Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft
Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
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Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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buecherloewe

Rezension “ Endlichkeit der Geheimnisse“ von Hans-Peter Lorang

Verlagsinfo, Klappentext

„Endlichkeit der Geheimnisse – Kriminalgeschichten aus der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald
von Hans-Peter Lorang

Liebe, Eifersucht und Hass bestimmen in diesen sieben Kriminalgeschichten aus der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald die verworrenen Beziehungen zwischen Menschen, deren Leben von mörderischen Tragödien und skrupellosen Schandtaten beeinflusst wird. Mit akribischer Ermittlungsarbeit gelingt es Hauptkommissar Tiltmann und seinem Team die skurrilen Verbrechen aufzuklären. Aber auch Kommissar Zufall unterstützt die Kriminologen und führt zur Endlichkeit der Geheimnisse um Opfer, Täter und Tatorte.“

Seiten: 270

ISBN: 978-3-940760-18-0

Stephan Moll Verlag

Endlichkeit der Geheimnisse von Hans-Peter Lorang, Cover mit freundlicher Genehmigung von SMO Verlag.

Endlichkeit der Geheimnisse von Hans-Peter Lorang, Cover mit freundlicher Genehmigung von SMO Verlag.

Ich habe 10 Jahre Urlaub im Hunsrück gemacht. Ich kann euch sagen es lohnt sich, die Gegend ist wirklich toll und die Menschen dort sind einfach was besonderes.

Da ich Krimis liebe und eben auch den Hunsrück ist mir dieser Titel von Hans-Peter Lorang gleich ins Auge gefallen. Ich habe von diesem Autor bereits den einen oder anderen Titel gelesen und der SMO Verlag gefällt mir sowieso 😉

Ich wurde in kleinster Weise von diesem Titel enttäuscht 🙂

Auch wenn ich sonst nicht der Freund von Kurzgeschichten bin, da ich viel zu oft das Gefühl habe etwas verpasst zu haben, oder das entscheidende Details nicht beschrieben wurden, so kann ich bei den sieben Kurzkrimis die sich in diesem Buch befinden wirklich nicht meckern. Alle Geschichten kommen rund und schlüssig daher. Der Schreibstil ist bei jeder einzelnen flüssig und locker und mein persönliches Highlight sind natürlich die tolle Ortsbeschreibungen. Tatsächlich kenne ich den einen oder anderen Tatort bereits von eigenen Besuchen. Das macht das Spannungsgefühl natürlich gleich noch viel schöner 😉

Jede Geschichte hat eine ganz eigene Story und man kann das Buch gut und gerne an einem Stück verschlingen oder sich immer wieder für einen Kurzurlaub hineinlesen.

Was mir auch gut gefallen hat, das in allen Fällen Hauptkommissar Tiltmann und sein Team ermitteln, so hat man bei jedem neuen Fall doch auch immer wieder etwas Bekanntes dabei. Die Figuren sind übrigens sehr gelungen aufgebaut.

Für mich wirklich ein tolles Lesevergnügen, welches gleich zwei meiner Leidenschaften verbinden konnte.

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Neander“ von Micha Krämer gelesen über @SKOOBE_DE

Verlagsinfo, Klappentext

„Nach einem Discobesuch im Jahr 1991 verschwindet die 17-jährige Sabine Schiller spurlos.
Dreiundzwanzig Jahre später tritt die junge Humangenetikerin Dorothea Mühlflug eine Stellung in einem geheimen unterirdischen Forschungslabor im Westerwald an.
Schnell wird ihr klar, dass ihre Kollegen nicht nur an Primaten die Möglichkeiten einer neuen menschlichen Evolutionsstufe erforschen.“

Seiten: 416

ISBN 978-3-8271-9519-7

CW Niemeyer Buchverlage

Hier geht es direkt zu skoobe.de 😉

https://www.skoobe.de/books/micha-kraemer

Neander von Micha Krämer, Cover mit freundlicher Genehmigung von CW Niemeyer

Neander von Micha Krämer, Cover mit freundlicher Genehmigung von CW Niemeyer

Micha Krämer treffe ich bereits seit einigen Jahre regelmässig auf der Frankfurter Buchmesse, jedes mal freue ich mich auf einen kleinen Plausch mit dem sympathischen Autor 🙂

Aber zu meiner Schande muss ich gestehen das ich bis vor kurzem noch kein Buch von Ihm gelesen habe 🙁

Dies hat nur endlich ein Ende!

Bei skoobe.de bin ich neulich auf Neander gestossen und hab sofort mit dem Lesen begonnen. Nicht nur das Cover hat mich sofort angesprungen, auch der Klappentext hat mich elektrisiert. Ein richtig spannendes Thema hat sich Micha hier ausgesucht um seinen Krimi gut zu verpacken.

Vorab sei gesagt, das Micha Krämer einen tollen Schreibstil hat. Flüssig und leichtgängig treibt er uns durch seinen Roman.

Gentechnik. Fluch? Oder Segen?

Montabaur, ein Ort der mir immer wieder durch seinen Bahnhof im Gedächtnis ist. Oft bin ich mit meinem Mann dort auf der Autobahn vorbeigefahren und der Blick auf den Bahnhof hat sich schon in meine Erinnerung eingebrannt. Dieses Bild hatte ich auch beim Lesen immer wieder vor Augen. Besonders in dem Moment als eine der Hauptfiguren, Dorothea Mühlenflug, von Hamburg nach Montabaur kommt.

Dorothea will ihrer gescheiterten Beziehung entkommen und ist überglücklich über ihren neuen Job. Auch wenn es für sie erst mal seltsam ist in die Einöde des Westerwalds zu kommen, so scheint der neue Job doch sehr interessant zu werden. Sie lernt Stück für Stück ihre neuen Kollegen kennen und sie arbeitet sich im wahrsten Sinne des Wortes immer Tiefer in die Geschichte. Ihr Vater war einst ein Kollege vom neuen Chef. Als Dorothea mit ihrem Onkel über Vater und neuem Chef reden möchte, wird dieser kurz danach ermordet.

Was Thea im Laufe ihrer Arbeit alles erfährt und erlebt erschüttert nicht nur sie.

Ich habe damals die Sache mit Dolly dem ersten Klonschaf mitbekommen und man denkt schon darüber nach, wie weit die Forschung bis zum heutigen Tag gekommen sind. Bei mir ging während des Buches schon das Kopfkino an…

Dem Autor gelingt es in meinen Augen den Spannungsbogen bis zum Ende hin sehr hoch zu halten. So müssen gute Krimis sein!!!

Spannend, aufregend und natürlich darf die kleine Portion Gefühl auch nicht fehlen.

Die Protagonisten waren durch die Bank sehr gut ausgearbeitet. Ich habe für mich schnell meine Lieblinge gefunden.

Bewertung: 5 Sterne

~BL

 

Rezension „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“ von Jeremy Massey

Verlagsinfo, Klappentext

„Paddy Buckley ist mit Leib und Seele Bestatter. Als eine attraktive Witwe seine Zuwendung braucht, gibt er sie ihr – doch sie stirbt auf dem Höhepunkt seines körperlichen Trostes. Geschockt von diesem Erlebnis, überfährt er auf dem Heimweg einen Fußgänger. Der Tote ist der Bruder des gefährlichsten Gangsters von ganz Irland, Vincent Cullen. Jetzt hat er eine tote Witwe und einen toten Gangster am Hals, für die er obendrein auch noch die Beerdigung auszurichten hat! Er muss also höllisch aufpassen, sich nicht zu verraten. Denn Cullen hat geschworen, den Tod seines Bruders zu rächen. Eine rasante Verfolgungsjagd durch Dublin beginnt. Zum Glück ist Paddy einfallsreich und kann sich auf seine Freunde verlassen … Ein höchst amüsantes Betrugsmanöver und ein ausgebufftes Verwechslungsspiel um einen Leichnam vollenden diesen köstlichen, makabren und warmherzigen Roman.“

Seiten: 273

ISBN: 978-3-570-58555-9

carls books

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley von Jeremy Massey, Cover mit freundlicher Genehmigung von carls books

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley von Jeremy Massey, Cover mit freundlicher Genehmigung von carls books

 

Oh je 🙁

Was soll ich sagen, ich kann leider keine Rezension zu diesem Titel abliefern, das finde ich besonders schlimm, da ich hier ein Rezensionsexemplar erhalten habe.

Und doch habe ich mich entschieden das Buch nach der Hälfte abzubrechen. Ich werde Euch auch noch erzählen warum es mich nicht begeistern konnte.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich es wirklich so machen darf. Aber dann dachte ich mir, man darf und muss sich treu bleiben und nur weil mir der Titel so gar nicht gefallen hat, ist es ja kein schlechtes Buch!

Vom Schreibstil gab es für mich auch nichts zu meckern, flüssig, flapsig und locker kommt Jeremy Massey daher.

Paddy Buckley scheint ein Pechvogel zu sein, man mag ihn eigentlich auch recht gerne leiden, er scheint in seiner irischen Seele ein „guter“ Mensch zu sein. Auch die Beschreibungen des Berufes scheinen mir sehr stimmig zu sein. Hier wurden im Verlauf der Geschichte auch das eine oder andere Arbeitsgerät genauer beschrieben, interessant und spannend.

Also eigentlich alles in allem doch gar nicht so schlecht.

Und doch ging mir der gute Paddy ab einem gewissen Zeitpunkt dermassen auf den Keks 🙁

Bis knapp über die Hälfte habe ich mich dann noch gequält, aber das Lesevergnügen hat sich für mich nicht eingestellt.

Daher gibt es für diesen Titel auch keine Sternchen 🙁 naja einen wenigsten

Wer Spaß an tragisch/komischen Figuren hat und es gerne etwas skurril mag, der sollte doch einfach mal in eine der großzügigen Leseproben reinlesen, ich denke hier werdet ihr schnell merken ob ihr Paddy und seine Geschichte lesen wollt.

Stern_Bewertung_1

~BL

Rezension „Lena liest ums Leben“ von Manfred Mai

Verlagsinfo, Klappentext

„Als ihr Papa plötzlich schwer erkrankt, ist Lena untröstlich. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und überlegt, womit sie ihm am besten helfen kann – obwohl die Ärzte ihn bereits aufgegeben haben. Schließlich stößt sie in der Stadtbücherei auf die richtige »Medizin«, die in keinem Lehrbuch zu finden ist. Alles nur Zufall? Lena ist sich sicher, dass die Geschichte um Franziska, Nasrin, Fabrizio und den Sonderling Martin Maier, die sie ihrem Papa bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorliest, ihm wieder auf die Beine hilft. Um den Zauber einer unglaublichen Gesundung aber nicht zu brechen, darf sie darüber mit niemandem reden, nicht einmal mit ihrer Mama. Das Geheimnis zu wahren verwandelt Lena – es kostet Kraft, schärft ihren Sinn für das Wesentliche, lässt sie reifen.“

Seiten: 176

ISBN:  978-3-944788-42-5

Fabulus Verlag

Lena liest ums Leben von Manfred Mai, Cover mit freundlicher Genehmigung von Fabulus Verlag

Lena liest ums Leben von Manfred Mai, Cover mit freundlicher Genehmigung von Fabulus Verlag

Ein großes Kompliment an den Fabulus-Verlag.

Hier wurde von Manfred Mai ein wichtiges Thema verarbeitet. Wie kann es Kindern gelingen sich mit schweren Krankheiten von Familienmitgliedern auseinander zu setzen? Ich für mein Gefühl finde das Thema sehr gelungen und feinfühlig umgesetzt.

Weiterhin fällt mir die wunderschöne Verarbeitung des Buches sehr ins Auge. Der Seitenanschnitt ist dezent hellblau eingefärbt, die Farbe findet sich im Titelbild wieder. Wir sehen Lena auf einer Bank mit Tisch sitzend. Von hinten ist sie zu sehen und ihr Blick folgt den gelesenen Seiten, die über einen blauen Himmel schweben. Toll gemacht!!! Der Einband fühlt sich auch eher wie Stoff an, als Papier. Autorenname und Titel sind leicht erhaben beim drüber „streicheln“. Einfach ein schönes Erlebnis!

Am Anfang hatte ich einige persönliche „Berührungsängste“. Letztes Jahr hatte ich als Tochter und Schwiegertochter auch einiges mit schweren Krankheiten in der Familie durchzustehen und wenn die erste Enkeltochter dann noch Lena heisst macht es das alles gleich noch um vieles intensiver.

Manfred Mai schafft es die Problematik von schweren Erkrankungen eines nahen Familienmitglieds kindgerecht umzusetzen. Wir begleiten Lena und erleben ihre Sorgen und Ängste ganz intensiv mit. Ich glaube das sich Kinder sehr gut in Lena einfühlen werden, auch ich habe sehr oft meine Gedanken fliessen lassen während ich das Buch las.

Toll wie es Lena gelingt mit der Situation umzugehen und ihren eigenen Weg zu finden. Gut vorstellbar das dieser Titel eine Hilfestellung sein kann. Mit 176 Seiten ist der Titel auch in einer moderaten Länge für Kids.

Von mir bekommt das Buch volle Sternchenzahl

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Die Wetterkarte der Natur“ von Hans Boes

Verlagsinfo, Klappentext

„Im Buch „Die Wetterkarte der Natur“ fasst der Autor seine Lebenserfahrung in Worte und macht sie so allen interessierten „Wetter-Propheten“ zugänglich. Gleichzeitig finden in diesem Werk seine Liebe zur Natur und sein Traditions­bewusstsein Niederschlag. Bei seinen Hörern war Hans Boes aber auch für seinen Humor bekannt und beliebt. Meist endete seine Wettervorhersage mit einem Spruch. Manchmal war es eine Bauern- oder Wetterregel, oft auch eine gereimte Eigenschöpfung, die die Hörer mit einem Schmunzeln ins Wochenende schickte. Viele der Zitate sind in diesem Buch nachzulesen.

Von heiter bis wolkig, nicht nur in Bezug auf das Wetter“

Seiten: 64

ISBN 978-3-941200-49-4

Kontrast Verlag

Die Wetterkarte der Natur von Hans Boes, Cover mit freundlicher Genehmigung von Kontrast Verlag

Die Wetterkarte der Natur von Hans Boes, Cover mit freundlicher Genehmigung von Kontrast Verlag

Auf der Frankfurter Buchmesse bin ich wie immer zu einem kurzen Besuch am Kontrast Verlag gewesen. Dieser Verlag hat immer wieder sehr spezielle und schöne Titel im Angebot.

Die Wetterkarte der Natur, ist ein kleines Büchlein mit viel Inhalt. Ich bin eigentlich ein „Stadtkind“ und da beobachtet man die Natur nicht wirklich. Wie das Wetter die nächsten Tage wird? Naja, das schaut man eben im Fernsehen oder im Internet 😉

Aber das schöne Titelbild hat mich so angesprochen das ich doch mal und das Buch reingeschnuppert habe. Der Schreibstil hat mir auf Anhieb gefallen und ich dachte das möchte ich gerne lesen.

Ein wirklich tolles Buch in dem einiges angesprochen wird. Man kann wirklich viel an der Natur erkennen und auch die eine oder andere Bauernregel hat auch heute noch ihre „Richtigkeit“. Es war für mich sehr interessant so viel über die Wetterbeobachtung zu lesen.

Auch das eigene Leben hat der Autor sehr schön beschrieben. Hier und da hat er die eine oder andere Anekdote aus seiner „Wetterbeobachtungslernzeit“ eingefügt.

Ein schönes Buch, welches sich auch toll als Geschenk eignet.

Bewertung: 5 Sterne

~BL

 

Rezension „Wiederbelebung“ von Christoph Spielberg

Verlagsinfo, Klappentext

“Auf der Intensivstation der Humana-Klinik häufen sich die Todesfälle. Oberarzt Dr. Felix Hoffmann ist überzeugt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Als ein Kollege spurlos verschwindet und ein Pfleger ums Leben kommt, wird klar, dass tatsächlich mehr hinter der Sache stecken muss. Doch bei der Lösung des Rätsels steht Dr. Hoffmann sich selbst im Weg. Wieder einmal ist es seine kluge Lebensgefährtin Celine, die ihn auf die richtige Fährte bringt. Zu spät erkennt er, wie groß die Gefahr ist, in die er sich begeben hat …“

Seiten: 272

ISBN 978-3-89809-546-4

be.bra verlag

Wiederbelebung von Christoph Spielberg, Cover mit freundlicher Genehmigung von be.bra verlag

Wiederbelebung von Christoph Spielberg, Cover mit freundlicher Genehmigung von be.bra verlag

Dies war mein erster Roman von Christoph Spielberg.

Grundsätzlich hat mir der Schreibstil des Autors recht gut gefallen. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen.

Die Hauptfigur ist Oberarzt Dr. Felix Hoffmann. Eigentlich macht er auf mich als Leser einen recht angenehmen Eindruck.

Im ersten Moment hat mich der Roman ein wenig an die TV Serie Dr. House erinnert, diese wurde auch immer mal wieder im Buch erwähnt. Das Hauptthema des Romanes sind die gehäuften Todesfälle in der Humana-Klinik. Dr. Hoffmann ist sich ziemlich sicher, dass hier einiges im Argen liegt.

Wir begleiten die Hauptfigur auf der Spurensuche. Felix wird von seiner Freundin bei den Ermittlungen unterstützt. Wo immer die beide Auftauchen kommt es zu weiteren Problemen.

Der eine oder andere medizinische Fachbegriff wird schon eingeflochten, aber auch ohne große Kenntnisse kann man alles verstehen.

Die Geschichte baut sich immer weiter auf und man bekommt einen kleinen Blick hinter die Kulissen.

Felix und Celine tauchen immer tiefer ein und müssen die eine oder andere Befragung von Kommissar Czernowske über sich ergehen lassen. Dieser Kommissar ist schon etwas speziell, würde ich mal meinen 😉

Grundsätzlich hat mir dieses Buch einige nette Lesestunden beschert, aber ich muss jetzt nicht sofort zu einem weiteren Titel von Christoph Spielberg greifen.

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension „Wir waren fünf“ von Viktor Mann, Manfred Bosch

Verlagsinfo, Klappentext

„Quasi als literarischen Quereinsteiger wollte sich der jüngste Bruder Heinrich und Thomas Manns noch vor Vollendung seines Erinnerungsbuches selbst vorgestellt sehen. Und doch beweist „Wir waren fünf“, dass Viktor Mann mit seinen ganz anderen Voraussetzungen, mit seiner gleichwohl großen, humorvollen Erzählergabe Teil jener erstaunlichen Familie ist, in der das Schreiben ein „erbliches Laster“ war. Seit seinem Erscheinen im Jahre 1949 hat sich „Wir waren fünf“ als ein Standardtitel der Mann-Literatur bewährt, wiewohl über Viktor Mann so manch absprechendes Urteil gefällt wurde. Die vorliegende Neuausgabe versucht in ihrem Nachwort eine korrigierende Perspektive und zeigt auf, was am jüngsten der Mann-Brüder im Sinne einer gerechteren Einschätzung seiner Person gut zu machen bleibt.

 

  • Komplett überarbeitete und erweiterte Neuausgabe des auto- und familienbiografischen Erinnerungsbuches von Viktor Mann, das 1949 erstmals im Südverlag erschienen ist
  • Mit einem würdigenden Nachwort von Manfred Bosch
  • Mit einem ausführlichen Anhang
  • Attraktive Gestaltung und bibliophile Ästhetik“

 

Seiten: 654

ISBN 978-3-87800-102-7

Südverlag

Wir waren fünf von Viktor Mann, Manfred Bosch, Cover mit freundlicher Genehmigung von Südverlag

Wir waren fünf von Viktor Mann, Manfred Bosch, Cover mit freundlicher Genehmigung von Südverlag

 

Die Familie Mann, ich denke fast jeder hat schon mal das eine oder andere von ihr gehört. So geht es auch mir, in der Schule war es ganz sicher mal Thema und ich meine mich dunkel daran zu erinnern, das ich „Die Buddenbrooks“ in irgendeiner Verfilmung gesehen habe. Aber ganz ehrlich, so wirklich viel ist nicht hängen geblieben.

Nun hat der Südverlag eine komplett neu überarbeitete Ausgabe des Titels herausgebracht. Erstmal erschienen in 1949 und nun im neuen Kleid mit einer sehr schönen Aufmachung im Handel. Mich hat das schöne Titelbild gleich angesprochen und die Verarbeitung des Buches ist hervorragend. Die Seiten haben eine schöne Haptik und fassen sich angenehm an. Das Buch riecht gut, das ist irgendwie eine kleine Macke von mir 😉 aber beim Lesen kann ein unangenehmer Geruch, der einem Buch entströmt auch gerne mal für Kopfschmerz sorgen (kommt leider bei neuen Büchern hier und da mal vor). Die gesamte Verarbeitung ist sehr zufriedenstellend. Die Bindung ist einwandfrei und das Buch verfügt über ein Lesebändchen! Ich habe tausende von Lesezeichen, aber meist genau dann wenn ich ein bestimmtes Buch anfange keins zur Hand 😉 da ist ein Lesebändchen eine tolle Sache. Auch die Qualität des Papiers scheint mir sehr hochwertig. Es fühlt sich wunderbar glatt an und die Seiten sind sehr stabil, obwohl sie angenehm dünn sind.

Aber nun erst mal genug zu dem Buch an sich, kommen wir zum Inhalt.

Mutig habe ich mich in das Leben der Familie Mann fallen lassen. Ich gebe zu, dass ich mich mit dem Sprachstil erst anfreunden musste. Der Schreibstil ist auf seine eigene Art und Weise schon leichtgängig, aber ich für mich brauchte für dieses Buch Ruhe. Der Titel verlangt die volle Aufmerksamkeit des Lesers. Das hat ja eigentlich jedes Buch verdient, aber wenn man ehrlich zu sich selber ist kann man sagen, das man hier und da eben auch mal durch die Seiten galoppiert. Des Weiteren braucht ich immer mal wieder eine Pause, nicht das mich das Buch nicht gefesselt hätte, ich habe eher das Gefühl als wollte sich das Gelesene seinen festen Platz einräumen.

Viktor Mann, der jüngste Spross der Familie, ist der kleine Bruder der berühmten Schriftsteller Thomas und Heinrich Mann. In diesem, seinem einzigsten Buch,  erlaubt er uns hier ein wirkliches Eintauchen in die Familiengeschichte. Er vermittelt uns einen deutlichen und ich denke auch sehr ehrlichen Einblick in die eigene Familie. Vom eigenen Aufwachsen bis hin zum Lebenslauf der Geschwister ist hier alles enthalten.

Auch die verschiedenen Wohnorte der Familie werden schön und ausführlich beschrieben.Im Spiegel der Zeit bekommt man auch eine Vorstellung der politischen Lage. Sa das man als Leser ein geschlossenes Bild geliefert bekommt.

Sehr gut gefallen hat mir auch das ausführliche Machwort von Manfred Bosch.

Für meine Begriffe ist dieses Buch eine Bereicherung für jedes Buchregal.

Bewertung: 5 Sterne

~BL

 

Rezension „“Die Gästeliste“ von Sanne Averbeck

Verlagsinfo, Klappentext

„Die Welt ist ein Dorf und Facebook sein schwarzes Brett. Carola Martins hat die Menschen und sozialen Netzwerke fest im Griff. Regelmäßig veranstaltet sie Partys, zu denen sie wichtige Persönlichkeiten einlädt, und erschleicht sich subtil Vorteile. Ihrer Karriere im Rampenlicht scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Doch gerade, als sie den bedeutendsten Erfolgen entgegensieht, werden Menschen aus ihrem Bekanntenkreis brutal ermordet. Alles deutet auf Carola als Täterin hin. Offenbar will jemand…“

Seiten: 416

ISBN: 978-3-7363-0240-2

LYX

Die Gästeliste von Sanne Averbeck, Cover mit freundlicher Genehmigung von LYX

Die Gästeliste von Sanne Averbeck, Cover mit freundlicher Genehmigung von LYX

 

Mein Buchgefühl

Lange konnte mich kein Buch so fesseln wie dieses !!!

Ich gute mich hier eben mal ;-), mir fällt es seit einiger Zeit wirklich immer wieder schwer mich ganz in ein Buch fallen zu lassen. Es gab in den letzten Wochen und Monaten wirklich schöne Titel, die mir echt gefallen haben und doch war es sehr oft so, dass ich ein Buch nach einiger Zeit beiseite gelegt habe und immer wieder eine Lesepause machen musste. Ich denke das liegt ein wenig an der privaten Situation, die noch nicht so ganz wieder gerade gerückt ist, daher schweifen die Gedanken einfach viel zu oft ab. Aber was soll ich euch sagen, die gute Sanne Averbeck hat mich einfach nur mitgerissen.

Die Gästeliste hat mich mit den ersten Seiten einfach aufgesogen, mir blieb gar nichts anderes übrig als die Welt und die Zeit um mich herum zu vergessen.

Selber habe ich mich lange Zeit gegen die Nutzung von Facebook gewehrt, ich hab immer gesagt ich brauch das nicht. Ja, eigentlich braucht man es auch nicht, aber auf der anderen Seite kann man doch eine Menge erreichen. Wie vieles im Leben, oder sollte ich gleich sagen wie alles im Leben, gibt es auch hier zwei Seiten. In der Gästeliste hat die Autorin eine Hauptfigur aufgefahren, die unter anderem durch eine mehr als geschickte Nutzung von sozialen Netzwerken zu einer „bekannten“ Persönlichkeit wurde. Carola Martins hat es geschafft. Sanne Averbeck stellt ihr Hauptfigur definitiv nicht eben als einen netten Menschen dar. Übrigens ist niemand aus diesem Buch so wirklich nett 😉 Keiner der Protagonisten hat es geschafft mein Herz zu erobern und doch ist dieses Buch definitiv mal wieder ein Lesehighlight!

Wer auf Carolas  Partys eingeladen wird fühlt sich wichtig. Aber kommen darf nur wer wirklich nützlich für Carolas Weiterkommen ist. Daher pflegt sie eine ausführliche Gästeliste. Hier gibt es auch immer wieder die eine oder andere Information über die Gäste, die Carola für Wichtig empfindet. Klar das diese Liste nie in falsche Hände kommen darf. Und dieses Risiko auszuschließen befindet sich die Liste an einem geheimen Ort und es gibt keine Klarnamen auf den Ordnern mit den Informationen. Hier greift Carola trotz gutem Versteck lieber auf eine Verschlüsselung durch Symbole.

Als dann im Laufe der Geschichte immer wieder Menschen zu Tode kommen die auf Carolas Partys eingeladen sind muss Carola alles auf eine Karte setzten. Durch geschicktes agieren und kommentieren auf den öffentlichen Kanälen versucht sie ihre „Stellung“ zu halten.

Super interessant, wie es Sanne Averbeck gelingt die Spannung immer wieder nach oben zu treiben. Sie hat einfach ein Gespür für menschliche Abgründe und schafft es alles schlüssig und stimmig umzusetzen. Mich hat es fasziniert von „Aussen“ zu beobachten. Ich will hier auch gar nicht weiter über den Inhalt ausholen, da ich der Meinung bin, das der Leser hier einfach selber in die Seiten springen soll. Es lohnt sich!

Das war genau das was ich von einem Thriller möchte. Auf der ersten Seite abgeholt und dann nicht mehr losgelassen.

Dieser Thriller bekommt die volle Sternchenzahl von meiner Seite und ich lehne mich jetzt einfach sehr früh im Jahr schon mal aus dem Fenster und behaupte das dies vielleicht sogar mein Lesehighlight 2017 werden könnte 🙂 Bis jetzt ist es das auf alle Fälle!!!

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Brandstifter“ von Martin Krist

Verlagsinfo, Klappentext

„Sie haben deinen Ehemann brutal ermordet – jetzt bedrohen sie deine Kinder!
Wie weit wird die junge Witwe Valentina gehen, um ihre Familie zu beschützen?

Problemlöser David Gross soll den Feuertod einer jungen Frau aufklären und gerät dabei selbst in lebensgefährliche Ermittlungen.
Doch die Sorge um seine eigene Familie lenkt ihn bald mehr ab, als ihm lieb ist ..“

Edel Elements

ISBN-13
B01NC12D50

Brandstifter

 

Brandstifter ist der zweite Thriller in dem  David Gross am Start ist. Ich denke es ist in diesem Fall von Vorteil wenn man auch den ersten Band „Dreckspiel“ auch gelesen hat. Brandstifter ist ein eigenständiger Teil, aber ich denke die Figur von  David Gross ist doch sehr komplex und es ist hier schon gut wenn man ihn von Anfang an erlebt.

Hier ist mal meine Rezi zu Drecksspiel.

Rezension „Drecksspiel“ von Martin Krist

Für mich gab es am Ende von Brandstifter dann ein kleines „Dejavu“ 😉 Aber ich will mal lieber von vorne anfangen.
Es ist ja schon einige Tage her, dass ich Drecksspiel gelesen habe, aber die Figur des  David Gross war mir recht schnell wieder im Kopf. Daher ging der Einstieg in Brandstifter auch reibungslos. Es war eh mal wieder so ein „Suchtbuch“ Die ersten Seiten fangen schon so tierisch spannend an und dann bringt Martin Krist fast an jedem Kapitelende einen Cliffhanger, wer kann da schon ein Buch einfach beiseite legen? Ich habe mir so etwas ja schon im Vorfeld gedacht, ist ja schliesslich nicht mein erster „Krist“ und habe mir daher ausreichend „Lesezeit“ eingeplant. Zu Recht wie ich meine.
Zu Anfang der Geschichte lernen wir Valentina kennen, es ist fast noch Nacht als Ihr Mann aufsteht um mit der Arbeit in seinem Büro zu beginnen. „Nur noch einmal in den Arm nehmen, nur noch einmal feste drücken…“ Beide ahnen in diesem Moment nicht, das es das letze mal ist.
Valentina wird ihren Mann am Morgen brutal ermordet in seinem Büro finden. Gut das sie mit den beiden kleinen Kindern bei einer Freundin unter kommen kann. Auch die Nanny der Kinder entpuppt sich als sichere Stütze für Valentina. Im Laufe der Geschichte gerät Valentina immer mehr an ihre Grenzen und muss sich immer öfter Fragen ob sie ihren Mann wirklich so gut kannte…
Aber auch  David Gross hat hier keine leichte Zeit. Eigentlich ist er immer noch auf der Suche nach seiner verschwundenen Frau. Auch die Beziehung zu seinem Sohn Jan ist immer noch sehr schwierig.  Jan macht sich in seinem Wohnheim nicht gerade Freunde aber David weiss sich hier auch nicht wirklich Rat. Und so ganz nebenbei soll er sich um einen seltsamen Fall kümmern. Eine Frau ist verbrannt und der eigene Mann soll Schuld daran sein. Da er aber bewusstlos im Krankenhaus liegt kann er nicht zur Auflösung beitragen.
Wie immer bringt der Autor schnelle Szenenwechsel so das die Seiten einfach nur so durch die Hände fliegen. Immer hat man das Gefühl die Richtung zu ahnen um dann auf der nächsten Seite wieder glatt ins offene Messer zu laufen 😉
Es gelingt Martin Krist seine Protagonisten sehr persönlich und menschlich zu gestalten. Auch die Nebenfiguren sind ausreichend tief „beleuchtet“ so dass man als Leser immer denkt, die oder den könnte ich schon mal in echt erlebt haben. Logisch ist dem Leser auch hier nicht jeder Charakter sofort sympathisch, aber ich denke das muss und soll ja auch gar nicht so sein.
Ich habe das Buch mit viel Freude verschlungen, allerdings musste ich über das Ende erst mal einige Tage schlafen 😉
Im ersten Moment dacht eich so ….NEIN  was ist das denn ??? Geht ja gar nicht.
Aber genau das ist das tolle, nach zwei Nächten überschlafen und nachdenken ist es eigentlich ein super Schluss 😉
Das macht für mich unter anderem einen Top Titel aus. Erst ist man sauer und dann merkt man, das der Autor es eben einfach nur gut kann!!!
Stern_Bewertung_4-5
~BL

Leipziger Buchmesse 2017

Auch ich konnte dieses Jahr wieder einen Tag auf der Messe verbringen. Leider hat es dieses Jahr nicht geklappt mich mit I_Love_Books zu treffen. Das war echt schade, denn ohne sie wäre ich vielleicht nie auf die Messe gegangen beziehungsweise hätte ich ohne sie nie Rezensionen geschrieben. Ich kann mich immer noch gut an unseren ersten gemeinsamen Messebesuch erinnern. Was war das aufregend 😉

Ganz ehrlich, an dem Tag damals habe ich noch nicht damit gerechnet bald mit Ihr gemeinsam diesen Blog hier zu betreiben, wenn mir das morgens einer gesagt hätte, den hätte ich ausgelacht. Heute bin ich einfach nur froh, das alles so gekommen ist.

Also auf diesem Weg noch mal ein Riesen Dankeschön an die liebe Nicci, ohne die ich viele Bücher nicht kennengelernt hätte 🙂

Ich war dieses Jahr schon am Donnerstag in Leipzig und ich muss sagen das es irre voll war. Ich hätte nicht damit gerechnet, das am ersten Messetag so ein Betrieb herrscht. Aber es war wie immer so aufregend buchig….

Es gab einige tolle Begegnungen. Besonders das Treffen mit Iny und Elmar Lorentz bleibt wieder in schöner Erinnerung. Die wunderbare Sonja Rüther hat uns auch eine „Audienz“ gewährt 😉 Von Ihr werde ich euch demnächst einen ganz tollen Titel vorstellen. Sie hat unter dem Namen Sanne Averbeck „Die Gästeliste“ bei Lyx veröffentlicht. Diese Rezi werde ich bald hier auf der Leseleidenschaft einstellen. Ihr dürft gespannt sein! Der Titel hat das Zeug zum Jahreshighlight zu werden 🙂

Im Hörbuchbereich habe ich auch wieder schöne Sachen für mich entdeckt.

Ich denke die eine oder andere schöne Rezi wird es im Nachgang zur Messe von uns geben.

Auch hier noch mal meinen Dank an alle Aussteller, Autoren und die Macher der Messe!!! Schön das ihr uns so buchverrückte Tage ermöglicht!!!

~BL

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