Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Seiten

Monatsarchive: Dezember 2017

Rezension „Absinth Geschichten im Rausch der grünen Fee“

Verlagsinfo, Klappentext

„Absinth – Das Getränk der Künstler
Gleichsam unverzichtbare Inspirationsquelle und verlockende Falle. Diese Anthologie entführt Sie ins Reich der Grünen Fee, durch einen Strudel von Farben und Gefühlen an den Rand des Wahnsinns und über die eigene Weltanschauung hinaus. In 12 Geschichten lernen Sie die Personifizierung des grünen Getränkes kennen. Doch Vorsicht! Jedem erscheint die Fee in einer anderen Gestalt und manchmal offenbart sie sich erst beim letzten Tropfen.“

Seiten: 232

ISBN: 978-3-945045-11-4

Art Skript Phantastik Verlag

Absinth Geschichten im Rausch der grünen Fee, Cover mit freundlicher Genehmigung von Art Skript Phantastik Verlag

Absinth Geschichten im Rausch der grünen Fee, Cover mit freundlicher Genehmigung von Art Skript Phantastik Verlag

 

Absinth….vor langer Zeit habe ich ihn mal probiert 😉 Allerdings leider nur einfach mal so, ohne das dazugehörige Ritual, beziehungsweise eben einfach einen Schluck pur aus dem Glas…Ganz ehrlich, ich würde es gerne noch mal „richtig“ versuchen 🙂

Auch dieses Buch aus dem Art Skript Phantastik Verlag zeichnet mal wieder die gute Qualität aus. Das Taschenbuch ist sehr gut verleimt und man kann es wirklich immer und immer wieder zur Hand nehmen ohne das man Angst vor der „Loseblattsammlung“ haben muss. Mein Highlight ist natürlich die Farbe, ich liebe diese Grüntöne. Auf jeder Seite findet sich neben der Seitenzahl am unteren Ende auch ein kleines gezeichnetes Gläschen. Sehr filigran und schön Anzug sehen. Vor jeder neuen Geschichte ist auf einer ganzen Seite eine Absinthfontaine abgebildet. Man merkt förmlich wie viel Liebe in dieses Buch eingearbeitet wurde.

Am Anfang gibt es ein tolle Einleitung, welche uns ein wenig mit dem Absinth vertraut macht.

Und schon kann man sich dem Rausch hingeben.

14 unterschiedliche Geschichten sind hier zusammen gekommen. 14 Autoren nehmen uns mit auf die Reise.

Ich habe immer eine Geschichte pro Tag gelesen, so konnte jeder ihre Wirkung voll entfalten 😉 natürlich steht dem Genuss am Stück auch nichts entgegen! Aber meine Variante verspricht halt den „längeren“ Genuss 🙂

Wie es eben so bei verschiedenen Autoren und ganz unterschiedlichen Geschichten ist, alle sind irgendwie gut, alle sind unterschiedlich und jeder Leser wird seinen Liebling finden.

Vom Schreibstil her konnten alle Autoren bei mir punkten, so unterschiedlich die Geschichten auch sin, der Schreibstil ist immer wieder fesselnd und faszinierend.

Ich glaube dieses Buch macht sich in fast jedem Buchregal gut, und als Geschenkt eignet es sich nicht nur für Absinthfans!

 

~BL

Rezension „Acht Berge“ von Paolo Cognetti

Verlagsinfo, Klappentext

„Eine unerschütterliche Freundschaft. Ein Aufbruch ins Ungewisse. Die Sehnsucht nach Heimat

Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?

Vor der ehrfurchtgebietenden Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert Paolo Cognetti mit poetischer Kraft die lebenslange Suche zweier Freunde nach dem Glück. Eine eindringliche archaische Geschichte über die Unbezwingbarkeit der Natur und des Schicksals, über das Leben, die Liebe und den Tod.“

ISBN: 978-3-421-04778-6

DVA Verlag

 

Acht Berge von Paolo Cognetti, Cover mit freundlicher Genehmigung von DVA Verlag.

Acht Berge von Paolo Cognetti, Cover mit freundlicher Genehmigung von DVA Verlag.

 

Zuerst möchte ich hier über das wunderschöne Cover sprechen. Auf dem Bild hier kommen die Details leider so gar nicht wirklich zur Geltung. Der Einband fühlt sich toll an, so strukturiert und weich. Der Sternenhimmel über den Bergen leuchtet den Betrachter so richtig an. Ein Schmuckstück welches sich nicht nur im Buchregal verstecken sollte! Meines steht quer im Regal damit man das Titelbild bewundern kann 🙂

Ich habe vorher noch kein Buch von Paolo Cognetti gelesen, auch bin ich noch nie in den Bergen gewesen.

Dieser Roman ist in einer sehr schönen und angenehmen Sprache verfasst und hat mir einen kleinen Einblick in die Berge ermöglicht. Aber dieses Buch ist einfach noch so viel mehr.

Eingeteilt in drei verschiedene Teile, „Berge der Kindheit“ , „Haus der Versöhnung“ und „Winter eines Freundes“ erlesen wir das Leben von Pietro. Wir begleiten die Hauptfigur durch die Kindheit in das Erwachsen werden. Teilweise leise und sanft, zuweilen geht es aber doch laut und turbulent einher.

Für mich hat sich das Buch nicht mal so einfach nebenbei lesen lassen, ich habe gemerkt dass ich mich schon ganz und gar darauf einlassen muss und möchte. Sonst stört mich nicht, wenn der Fernseher an ist, oder mein Mann nebenbei ein Computerspiel spielt. Bei Acht Berge war mir Stille und alleine sein irgendwie ganz wichtig.

In jedem Abschnitt kommt man Pietro etwas näher, jeder Abschnitt ist ein wenig intensiver. Ich habe aus dem Buch so viel herausgelesen…Liebe, Familie, Freundschaft und dann ging es ganz tief rein…

Am Ende habe ich noch lange über das Werk nachgedacht.

Was habe ich mitgenommen?

Man muss seine Zeit nutzen und versuchen das Beste aus seinem Leben zu machen.

Familie ist ein hohes Gut und man sollte versuchen so viel und so gut wie möglich beisammen zu sein.

Ohne Freunde ist das Leben nicht wirklich toll.

Oft kommt es anders, wie man es sich wünscht und doch ist vieles vielleicht genau so richtig.

Ich möchte dieses Buch wirklich sehr gerne empfehlen, es ist inhaltlich und optisch eine wahre Augenweide.

 

~BL

 

Hörbuchrezension “ Das Imperium der Ameisen“ nach H.G. Wells

Verlagsinfo, Klappentext

„“Seit die Menschen damit begonnen haben, den Regenwald aus reiner Gier Stück für Stück zu vernichten, glauben viele hier, dass sich die Natur eines Tages rächen wird. Dass der Regenwald ein Wesen erschaffen wird, das die Menschen für ihren Frevel bestrafen wird.“

Gerilleau

Basierend auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von H.G. WELLS erzählt OLIVER

DÖRING mit diesem Mystery-Thriller eine ebenso spannende wie furchterregende Geschichte – und zeigt einmal mehr, wie zeitlos WELLS‘ visionäres Werk bis heute ist.“

 

Spieldauer: 56.09 Minuten

ISBN: 0602557140552

Sprecher: Julien Haggége, Carlos Lobo, Douglas Welbat, Boris Tessmann, Oliver Stritzel, Daniel Montoya

sowie Julia Kaufmann, Robert Frank, Natascha Geisler, Martin Baden, Marcus Staiger und Joachim Kerzel

 

Wahnsinn!!!

Dieses Hörspiel ist ein Hörgenuss vom Feinsten! Die Effekte, die Sprecher und die Geschichte gehen eine wunderbare Verbindung ein.

Das Imperium der Ameisen ist bereits die Zweite Geschichte aus dem fantastischen H.G. Wells Universum, die von Oliver Dring und Folgenreich umgesetzt wurde. Den Anfang machte die  Zeitmaschine Teil eins und zwei. Ich habe für mich aber mit diesem Hörspiel angefangen und werde die Zeitmaschine als nächstes in meinen Player legen 🙂

Dieses Hörspiel ist nach einer Kurzgeschichte von H. G. Wells entstanden. Dabei muss man beachten, dass diese Kurzgeschichte zum ersten mal 1905 veröffentlicht wurde.

Ich hätte gerne die original Kurzgeschichte von H.G. Wells gelesen, muss aber gestehen, dass ich sie noch nicht aufgestöbert habe, aber ich bleibe am Ball. Zu gerne möchte ich wissen in wie weit sich Oliver Döring hier am Original orientiert hat.

Das Hörspiel beginnt mit einer sehr erschreckenden Szene die ziemlich abrupt endet…zum Ende des Hörbuches erklärt sich diese Szene dann. Wir dürfen Lukas Holroyd in den Dschungel von Peru begleiten, er wird von seinem Vorgesetzten quasi gedrängelt sich auf diese Reise zu begeben. Er soll dort nach einem vermissten Kollegen suchen. Eigentlich ist Lukas nicht wirklich glücklich mit dieser Reise, aber was soll er machen, er muss sich dem Willen des Chefs beugen.

Gut das es keine „Geruchsübertragung“ bei Hörspielen gibt 😉 ich habe die Märkte Perus durch die gute sprachliche und Gebräuchliche Umsetzung richtig vor mir gesehen. Dieses Kopfkino wurde zuvor bereits durch die Autofahrt durch die Berge mehr als nötig 😉 angeregt. Als Hörer ist man definitiv mitten in der Geschichte! Die Geräusche sind gut gewählt und fügen sich wirklich sehr stimmig in die Geschichte ein. Es gibt nichts schlimmeres als ein tolles Hörspiel bei dem die Geräusche schlecht eingebaut wurden.

Wenn ich mir überlege wie aktuell diese Geschichte eigentlich ist, das ist wirklich der Wahnsinn. So viele heute präsente Themen wurden hier verarbeitet. Auf der eine Seite haben wir die Forschungsarbeit an Pflanzen und Tieren die vielleicht neue Medikamente hervorbringen können. Die Vernichtung des Regenwaldes klingt mit an und dann nicht zu vergessen der utopische  Aspekt, dass sich die Tiere gegen uns Menschen auflehnen.

Super gute Unterhaltung auf ganzer Linie, Kopf Kino vom Feinsten!!!

Ich kann dieses Hörspiel wirklich nur wärmstens empfehlen!!!

~BL

Hörbuchrezension „Strom auf der Tapete

Verlagsinfo, Klappentext

„Ron Robert hat keinen Plan. Das ist der Plan. Logisch. Aber er hat ei altes Foto aus der Küchenschublade, das ihm helfen soll, seinen Vater zu finden. An seinem Geburtstag fahren er und seine geheimnisvolle Klassenkameradin Clara, die im Rollstuhl sitzt, in einem Cabrio los. Clara will nach Berlin, auf ein Konzert. Stattdessen landen sie in einem gottverlassenen Dorf an der polnischen Grenze…“

Sprecher: Steffen Siegmund

Spieldauer: 235 Minuten

ISBN: 978-3-945709-50-4

Strom auf der Tapete von Badey/Kühn, Cover mit freundlicher Genehmigung von Hörcompany

Strom auf der Tapete von Badey/Kühn, Cover mit freundlicher Genehmigung von Hörcompany

 

Was für ein tolles Hörbuch!

Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich  mit Andrea Herzog von der Hörcompany über dieses Hörbuch unterhalten und sie hat mich mit Ihrer Begeisterung für dieses Hörbuch fasziniert. Dieses Hörbuch muss gehört werden 😉

Ich bin mit großen Erwartungen an das Hörbuch heran gegangen und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht!

Es war mein erstes Hörerlebnis mit Steffen Siegmund. Ein Hörbuch steht und fällt mit dem Sprecher! Hier kann ich mich nur positiv äussern. Seine Stimme ist sehr gut verständlich, es gelingt ihm die verschiedenen Situationen gut abzugrenzen.

Die Geschichte an sich ist sowohl tragisch, traurig und ebenso urkomisch und lebensfroh. Alles auf einmal und noch viel mehr!

Ron Robert Ranke wird 16, an seinem Geburtstag ist sein größter Wunsch zu erfahren wer sein Vater ist.  Allerdings kommt seine Mutter Peggy diesem Wunsch nicht wirklich nach, überhaupt scheint Ron Robert eher auf sich selbst gestellt zu sein. Als „Icherzähler“ führt er uns durch die Geschichte. Eine besondere Figur ist die  Bushaltestellenkönigin und überhaupt gelingt es den beiden Autorinnen ihre Protagonisten sehr tiefgründig und nachhaltig wirkend anzulegen. Das Buch ist eigentlich für Jugendliche ab 14 Jahre ausgelegt, das passt in meinen Augen sehr gut, aber auch alle älteren Hörer werden ihre Freude an dem Stück haben.

In den ersten Minuten hat mir Ron Robert eigentlich nur furchtbar leid getan und ich hätte ihn einfach gerne mal fest in den Arm genommen, aber im Laufe der Geschichte gab es dann auch immer wieder die lustigen Momente, die tragischkomischen Situationen, die einem das Lächeln auf das Gesicht zaubern. Als Ron Robert sich mit seiner Klassenkameradin Clara zusammen auf eine irre Reise begibt, nimmt die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes Fahrt auf. Auch wenn Clara im Rollstuhl sitzt, sie hat sich nicht aufgegeben und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche. Eigentlich will Clara auf ein Konzert, aber schlussendlich machen sie sich dann doch auf die Suche nach Ron Roberts Wurzeln.

Dieses Hörbuch hat mich umgehauen, eine Empfehlung auf ganzer Linie.

~BL

 

 

 

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