Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Seiten

Monatsarchive: Januar 2013

Hörbuchrezension „Das Haus in der Löwengasse“ von Petra Schier

„Das Haus in der Löwengasse“ – Als das Schicksal der Frauen in den Händen der Männer lag

Verlag: Radioropa Hörbuch
Autorin: Petra Schier
Sprecherin: Sabine Swoboda
ISBN: 9783836806787

Zum Inhalt

Anfang des 19. Jahrhunderts war es gang und gäbe, dass das Schicksal der Frauen in den Händen der Männer lag. Kam man aus gutem Hause, so war die Mitgift recht hoch, man konnte gut verheiratet werden und hatte im Grunde genommen ausgesorgt. Pauline Schmitz wurde herzlich von ihrem Onkel versorgt und genoß eine gute Bildung – was für Frauen der damaligen Zeit nicht selbstverständlich war. Doch als ihr Onkel plötzlich verstarb, steht sie mittellos da – denn nichts war für ihre Verheiratung und Zukunft geplant. Eine Anstellung als Gouvernante ist ihre Rettung. Die Arbeit mit den Kindern macht ihr große Freude, jedoch hält sie es dort nicht lange aus: Der Hausherr hat ein Auge auf sie geworfen und jeder denkt, sie hätte es provoziert und sich ihm an den Hals geworfen. Ohne den Leumund eine neue Anstellung zu finden wird schwer, doch Pauline gibt nicht auf und reist nach Köln. Durch einen Wink des Schicksals findet sie dort eine Anstellung als Magd. Die Arbeit ist kein Honigschlecken und als die Hausherrin sie noch als ihr persönliches „Mädchen für alles“ auserkoren hat, findet Pauline keine ruhige Minute mehr. Eines Tages begegnet sie dem Textilfabrikanten Reuther und dieser erkennt ihre Fähigkeiten als Gouvernante – von da ab darf sie die Kinder des Witwers betreuen. Wer so lange unter einem Dach wohnt, der kann sich schlecht aus dem Weg gehen und irgendwann entdeckt Pauline ihre wahren Gefühle für Julius Reuther. Doch reicht Liebe allein aus oder entscheidet Julius sich für eine Ehe mit aussichtsreicher Mitgift, um seine Textilfabrik zu retten?

Mein Fazit

Petra Schier ist eine wahre Meisterin der gefühlvollen historischen Romane. Mit dem Hörbuch hat sie mir einen wundervollen Einblick in das Rheinland zur Zeit der Industriellen Revolution gezeigt. Wirtschaftliche Umbrüche, gesellschaftliche Abhängigkeiten und eine große Portion Gefühl machen „Das Haus in der Löwengasse“ aus. Einzig an die Sprecherin musste ich mich einwenig gewöhnen.

Meine Bewertung – 4 von 5 Sterne

~Ilb

Hörbuchrezension „Biest“ von Jenk Saborowski (@AUDIBLEDE)

Verlagsinfo, Klappentext

„Der gefährlichste Computervirus der Welt gelangt in die Hände eines russischen Top-Terroristen, genannt „Das Biest“. Ein Anschlag, der bis gestern noch undenkbar schien, steht unmittelbar bevor – mitten im Herzen Europas. Special Agent Solveigh Lang von der europäischen Geheimpolizei ECSB verfolgt seine Spur, bis ihre Einheit selbst zur Zielscheibe wird.

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.“

Gelesen von Uve Teschner

Speildauer ungekürzt: 12 Std , 44 Min

Biest von Jenk Saborowski, Cover mit freundlicher Genehmigung von Audible.de

Biest von Jenk Saborowski, Cover mit freundlicher Genehmigung von Audible.de

Ich hörte

Dieses Hörbuch wollte ich gerne aus zwei Gründen hören. Zum einen mag ich den Sprecher Uve Teschner sehr gerne hören, ich finde seine Stimme immer sehr angebracht. Sie ist angenehm und er bekommt immer die richtige Tonlage hin. Der zweite Grund war das Thema. Nachdem ich vor kurzem das Buch „Worm“ von Mark Bowden gelesen habe und mich das Thema „Schadsoftware“ einfach noch nicht loslassen möchte, war es diesmal leicht mich für dieses Hörbuch zu entscheiden. Ich habe hier die ungekürzte exklusiv Version gewählt, da ich hier wirklich das ganze Buch mitbekommen wollte.

Uve Teschner bringt die Story sehr gut rüber, seine Stimme trifft den richtigen Ton. Nicht aufdringlich sondern klar und gut verständlich. Mit dem richtigen Tempo, genau an die Situation angepasst.

Nun komme ich mal grob zur Handlung, ich habe  mir ja eine Geschichte über Computer Schadsoftware vorgestellt. Im großen und ganzen kommt es auch darauf hinaus…Stuxnet ist ein übler Virus der sich ganz unbemerkt verbreiten kann. Nun wird  von vielen Seiten ermittelt, eine Menge Personen tauchen auf und die Handlung springt von Ort zu Ort. Manchmal hatte ich einige Probleme allem zu folgen und ich habe einige Stellen mehrmals angehört, da ich sie beim ersten hören nicht sofort verstanden habe. Es ist schon sehr erschreckend, was Computerfreaks da so erfinden können, denn ich denke nicht dass dieser Teil der Geschichte so fiktiv ist…Das kann einem schon Angst machen 🙁 Besonders schrecklich empfand ich die Ignoranz der Kraftwerkbetreiber…

Ich persönlich hatte definitiv ein Problem mit der einer der Hauptfiguren. Solveigh Lang ist mir lange Zeit nicht wirklich sympathisch gewesen. Da passiert einiges in ihrem Leben und ich finde ihre Reaktionen darauf schon etwas seltsam. Aber so im Nachhinein betrachtet ist die Figur mit ihren Ecken und Kanten doch irgendwie interessant.

Schlußendlich finde ich die Geschichte aber leider ein wenig überladen. Auch mit dem Ende bin ich etwas unzufrieden, das schien mir jetzt doch unrealistisch…

 

Ich vergebe sehr gute drei Sterne, leider gab es für mich doch die eine oder andere Schwäche zum Ende hin.

~BL

 

Rezension “ Sushi oder Labskaus“ von Kerstin Michelsen

Verlagsinfo, Klappentext

„Für Florence, genannt Flo, geht ein Traum in Erfüllung.
Sie reißt sich einen tollen Job unter den Nagel und kann endlich aus der Provinz in die Großstadt ziehen.
Doch in der neuen Firma warten nicht nur berufliche Herausforderungen. Flos Standhaftigkeit wird durch die Avancen des gut aussehenden Juniorchefs auf eine harte Probe gestellt. Wenn dieser verflixt charmante Kerl nur nicht an jedem Finger noch drei andere Frauen hätte!
Und dann ist da auch noch Jan, der Flo ebenfalls nicht mehr aus dem Kopf gehen will …“

 

Sushi oder Labskaus von Kerstin Michelsen, Cover mit freundlicher Genehmigung der Autorin

Sushi oder Labskaus von Kerstin Michelsen, Cover mit freundlicher Genehmigung der Autorin

Buchgefühl

Hier erwartet uns ein rosiges Lesevergnügen 🙂 Ein richtig schöner Liebesroman. Ich bin ja eigentlich gar nicht so sehr für so liebliches Lesen zu haben 😉 , aber ich finde hier hat die Autorin eine schöne Geschichte entwickelt. Zum einen finde ich es richtig gut, wie sie den Roman aufgebaut hat. In den ersten Seiten werden wir sofort ins Geschehen geworfen. Wir begleiten Flo bei Nacht unter eine einsame Brücke…wir wissen noch gar nicht was hier los ist. Weshalb stolpert da eine junge Frau bei schlechtem Wetter im Dunkeln unter einer Brücke herum? Stück für Stück läßt die Autorin ihre Protagonistin Florence ihre Geschichte erzählen. Flo kann in Hamburg einen tollen Job bekommen, sie steigt in einer Knopfffabrik als Assistentin ein. Ich fand besonders den Teil in dem Flo einiges über die Herstellungsweise von Knöpfen lernen darf sehr interessant. Auch der nächtliche Spaziergang an den Landungsbrücken hat mir gut gefallen. Sofort vielen mir die vielen schönen Bilder ein, die mein Mann dort gemacht hat 🙂

In einem flüssigen Schreibstil mit viel Gefühl bringt Kerstin Michelsen die Geschichte zu einem gelungenen Abschluss, der dann wiederum unter der Bücke stattfindet, so schließt sich dann quasi der Kreis.

Auch hier gibt es dann noch mal Hamburg bei Nacht 🙂

Die Figuren haben mir durch die Bank weg gut gefallen. Alle wurden mit der nötigen Tiefe beschrieben, so dass man sich jeden Charakter gut vorstellen konnte. Klar kann man nicht alle gleich gern haben, aber wenn es jemanden geben sollte der „Stützi“ nicht mag, dann weiss ich es auch nicht…

Insgesamt hat mich das Buch einen Sonntag wunderbar begleitet und ich kann es uneingeschränkt empfehlen.

Das Cover und der Titel wurden von der Autorin sehr schön ausgewählt.

Ich möchte vier sehr gute Sterne vergeben.

~BL

 

 

 

Rezension „Fiktion“ von Jan Bergrath

Verlagsinfo, Klappentext

„„Was macht der Roman?“, wechselte Robert urplötzlich das Thema. „Hier“, antwortete ich und zog die ersten Seiten aus der Tasche meines Jacketts. „Es geht um den Brandschutz am neuen Flughafen. Wird verdammt spannend und politisch äußerst brisant.“ „Und? Wer muss diesmal dran glauben?“ Ich hatte lange überlegt, wie ich es ihm schonend beibringen konnte. Jetzt lieferte er mir praktisch das Stichwort. „Du.“ Berlin im Bauchaos. Für Krimiautor Andreas Hubert ist die verschobene Eröffnung des neuen Großflughafens Willy Brandt ein willkommener Elfmeter. Die zentrale Figur seines neuen Thrillers Brandgefahr ist ein Abbild seines Freundes Robert Hälfer, der in der Hauptstadt eine erfolgreiche Medienagentur leitet und dessen unnahbar schöne Frau ein Doppelleben führt. Der einflussreiche Lobbyist wird erschlagen auf seinem Seegrundstück gefunden. Soweit die Fiktion. Doch offenbar ist Hälfer weit tiefer in die korrupten Strukturen der lokalen Politik verwickelt, als es Hubert lieb sein kann. Die ersten Seiten sind geschrieben, da erkrankt Hubert an Blasenkrebs. Selbst die Zeit in der Charité hält ihn nicht davon ab, weiter zu recherchieren. Bis auf einmal Leute verschwinden und Hubert am eigenen Leib erfahren muss, welch übles Spiel Hälfer treibt. Und so steuert die reale Handlung auf ein mörderisches Finale zu.“

ISBN: 978-3-9815394-5-5

Was ich gelesen habe
Mir hat dieser Roman sehr gut  gefallen. Dem Autor gelingt es in seinem siebten Roman gut zu unterhalten und gleichzeitig ein Thema aufzugreifen, welches in dieser Form eher selten verarbeitet wurde. Laut Aussage des Autors enthält dieser Roman  viele persönliche Aspekte.
Jan Bergrath greift zum einen die doch recht chaotischen berliner Bausituationen ( die ja mitunter immer noch nicht ganz ausgestanden sind…) zum anderen widmet er sich auch recht intensiv dem Thema Blasenkrebs. Der Hauptprotagonist Andreas Hubert ist eigentlich gerade dabei seinen neuen Krimi zu schreiben. Er möchte mit in neuen Werk „Brandgefahr“  seinen Freund Robert Hälfer und dessen Frau einbauen. Dieser zeigt sich nicht gerade erfreut. Nachdem Andreas Hubert eben an den ersten Seiten feilt, bekommt er die erschütternde Diagnose Blasenkrebs gestellt.
Nun muss sich Andreas dem medizinischen Werdegang unterwerfen. Eigentlich wollte er während dem Klinikaufenthalt weiter an seinem Roman schreiben, aber irgendwie geht es nicht so vorwärts, wie er es sich vorstellt. Aber er recherchiert immer weiter und muss feststellen, dass sein eigentlicher Freund tiefer in die zum Teil doch sehr undurchsichtigen Baupolitischen Geschehen  verwickelt ist…
Die Beschreibungen vom Berliner Umland und dem Berliner Stadtbild haben mir auch zugesagt.
Das Ende ist für mein empfinden gut gelöst.
Ich möchte 4 Sterne  vergeben
~BL

Gewinnspiel 2 Leseexemplare „Worm“ suchen ein neues Zuhause

 

So Ihr Lieben, wie versprochen möchten wir Euch nun die Möglichkeit geben eines von 2 Leseexemplaren des Titels „Worm“ von Mark Bowden aus dem Berlin Verlag zu bekommen.

Ich möchte noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen dass es sich um Leseexemplare handelt, die uns der Berlin Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Ich wünsche euch ebenso viel Spaß  und Freude damit, wie ich sie beim Lesen empfunden habe. Die Rezension findet Ihr einige Beiträge weiter unten auf unserem Blog.

 

Worm von Mark Bowden, Cover mit freundlicher Genehmigung vom Berlin Verlag

Worm von Mark Bowden, Cover mit freundlicher Genehmigung vom Berlin Verlag

Was müsst Ihr tun, damit eines der Leseexemplare in Euer Regal einziehen kann? Wir möchten einfach nur einen kurzen Kommentar unter diesem Artikel von Euch, indem Ihr uns mitteilt ob Ihr selber schon mal Probleme mit einem Computervirus oder sonstiger Schadprogramme hattet. Wie sieht es aus, hat Euer Computer schon mal komische Sachen gemacht? Hat Ihr ein Antivirenprogramm? Kümmert Ihr Euch regelmäßig um Updates?

 

Kleingedrucktes:  Das Gewinnspiel “Leseexemplar Worm” endet am   15.02.2013      um 23:59 Uhr. Bei mehreren Einsendungen entscheidet das Los. Den Gewinner werden wir  per eMail benachrichtigen.(Bitte gebt eine gültige eMail-Adresse an.)  Teilnehmen können alle, die mindestens 16 Jahre alt sind und über eine Anschrift in Deutschland verfügen. Der Name/Nickname des Gewinners wird hier im Blog bekannt geben. Die persönlichen Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und im Anschluß gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Die Aktion ist nur in Deutschland gültig. Der Gewinn wird unversichert als Büchersendung verschickt.

So nun drücke ich einfach schon mal allen die Daumen, die bei dem Gewinnspiel mitmachen möchten 🙂
~BL

 

Rezension „Fakebook“ von Alexander Broicher (Skoobe_de)

Verlagsinfo, Klappentext

„Frieder Kurzmeier ist der Inbegriff eines Verlierers. Unfähig, mit sich selbst umzugehen, verlassen von der gelangweilten Partnerin. Niemand nimmt ihn wahr, geschweige denn für voll. Dabei will er einfach bloß dazugehören, sein Stück vom Kuchen: Sex, Spaß und Anerkennung! Doch erst, als er erfährt, dass er vermutlich nicht mehr lange zu leben hat, ergreift er die Initiative und stellt fest: Wer nicht bei Facebook ist, existiert nicht. Also erschafft er sich eine neue Identität, die alles sein soll, wovon er träumt. Er wird zu Rocco. Als er feststellt, dass man ihm diesen Fake auch im echten Leben abnimmt und ihm sein zweites Ich alle Türen öffnet, rächt er sich an all jenen, die ihn ein Leben lang gedemütigt haben. Sein Leben wird zu einem Abenteuerspielplatz. Doch irgendwann verselbständigt sich das Spiel zwischen Größenwahn und Realität – mit verheerenden Folgen …“

Fakebook von Alexander Broicher, Cover mit freundlicher Genehmigung vom Heyne Verlag

Fakebook von Alexander Broicher, Cover mit freundlicher Genehmigung vom Heyne Verlag

Mein Leseeindruck

Ein netter Unterhaltungsroman der in einem lockeren, flapsigen Schreibstil daherkommt. Hier spielt der Autor mit einigen Klischees die die sozialen Netzwerke betreffen.

Heute spielen die sozialen Netzwerke eine sehr große Rolle im Leben vieler, und hier ist schon längst nicht nur die Jugend gemeint. Die sozialen Netzwerke erobern alle Altersklassen.

Wir erleben wie der Hauptprotagonist Frieder mit seinem Leben nicht gerade auf der Sonnenseite steht. Er ist eher die graue Maus in seinem Büro und keiner der Kollegen nimmt ihn wirklich ernst, als dann noch die Beziehung zu seiner Freundin scheitert erkennt Frieder, dass es so nicht weiter gehen kann. Er will dazugehören, er will in sein…aber so richtig was bewegen tut Frieder erst als sein Arzt ihm eine unheilbare Krankheit andeutet. Dies ist das Startzeichen für ihn, er schafft sich ein zweites facebook Profil und schon geht alles vorwärts, er gibt einige Kommentare ab und schon wird er von Freundschaftsanfragen überhäuft. Je weiter er sich aus dem „Fenster“ lehnt, umso beliebter scheint er zu sein. Sein neues Profil scheint Wirklichkeit zu sein, er bekommt Besuch von Rocco…Aufgebaut durch das gute gelingen in der virtuellen Welt, beginnt Frieder sein wirkliches Leben auf den Kopf zu stellen.

Wie gesagt, es ist ein netter Unterhaltungsroman der viele witzige Momente aufweisen kann. Mir hat der Teil mit dem „stofflichen Rocco“ nicht ganz so gut gefallen, ich hätte diesen Teil lieber nicht gehabt und den Roman eher  im realistischen Bereich weiter gelesen. Ansonsten fühlte ich mich schon gut unterhalten. Und wie sieht es denn aus mit den sozialen Netzwerken? Wer versteckt sich denn alles hinter dem einen oder anderen Profil? Nicht jeder ist das was er vorgibt zu sein…

Ich vergeben sehr gute drei Sterne

~BL

 

Rezension „Totenzimmer“ von Susanne Staun (~Ilb)

Totenzimmer von Susanne Staun - Cover mit freundlicher Genehmigung vom Klett-Cotta Verlag

Totenzimmer von Susanne Staun - Cover mit freundlicher Genehmigung vom Klett-Cotta Verlag

Totenzimmer: Krasses Buch, sehr gewöhnungsbedürftig und brutal – aber mega spannend!

ISBN-epub: 978-3-608-10332-8
Autorin: Susanne Staun
Verlag: Tropen-Verlag Label von Klett-Cotta
Neugierig?: Link zur Leseprobe

Zum Inhalt

Maria Krause ist von der dänischen Metropole Kopenhagen in die Stadt Odense auf der hübschen Insel Fünen gezogen, um dort eine Stelle als Rechtsmedizinerin anzutreten. Sie ist Single, lebt mit ihrer Katze in ihrem Apartment und hat nicht sehr viele Befürworter bzw. Freunde in der Stadt. Die Arbeitskollegen schauen Sie schräg an, ihr Chef will ihr nur an die Wäsche und die Herren von der Kriminalpolizei können sie auch nicht richtig respektieren. Als Maria des Nächtens während ihrer Rufbereitschaft zu einem Tatort gerufen wird, bekommt man den ersten Eindruck darüber, wie die Rechtsmedizinerin tickt – denn ohne Schlaftabletten kommt sie nicht zur Ruhe und auch sonst hinterlässt sie einen sehr skurrilen Eindruck: Als sie das Opfer vor Ort begutachtet, verhält sie sich plötzlich so, als würde sie das geschändete Mädchen persönlich kennen. Dem ist nicht so, jedoch erinnert sie sie an ihre eigene Tochter, die gar nicht existiert…

Mein Fazit

Bisher habe ich jeden Roman gelesen und jede TV-Serie angeschaut, die im weitesten Sinne mit Rechtsmedizin zu tun hat. Irgendwann entdeckt man Parallelen und denkt sich „das kenne ich irgendwo her“. Sei es die Vorliebe zur italienischen Küche und italienische Namen, kriminelle Väter der Protagonisten oder ähnliche kleine inhaltliche Überschneidungen. Aber eins kann ich hoch und heilig versprechen: Totenzimmer ist anders! Maria Krause ist so speziell, im Grunde genommen selbst ein psychisches Wrack. So eine verstörende und gleichzeitig absolut fesselnde Handlung habe ich noch nirgendwo anders gelesen.

Dänemark hat also mehr zu bieten als nur die literarischen Meisterwerke von Hans Christian Andersen: Susanne Staun ist in Ihrem Land bereits eine Bestsellerautorin und könnte der dänische Exportschlager für hochbrisanten Thriller-Lesestoff werden. Totenzimmer ist erst der Anfang, der Auftakt einer Buchreihe rund um die skurrile Rechtsmedizinerin Maria Krause – und ich kann es kaum erwarten, dass der zweite Teil „Hilsen fra Rexville“ hoffentlich bald in Deutschland erscheint. Ich vergebe vier von fünf Sternen, da ich denke, dass die Leseprobe bewusst an dieser Stelle ausgewählt wurde, um die Protagonistin Maria Krause halbwegs „normal“ beim Leser wirken zu lassen. Der ein oder andere von ihnen wird dadurch später vielleicht mehr als geschockt sein, wenn er erfährt, wie es tatsächlich um Marias Psyche steht.

Meine Bewertung – 4 von 5 Sternen

~Ilb

Hörbuchrezension „Tödliches Lachen“ von Andreas Franz

Verlagsinfo, Klappentext

„Kommissarin Julia Durant ist beunruhigt: Per Post erhält sie das Foto einer Toten. Nur ein makabrer Scherz? Kurz darauf wird die fotografierte Frau ermordet aufgefunden. An der Wand hinter ihr steht mit Blut geschrieben: „Huren sterben einsam.“ Als wenig später das nächste Todesbild auftaucht, verdichten sich die Hinweise auf einen Serienkiller …“

ISBN 978-3-86804-730-1

Sprecher: Julia Fischer

Tödliches Lachen von Andreas Franz, Cover mit freundlicher Genehmigung von Audio Media

Tödliches Lachen von Andreas Franz, Cover mit freundlicher Genehmigung von Audio Media

Mein Hörgefühl

Ich bin nicht wirklich ein Liebhaber von Hörbuchsprecherinnen, aber in diesem Fall passt die Stimme von Julia Fischer schon relativ gut zu dem Hörbuch. Es gelingt Ihr auch sehr gut die verschiedenen Stimmungen der Julia Durant stimmlich umzusetzen. Man kann Entsetzten, Wut und alle anderen Emotionen aus dem Tonfall heraushören.

Ich muss sagen ,dass ich aus der Julia Durant Reihe bisher weder ein Buch selber gelesen habe noch habe ich ein Hörbuch aus dieser Serie von Andreas Franz gehört. Dieses Buch geht zum Teil sehr in eklige Details, nicht dass das für mich ein Problem wäre…ich mag es mitunter schon derb und eklig 😉 .  Aber dass Andreas Franz doch recht derb und ausführlich über die Leichenauffindesituation berichtet hat mich erstaunt, das habe ich von ihm nicht erwartet. Also eine kleine Warnung an alle zartbesaiteten Hörbuchfans.

Es erwartet uns ein spannender, deftiger Fall der gut ausgearbeitet wurde.

Ich kann mir durchaus vorstellen diese Reihe weiter zu verfolgen, obwohl ich am Anfang nicht so ganz mit der Person Julia Durant warmgeworden bin, so konnte sie mich doch im Laufe des Hörbuches erreichen.

Ich möchte 4 Sterne vergeben

~BL


Rezension „Worm“ von Mark Bowden

 

Verlagsinfo, Klappentext

„Dass Cyberverbrechen und Cyberwar keine bloß virtuellen Gefahren mehr sind, sickert erst allmählich ins öffentliche und politische Bewusstsein. Als der Computerwurm »Conficker« im November 2008 auf die Welt losgelassen wurde, infizierte er binnen weniger Wochen Millionen von Computern weltweit. War er in ein System eingedrungen, konnte er dieses mit anderen verbinden und so ein Netzwerk bilden, das sich von außen kontrollieren ließ. Ein solch großes Botnetz ist theoretisch in der Lage, sämtliche Computernetzwerke zu überwältigen, ohne die heute unsere Banken, Telefone, Kraftwerke oder Flughäfen, ja sogar das Internet selbst kollabieren würden — mit unabsehbaren Folgen. War »Conficker« nur das Werkzeug von Cyberkriminellen oder gar eine reale militärische Waffe mit so nie dagewesenem Zerstörungspotenzial?

Mark Bowden erzählt, wie in einem dramatischen Wettlauf Computerexperten alles daransetzen, den brandgefährlichen Wurm auszuschalten. Packend beschreibt er einen nach wie vor völlig unterschätzten Krieg, der buchstäblich unter unseren Fingerspitzen auf der Tastatur ausgefochten wird.

»Gehört Ihr Computer zu den infizierten Rechnern, so sind Sie wie Captain Kirk — scheinbar im Besitz der vollen Kontrolle über die Enterprise, ohne jede Ahnung von dem verborgenen Gegenspieler im Schiffsinnern beziehungsweise davon, dass Ihr Computer in eine riesige Roboterflotte zwangsrekrutiert wurde. Der Wurm in Ihrem Rechner ist nicht untätig …«“

ISBN 9783827010650

Worm von Mark Bowden, Cover mit freundlicher Genehmigung vom Berlin Verlag

Worm von Mark Bowden, Cover mit freundlicher Genehmigung vom Berlin Verlag

Das Buch

Was für ein Buch!!!

Dem Autor gelingt es auch komplexe Computerthematiken gut verständlich zu beschreiben. Ich halte mich definitiv „nur“ für einen Nutzer. Ich habe keinen wirklichen Einblick in die Dinge die mein Computer so tagtäglich einfach so erledigt und tut ohne das ich es bemerke.

Ein faszinierendes Buch, welches mich doch sehr zum nachdenken angeregt hat.

Mark Bowden schreibt hier, als hätten wir es mit einem guten Unterhaltungsroman zu tun und doch ist alles blanke Realität. Es ist wirklich erschreckend, wenn man sich vorstellt, was da eigentlich alles hätte passieren können, beziehungsweise was vielleicht noch passieren kann…Wie gesagt, ich bin echt der volle Depp was die Funktionsweise von Computern angeht aber nun habe ich ein wenig mehr von der ganzen Thematik verstanden. Sehr erschreckt hat mich die Erkenntnis das es eigentlich niemanden gibt, der für die „Sicherheit“ zuständig ist. Allerdings ist mir  auch klar, dass man diese „Sicherheit“ nicht einfach irgendeiner Institution unterstellen sollte. Die große Frage lautet hier ja wirklich, was wäre gewesen, wenn sich nicht die Handvoll „Neerds“ um alles gekümmert hätten.

Ich finde die Vorstellung schon heftig, dass conficker, oder  noch ganz andere Schadprogramme auf meinem Rechner ihr Unwesen treiben, ohne dass ich das mitbekomme.

Dieses Buch hat mich begeistert und ich finde es sollten alle Computerbenutzer mal gelesen haben. Seien wir doch mal ehrlich, wer von uns macht sich wirklich Gedanken über dieses Thema? Die meisten von uns dürften ein Antivirenprogramm auf ihrem Rechner installiert haben, doch wie oft macht ihr da ein update ? Ich gebe zu dass ich da auch oft „gemuffelt“ habe wenn das Fenster aufploppt das ein neues update verfügbar ist. Gut oder eher nicht gut…ich habe oft mal auf später geklickt und es dann hier und da gänzlich vergessen. Nun werde ich da bestimmt vorsichtiger sein und auf alle Fälle solche Updates regelmäßig mitmachen.

Ich möchte hier einen großen Dank an den Berlin Verlag aussprechen. Der Verlag hat uns für ein Gewinnspiel 2 Leseexemplare zur Verfügung gestellt und wir würden uns über eine große Teilnehmerzahl freuen 🙂  Einzelheiten folgen!!!

Ich möchte aufregende 5 Sterne vergeben

~BL

 

Rezension „Rachekind“ von Janet Clark

Verlagsinfo, Klappentext

„Hannas Mann Steve verschwindet spurlos. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr, bis ihre einjährige Tochter Lilou fast entführt wird. Als Lilou sich immer mehr verändert, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit ihrem Vater. Hanna begreift, dass dies ihre einzige Chance ist, Antworten zu bekommen, da ihre verzweifelte Suche bislang nur eines zutage förderte: Der Mann, den sie unter dem Namen Steve Warrington kennen und lieben lernte, hat offiziell nie existiert. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr …“

ISBN: 978-3-453-40927-9

Rachekind von Janet Clark, Cover mit freundlicher Genehmigung vom Heyne Verlag

Rachekind von Janet Clark, Cover mit freundlicher Genehmigung vom Heyne Verlag

Mein buchiges Erleben

Der Schreibstil hat mich erbarmungslos mitgerissen. Ich gestehe: ich bin auch ein Badewannenleser 🙂 ( aber ich achte immer darauf, dass mir kein Buch nass wird, beziehungsweise ins Wasser fallen kann!!!). Dieses Buch habe ich mitgenommen und wollte nur mal eben kurz reinlesen…daraus wurde aber irgendwie nichts, ich konnte einfach nicht aufhören. Als ich dann bei Seite 50 angekommen, war und bereits einige male warmes Wasser nachlaufen lassen musste habe ich mich dann doch selber mal beim Lesen unterbrochen, ich war mittlerweile wirklich heftig ein- und aufgeweicht 😉 .

Janet Clark schafft es mich derart in Ihr Buch zu ziehen, dass ich wirklich immer und überall die Zeit vergessen habe, sobald ich das Buch in den Händen gehalten habe.

Ich bin sonst eher für die realitätsnahe Story zu haben, aber dieser Thriller hat voll meinen Geschmack getroffen. Ich habe dermaßen mit Hanna gelitten…wo ist Steve nur abgeblieben? Gut das Hanna es noch rechtzeitig nach Hause geschafft hat um Lilou zu retten, doch warum benimmt sich die kleine Maus plötzlich so ganz anders.

Immer tiefer treibt uns Janet in Hannas Schrecken, was passiert da alles um sie herum. Wem kann Hanna noch vertrauen?  Ihre Suche nach Steve führt sie nach England, aber auch dort scheint alles ganz anders zu sein, als es dem ersten Anschein nach aussieht.

Im hinteren Teil des Buches wurde es mir manchmal etwas zuviel, was da auf Hanna und Lilou einstürmte, da wäre mir persönlich, etwas weniger lieber gewesen. Das hat aber meinem Lesegenuss keinen Abbruch geleistet.

Das Ende ist ein wahrer „Hollywoodshowdown“. Unterhaltung pur, was will man mehr?  Doch ich weiß was man mehr möchte…nämlich sofort das nächste buch der Autorin zur Hand nehmen 🙂

Ich vergebe vier Sterne mit einem dicken plus

~BL

 

 

NetGalley-Mitglied
Professioneller Leser
Find us @
Blogverzeichnis - Bloggerei.de

Follow



Neu! News-Anmeldung

Möchten Sie die Neuigkeiten von unserem Blog per eMail erhalten? Dann melden Sie sich bitte an.