Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

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wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Monatsarchive: November 2017

Rezension „Tickende Zeitbombe“ von Elke Schwab

Verlagsinfo, Klappentext

„Während seiner Arbeit verunglückt der Hausmeister eines Saarbrücker Fitnesscenters tödlich …

Als kurz darauf die dortige Putzfrau spurlos verschwindet, suchen die beiden Kommissare Lukas Baccus und Theo Borg das Studio auf und werden bei der Gelegenheit Mitglied. Doch kaum haben die zwei mit ihrem Training begonnen, geschieht etwas Unerwartetes: Alle Anwesenden, samt der Kommissare, werden als Geisel genommen. Die Forderungen sind nur schwer nachvollziehbar und noch schwerer zu erfüllen. Aber die Geiselnehmer bleiben hartnäckig. Als eine Geisel erschossen wird, droht die Situation zu eskalieren. Die Geiselnehmer scheinen der Polizei überlegen zu sein …“
Seiten: 341
ISBN: 978-3-96079-029-7
solibro
Tickende Zeitbombe von Elke Schwab, Cover mit freundlicher Genehmigung von solibro

Tickende Zeitbombe von Elke Schwab, Cover mit freundlicher Genehmigung von solibro

Das die Autorin seit geraumer Zeit den Fitnessport für sich entdeckt hat ist mir bekannt 😉 Immer wieder sieht man tolle Bilder über ihren Facebook Account 😉
Nun mache ich mir aber doch schon ein wenig Gedanken, dass sie ihre beiden Helden Lukas und Theo mal eben so in einen Fall mit einem Fitness Studio wirft…Ich hoffe doch sehr, dass es da keine Parallelen gibt 😉
Übrigens gefällt mir das Cover ausgesprochen gut. Farblich gut gewählt und der Ausschnitt vom Gesicht mit dem Handtuch davor…passt!
 Ich bin mittlerweile ein großer Fan von den beiden Ermittlern. Sie sind schon mal besonders und passen nicht wirklich in eine Schublade, gut ab und an können die beiden schon nerven 😉 aber irgendwie will man dann doch immer wieder mal mit den beiden „ermitteln“. Daher habe ich mich sehr gefreut, das Elke Schwab die Zwei wieder agieren lässt. Der Schreibstil ist schon immer gut gewesen, aber ich empfinde die Art und Weise wie die Autorin schreibt mit jedem Band ein wenig flüssiger und stimmiger.
Die Handlung spielt überwiegend in einem Fitness Center und man merkt sehr wohl, dass die Autorin sich in solchen Lokalitäten gut auskennt.
Es gibt einen tödlichen Unfall und eine Putzfrau verschwindet, ob dies ein Fall für die Ermittler ist? Egal, Lukas und Theo wollen sich einfach mal im Studio umschauen und da Lukas den Betreiber von Früher kennt und beiden ein wenig sportliche Betätigung nicht schaden sollte, ist ein Vertrag schnell abgeschlossen.
Auf dem Weg zur ersten Trainingseinheit können die beiden auch noch Staatsanwalt Helmut Renske zum mitkommen überreden. So nimmt das Schicksal seinen Lauf. Noch nicht richtig i Training stürmen Geiselnehmer das Studio. Lange Zeit bleibt unklar was für ein Hintergrund die Geiselnahme hat. Gut das die Polizei die Forderungen der Geiselnehmer erfüllen kann, so scheinen alle in Sicherheit zu sein.
Allerdings täuscht die Ruhe, die Ereignisse überschlagen sich…
Mich konnte Elke Schwab einmal mehr überzeugen. Ich mag Ihre Protagonisten, auch wenn sie nicht alle genormt und einfach daher kommen. Der Spannungsbogen ist durchgängig hoch und das Ende in meinen Augen stimmig.
Man kann dieses Buch ganz sicher lesen, ohne die anderen Titel zu kennen, in denen die beiden Ermittler auftauchen. Allerdings finde ich es auch nicht schlecht die Titel der Reihe nach zu lesen.
Auf unserem Blog sind alle Rezensionen zu den vorherigen Titeln zu finden 😉 einfach Elke Schwab in das Suchfeld eingeben und los gehts 😉
~BL

Rezension „111 Orte in Osthessen und in der Rhön, die man gesehen haben muss“ von Tim Frühling

Verlagsinfo, Klappentext

„Ein Gebirge, drei Bundesländer! Entdecken Sie die Schönheit des Landes der offenen Fernen mit seinem Wechsel aus dichten Wäldern und lichten Weiden. Früher bettelarmes Bauernland, zieht das Biosphärenreservat heute Naturliebhaber aus ganz Deutschland an. Der Bischofssitz Fulda, die Festspielstadt Bad Hersfeld, das Staatsbad Kissingen und die Theaterstadt Meiningen rahmen das grüne Herz Deutschlands ein. Beiderseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs gibt es viel zu entdecken!“

Seiten: 240

ISBN 978-3-7408-0127-4

emons

111 Orte in Osthessen und in der Rhön, die man gesehen haben muss von Tim Frühling, Cover mit freundlicher Genehmigung von emons

111 Orte in Osthessen und in der Rhön, die man gesehen haben muss von Tim Frühling, Cover mit freundlicher Genehmigung von emons

Vor einigen Tagen hatte ich die Gelegenheit Tim Frühling als Gast in meinem „Lieblingsbuchladen“ live und in Farbe erleben zu dürfen.

Eine Lesung mit Tim Frühling ist immer eine tolle Angelegenheit!

Ich durfte bereits einige Krimilesungen verfolgen und bin immer wieder hellauf begeistert, mit welch einem Humor der Autor hier agiert. Immer wieder spannend und lustig gleichzeitig 😉 Nun gut , er ist halt Profi 😉 spannend und lustig bringt er ja auch regelmässig die neuesten Wettertrends an Frau und Mann, aber hier gefällt mir nicht immer so gut, was er mir das so zu erzählen hat. Naja, aber für das kommende Wetter kann er auch nicht wirklich was, das muss er wie wir nehmen wie es kommt….

Diesmal hat der Autor keinen Krimi für uns mitgebracht, sondern er durfte sich in der schönen Serie „111 Orte in…“ verwirklichen.

Mein Zuhause 🙂

111 Orte in Osthessen und in der Rhön die man gesehen haben muss

Ich liebe das grüne Cover, es ist mein Lieblingsgrün, und auch wenn die Rhönhilde die falschen Beine hat 😉 ist es super. Tim Frühling hat die Lesung auch mit diesem Hinweis eingeleitet. Er wusste auch schon zu berichten, dass bei der zweiten Auflage dieses Bild gegen ein korrektes Bild eines Rhönschafes ausgetauscht wurde 😉

Für mich ist es der Erste „111 Orte…“ Titel und ich muss sagen mein Interesse an den anderen ist geweckt.

Diese Serie ist schon sehr aussergewöhnlich und beschäftigt sich mit den besonderen Orten. Nicht die Stellen, die man in jedem handelsüblichen Reiseführer zu sehen bekommt sind gefragt, sondern die oft unbekannten Ecken, die speziellen Plätze auf die man mal mehr mal weniger stolz ist.

Jeder Ort wird auf genau einer Seite vorgestellt, laut Autor gibt es auch eine bestimmte Zeichenanzahl die eingehalten werden sollte. Ist bestimmt nicht immer ganz einfach innerhalb dieser Begrenzung einen guten Text hinzu bringen. In diesem Fall kann ich nur sagen, dass es Tim Frühling definitiv gelungen ist.

Den einen oder anderen vorgestellten Platz kenne ich eigentlich sehr gut, aber man sieht es dann doch noch mal ganz anders 🙂 Viele Orte kannte ich nur grob vom hören und sagen, werde es nun aber bei Gelegenheit ganz sicher ändern und eine kleine Reise durch meine Heimat in Angriff nehmen.

Richtig gut sind auch die Bilder geworden, die für diesen Band von Tim Frühlings Mutter gemacht wurden.

Bei der Lesung hat Tim Frühling auch auf Seite 180 halt gemacht. Das geteilte Haus (Philippsthal) hat viele Kindheitserinnerungen in mir geweckt. Dieser Ort wurde mit eigentlich jedem Familienbesuch angefahren. Immer wieder wurde über die Brücke geschaut, wir sahen die Menschen im Wachturm. Als Kind habe ich immer wieder gewunken und es nicht verstanden, das die Männer dort oben nicht zurückgewunken haben 🙁 Heute ist diese Zeit Gottseidank schon lange Geschichte. Hier und da fahre ich mit meinem Mann die Straße vor dem „geteilten“ Haus lang, immer wieder wandert der Blick zum Haus und zur Brücke.

Ich mag dieses Buch auf ganzer Linie und blättere immer wieder gerne darin. Die Art und Weise wie Tim Frühling die besonderen Plätze beschreibt ist schön, zum Teil auch witzig und immer wieder detailreich.

Bei mir werden nun nach und nach auch andere Titel der 111 Orte einziehen, die Auswahl ist ja wirklich groß.

 

~BL

Rezension “ Totes Gleis“ von Ulrich Stoll

Verlagsinfo, Klappentext

„West-Berlin, Sommer 1988. Der Fernsehreporter Lucas Hermes steht beruflich und privat vor dem Aus. Um wieder ins Geschäft zu kommen, braucht er dringend einen Knüller. Als innerhalb von wenigen Tagen drei Menschen bei Bombenanschlägen ums Leben kommen, beginnt er auf eigene Faust zu recherchieren. Für Hermes steht bald fest, dass die Spuren ins rechtsextreme Milieu führen. Doch als mehrere Zeugen sterben und seine Mitstreiterin, die attraktive Journalistin Anna Rademacher, entführt wird, zeigt sich, dass weit mehr hinter der Sache steckt.“

Seiten: 384

ISBN: 978-3-89809-547-1

be.bra

Totes Gleis von Ulrich Stoll, Cover mit freundlicher Genehmigung von be.bra

Totes Gleis von Ulrich Stoll, Cover mit freundlicher Genehmigung von be.bra

 

Dieser Krimi von Ulrich Stoll hat mich gefesselt.

Eigentlich mag ich es ja eher, wenn mir die Hauptfigur sympathisch ist, dies kann ich hier bei Lucas Hermes nicht wirklich für mich sagen. Und doch ist diese Figur sehr interessant und spannend.

Lucas Hermes ist obdachlos, auf der Suche nach „Der Geschichte“  muss er ganz schön rotieren. Er improvisiert, schläft verbotener Weise am Abstellplatz seiner Möbel, ergaunert sich etwas Geld für das tägliche Überleben, alles in allem kein strahlender Held. Und plötzlich scheint sie da, die Geschichte, die erzählt werden muss!

Innerhalb weniger Tage sterben drei Menschen bei Bombenanschlägen, für Lucas steht schnell fest, das die Spuren ins rechtsextreme Milieu führen. Gut dass er einen Informanten bei der Polizei hat. Kriminalhauptkommissar Klamm ist dem Informationsaustausch mit Hermes nicht abgeneigt und so profitieren eigentlich beide von diesem Arrangement.

Der Schreibstil von Ulrich Toll ist sehr fesselnd und flüssig. Dadurch wollte ich das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen, immer weiter lesen um schnell zu wissen wie es weiter geht 😉 Der Spannungsbogen ist in meinen Augen gut und stetig ansteigend.

Am meisten haben mich die „Grenzübertritte“ fasziniert. Ich selber bin leider erst lange nach der Wende zum ersten mal in Berlin gewesen, daher kann ich nicht wirklich etwas dazu sagen. Und doch scheinen mir diese Details sehr stimmig und gut recherchiert.

Bis zum Schluss ist mir der gute Lucas nicht wirklich näher gekommen. Aber das hat dem guten Krimi keinen Abbruch getan. Die Geschichte ist wirklich sehr spannend aufgebaut und auch das Ende passt.

Bodenständig, stimmig und gut!

 

~BL

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