Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft
Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Seiten

Monatsarchive: April 2014

Rezension „Grabt Opa aus! “ von Tatjana Kruse

Verlagsinfo, Klappentext

„Ein rabenschwarzer Alpenkrimi

Tollpatsch Alfie erbt eine Pension in Tirol – und wähnt sich in der schönen, aber verschlafenen Touristengegend im Glück. Schön? Ja. Verschlafen? Mitnichten! Schon bald überschlagen sich die Ereignisse im Grenzgebiet zwischen Seefeld und Mittenwald, wo sich Österreicher und Deutsche gute Nacht sagen, und Alfie muss feststellen, dass seine Hausgäste alles andere als harmlos sind …
Tatjana Kruse, wie man sie kennt: schräg, schwungvoll, spannend und rabenschwarz.“

Seiten: 224

ISBN 978-3-85218-956-7

Haymon Verlag

Grabt Opa aus ! von Tatjana Kruse Cover mit freundlicher Genehmigung von Haymon Verlag

Grabt Opa aus ! von Tatjana Kruse Cover mit freundlicher Genehmigung von Haymon Verlag

Buchiges

Ich bin ein riesiger  Fan von Tatjana Kruse. Ich durfte Sie auch schon des öfteren auf den Buchmessen treffen. Ich kann behaupten das Sie eine super nette Autorin ist, die immer zu einem Scherz aufgelegt ist 🙂

Locker leicht nimmt uns Tatjana mit in Alfie Gänseweins Leben. Rabenschwarzen Humor verspricht der Verlag und genau das bietet uns Tatjana nur allzu gerne. Es liest sich einfach locker flockig weg und man ist schon hier und da geneigt ein schmunzeln aufzulegen wenn man den schlurfigen Alfie Gänsewein so beobachtet. Er tappst eigentlich von einer Sache in die Nächste. Er hat es aber auch nicht leicht im Leben der arme Kerl. Da quält er sich in einem Job rum, der so gar nicht wirklich seins ist, mit einem Chef, der…nun ja 😉 und die Chefin erst! Hier verdient er sein Geld ja auf die ganz harte Tour 😉 Als die Chefin ihm nun freudig mitteilt sie sei endlich schwanger kommt es dann zur großen Katastrophe und für Alfie steht nun Flucht auf dem Plan. Gut dass Alfie just zu diesem Augenblick eine Pension im schönen Tirol erben soll.

Aber wer glaubt, dass nun alles zum glücklichen  Ende kommt, der kennt Tatjana Kruse schlecht. Alfie muss nun erst richtig ran. Nun überschlagen sich die Ereignisse und Alfie hat nicht nur eine schnöde Pension geerbt. Nein es ist eher die etwas heruntergekommene Seniorenresidenz. Hier finden sich recht schrullige Einwohner mit einer kriminellen Vergangenheit. Und als Alfie dann im Tiefkühler nicht nur Pizza vorfindet wird ihm klar, dass er vom Regen wohl in die Traufe gekommen ist.

Aber auch das ist dann beileibe noch nicht alles. Nein man hat es auf Alfies Leben abgesehen…aber wer steckt da bloß hinter, doch nicht die alten Herrschaften?

Wer es gerne lustig und leicht schräg mag kommt mit diesem Buch voll auf seine Kosten. Tatjana zaubert auch hier wieder eine Leiche nach der anderen aus dem Hut und doch geht alles so entzückend witzig einher.

Für mich sind die Bücher von Frau Kruse immer eine gelungene Flucht aus dem Alltag. Man kann immer mit dem leicht tragisch angehauchten Titelhelden mitfiebern und bekommt gleichzeitig Arbeit für die Lachmuskeln 😉

Nicht ganz ernstzunehmende 5 Sterne

Bewertung: 5 Sterne

~BL 

Rezension „Centro – In der Tiefe“ von Katharina Groth

Klappentext

„Das Jahr 2075: Durch ein misslungenes Experiment ist das Überleben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Die Strahlung der Sonne hat die Menschheit in die Tiefen verbannt. Die 17-jährige Kay und ihre kleine Schwester leben in der Gesellschaft des Centro. Sie bietet Schutz und Nahrung. Doch der Preis dafür ist hoch. Strenge Gesetze regieren den Alltag in dem modernen Bunker, der von Wissenschaftlern geführt wird. Am Rande der Gesellschaft, versucht Kay das Überleben von sich und ihrer kleinen Schwester zu sichern. Als es zu einem Aufstand kommt, gelingt den Mädchen die Flucht in die Tiefen des Gebirges, doch auf das was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst …“

ISBN: 9781495471032

Centro_in_der_Tiefe

Was ich gelesen habe

Ich bin mit den ersten Zeilen sofort in der Geschichte gewesen. Ohne lange Vorrede schiebt uns Katharina Groth direkt ins Jahr 2075. Wir befinden uns mit Kay in einer menschenfeindlichen Welt. Die Temperatur auf der Erdoberfläche ist enorm angestiegen und die Menschen haben sich in die Tiefen der Erde zurückgezogen. Kay und ihre kleine Schwester Marcie versuchen im Centro zu überleben. Die Essenrationen sind mehr als knapp und auch das synthetische Wasser gibt es nicht im Überfluss. Strenge Regeln sollen das Zusammenleben der Menschen sichern, aber auch hier gibt es einige Probleme. Eines Tages sind Kay und Marcie zur Flucht aus Centro gezwungen. Als sie durch die Tunnel und Gänge irren, hilft ihnen jemand. Wie sich später herausstellt sind gefährliche Wesen in den Gängen unterwegs. Doch eine wahre Rettung in ein neues glückliches Leben ist auch dieser Abschnitt nicht. Die Schwestern werden voneinander getrennt und auch diese Gesellschaftsform ist nicht wirklich gut zu nennen. Während Kay sich als eine Art Gladiator durchschlagen muss findet bei Marcie eine Umpolung statt. Sie vergisst ihre Schwester und fügt sich voll in das dortige Leben ein. Gut das Kay davon keine Ahnung hat. Sie schmiedet Pläne zur Flucht…

Ich muss sagen dass mich die Story voll mitgenommen hat. Der Schreibstil von Katharina Groth ist so flüssig und leichtgängig, das einem die Seiten nur so zwischen den Fingern zerrinnen…

Ich finde die Autorin hat ihre Protagonisten sehr liebevoll ausgearbeitet. Alle Personen haben die nötige Tiefe und recht schnell hat man als Leser seine Lieblinge entdeckt. Auch die Umgebung hat Katharina Groth sehr gut beschrieben. Die Fluchtszene durch das Tunnelsystem hat mir schon eine Gänsehaut über den Rücken gejagt.

Eine angedeutete Liebesgeschichte findet sich auch im Buch, allerdings bleiben hier zum Ende hin noch alle Optionen offen.

Alles in allem ein sehr gelungenes Werk. Ich habe nur ein Problem 😉 Die Geschichte ist als Dreiteiler geplant…und ich möchte jetzt auf der Stelle eigentlich sofort weiterlesen 🙂 Ich hoffe sehr dass uns die Autorin nicht zu lange auf die Folter spannen wird.

Gute 4,5 Sterne

Stern_Bewertung_4-5

~BL

 

Rezension „Das Lied des roten Todes – Das Mädchen mit der Maske“ von Bethany Griffin

Verlagsinfo, Klappentext

„Der Rote Tod bittet zum Tanz – der atemberaubende zweite Teil von Bethany Griffins Saga um „Das Mädchen mit der Maske“

In der Stadt, in der Araby lebt, tobt ein Bürgerkrieg, und zu der schrecklichen Seuche, die von jeher dort wütet, ist eine neue, noch tödlichere Krankheit gekommen. Mit einigen wenigen Freunden kann Araby gerade noch fliehen, doch sie hat alles verloren: Ihr Elternhaus ist zerstört, ihre Mutter wurde entführt und ihre beste Freundin ist infiziert. Zudem scheint ihre einstige große Liebe William sie betrogen zu haben. So bleibt Araby nur der Blick nach vorne: Sie stellt sich an die Spitze der Rebellion und kämpft für Gerechtigkeit, für ihr Volk, das so schrecklich leiden musste – und für eine neue Liebe, die von unerwarteter Seite entflammt …“

Goldmann TB

ISBN 978-3-442-47828-6

Das Lied des roten Todes von Bethany Griffin, Cover mit freundlicher Genehmigung von Goldmann

Das Lied des roten Todes von Bethany Griffin, Cover mit freundlicher Genehmigung von Goldmann

Mein Leseeindruck:

Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Geschichte um die junge Araby.
Leider muss ich sagen, dass man hier definitiv den ersten Band gelesen haben muss, um die Geschichte wirklich zu verstehen. Natürlich wird einem ein gewisser Rückblick gewährt, doch um die verschiedenen Handlungsstränge und Personen zu verstehen, reicht dies anfangs leider nicht aus.

Hauptperson ist die junge Araby, die Tochter eines Wissenschaftlers.
Araby lebte bisher in der privilegierten Oberschichtswelt eines isolierten Stadtstaates. Dieser Stadtstaat wird beherrscht von Prospero, einem äußerst korrupten und grausamen Mann, der im wahrsten Sinn des Wortes über Leichen geht.

Die Stadt wird von einer Seuche bedroht, vor der nur die von Arabys Vater erfundenen Masken schützen können und mittlerweile regieren Chaos und Zerstörung. Araby und ihre Begleiter können zunächst fliehen, kehren aber später wieder in die Stadt zurück und versuchen diese und ihre Bewohner zu retten.

Im Rückblick erfährt man, dass Araby einen Zwillingsbruder hatte, der an der Seuche gestorben ist und dass ihre Mutter von Prospero entführt wurde und bei diesem lebt. Ihr Vater ist vom Volkshelden, der die schützenden Masken erfand, zum Volksfeind geworden, da es heißt, er hätte die Seuche mit Absicht freigesetzt.

Auch kommt das Thema Liebe nicht zu kurz – Araby ist hin- und hergerissen zwischen Will, der sie einst verriet, trotzdem jedoch ihre erste große Liebe ist und Elliott, dem Neffen des Prinzen…

Ich denke, wenn ich den ersten Band gekannt hätte und ich damit besser über die Vorgeschichte informiert gewesen wäre, hätte mir dieses Buch mehr gegeben. So bin ich leider mit keiner der Hauptfiguren warm geworden und konnte vieles nicht nachvollziehen. Auch hat es ziemlich gedauert, bis die Story überhaupt etwas an Fahrt gewonnen hat.

Da ich ja selbst dran schuld bin, Teil 1 nicht zu kennen  –  3 von 5 Sternen.

Stern_Bewertung_3

~LS

Rezension „Der Traum“ von James Bryan Smith

Verlagsinfo, Klappentext

„Innerhalb von drei Jahren verliert der erfolgreiche Autor Tim Hudson seine Mutter, seinen besten Freund und auch noch seine kleine Tochter. Tief erschüttert und voller Trauer gerät sein Glaube an einen liebenden Gott ins Wanken.

Ausgebrannt zieht sich Tim in ein Kloster zurück. Dort wird ihm ein „geistlicher Begleiter“ zur Seite gestellt: der unkonventionelle Bruder Taylor. Eines Nachts hat Tim einen außergewöhnlichen Traum. Er begegnet im Himmel den Menschen, die seinen Glauben und sein Leben geprägt haben – und den dreien, die ihm so sehr fehlen.
Eine heilsame Reise beginnt …

Ein bewegender Roman, der in Stil und Botschaft ähnlich ermutigend wie der Weltbestseller „Die Hütte“ von William P. Young ist. Mit einem Nachwort von Dallas Willard.“

 9783865914934

GerthMedien

 

Der Traum von James Bryan Smith, Cover mit freundlicher Genehmigung von GerthMedien

Der Traum von James Bryan Smith, Cover mit freundlicher Genehmigung von GerthMedien

Mein Eindruck vom Buch

Ich habe dieses Buch im Verlagsprogramm von GerthMedien entdeckt und im ersten Moment hat mich einfach mal das Cover angesprochen. Wir sehen eine Tür mit einem Schlüsselloch. Als wenn man durch das Schlüsselloch hindurchsieht, kann man eine Wiese sehen und blauen Himmel. Über die Wiese läuft eine junge Frau. Weil mich das Titelbild so angesprochen hat wollte ich nun mehr wissen, also hin zum Klappentext 🙂 Ja, auch das passte gut.

Mein erster optischer Eindruck hat sich auch nach dem Lesen bestätigt. Dies ist mal wieder ein richtig schönes Buch.

Wie bereits im Klappentext erwähnt geht es hier um eine spirituelle Reise. Das sollte man als Leser mögen, beziehungsweise einkalkulieren. Meine eigenen Gedanken zur Religion und Spiritualität sind nicht wirklich eingefahren und ich lasse mich immer gerne mal auf etwas neues ein 😉

Der Schreibstil bei diesem Buch ist wirklich leicht und doch eindringlich. Tim wird hier gleich am Anfang sehr gut beschrieben und man kann sich wirklich sehr gut in sein Leben eindenken. Wir waren selber schon einige Male  in einem Kloster, allerdings nicht wirklich für einen Aufenthalt sondern  eher nur für einige Stunden, aber ich habe mir oft vorgestellt dort mal eine gewisse Zeit zu verbringen. Ich kann mir wirklich gut vorstellen, das Tim genau die richtige Entscheidung mit seinem Klosterbesuch getroffen hat. Auch wenn er selber am Anfang einige Zweifel hat.

Als Tim dann seinen Traum träumt, konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Es ist einfach so eindringlich, so tief, so nah. Ich kann es mit Worten nicht wirklich gut beschreiben, aber das Lesen hat etwas in mir bewirkt. Ich konnte eintauchen und abtauchen. Meine eigenen Gedanken haben sich ihren Weg gebahnt und sind an der Seite von Tim durch seinen Traum gewandert.

Der Autor hat selber einige schmerzliche Verlusste  hinnehmen müssen, und ich finde man merkt beim Lesen, das er zum Teil schon sehr persönliche Eindrücke vermittelt .

Mir hat dieses Buch in einer Zeit des persönlichen Umbruchs ein wenig geholfen mich und meine Gedanken ein wenig zu ordnen.

Ich möchte gute 4 Sterne vergeben

Bewertung: 4 Sterne

~BL 

Rezension „Das Fenster zur Welt“ von Jürgen Bauer

Verlagsinfo, Klappentext

„Die 80-jährige Hanna wagt nach dem Tod ihrer Mutter einen späten Ausbruch aus ihrem starren Alltag. Beim Speed-Dating lernt sie den jungen, arbeitslosen Schauspieler Michael kennen, dem durch die Trennung von seinem Partner plötzlich jede Sicherheit genommen wurde. Zwischen dem ungleichen Paar entwickelt sich bald eine Freundschaft, und als Hanna mit dem Auto eine Reise in ihre Vergangenheit antritt, sitzt Michael am Beifahrersitz. Die Fahrt zu Hannas erster Jugendliebe aus den turbulenten Wochen nach Kriegsende zwingt Michael, auch in seiner Kindheit nach Antworten zu suchen, denn Hanna kennt den Grund, warum seine Mutter ihn bei seinem Vater zurückgelassen hat. Immer deutlicher wird den beiden die Tragweite bewusst, wie einzelne Entscheidungen ein ganzes Leben prägen.“

176 Seiten

ISBN: 978-3-902711-25-0

Septime

Das Fenster zur Welt von Jürgen Bauer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Das Fenster zur Welt von Jürgen Bauer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Septime

Mein Lesen

Ein wirklich schönes Buch aus dem Hause Septime.

Hier finden sich zwei wirklich ganz verschiedene Menschen auf einem gemeinsamen Weg wieder. Zum einen haben wir die achtzigjährige Hanna, die ihr Leben lang immer schwer gearbeitet hat. Sie hat die letzen Jahre mit der Pflege ihrer Mutter verbracht und sich nicht wirklich etwas für sich selber gegönnt. Nach dem Tod der Mutter beschließt Hanna noch einmal auf eine für sie große Reise zu gehen.

Hanna trifft zufällig auf Michael, er könnte ihr Enkel sein und sie hat ihn früher als kleinen Jungen bereits gekannt. Beide verbindet so einiges im Leben und so beschließt Hanna mit Michael eine Reise in die Vergangenheit zu machen. Sie borgt sich ihr Auto, welches sie seinerzeit ihrer Tochter vermachte und fährt zu Michael.

Beide erleben auf ihrer Fahrt eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft, und doch bleibt vieles unausgesprochen.

Dies ist eine Geschichte von Freundschaft, Entscheidungen treffen und Abschied. Ein Buch mit Tiefgang welches durchaus zum Nachdenken anregt.

In einer schönen, ansprechenden Art nimmt uns der Autor hier mit ins Leben. Er zeigt in der Geschichte auf, dass es nicht immer leicht ist Entscheidungen zu treffen, das gewissen Entscheidungen dem Leben einen bestimmten Verlauf geben, der vielleicht nicht immer gewollt ist. Aber er weist uns auch darauf hin, dass wir uns immer für den einen oder anderen Weg entscheiden müssen. Er zeigt uns das alles zu einem Ziel führt.

Ich persönlich finde auch die Wahl des Titelbildes sehr gelungen. Hier sehen wir einige Wolken in der unendlichen Weite des Himmels.

Ich möchte gerne gute 4 Sterne vergeben

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension „Der Distelfink“ von Donna Tartt

Verlagsinfo, Klappentext

„Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück, sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. Theo versinkt in tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt …“

1.024 Seiten

ISBN: 978-3-442-31239-9

Der Distelfink von Donna Tartt, Cover mit freundlicher Genehmigung von Goldmann

Der Distelfink von Donna Tartt, Cover mit freundlicher Genehmigung von Goldmann

Mein Buchgefühl

Dieses Buch wurde ja bereits von vielen Seiten hoch gelobt. Hm wie soll ich denn diesmal hier bloß anfangen…Ich denke ich nehme nur jetzt erst mal das Cover  vor. Wenn man das Buch in den Händen hält hat man wirklich eine Mange Buch vor sich. Das Cover spricht mich wirklich an. Es scheint optisch so, als würde der Distelfink sich seinen Weg durch den Buchdeckel bahnen wollen. Ich gebe zu, dass ich recht schnell neugierig auf das eigentliche Kunstwerk war und deshalb habe ich schnell mal nach dem Bild und dem Künstler gegoogelt 😉

Kommen wir nun mal zu den ersten Leseeindrücken. Wie gesagt, wir haben es hie mit einem gewaltigen Buch zu tun. Auf über 1000 Seiten dürfen wir unsere Leseleidenschaft austoben.

Für mich ist der Distelfink das erste Buch welches ich von Donna Tartt gelesen habe. Ich mag ihren Schreibstil schon recht gerne. Es gibt viele lange, verschachtelte Sätze, die man sich als Leser richtig erarbeiten darf. Dies allein ist in meinen Augen schon ein Highlight für mich.

Hm, nun aber mal zur eigentlichen Geschichte. Der Anfang hat mich fasziniert, ich bin voll und ganz eingetaucht und konnte einfach in Theo Deckers Welt versinken. Die Länge und Ausführlichkeit konnte mich verzaubern. Leider folgte der Verzauberung dann doch noch die Ernüchterung. Im mittleren Teil steckt sich dann die Story und wir lesen über viele Seiten nur noch über den mäßigen bis übermäßigen Drogenkonsum von Theo und Boris. Diese Passagen sind mir definitiv zu lang und zu ausführlich daher gekommen. Spannend ist allerdings wie die Autorin den Lebensabschnitt von Theo und Boris zu einem Ende bringt. Hier dachte ich für mich, das Boris komplett aus Theos Leben verschwindet, aber weit gefehlt…

Ich denke dieses Buch braucht Zeit, man darf und muss sich in Ruhe auf die Geschichte einlassen und sollte sich nicht unter Lesedruck setzten. Allerdings habe ich die eine oder andere Unterbrechung gerne hingenommen um mich dann doch immer wieder mal aus der Geschichte herauszunehmen. Wie gesagt, das Mittelteil musste ich mir zum Teil schwer erarbeiten.

Auf der einen Seite beschreibt Donna Tartt viele Details sehr ausführlich aber dann kommt zum Ende hin doch vieles sehr schnell und kurz daher. Da bahnt sich eine Hochzeit an, die dann aber doch ins Wasser fällt und ich hätte mir speziell in dieser Phase des Buches mehr Ausführlichkeit gewünscht. Plötzlich flachen die Charaktere etwas ab, scheinen beliebig zu sein…

Und doch konnte mich das Buch zu großen Teilen ansprechen und beeindrucken. Auch wenn ich mitunter an einigen Stellen nicht ganz meinen Lesefluss gefunden habe, kann ich mir durchaus ein „Zweitlesen“ oder vielleicht sogar ein „Nachhören“ sehr gut vorstellen. Der Hörverlag bietet das Buch als ungekürzte Lesung von Matthias Koeberlin an. (3 MP3-CDs, Laufzeit: 2006 Minuten ISBN: 978-3-8445-1379-0 ) Für mich ist der Sprecher hier wunderbar gewählt.

4 Sterne von mir

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension „Bluthatz“ von Richard Hagen (@skoobe_de)

Verlagsinfo, Klappentext

„Er hatte viele Feinde – doch welcher wurde sein Mörder?

Ein brutaler Mord führt Staatsanwältin Inga Jäger und Kripohauptkommissar Kai Gebert in das hessische Eltville. Nicht nur die Frau, die Exfrau und die Geliebte des Opfers sind tatverdächtig. Auch beruflich hat sich der hochgestellte Beamte viele Feinde gemacht. Doch als der Bürgermeister von Eltville die Ermittlungen immer stärker behindert, erkennen »die Jägerin« und Kai Gebert, dass sie auf einen Sumpf aus Korruption gestoßen sind – und um ihre Taten zu vertuschen, schrecken die Hintermänner auch nicht vor dem Mord an einer Staatsanwältin zurück!“

Seiten: 416

ISBN: 978-3-442-38300-9

Blanvalet

Bluthatz von Richard Hagen, cover mit freundlicher Genehmigung von Blanvalet

Bluthatz von Richard Hagen, cover mit freundlicher Genehmigung von Blanvalet

 

Ich denke

Der zweite Fall für Inga Jäger und Kai Gebert. Ich muss gestehen, dass ich wirklich daraufhin gefiebert habe. Mir hat bereits der erste Fall mit diesem Team sehr gut gefallen und ich wollte unbedingt wissen, wie sich das Team weiter entwickelt.

Inga und Kai sind zu einem guten Team herangewachsen und es macht wirklich Freude beiden beim Ermitteln zu folgen. Hier haben sie es wieder mit einem sehr grausigen und schrecklichen Mord zu tun. Es soll leider auch nicht bei einem bleiben und so ist Spannung bis zur letzten Seite garantiert. Bereits im ersten Kapitel geht der  Autor ganz schön in die vollen. Wir lesen wie ein Mensch sich seinen eigenen Tod vorstellt und sie dann doch sehr schmerzlich erkennen muss, dass es dann doch ganz anders ist…Das ist schon recht heftig…Richard Hegen spart auch in diesem Buch nicht mit grausigen Details, daher eine kurze Warnung!!! Nicht für zartbesaitete Leser geeignet, aber ich denke hier spricht der Titel ja bereits eine eindeutige Sprache.

Der Fall an sich ist schlüssig aufgebaut und durch den Schreibstil mag man als Leser das Buch nicht aus den Händen legen. Was mir auch diesmal wieder sehr gut gefallen hat waren die Beschreibungen der Gegend. Nicht zu viel, dass es von der Story ablenken würde, aber doch genug um auf Land und Sehenswürdigkeiten neugierig zu werden. Da wir dieses Jahr unseren Urlaub in Deutschland verbringen werden, steht der Rheingau nun fest auf dem Plan.

Leider taucht meine Lieblingsprotagonistin „Elli“ erst auf Seite 107 auf. Das ist für mich eindeutig viel zu spät 🙁 Aber dafür gibt es dann doch noch eine herzallerliebste Szene mit Ihr 😉 Sie bereitet ein Frühstück für Inga und Kai vor und dazu kocht sie ein Ei im Becherglas über dem Bunsenbrenner. Wenn das nicht zu Elli passt 🙂

Zum Ende hin hat mich der Autor wirklich sehr erschreckt, da will Kai Gebert die Brocken schmeissen…das geht ja gar nicht…

5 Sterne für den zweiten Fall, bitte lieber Richard Hagen beeilen sie sich mit dem dritten Fall 😉

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Ingredienzen – Das große Buch der Zutaten“ von Loukie Werle und Jill Cox

Ingredienzen von Loukie Werle und Jill Cox - Cover mit freundlicher Genehmigung vom h.f.ullmann Verlag

Ingredienzen von Loukie Werle und Jill Cox – Cover mit freundlicher Genehmigung vom h.f.ullmann Verlag

Lebensmittel-
Nachschlagewerk:
Zutaten von A bis Z

Buch-Informationen

Autoren: Loukie Werle und Jill Cox
Verlag: h. f. ullmann
ISBN: 978-3-8480-0643-4

Zum Inhalt

Die Kochbücher preisen uns wundervolle Rezepte an, die wir unbedingt nachkochen möchten und sobald man in die Zutatenliste schaut, fragt man sich meistens: Was ist das überhaupt für eine Zutat? Wo kommt sie her und wie schaut sie aus? Wenn man die Fragen nicht sofort beantwortet bekommt, kann es durchaus sein, dass man dieses tolle Rezept einfach überblättert und zum nächst Einfacheren greift. Das ist schade, denn man sollte auch mal über den kulinarischen Tellerrand hinaus schauen und neue Zutaten und Rezepte ausprobieren.
Genau an dieser Stelle kommt „Ingredienzen – Das große Buch der Zutaten“ zum Einsatz. Es ist ein umfangreiches Lebensmittel-Nachschlagewerk, welches über 2000 kulinarische Zutaten vorstellt.

Anhand appetitlicher Food-Aufnahmen und kurzen Texten über Herkunft, Aussehen, Geschmack und Verwendung lernt man schnell die Lebensmittel kennen und sie zu unterscheiden. Am Anfang und Ende des Buches findet man Übersichtstafeln zu den verschiedenen Fleischschnitten.

Ingredienzen ist übersichtlich aufgebaut und bietet neben dem Register der Zutaten von A bis Z folgende Kategorien an, in welchen man sich über die verschiedensten Lebensmittel informieren kann:

  • Kräuter, Gewürze und Samen
  • Brotaufstriche, Würzmittel, Backzutaten und Eingemachtes
  • Öle, Fette und Margarine
  • Eier und Milchprodukte
  • Obst, Gemüse und Pilze
  • Mehl, Getreide, Cerealien und Nudeln
  • Frische und konservierte Fische und Meeresfrüchte
  • Frischfleisch und Fleischprodukte
  • Geflügel und Wild
  • Aufgussgetränke
  • Aus aller Welt

Mein Fazit

Ingredienzen ist ein tolles Nachschlagewerk für angehende Köche, aber auch für den Hobbykoch zuhause. Es eignet sich bestens als Einkaufshilfe und sollte in keinem Kochbuchregal fehlen.

Mir persönlich gefallen besonders die Kategorien Würzmittel, Obst, Gemüse, Getreide, Cerealien, Aufgussgetränke und aus aller Welt. Ich werde vor dem nächsten Tee- bzw. Kaffee-Einkauf auf jeden Fall nochmal ein Blick ins Buch werfen und mich inspirieren lassen, welche Sorte ich als nächstes ausprobieren werde. Auch gerade bei den Kräutern, dem Obst und Gemüse ist dieses Buch wirklich sehr hilfreich für mich.

Ingredienzen ist mit mehr als 2000 Zutaten sehr informativ und dennoch sollte man sich im Klaren darüber sein, dass so ein Lebensmittel-Nachschlagewerk niemals vollständig sein kann – dafür gibt es weltweit einfach zu viele Lebensmittel und Zutaten. Jedoch dient es durchaus als Grundwissen und verhilft einem sich bei der Vielzahl an Lebensmitteln einen Überblick zu verschaffen.

Bei den oben genannten Lieblingskategorien meinerseits hätte ich mir noch gewünscht, mehr Informationen zum Thema Vitamingehalt usw. zu erhalten. Doch das würde wahrscheinlich den Rahmen des Buches sprengen.

Meine Beertung – 4 von 5 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

~Ilb

Hörbuchrezension „Totenfrau“ von Bernhard Aichner

Totenfrau von Bernhard Aichner - Cover mit freundlicher Genehmigung von der Hörverlag

Totenfrau von Bernhard Aichner – Cover mit freundlicher Genehmigung von der Hörverlag

Totenfrau: Sehr blutig und verstörend – aber verdammt gut!

Hörbuch-Informationen

Autor: Bernhard Aichner
Sprecher: Christian Berkel
Verlag: der Hörverlag
Laufzeit: 8 Stunden und 28 Minuten
ISBN: 978-3-8445-1415-5

Zum Inhalt

Blum, dieser Name steht für eine liebevolle Mutter zweier Kinder, für eine geliebte Ehefrau, für eine witzige und schlagfertige Frau, welche einen äußerst ungewöhnlichem Beruf nachgeht: Sie ist Bestatterin. Ihr Leben scheint perfekt und Blum ist unsagbar glücklich – bis zu dem Tag, an dem ihr Ehemann Mark mit dem Motorrad das Grundstück verlässt und auf der Straße vor ihren Augen überfahren wird. Fahrerflucht! So viel Blut! Und Mark liegt tot in ihren Armen…

Krimi-Nicci-TippTage der Trauer bestimmen nun das Leben von Blum, ihren Kindern und ihrem Schwiegervater. Doch sie lässt es sich nicht nehmen, Mark die letzte Ehre zu erweisen und ihn für sein Begräbnis persönlich vorzubereiten. Danach hat sie jedoch nicht einmal mehr die Kraft, das Bestattungsinstitut weiterzuleiten. Sie verkriecht sich in Marks Büro, um ihn noch einmal nah zu sein, bevor sie seine Habseligkeiten aufräumen will. Eines Nachts findet sie dort ominöse Tonbandaufnahmen einer Frau auf seinem Handy. Blum beginnt zu zweifeln. Ist diese Frau tatsächlich nur Zeugin/Opfer eines polizeilichem Ermittlungsverfahrens, für das sich ihr Mann in den letzten Wochen engagierte oder steckt da mehr dahinter? Eifersucht brodelt in ihr auf und so hört sie die Aufzeichnungen zu Ende, die keineswegs für sie bestimmt waren. Was ihr da zu Ohren kommt ist unfassbar, widerlich und grausam – es brennt sich in ihr Gedächtnis ein. Sie muss diese Frau finden, koste es was es wolle!
Als dann der Verdacht aufkommt, dass ihr Mann ermordet wurde, beginnt das neue Ich von Blum so langsam zu bröckeln. Dieses Ich existiert nämlich erst, seitdem sie Mark begegnete. Davor war sie das Adoptivkind einer Bestatterfamilie, dass ab dem dritten Lebensjahr schlagartig keine Kindheit mehr hatte und Unvorstellbares erlebte. Plötzlich kommt eine rachelüstige, nach Selbstjustiz schreiende Blum an die Oberfläche und sie plant einen morbiden Schachzug gegen all diejenigen, die ihren Mann auf dem Gewissen haben.

Mein Fazit

Mal ehrlich, das was der Klappentext verspricht ist ein harmloser Abriss der tatsächlichen Handlung. Dieses Buch ist keinesfalls etwas für zart besaitete Leser/Zuhörer – es geht eklig und blutig zur Sache. Man ahnt gar nicht, wozu ein Wesen in der Lage ist, welches von Klein auf perfiden Abartigkeiten ausgesetzt wurde. Blum wird letztendlich zur Rächerin und kennt keine Gnade.

Für mich ist „Totenfrau“ ganz eindeutig einer der fesselndsten Thriller des Jahres, welcher den Zuhörer noch an der einen oder anderen Stelle böse überraschen wird. Die Kombination aus der knackigen Schreibweise des Autors und der herausragenden Sprecherleistung von Christian Berkel lässt ein Gesamtwerk entstehen, welches seinesgleichen sucht.

Herr Aichner, bitte mehr davon! Ich bin gespannt auf das nächste Buch.

Meine Bewertung – 5 von 5 Sterne

Bewertung: 5 Sterne

~Ilb

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