, dass sowohl Cheryl Strayed als auch Christine Thürmer den PCT  erfolgreich gemeistert haben und dennoch völlig unterschiedliche Gründe und Herangehensweisen an diese extreme Wanderung durch die Wildnis hatten. Dementsprechend ist für mich auch persönlich das eine Buch mit dem anderen nicht zu vergleichen, denn jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht.

Christine’s  Erzählungen sind nicht ganz so dramatisch – aber witzig, selbstironisch und wie ich finde sehr authentisch. Als „German Tourist“ hatte sie sehr schnell ihren Spitznamen unter den Hikern weg, aber sie wurde als Frau – oder gerade deswegen – sehr respektiert und sie hat sich auch behauptet und ihre Ziele erreicht. Neben den unglaublichen Landschaftseindrücken ist mir das Menschliche, was Christine erfahren hat, sehr in Erinnerung geblieben. Die eingeschworene Gemeinschaft der Thru-Hiker – die in der Not ihre letzte Ration Schokolade an jemanden abgeben, der keine Energie mehr hat. Das Lebensgefühl. Das Geld nicht alles im Leben ist und man mit viel weniger auskommt, als man denkt. Das man nur mit der richtigen Inspiration weit über sich hinaus gehen kann und plötzlich ein anderer Mensch sein kann…  Das, und das Gefühl von Fernweh, hat Christine mit ihrem Buch in mir ausgelöst.

Im nächsten Leben, mit etwas mehr Kraft, werde ich es genauso machen wie sie 🙂

Meine Bewertung – 5 von 5 Sterne

Bewertung: 5 Sterne

Ilb

eBook-Rezension „Tödliche Schlei“ von Gea Nicolaisen

Tödliche Schlei – Cover mit freundlicher Genehmigung von Midnight by Ullstein

Tödliche Schlei – Cover mit freundlicher Genehmigung von Midnight by Ullstein

Von der Physiotherapeutin zur Detektivin

eBook-Informationen

Autorin: Gea Nicolaisen
Umfang: 323 Seiten
Verlag: Midnight by Ullstein
ISBN: 9783958190665

Zum Inhalt

Hoch oben im Norden ist Lisei Marxen nun völlig auf sich allein gestellt. Ihre Familie wohnt weit weg und ihr Verlobter Bernhard ist vor kurzem bei einem tragischen Flugzeugunglück ums Leben gekommen. Allein Bernhards Hund – ein Weimaraner namens Tagdieb, auch liebevoll Taggi genannt – und das geerbte große Haus sind ihr noch geblieben. Als wäre die Trauerzeit nicht schon schlimm genug, so ist Lisei auch noch kurz davor, ihren Job als Physiotherapeutin zu verlieren.
In dieser Phase wird ihr ein neuer, letzter Patient für die Cranio-Sacral-Therapie zugewiesen, der einerseits irgendwie aufregend ist, andererseits aber auch etwas mysteriös. Genau eben dieser Patient, Trajan Broncovic, ist derjenige, der tags drauf erste Hilfe leistet als Lisei von einem Unbekannten im Auto angeschossen wurde.

Und plötzlich ist Trajan eine neue Konstante in Lisey’s Leben – der im Gegensatz zu ihrer inzwischen Ex-Chefin – nach ihr zu Hause schaut, ein offenes Ohr für sie hat und sich Sorgen um ihre Sicherheit macht. Während Lisey’s Genesungsphase kommen die beiden sich freundschaftlich näher – oder ist da etwa mehr…? Nun, Lisei wird aus Trajan einfach nicht schlau und daher versucht sie sich von ihrer Trauer, Unzufriedenheit und Ungewissheit abzulenken, indem sie die Geschäfte ihres verstorbenen Verlobten endlich sichtet und mit Trajan auf Spurensuche geht, wer auf sie geschossen haben könnte.

Spätestens als ihr sehr unfreundlicher und unliebsamer Nachbar keinesfalls freiwillig aus dem Leben scheidet, wird Lisei bewusst, dass sie nicht zufällig in eine Schusslinie geraten sondern womöglich das Ziel eines Mordanschlages ist. Die Situation für die zwei „Möchtegern-Detektive“ wird sehr gefährlich und das zarte Band ihrer Freundschaft bzw. Liebe wird hart auf die Probe gestellt.

Mein Fazit
„Tödliche Schlei“ ist ein unterhaltsamer Regio-Krimi, der zur gedanklichen Tätersuche in Kappeln und Umgebung einlädt. Die Autorin Gea Nicolaisen hat das nordische Flair und Gemüt sehr gut eingefangen und in einen kurzweiligen norddeutschen Krimi zu Papier gebracht. Man tappt als Leser des Öfteren im Dunkeln und ist sichtlich erfreut, dass der Spannungsbogen bis kurz zum Schluss gehalten wird. Ich kann also dieses Buch sehr gut als „nordische“ Urlaubslektüre empfehlen!

Meine Bewertung – 4 von 5 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

~Ilb

Rezension „Fassade“ von Michael Anderson

Klappentext

„Wen interessiert es schon, wenn in Japan ein Kind stirbt? In Deutschland sicher niemanden. Aber wenn der kleine Junge ausgerechnet aus dem Hotelfenster des deutschen Außenministers fällt, dann sieht die Sache schon anders aus. Kein Wunder also, wenn mit aller Kraft versucht wird, den Vorfall zu vertuschen. Und anfangs scheint die Rechnung aufzugehen, doch dann stirbt ausgerechnet der Medienberater des Ministers. Für die Öffentlichkeit ein tragischer Unfall, doch für Vincent Riemann, freier Journalist, der Auftakt für eine Recherche, die ihn auf die Spur eines weltweiten Pädophilen-Netzes bringt.

Eigentlich hatte Riemann den investigativen Journalismus an den Nagel gehängt, wollte nur noch Auto- und Reiseberichte schreiben und für seine Familie da sein. Doch der tote Medienberater war früher sein bester Freund und Riemann glaubt nicht an einen Unfall. Er fängt an, im Umfeld des Toten zu recherchieren und was er entdeckt, zieht ihn mehr und mehr in den Bann. Er wittert die ganz große Geschichte und merkt dabei nicht, wie er sich und seine Familie immer mehr in Gefahr bringt.

Er sammelt Indizien und Beweise in Deutschland, Japan und den USA. Doch während er immer tiefer eintaucht in ein Geflecht von sexueller Perversität, Hemmungslosigkeit und Gewalt, gerät sein eigenes Leben aus den Fugen. Plötzlich steht Riemann allein gegen einen Gegner, der versucht ihn mit allen Mitteln zu stoppen – und er ist mächtiger, als Riemann es sich je hätte vorstellen können.“

FASSADE - Michael Anderson - Thriller - V1

 

Ich bin ja eine erklärte Krimi und Thrillerliebhaberin. Und wenn dann die Geschichte auch noch in Deutschland spielt bin ich ja quasi schon am Start, ohne etwas über den Inhalt zu wissen 😉

Auch wenn wir hier bereits am Klappentext ersehen, dass wir mit diesem Buch auch ins Ausland übergreifen, so hat mich doch Titelbild und Klappentext bereits mächtig angesprochen.

Dieser Thriller hat mich über viele Stunden einfach nur erstklassig unterhalten. Es gelang dem Autor eine mehr als brisante Story zu entwickeln, in der es an nichts mangelt. Wir finden zum einen tolle und spannende Protagonisten, die in sich sehr gut ausgearbeitet sind. Man hat zu jeder Persönlichkeit immer genug Hintergrundinformationen, das man sich ein genaues Bild vom Charakter der jeweiligen Person machen kann. Schnell hat man hinter die eine oder andere „Fassade“ geblickt. Auch der Einblick in unsere mediale Welt ist gelungen. Man merkt sehr deutlich, das Michael Anderson sich im Bereich Medien recht gut auskennt.

Die Geschichte beginnt eigentlich gleich mit einem heftigen Knaller. Da stirbt ein kleiner Junge und der Leser merkt schnell das das Thema Kindesmissbrauch hier nicht nur mal am Rande angeschnitten wird. Ich persönlich finde es immer wieder sehr gut, wenn Autoren sich trauen, in ihren Büchern solche Themen aufzugreifen. Auch in Unterhaltungsliteratur kann, darf und sollte man auf bestimmte Themen aufmerksam machen! Die Art und Weise wie Michael Anderson dies hier einbringt ist mehr als gelungen. Bitte nicht falsch verstehen!!! Ich möchte damit jetzt auf keinen Fall andeuten, dass ich dieses Thema schön und lesenswert finde, ganz im Gegenteil, Kindesmissbrauch ist für mich eine der schlimmsten Straftaten überhaupt!!! Und genau deshalb finde ich es toll und mutig, das sich ein Autor damit auseinandersetzt. So überdenkt man das Thema wieder bewusster, man beobachtet seine Mitmenschen wieder ein klein wenig genauer.

Das wir als Leser im Laufe des Geschehens auch hinter die „Fassade“ der Politik blicken dürfen war für mich mehr als interessant. Hier konnte man doch schon erahnen, dass  nicht alles was an die Öffentlichkeit über die Presse gerät, immer der Wahrheit entspricht. Gut so ein klein wenig war mir das im Vorfeld schon bewusst, dass hinter vielen Personen im öffentlichen Leben etwas ganz anderes steckt, als man so denkt…

Mit Vincent Riemann hat der Autor eine sehr gute Hauptfigur entwickelt. Ich konnte als Leser viele seiner Gedankengänge nachvollziehen und habe mich gemeinsam mit ihm in den Fall verbissen.

Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und leichtgängig, so dass man das Buch gerne in einem Rutsch verschlingen möchte. Alles könnte sich im wahren Leben so abgespielt haben und das ist das erschreckendste daran. Einfach ein tolles Buch. Ach übrigens kommt die Liebe auch nicht zu kurz 😉

Für mich gab es eine „Klitzekleinigkeit“ die mich nun bewegt einen halben Stern abzuziehen. Ich möchte jetzt aber nicht Spoilern, daher fällt es mir schwer den genauen Punkt jetzt zu formulieren… Ich versuche es einfach mal zu umschreiben, es gibt einen filmreifen Showdown, der mehr als gelungen ist. Doch dann passiert noch eine Sache im privaten Bereich von Riemanns Leben, hier geht mir das eindeutig zu schnell und zu zackig…das scheint mir leider dann so doch ein wenig unglaubwürdig. Aber ich sehe das jetzt wahrscheinlich sehr kritisch und ich denke, das andere Leser mit dieser Situation vielleicht keine Probleme haben. Wie gesagt, ich jammere hier auf einem sehr hohen Niveau, das Buch hat schon alles was ein guter Thriller benötigt.

Stern_Bewertung_4-5

~BL

 

 

 

NetGalley-Mitglied
Professioneller Leser
Find us @
Blogverzeichnis - Bloggerei.de

Follow



Neu! News-Anmeldung

Möchten Sie die Neuigkeiten von unserem Blog per eMail erhalten? Dann melden Sie sich bitte an.