Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Seiten

Monatsarchive: Mai 2014

Rezension “ Schrei nach Geborgenheit“ von Gundula Göbel

Verlagsinfo, Klappentext

„„Schrei nach Geborgenheit“ heißt das neu aufgelegte Buch der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Gundula Göbel aus Buchholz: Das Buch gibt Eltern, Erziehern und Lehrern handlungsorientierte Tipps im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

Der Schrei nach Geborgenheit beginnt früh. Schon im Babyalter drückt das Kind sein Bedürfnis nach Nähe und Aufmerksamkeit mit Schreien aus. Eltern beantworten die emotionalen Bedürfnisse des Säuglings mit Blicken, warmen Worten, liebevollem Schaukeln und Streicheln des Babys. So entsteht zwischen beiden eine verlässliche Bindung. Fallen diese oder ähnliche Handlungen weg, weil die Eltern stark belastet sind, wird die sichere Bindung erschwert.

Je größer das Kind wird, desto mehr zeigen sich Auffälligkeiten, die wiederum den Schrei nach Geborgenheit ausdrücken. Die Kinder gelten als Störenfriede im Kindergarten, haben Lernprobleme in der Schule oder ziehen sich in der Pubertät immer mehr von allem zurück. Geborgenheit, wird als ein Zustand des Sicherheits- und Wohlgefühls beschrieben. Ein wichtiges Gefühl, das viele Lebenssituationen beeinflusst, wie die Therapeutin aus 23 Jahren Erfahrung weiß.

Mit einfachen Worten beschreibt die Autorin in ihrem Buch Bindungsmuster, die unbewusst in die nächste Generation weitergegeben werden. Sie zeigt auf, wie fehlende Bindung weitere Beziehungen zu Freunden, Kollegen und Partnern beeinflussen. Die gute Nachricht ist: Für viele Kinder ist es nicht zu spät, denn die Bindungsentwicklung kann nachversorgt werden. Wie das gelingen kann, erfahren Eltern in diesem Buch.“

ISBN: 9783981557411

Seiten : 118

Briefgestöber

Schrei_nach_Geborgenheit

Mein Buchgefühl

Mit diesem Ratgeber bekommen junge Eltern wirklich ein wichtiges Buch an die Hand.

Ich selber habe leider keine eigenen Kinder aber ich denke dass mir beim Lesen dieses Buches sehr viele Tips so sinnvoll und wichtig erschienen sind. Ich denke oftmals herrscht hier doch noch einiges an Klärungsbedarf.

Auch ich kenne den Satz: “ Lass das Baby doch auch mal schreien…Du darfst nicht immer gleich reagieren…“ . Und das hören Mütter mitunter ja bereits in den Kliniken…

Gundula Göbel widerspricht dieser These vollkommen. Sie zeigt auf, dass ein Baby erst mit einem gewissen Alter Zeiträume abschätzen kann, also abwarten auf etwas überhaupt erst ab einem bestimmten Alter einordnen kann.

In einem guten Schreibstil erklärt uns die Autorin auch anhand von verschiedenen Fallbeispielen die Wirkungsweise des Bonding. Auch zeigt sie uns sehr deutlich auf was passieren kann wenn hier nicht alles so klappt, wie es sollte.

Ich kann mir sehr gut vorstellen das dieses Buch wirklich eine Hilfe für Familien sein kann. Hier wird Mut gemacht auf das eigene Bauchgefühl zu hören! Besonders durch die verschiedenen Fallbeispiele erklären sich so viele Situationen die man vielleicht innerhalb der Familie bereits erlebt hat. Ich finde die Lösungsvorschläge und die Tips sehr einleuchtend und gut nachvollziehbar.

Ich würde mir wünschen das dieses Buch viele Familien erreicht.

5 Sterne

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Opfer Zeit“ von Paul Cleave

Verlagsinfo, Klappentext

„Einer der perfidesten Serienkiller aller Zeiten kehrt zurück: Joe is back!

Die Einwohner der Neuseelandmetropole Christchurch sind aufgebracht. Ein Jahr nach der brutalen Mordserie, die ihre Stadt erschütterte, beginnt der Prozess um den berüchtigten Schlächter von Christchurch. Doch Joe, der scheinbar grenzenlos naive Serienmörder, beteuert nach wie vor seine Unschuld. Unterdessen zieht sich die psychopathische Melissa X einen neuen Killer heran, um Joe, mit dem sie einst eine unheilige Liaison einging, zu töten. Christchurch droht eine Apokalypse des Todes …“

ISBN : 978-3-453-43749-4

Heyne

 

Opferzeit von Paul Cleave, Cover mit freundlicher Genehmigung von Heyne

Opferzeit von Paul Cleave, Cover mit freundlicher Genehmigung von Heyne

Mein Eindruck

Ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch von Paul Cleave gefreut. Ich habe seinerzeit „Der siebte Tod“ gelesen und war mir ziemlich sicher, dass mir dieses Buch richtig gut gefallen hatte.

Allerdings konnte „Opfer Zeit“ meine Erwartungen leider nicht erfüllen.

Der Thriller setzt sich aus drei verschiednen Handlungssträngen zusammen in denen jeweils Joe, Melissa und Schroder die jeweilige Hauptrolle spielen. Der Schreibstil ist flüssig und es lässt sich grundsätzlich auch gut lesen (dies ist auch der Grund warum es zwei Sterne gibt). Allerdings gefällt mir diesmal der Inhalt einfach überhaupt nicht. Joe s Verhaftung ist nun ca ein Jahr her und wir erleben seinen Aufenthalt im Knast mit. Dieser wird in aller Heftigkeit geschildert. Und genau hier setzt mein Problem mit dem Buch an. Ich kann Joes Gesprächen mit Anwälten, Psychologen und auch mit Schroder noch einiges abgewinnen. Aber der Rest der dann kommt ist für mich einfach nur zu eklig. Ich bin sonst wirklich kein „empfindsamer“ Leser, aber das hier war mir in seiner Deutlichkeit dann doch eine Nummer zu viel. Mir sind die Protagonisten durch die Bank einfach zu schräg. Ich habe für mich nicht einen Sympathieträger finden können.

Mir persönlich schien die Geschichte auch massiv in die Länge gezogen. Ich denke eine gesunde Kürzung hätte dem Thriller in meinen Augen nicht geschadet. Ich habe allerdings schon bemerkt, dass ich hier mit meiner Meinung recht einsam dastehe und sehr vielen anderen Lesern das Buch richtig gut gefallen hat. Hier wurde der schwarze Humor gelobt und von einem genialen Handlungsaufbau gesprochen.

Daher meine Empfehlung…wem die anderen Bücher von Paul Cleave gefallen haben, der sollte sich ruhig noch einige weitere Meinungen einholen und vielleicht selber erst einmal großzügig ins Buch reinlesen um sich eine eigene Meinung zu bilden…nicht dass es für Euch vielleicht das Buch schlechthin ist…Ich will hier ganz sicher niemandem etwas vermiesen, aber ich mag dieses Buch eben nicht.

Leider nur 2 Sterne

Stern_Bewertung_2

~BL

Rezension „Spurlos 2012“ von Heike Handschuhmacher

Verlagsinfo, Klappentext

„Frank überrascht seine Frau Sophie mit einer Reise in einem alten Wohnmobil. Plötzlich wird sie von Albträumen geplagt, in denen Menschen, die eben erst in ihr Leben getreten sind, zu skrupellosen Bestien werden. Ein verhängnisvoller Fehler aus ihrer Vergangenheit stellt jedoch Sophies Glaubwürdigkeit infrage. Als sie begreift, dass sie auf sich selbst gestellt ist, forscht sie nach und kommt einem grausamen Geheimnis auf die Spur. Hätte sie diese Reise doch niemals angetreten…“

Seiten: 150

ISBN: 9783000446672

 

Spurlos_2012

Ich habe gelesen

Heike Handschuhmacher bringt mit Spurlos 2012 ein spannendes Buch auf den Markt. Dieses Buch ist als Mystery Thriller gekennzeichnet.

Diese 150 Seiten sind für mich beim Lesen nur so verflogen. Dies lag zum einen an dem flüssigen Schreibstil der Autorin und zum anderen an der Spannung die sie aufbauen konnte.

Wir befinden uns ohne großes Vorgeplänkel recht schnell mitten in der Geschichte. Wir treffen auf Sophie, die eben aus der Klinik entlassen wurde. Sie hat versucht sich das Leben zu nehmen und befand sich nun einige Zeit in Behandlung. Frank ihr Ehemann möchte sie nun überraschen und mit ihr einen Neustart ins Leben wagen. Dazu hat er ein altes Wohnmobil gekauft und möchte mit Sophie eine Reise machen. Obwohl Sophie der Sinn so gar nicht nach einer Reise steht, fügt sie sich doch dem Wunsch von Frank.

Leider steht die Fahrt unter keinem guten Stern. Sophie wird von grausamen Alpträumen heimgesucht.

Wir haben es hier mit einer sehr begrenzten Anzahl an Protagonisten zu tun. Diese sind aber alle durch die Bank für mein Gefühl sehr gut beschrieben und ausgearbeitet. Auch wenn es für den Leser sehr lange aussieht als ob hinter jeder Figur noch ein großes Geheimnis wartet…

Rasant und immer wieder mit einer neuen Wendungen treibt uns  die Autorin durch die Story.

Ich würde mir wirklich wünschen dass Heike Handschuhmacher noch weitere Geschichten wie diese für uns auf Lager hat.

Sehr gute 4,5 Sterne

Stern_Bewertung_4-5

~BL

Rezension „Elementarschaden“ von Roland Spranger

Verlagsinfo, Klappentext

„Privatdetektiv Thorsten Kulik wird von einer Versicherung beauftragt, Blitzunfälle mit Personenschaden zu untersuchen. Er trifft auf merkwürdige Blitzopfer: Einen Einsiedler mit Alien-Kontakt. Eine durchgeknallte Rock-Band. Eine komplette Fußballmannschaft.

Währenddessen muss Thorstens Kompagnon Ralf das Tagesgeschäft aufrechterhalten: Ehebruch, Schwarzarbeit, Nachbarschaftskriege. Die Arbeit wird für die Detektive unangenehm, als ein Stalker anfängt, ein bösartiges Spiel mit ihnen zu treiben. Immer ist ihr Gegner einen Schritt voraus. Die beiden Ermittler leben zunehmend gefährlich. Als Thorsten Annika trifft, wird die Situation noch chaotischer. Nach einem Blitztreffer hat sie das Gedächtnis verloren: An guten Tagen kann Annika sich nicht an die Namen ihrer Kinder erinnern – an schlechten Tagen weiß sie nicht, dass sie Kinder hat. Thorsten interessiert sich ein bisschen zu sehr für Annika. Im besten Fall unprofessionell … Elementarschaden vorprogrammiert.“

ISBN  978-3937357966
Hardcover, 272 Seiten
Bookspot Verlag

Elementarschaden von Roland Spranger, Cover mit freundlicher Genehmigung von Bookspot Verlag

Elementarschaden von Roland Spranger, Cover mit freundlicher Genehmigung von Bookspot Verlag

Buchiges

Ich finde Gewitter eigentlich sehr faszinierend und hatte bisher eher keine Ängste vor Gewitter. Allerdings gab es auch hier in meiner Gegend in den letzten Jahren einige Blitzunfälle. Das gibt einem dann doch schon etwas zu denken. Wenn ich früher doch noch sehr unbefangen auch im Gewitter mal draussen war, versuche ich heute doch solche Situationen zu vermeiden…

Bei diese Buch besticht schon das Cover. Mich hat das Titelbild sehr angesprochen und als ich mir dann den Klappentext angesehen habe war mein Interesse geweckt.

Ich habe vorher noch kein Buch von Roland Spranger gelesen, aber diese Geschichte hier hat mir schon mal richtig gut gefallen.

Locker, leicht und flüssig schreibt der Autor seine Geschichte.

Als Privatermittler soll Thorsten Kulik für eine Versicherung ermitteln. So kommt er in Kontakt zu vielen Blitzopfern und schlussendlich trifft ihn auch der Blitz…aber der Blitz der Liebe…er  kommt einem der Blitzopfer näher als es für ihn gut scheint.

Alles könnte eigentlich so gut sein, doch dann hat es plötzlich ein Stalker auf die Detektei abgesehen. Thorsten und sein Partner haben keine Ahnung aus welcher Ecke die Gefahr kommt.

Dieses Buch wurde vom Verlag als Roman ausgewiesen und ich denke das passt schon. Es ist zwar schon einiges kriminelles an Inhalt da, aber für einen reinen Krimi würde ich das Buch nicht durchgehen lassen 😉

Mit einer spannenden Wendung löst der Autor die Story am Ende auf.  Überraschend und gut ist meine Meinung zum Buch.

4 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension „Bayerisch Kongo“ von Lutz Kreutzer

Verlagsinfo, Klappentext

„Der Geophysiker Friedrich Sperber landet als Quereinsteiger beim bayerischen Landeskriminalamt. Wenig später wird ein Afrikaner in den Isarauen mit einer Machete getötet. Sperber stößt bei seinen Ermittlungen auf das begehrte Erz Coltan und einen mysteriösen belgischen Söldner – und auf Deutsche und Österreicher mit rabenschwarzer Vergangenheit …“

272 Seiten

ISBN 978-3-95451-276-8

emons

Bayerisch Kongo von Lutz Kreutzer, Cover mit freundlicher Genehmigung von emons

Bayerisch Kongo von Lutz Kreutzer, Cover mit freundlicher Genehmigung von emons

Was ich gelesen habe

Ein Alpenkrimi der nicht nur in den Alpen spielt.

Lutz Kreutzer verpackt hier ein sehr brisantes Thema in einen guten Krimi. Hier wurde für die Randgeschichte der Abbau und Vertrieb von Coltan gewählt. Ich möchte mal behaupten dass fast jeder von uns mit diesem Hightech Erz zu tun hat, aber kaum jemand von uns weiss etwas darüber. Coltan wird unter anderem zur Herstellung von  Handys benötigt  und das Hauptabbaugebiet befindet sich im bürgerkriegsgebeutelten Zentralafrika.

Die Story ist in meinen Augen brandaktuell gewählt und super gut umgesetzt. Klar strukturiert bringt der Autor eine große Anzahl an verschiedenen Themen in seinem Krimi unter. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl sich nicht zurechtzufinden, sondern ist immer an erster Stelle… der Spannungsbogen bleibt zu jeden Moment sehr hoch.

Der Schreibstil ist flüssig und die Protagonisten sind gut ausgearbeitet. So dramatisch die Handlung auch ist, so ist es Lutz Kreutzer dennoch gelungen eine runde Geschichte abzuliefern. Seine Hauptfiguren so unterschiedlich und aussergewöhnlich zu wählen ist für uns Leser wirklich ein Genuss. Wer hier den trotteligen Kommissar aus dem alpinen Bereich erwartet hat wird „leider“ enttäuscht werden. Dieser regionale Krimi kommt einfach sehr überregional daher.

Der Autor macht mit Friedrich Sperber einen Quereinsteiger zum Ermittler. Aber mit Sperber hat Lutz Kreutzer in meinen Augen einen Treffer gelandet. Diese Figur hat Potenzial und es wäre wirklich wünschenswert wenn wir auf weitere Fälle mit ihm hoffen dürften. Kurz und gut …bitte mehr vom Silikon-Fritz 😉 und  Martha darf gerne auch wieder mitmischen.

5 Sterne von mir

Bewertung: 5 Sterne

~BL

 

Rezension „T – Tödliche Spur“ von Lisa Jackson

Verlagsinfo, Klappentext

„Weihnachtsabend auf Church Island, einer kleinen Insel vor der Küste Washingtons. Ein kleiner Junge verschwindet spurlos. Da er zuletzt am Bootsanleger gesehen wurde, wird ein tragischer Unfall vermutet. Nur seine Mutter Ava will das nicht glauben, sie erleidet einen Zusammenbruch und wird in die Psychiatrie eingewiesen. Zwei Jahre später darf Ava nach Hause – und fühlt sich dort seltsam fremd. Sie beschließt, sich auf die Suche nach Spuren zu begeben. Niemals hat sie an die Geschichte des tragischen Unfalls geglaubt, die man ihr immer über das Verschwinden ihres Sohnes erzählt hat. Auf ihrer Suche gerät sie in ein bizarres Netz aus Lügen und Intrigen, Rache und Hass.“

Knaur
ISBN 978-3-426-51405-4

 

 

Mein Leseeindruck:

Wow – endlich wieder ein neuer Thriller von Lisa Jackson!
Klasse, dachte ich mir in der Buchhandlung meines Vertrauens und hab gar nicht groß überlegt. Das Buch musste einfach mit.

Von Lisa Jackson habe ich bisher fast alles gelesen und war noch nie enttäuscht.

Leider hat sich das mit dieser Neuerscheinung geändert.
Was ich ganz selten mache und was bei mir im Jahr vielleicht einmal vorkommt, das hat diesmal Lisa Jackson erwischt: ich habe nach 100 Seiten abgebrochen… 🙁

So eine langweilige, nichtssagende, wenig unterhaltende Story habe ich lange nicht in Händen gehabt. Ich bin richtiggehend enttäuscht.

Es geht um Ava Garrison, die vor zwei Jahren auf tragische Weise ihren zweijährigen Sohn verlor. Durch diesen Verlust wurde aus der erfolgreichen, zielgerichteten und selbstbewussten Frau ein Wrack, das zeitweise sogar in stationärer psychischer Behandlung war.

Gerade wieder aus der Klinik entlassen und zurück in dem Herrenhaus auf der Insel „Church Island“, das sie gemeinsam mit ihrer Familie bewohnt, meint Ava, ihren Sohn noch immer zu sehen und zu hören, wird jedoch von niemandem ernst genommen.

Nicht ein einziges Mal während dieser 100 Seiten, durch die ich mich im wahrsten Sinn des Wortes gekämpft habe, habe ich mich auch nur annähernd gut unterhalten gefühlt. Ich musste mich regelrecht zwingen, das Buch in die Hand zu nehmen und weiter zu lesen – aber sorry: dafür ist mir meine Zeit mittlerweile zu schade.

Im Umschlag heißt es, dies wäre Lisa Jacksons persönlichster Roman. Schade, mich hat er überhaupt nicht berührt.

Vielleicht habe ich was verpasst, vielleicht hätte ich dem Buch noch eine Chance geben müssen – aber nach 100 Seiten sollte man davon ausgehen, dass man zumindest annähernd in der Story angekommen ist. Da dies nicht gegeben war: sorry, Frau Jackson, das war nix!
Wäre dies das erste Buch gewesen, das ich von ihr gelesen hätte, würde ich nie wieder zu einem Buch von ihr greifen. So bekommt sie mit der nächsten Neuerscheinung dann doch noch eine allerletzte Chance.

Eigentlich müsste es null Sterne geben.

Da Lisa Jackson mich aber in der Vergangenheit immer sehr gut unterhalten hat und ich noch Hoffnung habe: 1 von 5 Sternen.

Stern_Bewertung_1

~LS

Rezension „Der scharlachrote Pfad“ von Kerstin Groepper

Buecher Loewe Geheimtipp

Verlagsinfo, Klappentext

„Der Winter des Jahres 1870/71 ist hart und die Lebensmittel sind knapp. Wah-bo-sehns, eine junge Frau vom Stamme der Crow, trauert um ihren Ehemann, als ihr Dorf von einer Gruppe Lakota (Sioux) angegriffen wird. Sie fällt mit ihrem Kind in die Hände der Feinde und sieht voller Angst einer ungewissen Zukunft entgegen. Doch Tschetan-withko, genauso einsam wie sie, nimmt sie zur Ehefrau und adoptiert das kleine Mädchen.

Dieses Buch erzählt das Schicksal einer Gruppe Lakota in der letzten Phase des Freiheitskrieges ihres Volkes. Es erzählt von ihrem täglichen Leben, ihrer Liebe und ihrem Hass, ihrer Ohnmacht und ihrem Kampf. Nach der Schlacht am Little-Bighorn-Fluss werden die Indianer gnadenlos gejagt und auch die Gruppe von Tschetan-withko und Wah-bo-sehns zieht sich unter unmenschlichen Entbehrungen und schweren Verlusten mitten im Winter nach Kanada zurück. Besonders die Frauen werden mit ihren Kindern zu Opfern eines Vernichtungsfeldzuges der weißen Soldaten. Historischer Roman.“

ISBN: 9783941485235

Traumfänger Verlag

Der scharlachrote Pfad von Kerstin Groepper, Cover mit freundlicher Genehmigung vom Traumfänger Verlag

Der scharlachrote Pfad von Kerstin Groepper, Cover mit freundlicher Genehmigung vom Traumfänger Verlag

Mein Eindruck

Hier darf ich euch einen wunderbaren historischen Roman vorstellen der ganz sicher Abseits des gewohnten liegt. Ich denke wer gerne und viel Historisch liest sollte sich diesem Thema und diesem Buch auf alle Fälle nähern.

Wir begleiten in diesem sehr gut recherchierten Roman einen kleinen Stamm der Lakota über einige Jahre. Ich persönlich kannte eigentlich auch eher die üblichen Klischees die uns meist in den Sinn kommen wenn wir über Indianer  sprechen. Daher ist dieser Roman auch für mich en ganz besonderes Highlight für dieses Lesejahr geworden.

Kerstin Groepper schreibt so flüssig und locker und doch so eindringlich, dass man das Buch eigentlich keinen Moment aus den Händen legen möchte. Man will einfach immer weiter lesen. Mir sind  Wah-bo-sehns und Tschetan-withko wirklich ans Herz gewachsen. Man spürt förmlich Tschetan-withkos Liebe und erlebt ganz nah wie sich aus  der jungen ängstlichen Frau ein neues Mitglied des Stammes entwickelt. Stück für Stück oder vielleicht besser Seite für Seite lernen wir den Stamm und das tägliche Leben der Gruppe besser kennen. Gefühlvoll beschreibt die Autorin das Leben und wirken der Frauen.

Jeder einzelne Charakter wurde so innig und liebevoll ausgearbeitet, das man als Leser wirklich das Gefühl hat im Zelt nebenan zu wohnen und jeden einzelnen persönlich zu kennen. So viel Tiefgang findet man selten bei den Protagonisten.

Dieses Buch bietet wirklich alles was ein gutes historisches Buch braucht. Wir habenHauptfiguren die uns sehr ans Herz wachsen, es gibt Kämpfe, es fließt Blut, aber wir finden auch ganz viel Gefühl und Liebe.

Die  Geschichte ist in den Jahren 1870 /71 angesiedelt. Eine Zeit in der es viele Veränderungen  für die   Urvölker Amerikas gab.

Der Untertitel „Eine Siux-Saga“  wurde in meinen Augen gut gewählt. Eine Saga ist genau die richtige Beschreibung für das was uns hier erwartet.

Ich finde man spürt die Liebe der Autorin für diese Nationen und das Land in jedem Satz. Hier schreibt jemand der sich mit dem Thema ausführlich beschäftigt hat und sich wirklich auskennt. Man kann wirklich viel lernen aber keine Angst, man  wird nebenbei ganz sicher wunderbar unterhalten.   🙂

Mit seinen 805 Seiten hat Kerstin Groepper hier ein ganz besonderes Leseerlebnis geschaffen. Keine einzige Seite ist zuviel und ich glaube auch im Namen vieler anderer begeisterter Leser sagen zu dürfen das wir gerne noch die eine oder andere Seite mehr gehabt hätten 😉

5 Sterne und mehr

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Jeden Tag wurde ich dicker und müder – Mein Leben mit Hashimoto“ von Vanessa Blumhagen

Verlagsinfo, KLappentext

„Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, in deren Verlauf der Körper die eigene Schilddrüse angreift und letzten Endes zerstört. Über zehn Millionen Menschen in Deutschland, v. a. Frauen, leiden daran – nur wissen es viele nicht. Denn die Symptome sind unspezifisch und bei jedem Betroffenen sieht das Krankheitsbild anders aus. Vielen Ärzten fällt es deshalb schwer, die richtige Diagnose zu stellen. Schlafstörungen, Depressionen, unkontrollierte Gewichtszunahme, Zyklusveränderungen, plötzlich auftretende Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Haarausfall – die Bandbreite der Symptome ist so umfangreich wie unspezifisch. Vanessa Blumhagen durchlitt eine dreijährige Odyssee zu unterschiedlichsten Ärzten und erhielt eine Menge falscher Diagnosen bis man endlich herausfand, was ihr fehlte. Doch auch die Behandlung stellte sich als kompliziert heraus, denn kein Mediziner wusste genau, wie eine erfolgreiche Therapie aussehen könnte. So suchte sich die gelernte Journalistin Hilfe bei amerikanischen Experten, recherchierte in Internet-Foren und probierte vieles aus, um ihre Beschwerden in den Griff zu bekommen. Ihre persönlichen Erfahrungen hat sie in diesem Buch zusammengefasst. Sie erzählt von ihrem Leidensweg, ihrer Hartnäckigkeit, ihrer zerstörten Badezimmerwaage, auf der sie aus Wut so lange herumgesprungen ist, bis diese den Geist aufgab, und davon, was ihr schließlich geholfen hat. Sie gibt allen Betroffenen Hoffnung auf ein lebenswertes und normales Leben mit Hashimoto.“

174 Seiten

ISBN: 9783868824261

mvgverlag

Mit jedem Tag wurde ich dicker und müder - Mein Leben mit Hashimoto von Vanessa Blumhagen, Cover mit freundlicher Genehmigung von mvgverlag

Mit jedem Tag wurde ich dicker und müder – Mein Leben mit Hashimoto von Vanessa Blumhagen, Cover mit freundlicher Genehmigung von mvgverlag

Mein Lesegefühl

Da auch ich an einer Schilddrüsenfehlfunktion leide wollte ich unbedingt mal in dieses Buch reingelesen haben…

Grundsätzlich finde ich das Buch recht interessant. Frau Blumhagen  leidet selber an Hashimoto und beschreibt hier in einem flüssigen Schreibstil den Leidensweg ihrer Erkrankung. Inwieweit ihre Odyssee bei den Ärzten wirklich der Wahrheit entsprechen kann und will ich nicht beurteilen. Aber ich kann aus eigener Erfahrung schildern, dass man und der heutigen Zeit oft nicht so von Ärzten wahrgenommen wird wie man es sich wünscht.

Ich für mich habe gerade den ersten Teil des Buches gut gefunden. Her erfährt man wirklich sehr viel allgemeines über Hashimoto. Klar kann man diese Informationen ganz sicher auch aus anderen Quellen schöpfen, aber mir hat es gut getan dies hier aus erster Hand einer Betroffenen zu hören. Für mich war es so einfach und verständlich.

Ganz sicher sollte man auf keinen Fall zu irgendwelchen Selbstmedikationen greifen !!! Das muss und soll alles mit einem zuständigen Arzt besprochen werden.

Ich kann mir aber gut vorstellen, das man nach der Lektüre dieses Buches den einen oder anderen Ansatzpunkt für sich selber findet um erneut das Gespräch mit Ärzten und Heilpraktikern zu suchen. Vielleicht hilft dieses Buch einigen erkrankten Personen besser mit der Gesamtsituation umzugehen. Eventuell fühlt sich der eine oder andere nun erst mal auf den richtigen Weg gebracht. Es gibt nichts schlimmeres , als von Ärzten nicht ernst genommen zu werden…vielleicht sollte man dann doch einen Arztwechsel anstreben, wenn man sich hier mit vielen Symptomen wiederfinden kann.

Wie gesagt , ich selber bin denke ich, nicht betroffen und ich kann nicht wirklich abschätzen wie es sich mit Hashimoto lebt…

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an ihren Arzt oder Apotheker ist hier mein dringender Hinweis!!!

Ich möchte nun 4 Sterne vergeben

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension „Der Sommer der Blaubeeren“ von Mary Simses

Verlagsinfo, Klappentext

„Ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Ein Weg in die Zukunft…

Kurz vor ihrer Hochzeit fährt die New Yorker Anwältin Ellen Branford in den abgelegenen Küstenort Beacon, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen. Sie soll einen Brief überbringen und hofft, die Angelegenheit schnell erledigen zu können. Doch schon bald ahnt sie, dass sich dahinter viel mehr verbirgt. Denn inmitten von Blaubeerfeldern wartet eine alte Geschichte von Liebe und verlorenen Träumen auf Ellen – die ihr zeigen wird, dass man manchmal all seine Pläne über den Haufen werfen muss, um das wahre Glück zu finden …“

416 Seiten

blanvalet
ISBN 978-3-442-38217-0

Der Sommer der Blaubeeren von Mary Simses, Cover mit freundlicher Genehmigung von blanvalet

Der Sommer der Blaubeeren von Mary Simses, Cover mit freundlicher Genehmigung von blanvalet

Mein Leseeindruck:

Nur drei Monate vor ihrer Hochzeit reist die junge Anwältin Ellen aus NYC nach Beacon, einem Küstenort und dem Geburtsort ihrer Großmutter. Gerade erst ein paar Tage ist ihre Großmutter tot und sie hat ihr bei deren Tod versprochen, einen Brief zu überbringen.

Ellen, die zu Anfang plant, höchstens zwei Tage in dem Küstenstädtchen zu bleiben, wird durch einige unvorhergesehene Ereignisse doch länger an den Ort gebunden. Sie erlebt einiges und man selbst als Leser erlebt hautnah die Wandlung der taffen, vernunftbetonten Großstadtpflanze mit gehörigen Berufsambitionen hin zu einer deutlich entspannteren Genießerin, die auch mal über die Stränge schlagen kann…

Keine große Literatur, aber mich hat dieses Debüt erreicht und sehr gut unterhalten. Schöne leichte Urlaubslektüre – ideal für den Sommer!

Von mir gute 4 von 5 Sternen.

Bewertung: 4 Sterne

~LS

Rezension “ Neun Minuten Ewigkeit – Eine Liebe zwischen Leben und Tod“ von Clemens Hagen und Kimberly Hoppe

Verlagsinfo, Klappentext

„Neun Minuten. Neun Minuten können verdammt lang sein – wenn man klinisch tot ist, das Herz nicht schlägt, das Gehirn keinen Sauerstoff bekommt, man reanimiert werden muss.

Clemens Hagen ist das passiert. Er wird ins künstliche Koma versetzt, eine düstere Welt voller bizarrer Albträume. Immer an seiner Seite kämpft seine Verlobte Kimberly Hoppe. Aus zwei Perspektiven beschreiben beide in Neun Minuten Ewigkeit eine packende Reise in die Abgründe der menschlichen Seele und durch den irrwitzigen Klinik-Alltag.“

256 Seiten

ISBN: 9783944296449

Eden Books

Neun Minuten Ewigkeit - Eine Liebe zwischen Leben und Tod von Clemens Hagen und Kimberly Hoppe, Cover mit freundlicher Genehmigung von Eden Books

Neun Minuten Ewigkeit – Eine Liebe zwischen Leben und Tod von Clemens Hagen und Kimberly Hoppe, Cover mit freundlicher Genehmigung von Eden Books

Mein Buchgefühl

Und schon wieder habe ich ein Buch entdeckt welches eine wahre Flut an Gefühlen auslöst.

Neun Minuten können eine Ewigkeit sein, besonders wenn man klinisch tot ist.  Eine schreckliche Vorstellung. In diesem Buch lassen uns Clemens Hagen und Kimberly Hoppe an ihrem Schicksal teilhaben.

Clemens Hagen hat innere Blutungen an der Speiseröhre, sein Körper kollabiert, gut das der Notarzt schon bereitsteht. Wie durch ein Wunder können die Ärzte Hagen zurückholen. Er war bereits klinisch tot und die Ärzte können seiner Verlobten nicht garantieren dass er am Leben bleibt. Eine schreckliche Zeit für beide beginnt. Clemens liegt im Koma und bekommt starke Medikamente aber auch Kimberly s Leben ist nicht einfach, sie versucht so viel Zeit wie irgend möglich an der Seite von Clemens zu verbringen. Sie ist wann immer es die Intensivstation zulässt bei ihm.

Dieses Buch schildert das Geschehen in Form eines Tagebuches. Wir haben immer eine Passage in der Kimberly berichtet abgewechselt von den Eindrücken die Clemens im Koma hat.

Sehr erschreckend, was sich da anscheinend während des Komas abspielt. Ich kann nicht beurteilen ob die Erfahrungen von Clemens authentisch sind, ich habe nicht bisher noch nicht wirklich eingehender mit diesem Thema beschäftigt, aber ich kann durchaus sagen, dass mich dieses Buch doch beeindruckt hat. Wenn ein Mensch im Koma wirklich unter solchen Eindrücken leiden kann, dann ist in meinen Augen die Nähe und Wärme von liebenden Angehörigen sehr wichtig und wünschenswert.

Da mich dieses Buch gefesselt und im Inneren getroffen hat vergebe ich 5 Sterne

Bewertung: 5 Sterne

~BL   

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