Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft
Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL
Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Seiten

Monatsarchive: Oktober 2011

Hörbuchrezension zu Sabine Thieslers „Der Menschenräuber“

Es kann so schnell gehen und das Leben ist von der einen zur anderen Sekunde vorbei. Einen Verkehrsunfall mit Todesfolge, so etwas erwartet man nicht vom Leben und es ist schon gar nicht dass Schicksal, welches Eltern sich für ihre Kinder vorstellten - doch genau das geschieht Jonathan...
Seine Tochter Giselle wird an seinem Geburtstag von einem betrunkenen, jungen Autofahrer über den Haufen gefahren und tödlich verletzt. Die Welt gerät ins Wanken, denn sein Lebensmittelpunkt, seine geliebte Tochter, wurde ihm genommen. Von da an geht es für ihn im Grunde nur noch bergab: Der Unfallverursacher wird unverständlicherweise zu einer milden Strafe verurteilt. Jonathan verliert seinen Job. Seine Ehe zerbricht an dem Schicksalsschlag. Er gibt sich regelrecht auf, wird depressiv, beginnt zu trinken und irrt ziellos umher.
Jonathan landet irgendwann in Italien - in der Toskana um genau zu sein. Dort will er sich eigentlich nur für unbestimmte Zeit in einer Ferienwohnung verkriechen. Plötzlich ändert sein Leben sich vollkommen, als er die blinde Tochter des Vermieters kennenlernt: Sophia sieht seiner toten Tochter zum verwechseln ähnlich! Der Schock ist groß und doch behält er diese Tatsache für sich und entscheidet sich, ein neues Leben in der Toskana zu beginnen und Sophia zu heiraten. Natürlich ist diese Beziehung zu Sophia irgendwie krankhaft und doch scheint es, als hätte Jonathan wieder alles im Griff. Er will Sophia beschützen und baut die heruntergekommenen Ferienwohnungen zu einem luxuriösen Urlaubsdomizil aus. Alles wäre mehr oder minder vielleicht gut verlaufen, wenn er nicht eines Tages Urlaubsgäste aus Deutschland im Ferienhaus hätte, die durch einen schicksalhaften Zufall eine Verbindung zu seiner traumatischen Vergangenheit haben. Ab jetzt beginnt der Albtraum, ein regelrechter Rachefeldzug, bis zur allerletzten Sekunde!

Wer bis dahin dachte, Sabine Thieslers "Menschenräuber“ sei ein recht harmloser Thriller, der hat sich getäuscht. Es wird hoch spannend und die Autorin zeigt, dass im Grunde jeder in der Lage ist, aus Rache zu töten.

Rezension zu Arno Strobels „Der Trakt“

Vorab: Es ist schon fast eine gruselige Vorstellung, zu wissen, dass man ein Kind hat und keiner – nicht mal dein eigener Mann – glaubt dir.

Wem dieser Gedanke schon das Blut in den Adern gefrieren lässt, dem sei gesagt, dass das noch nicht alles an Hochspannung ist, was Arno Strobels Thriller „Der Trakt“ zu bieten hat! Der Autor beschreibt ein schlimmes Szenario: Alles beginnt mit der Entführung ihres Kindes und danach wacht sie in einem ganz komischen Krankenzimmer auf – ein fensterloser Raum, sie ist allein und an die Monitore angeschlossen. Der Arzt erzählt ihr dann, dass sie – Sibylle Aurich – vor zwei Monaten überfallen wurde und bis jetzt im Koma lag. Auf die Frage hin, wo ihr Sohn sei, sagte er nur, sie habe keinen Sohn, aber ihre Erinnerung sei halt noch lückenhaft – sie wird sich schon irgendwann selbst daran erinnern, dass sie keinen Sohn hat. Als sie merkt, dass das Krankenzimmer eher einer Gefängniszelle ähnelt, weil der Arzt sie zu ihrer Sicherheit einschließt, versucht sie bei der nächsten „Visite“ zu fliehen – und es gelingt.
Nur mit dem Krankenhaushemdchen bekleidet irrt sie durch Regensburg – auf der Suche nach ihrem Mann, ihrem Sohn und ihrem zu Hause. Mit ein bisschen Hilfe von einer fremden Frau geht Sibylle den Geschehnissen der vergangenen zwei Monate auf den Grund. Statt dass ihr Mann sie glücklich in die Arme schließt, als sie zu Hause ankommt, erkennt er sie nicht mehr und holt die Polizei. Aber viel schlimmer noch: er behauptet, dass sie keinen Sohn haben!
Das Verwirrspiel ist riesen groß, denn Sibylle weiß am Ende selbst nicht mehr, wer sie ist – guckt ihr doch auf jedem ihrer eigenen Fotos ein fremdes Gesicht entgegen.

Fazit: Entgegen vieler anderer Meinungen fand ich, dass „Der Trakt“ viel spannender ist als „Das Wesen“ und kann dieses Buch jedem Nervenkitzel-Fan empfehlen.

Hörbuchrezension zu „Elisabeth I. – Königin von England“ von Elke Bader

Hörbuch "Elisabeth I. – Königin von England" von Elke Bader, erscheinen im GRIOT Hörbuchverlag

Hörbuch "Elisabeth I. – Königin von England" von Elke Bader - Cover mit freundlicher Genehmigung vom GRIOT Hörbuchverlag

Endlich konnte ich mir die Zeit nehmen, um das zweite Hörbuch von Elke Bader aus der Reihe „Menschen, Mythen, Macht“ vom Griot Hörbuch-Verlag zu hören: Das Hörbuch „Elisabeth I. – Königin von England“ ist wieder einmal eine gelungene Mischung aus historisch gut recherchierten Fakten und ganz vielen menschlichen Aspekten, die Elisabeth I. und ihre Zeit für den Zuhörer lebendig werden lassen.

Ein ganz klarer Pluspunkt vorweg: das Hörbuch wurde diesmal mit zwei Stimmen gesprochen und ich muss sagen, es ist richtig sympathisch, dass Elisabeth I. von einer weiblichen Stimme wiedergegeben wird. Das macht das Ganze authentischer.

Dank Elke Bader‘s Schilderungen im Hörbuch, erscheint mir Elisabeth I. als historische Persönlichkeit jetzt auf gewisse Art und Weise irgendwie viel herzlicher und menschlicher – bisher kam sie mir nämlich eher eiskalt und sehr, sehr gebieterisch vor, wenn ich die Portäts betrachtete. Da weile war Elisabeth I. rhetorisch sehr begabt, witzig und clever. Auch wird dem Zuhörer bewusst, dass Macht nicht gleich Zufriedenheit bedeuten muss, denn trotz des politischen Erfolges hatte Elisabeth I. mehr oder minder Pech in der Liebe.

Neben den vielen Einblicken und Anekdoten aus dem Leben der Königin, hat die Autorin nichts verschönert oder weggelassen, denn es war eine grausame Zeit, in der Elisabeth I. lebte und herrschte: Frauen wurden zum Tode verurteilt, weil sie dem König statt dem erwünschten männlichen Thronerbe nur Mädchen zur Welt brachten. Blutsverwandtschaft war eher ein Fluch statt ein Segen, weil jeder sein Anrecht auf den Thron bis aufs Messer durchsetzten wollte. Und man landete schneller im Tower, als man bis zehn zählen konnte.

Fazit: Ich kann nach dem zweiten Hörbuch aus der Griot-Hörbuchreihe „Menschen, Mythen, Macht“ nur sagen – Geschichte wird nie langweilig! Das gleiche gilt für die Hörbücher von Elke Bader.

Elisabeth I. – Königin von England
Von Elke Bader, gelesen von Heiner Heusinger und Katja Abt
– erschienen im Griot Hörbuchverlag
2 CDs mit 16-seitigem Begleitheft

Regie: Wieland Haas
Spieldauer ca. 150 Minuten

ISBN 978-3-941234-22-2
EUR 14,90 (D)
EUR 15,00 (A)
CHF 24,50 (CH)
Danksagung:
Ich möchte mich ganz herzlich beim Griot Hörbuchverlag bedanken, welcher mir freundlicher Weise das Hörbuch „Elisabeth I. – Königin von England“ aus der Reihe „Menschen, Mythen, Macht“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Hörbuchrezension zu „Zweiunddieselbe – Wie viel von mir bin ich?“ von Mary E. Pearson

„Zweiunddieselbe“, was für ein Wortspiel, dachte ich mir als ich mir dieses Hörbuch bei meiner Online-Bibliothek auslieh. Dieser Titel schreit förmlich nach einer Person, welche innerlich irgendwie total zerrissen ist. Na klar machte mich das neugierig und ich wollte wissen, was sich hinter diesem Jugendbuch verbirgt.

Alles dreht sich um Jenna, welche nach einem sehr schweren Unfall nach langer Zeit wieder aus dem Koma erwacht. Grundlegend fühlt sie sich recht fit, doch sie leidet unter Amnesie und kann sich weder an den besagten Unfall oder an die Zeit davor – ihre Familie, ihre Freunde, Schule, im Grunde genommen ihr ganzes Leben – erinnern.

Man fühlt mit Jenna mit, denn irgendwie ist sie sich selbst total fremd und vollkommen allein, trotz dass sie von ihrer Mutter und Großmutter umsorgt wird. Aber der Schein trügt: Mehr und mehr fühlt sich Jenna fehl am Platz, stets und ständig ist sie unter Beobachtung und sie beschleicht das Gefühl, dass irgendwas ganz und gar nicht stimmt… das etwas mit ihr nicht stimmt!

Der Leser begibt sich gemeinsam mit Jenna auf einen Berg- und Talfahrt der Gefühle und erfährt Schritt für Schritt, was tatsächlich mit der Protagonistin passiert ist: Zwar hatte Jenna recht, ihr neues Leben nach dem „Koma“ bestand aus vielen Unwahrheiten und Geheimnissen. Doch ein Fakt entspricht der absoluten Wahrheit. Jenna war in einen lebensgefährlichen Unfall verwickelt und ihre Eltern standen vor der größten Entscheidung ihres Lebens: Lassen Sie Ihre alles geliebte Tochter sterben oder begehen sie ein Tabu, indem sie Jenna um jeden Preis am Leben erhalten? Die „neue“ Jenna ist nämlich nur ein winziger Bruchteil der „alten“ Jenna, denn nur 10 % ihres Gehirns konnten gerettet werden – alles andere an ihr besteht aus technischem Know-How, Chips & Co.

Aber sind 10 % genug? Wo ist die Seele des Menschens? Ist Jenna überhaupt noch Jenna? – Genau diese Fragen stellen sich die Protagonistin und den Leser fast zeitgleich während der Handlung dieser Geschichte und man kann die Tragweite dieses medizinischen „Wunders“ nur erahnen.

Fazit: Mary E. Pearson ist es gelungen ein spannendes, futuristisches und durchaus sehr gefühlvolles Jugendbuch zu schreiben und vor allem ist es ihr gelungen den Leser über ethische Grundsätze zum nachdenken zu bringen. Ich bin sehr gespannt, ob es tatsächlich eine Fortsetzung von Jenna’s Geschichte geben wird. Lesenswert wäre der Teil zwei auf jeden Fall!

Medien Digital

Seit ich ein Fan von Büchern bin, habe ich Buchhandlungen und Bibliotheken nicht missen wollen. Als ich vor Jahren in eine kleinere Stadt umzog wurde das etwas schwieriger für mich. Die Bibliothek war nicht rollstuhlgerecht – ich stieg auf Bestellungen bei Amazon um.
Seit gut zwei Wochen bin ich endlich wieder anerkanntes Bibliotheksmitglied und total happy. Nun, es hat sich zwar an den baulichen Gegebenheiten nichts für mich geändert, aber wie immer erleichtert mir die Verbreitung der digitalen Medien mein Leben ungemein: ich kann ab sofort bei der ChemNetzBib online Hörbücher, ebooks und Zeitschriften ausleihen – ein Traum wurde wahr!

~Ilb

NetGalley-Mitglied
Professioneller Leser
Find us @
Blogverzeichnis - Bloggerei.de

Follow



Neu! News-Anmeldung

Möchten Sie die Neuigkeiten von unserem Blog per eMail erhalten? Dann melden Sie sich bitte an.