Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Seiten

Monatsarchive: Juli 2015

Rezension „Der gute Mensch von Düsteroda“ von Andreas Kolb

 

Verlagsinfo, Klappentext

„Samuel Pistorius dient der beschaulichen Thüringer Kirchengemeinde Düsteroda seit zehn Jahren als Pfarrer. Hingebungsvoll kümmert er sich um seine Schäfchen – selbst wenn er ihre Verlogenheit manchmal kaum erträgt.

Auch als einer der schlimmsten Sünder, der Geschäftsmann Günther Blech, angeschossen vor einen Lkw rennt, sieht Kommissar Brückner in Pistorius nur den guten Hirten. Welche Abgründe verbergen sich da in der Thüringer Idylle?“

200 Seiten

ISBN: 978-3-95400-453-9

Sutton

Der gute Mensch von Düsteroda von Andreas Kolb, Cover mit freundlicher Genehmigung von Sutton

Der gute Mensch von Düsteroda von Andreas Kolb, Cover mit freundlicher Genehmigung von Sutton

 

Hmmm eigentlich bin ich wirklich ein großer Freund der Suttontitel und konnte bisher immer wunderbare Bücher bei diesem Verlag entdecken. Aber dieses Buch hat mich leider nicht wirklich erreicht 🙁

Dabei standen die Chancen doch so gut… Das Titelbild ist für mich sehr ansprechend, ich mag die Grüntöne der Bäume und die durchbrechenden Sonnenstrahlen mit der Kirche im Vordergrund. Auch der Klappentext hat mich im ersten Moment wirklich angesprochen. Der Thüringer Wald ist bei mir ums Eck und ich liebe Bücher die in meiner Umgebung spielen. Allerdings möchte ich hier gleich darauf hinweisen, das dieser Ort so nicht existiert! Aber als ich dann in die Geschichte eingetaucht bin, konnte ich irgendwie für mich keine Beziehung aufbauen.

Tja, woran lag es nun, dass mich das Buch nicht haltlos begeistern konnte?

Protagonist Samuel Pistorius ist nicht einfach nur ein ganz gewöhnlicher Dorfpfarrer, ich denke seine Ansichten und Einstellungen sind schon sehr drastisch. Auge um Auge, Zahm um Zahn, so steht es in der Heiligen Schrift, aber kann und darf man das heute so umsetzen? Ich bin einfach dermassen über diese Figur gestolpert, das sich mein Lesevergnügen nicht einstellen wollte. Leider bin ich was das angeht ziemlich verbohrt, klar habe ich das Buch zu Ende gelesen. Immerhin wollte ich wirklich wissen, was der Autor so aufbaut und wie er die Geschichte zu einem Abschluss bringt.

Der Schreibstil an sich ist ja auch flüssig, also ich kann nicht sagen dass ich mich durch das Buch gequält hätte was die „technische“ Seite angeht. Die Sätze waren nicht zu lang und gut ausformuliert. Auch die Beschreibungen des Örtchens, beziehungsweise der schönen Landschaft haben mir gefallen. Da habe ich den Thüringer Wald schon gesehen 🙂 Bei mir lag das Problem wohl eher am Pfarrer 😉

Grundsätzlich würde ich denken das dieser Krimi schon auch etwas besonderes darstellt, da hier Aufbau und Szenario eben von dem typischen Krimi Ablauf  abweichen. Auch finden sich einige schwarzhumorige Details, die vielleicht dem einen oder anderen ein Lächeln hervorlocken können.

Mir selber war es einfach zu Klischee behaftet und die Protagonisten haben im Laufe des Buches für mich keine ersichtliche Steigerungen durchgemacht. Auch der Kommissar konnte für mich nicht punkten. Vielleicht habe ich mich durch den ersten negativen Eindruck beeinflussen lassen und daher dem Buch keine weitere Gelegenheit gegeben mich doch noch zu erreichen.

Meine Meinung ist in diesem Fall vielleicht nicht „massentauglich“ aber so waren eben meine Gefühle zu diesem Buch, es konnte mich weder mit den Figuren noch mit der Handlung oder gar mit dem Ende irgendwie einfangen…So ist das eben manchmal 😉

Stern_Bewertung_2

~BL

Rezension „Knochen lügen nie“ von Kathy Reichs

Verlagsinfo, Klappentext

„Ihr Ziel: Gerechtigkeit für die Toten. Ein neuer Fall für Tempe Brennan.

Tempe Brennan kann mit ihrer Arbeit für die Gerichtsmedizin Tote nicht wieder lebendig machen. Doch zumindest kann sie Mordopfern Gerechtigkeit widerfahren lassen, indem sie den Tätern mit forensischer Wissenschaft und weiblicher Intuition auf die Spur kommt. Nur in einem einzigen Fall entkam ihr ein Killer: Anique Pomerleau, eine junge Frau, die selbst traumatische Misshandlungen hatte durchleben müssen. Und die sich an der Welt rächte, indem sie Mädchen entführte, quälte, tötete.

Jetzt, zehn Jahre später, tauchen in Montreal die Leichen mehrerer vermisster Teenager auf. Tempe erkennt das Mordmuster, die Grauen erregende Handschrift: Anique ist zurück. Sie will ein letztes Mal Rache nehmen. Und sie kommt Tempe immer näher …“

432 Seiten

ISBN: 978-3-89667-453-1

Blessing

Knochen lügen nie von Kathy Reichs, Cover mit freundlicher Genehmigung von Blessing

Knochen lügen nie von Kathy Reichs, Cover mit freundlicher Genehmigung von Blessing

 

Ich lese die Bücher von Kathy Reichs eigentlich recht gerne. Zwischendurch hatte ich aber leider das Gefühl, dass ihr die Ideen fehlen. Die Schreibweise ist eigentlich gleichbleibend, man muss sich darauf einstellen, dass Kathy Reichs sehr gerne immer wieder die verschiedenen Polizeisysteme erklärt. Mich persönlich nervt das leider ein wenig, aber ich weiss ja im Vorfeld was im in dieser Hinsicht erwartet 😉

Knochen lügen nie ist bereits der 17. Fall für Tempe Brennan. Den erfahrenen Leser erwarten hier keine neuen Wendungen, aber als Fan der Serie ist dieser neue Fall für Tempe schon ein „Muss“.  Es sollte aber auch allen Neueinsteigern keine Probleme bereiten dem Fall an sich zu folgen. Alle Geschichten um Tempe sind immer grundsätzlich abgeschlossen. Auch wenn sich dieses Buch ein Stück weit mit den Vorgänger Bänden verwebt, kommt man auch ohne Vorkenntnisse wunderbar zurecht, würde ich meinen.

Diesmal wird Tempe Brennan von Gespenstern aus der Vergangenheit eingeholt. Als ein junges Mädchen verschwindet deuten sehr schnell alle Hinweise in eine ganz bestimmte Richtung. Sollte Anique Pomerleau wirklich wieder ihr Unwesen treiben? Tempel kann es sich zuerst nicht vorstellen, aber der Verdacht erhärtet sich recht schnell. Anique Pomerleau, dieser Name spielte in Tempes Arbeitsleben bereits eine große Rolle, doch nie konnte sie gefasst werden, sollte es in diesem Fall gelingen die Schatten der Vergangenheit zu besiegen?

Diesmal darf auch Tempel Mutter den einen oder anderen wichtigen Hinweis zur Lösung des Falles beitragen, das hat mir eigentlich sehr gut gefallen, so wurde auch ihre Figur ein wenig besser beleuchtet. Womit ich aber im ersten Moment so meine Probleme hatte, war der schnelle Wiedereinstieg von  Ryan, grundsätzlich mag ich seine Figur. Ich habe mich auch wirklich gefreut ihn wieder zu treffen, besonders da es so aussah als ob er nach dem Tod seiner Tochter so ganz aus der Serie verschwinden würde. Aber die Art und Weise wie Kathy Reichs ihn hier zurückbringt, die passt mir gar nicht, ich finde hier ist sie wirklich sehr unglaubwürdig herangegangen. Aber gut, Zufälle soll es ja geben, also warum nicht auch hier? 

Der Autorin gelingt es immer wieder die einzelnen Kapitel mit einem Cliffhanger zu beenden, für mich als Leser immer wieder ein Grund zu denken, da musst du jetzt aber mal schnell noch das nächste Kapitel verschlingen, denn nun will ich unbedingt wissen wie es weitergeht. Das macht es leicht immer mitten im Buch zu sein, man mag es eigentlich gar nicht aus der Hand legen.

Gekonnt bringt uns Kathy Reichs immer wieder auf Abwege, das miträtseln ist zu keinem Zeitpunkt langweilig. Mich konnte aber die Auflösung des Falles dann schlussendlich doch noch überraschen, in diese Richtung hatte ich nicht gedacht 😉

Für mich als Serienleser war es sehr schön, wieder viele bekannte Namen zu sehen. Es ist fast ein bisschen wie nach Hause kommen.  Nachdem mir der eine oder andere Band nicht ganz so gut gefallen hat, ist Kathy Reichs für mich mit diesem Band wieder ganz weit vorne gelandet.

Bewertung: 5 Sterne

~BL

 

Rezension „Digitale Fotopraxis HDR-Fotografie“ von Jürgen Held

Verlagsinfo, Klappentext

Bringen Sie Licht ins Dunkel! Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie beeindruckende HDR-Bilder erzeugen – vom Fotografieren der Ausgangsbilder bis zur Kombination der einzelnen Aufnahmen in der Bildbearbeitung. In vielen Workshops lernen Sie Schritt für Schritt die Bearbeitungstechniken kennen. Schauen Sie Jürgen Held bei seinen Beispielprojekten über die Schulter und lassen Sie sich zu eigenen Bildern anregen.

  • Der perfekte Einstieg mit vielen Workshops – aktualisierte Neuauflage!
  • Für Photomatix, HDR Efex Pro, HDR projects, Photoshop, Lightroom u.v.m.
  • HDR-Projekte zu Panoramen, Nachtfotografie und bewegten Motiven

Seiten: 366

ISBN: 978-3-8362-3012-4

Digitale Fotopraxis HDR-Fotografie Das umfassende Handbuch von Jürgen Held, Cover mit freundlicher Genehmigung von Rheinwerk

Digitale Fotopraxis HDR-Fotografie Das umfassende Handbuch von Jürgen Held, Cover mit freundlicher Genehmigung von Rheinwerk

Trotz guter Software habe ich bei meinen bisherigen HDR-Experimenten nie wirklich ein gutes Händchen gehabt und somit auch schnell die Lust daran verloren. Jetzt ist im Rheinwerk Verlag ein neues, umfassendes Handbuch zum Thema HDR-Fotografie erschienen und ich habe mir dieses Werk einmal vorgenommen.
Das Buch baut auf mein vorhandenes Programm, Photomatix Pro, auf.

Die Gliederung in diesem Buch ist klar strukturiert. Was ist HDR, wie fotografiert man HDR und wie erzeugt man die HDR-Bilder am Rechner.
Anhand vieler Beispielbilder vermittelt der Autor sehr verständlich die unterschiedlichen Verfahren der HDR-Entwicklung und zeigt die verschiedenen Ergebnisse. Für mich ist dieses Buch ein großer Workshop, bei dem die Lust auf Mitmachen beim lesen geweckt wird.
Auf der beiliegenden DVD befinden sich die Beispielbilder und Projekte des Autors zu dem Buch, Testversionen der im Buch behandelten HDR-Programme für Mac und Windowsrechner, sowie eine Video-Lektion zur Retusche mit Photoshop.

Bewertung: 5 Sterne

~AH

Rezension „Fallout – Mit dem Westwind kommt der Tod“ von Hans Muth

Verlagsinfo, Klappentext


„Eine Explosion in einem Uranbergwerk in Niger/ Westafrika und erpresserische Forderungen erschüttern den französischen Staat. Wird das Atomkraftwerk Nuclatom Ziel eines Super-GAUs?

Äußere Gefahren wie Terrorangriffe sind nie ganz auszuschließen. Man kann nur hoffen, dass die Reaktoren in einem solchen Fall standhalten. Dass aber auch im Inneren eines AKWs Gefahren lauern, die weit über technisches oder menschliches Versagen hinausgehen, zeigt Hans Hans J. Muth am Beispiel eines fiktiven GAUs im Kraftwerk Nuclatom imdeutsch-französisch-luxemburgischen Ländereck.“

Seiten 298

ISBN 978-3-940760-72-2

Stephan Moll Verlag

Fallout – Mit dem Westwind kommt der Tod von Hans Mut, Cover mit freundlicher Genehmigung von Stephan Moll Verlag

Fallout – Mit dem Westwind kommt der Tod von Hans Muth, Cover mit freundlicher Genehmigung von Stephan Moll Verlag

Meine Herren, hier hat Hans Muth  aber in die vollen gegriffen.

Ein wirklich schreckliches Szenario bietet den Hintergrund für diesen brisanten Thriller. Viel zu viele AKW s sind immer noch am Netz und wir alle wissen eigentlich um die Gefahr und doch schieben wir dieses Thema meist in den Hintergrund. Es wird schon nichts passieren, alles ist gut gesichert. Technisch ist doch alles auf dem neuesten Stand und vieles mehr…Aber ist dem wirklich so? Und auch der beste technische Stand kann einen Terroranschlag höchstwahrscheinlich nicht verhindern…Und genau diese Thematik ruft uns Hans Muth mit seinem Thriller ins Gedächtnis.

Der Schreibstil ist so flüssig und temporeich, das man das Buch eigentlich gar nicht aus den Händen legen möchte. Mir haben beim Lesen die verschiedenen Perspektiven, beziehungsweise die Zeitsprünge richtig gut gefallen. Der Autor erzählt die Geschichte in verschiedenen Ebenen. Wir befinden uns zum einen mit der Hauptfigur Jerry in der Gegenwart, das heisst wir lernen ihn nach dem Unglück kennen und erfahren die Geschichte aus seiner Sicht. Allerdings baut Hans Muth hier viele Zeitsprünge ein, man liest immer wieder einen Abschnitt vor dem Unglück, eine andere Sequenz, und kommen immer wieder zu Jerry zurück. Diese Art und Weise in der der Autor diese Geschichte aufgebaut hat, war mir sehr angenehm. Die Spannung stieg für mich von Seite zu Seite.

Dieser Titel ist nicht nur brandaktuell, sondern auch sehr realistisch geschrieben. Erschreckend realistisch 🙁

Ein anspruchsvoller Thriller, der wirklich gut aufgebaut ist und sehr unterhaltsam daherkommt.

Ich kenne den Autor bereits durch verschiedene Hunsrückkrimis und bin bereits seit längerem ein Fan von ihm, aber ich denke mit diesem Titel ist ihm wirklich etwas besonderes gelungen.

Bewertung: 5 Sterne

~BL

[Im Test] Icarus Illumina e-Reader mit @skoobe_de (E653)

Icarus E653BK Illumina eReader mit Skoobe

Icarus E653BK Illumina eReader mit Skoobe

Endlich: Skoobe-eBooks jetzt auch am Strand lesen, dank des Icarus E653 Illumina eReaders mit E-Ink-Display

Wie ihr wisst, passen skoobe und ich zusammen wie Kaffee/Tee zu Büchern oder Sonne zu Urlaub 🙂 sprich, eine unzertrennliche Verbindung. Normalerweise lese ich entweder auf dem iPhone oder auf meinem etwas in die Tage gekommenen iPad 2. Das klappt tadellos, ist jedoch nicht wirklich tauglich, wenn man gerne skoobe draußen bei natürlicher Lichteinstrahlung oder noch besser am Strand bei herrlichem Sonnenschein nutzen möchte. Mein absoluter Wunsch war also immer eine Art Kindle Paperwhite mit skoobe-Funktion und das Ganze am besten noch mit 3G ausgestattet… Utopisch!

Doch so ganz wollte ich meinen Traum vom „perfekten“ eReader nicht ad acta legen und hielt immer Augen und Ohren offen, ob nicht doch ein anderer Hersteller meine Wünsche in die Tat umgesetzt hat…

Und tatsächlich, der niederländische Hersteller ICARUS hat mit seinem aktuellen Illumina eReader-Modell (E653) fast alles in einen eReader gepackt, was das Leserherz begehrt.

Highlights kurz im Überblick

  • Mein persönliches Highlight: Allen voran die Nutzung der skoobe-App, dank Android 4.2.2 Jelly Bean Betriebssystem
  • Großzügiges 6 Zoll E-Ink Pearl-HD-Touch Display mit integrierter Frontbeleuchtung (ähnlich wie beim Kindle Paperwhite)
  • Offener eReader für meines Erachtens alle möglichen eBook-Formate, wie z.B.: DRM geschützte eBooks sind lesbar durch Adobe Digital Editions, ebenso PDF-Dokumente, Kindle eBooks Dank der Kindle-App, Ausleihen von eBooks bei skoobe und der Onleihe möglich
  • Ein kleines Multitalent: neben den oben genannten Lese-Apps kann man sehr viele weitere Android-Apps, wie zum Beispiel Goodreads, Facebook, Facebook-Messenger, Twitter, Aldiko, Dropbox, gReader, Kobo und Opera Mini herunterladen und installieren – diese habe ich selbst ausprobiert und kann sagen, dass sie einwandfrei funktionieren.
  • Dank WLAN kann man drahtlos eBooks einkaufen oder ausleihen und Apps herunterladen

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Rezension „Welche Medizin wollen wir?“ von Michael de Ridder

Verlagsinfo, Klappentext

„Patientenwohl und Empathie statt Cash flow, Fallpauschale und Bettenpolitik

Die Medizin ist einem Wandel unterworfen. Das Wohl des Patienten ist aus dem Blickfeld geraten, stattdessen wird ärztliches Handeln mehr und mehr von ökonomischen Vorgaben geleitet. Auf der Strecke bleibt dabei vor allem die Zeit: Zeit für ein Gespräch, Zeit für Zuspruch in der Einsamkeit schwerer Krankheit, Zeit für die Erläuterung von Eingriffen, Zeit für die Bewältigung von Angst.“

304 Seiten

ISBN: 978-3-421-04624-6

DVA

Welche Medizin wollen wir? von Michael de Ridder, Cover mit freundlicher Genehmigung von DVA

Welche Medizin wollen wir? von Michael de Ridder, Cover mit freundlicher Genehmigung von DVA

Auch ich habe bereits das eine oder andere mal das Gefühl gehabt, das man als Patient nicht mehr wirklich wahrgenommen wird. Daher hat mich dieser Titel eigentlich sofort angesprochen. Man hat ja leider eher selten die Möglichkeit die medizinische Versorgung auch mal aus der Sicht eines Arztes zu hören.

Als erstes möchte ich schon mal sagen, dass sich das Buch gut und flüssig lesen lässt. Die Sprache ist gut verständlich und auch als medizinischer Laie kann man dem Verlauf des Buches wunderbar folgen.

Man wünscht sich wirklich im Falle eines Falles auf solch einen Mediziner zu treffen!!!

An vielen Stellen hat mich das Buch wirklich erschreckt. Das in unserem medizinischen Betrieb nicht alles zum Besten steht, war mir ja eigentlich vor dem Buch schon irgendwie klar, aber wenn man dann doch mal so einen direkten Blick hinter den Klinikalltag  werfen darf, ist dies schon schockierend. Wie kann ich als Patient sicher sein, das diese oder jene Op wirklich nötig und sinnvoll ist? Vielleicht ist ja gerade nur der wirtschaftliche Faktor für die Klinik der Beweggrund 🙁

Ich kann schon verstehen, das eine Klinik auch aus wirtschaftlicher Sicht funktionieren soll, aber grundsätzlich sollte doch der Patient das wichtigste sein!!!

Viele Fallbeispiele die Michael de Ridder hier aus seiner eigenen Erfahrung berichtet sind wirklich sehr erschreckend.

Diese erwähnten Beispiele wurden von Michael de Ridder aber in so einer angemessenen Weise beschrieben und geschildert. Sehr sensibel geht er mit ihren Geschichten um und man spürt sehr deutlich mit welchem Engagement und mit welcher Liebe der Autor hinter seinem Beruf steht.

Sehr spannend waren für mich die Passagen in denen der Autor seine eigene Krankheitsgeschichte erzählt.

Ich finde dieses Buch durchaus sehr lesenswert und es öffnet mir schon ein wenig den Blick. Ich fühle mich nun deutlich informiert und würde bestimmt im Notfall das eine oder andere Hinterfragen.

Bewertung: 4 Sterne

~BL

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