Monats-Archive: August 2011
Hörbuchrezension zu “Cagot” von Tom Knox
Während Quinn nach und nach auf Informationen über dubiose Genforschungsprojekte und einen Volksstamm namens “Cagot” stößt, erfährt der Zuhörer über einen Anwalt namens David Martinez, dessen Großvater im Sterben liegt. Dieser hatte ihn großgezogen nachdem seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Nach dem Tod seines Großvaters wollte David zurück zur Arbeit als er einen Anruf des Nachlassverwalters erhält: Sein Großvater hat ihm ein Vermögen hinterlassen, er würde es aber nur erben, wenn er sich auf die Reise ins Baskenland macht, um mit einen José Garovillo zu reden. Auch ist noch nicht ganz klar, was es mit der Karte auf sich hat, welche David von seinem Großvater kurz vor dessen Tod bekam. Da David immer dachte, dass sein Großvater im Grunde genommen fast mittellos war, will er endlich die Wahrheit herausfinden, nimmt den nächstbesten Flug ins Baskenland, tritt sein Erbe an und kann somit seinem Schicksal nicht mehr entkommen.
Was den Zuhörer jetzt erwartet sind weitere detailreiche Mordszenen; eine Handlung die zwischen England, Spanien, Frankreich, Deutschland und Afrika hin- und herpendelt; man trifft auf die ETA; lernt etwas über Eugenik und das grausame Zusammenspiel zwischen Hitler und der Kirche im dritten Reich und man erfährt das Eine oder Andere über die Cagots und Juden.
…. ein Katz- und Mausspiel, wobei man bis zum Ende nicht weiß, wer denn gewinnen wird.
24,99 EUR (A)
42,00 SFR (CH)
Hörbuchrezension zu Simon R. Green’s “Geschichten aus der Nightside: Die dunkle Seite der Nacht”
"Geschichten aus der Nightside: Die dunkle Seite der Nacht" - Cover mit freundlicher Genehmigung vom Kuebler Hoerbuch Verlag
Simon R. Green’s “Geschichten aus der Nightside: Die dunkle Seite der Nacht” beginnt wie die meisten Detektivgeschichten und beschreibt als aller erstes die Lebensumstände des Protagonisten John Taylor, selbst ernannter “Privatdetektiv”. John ist weder äußerst gut aussehend noch zahlungsfähig. Seine Detektei liegt in einer Gegend Londons, die nicht unbedingt lukrative Kundschaft an Land zieht – und zu allem Übel ist es schon so weit gekommen, dass er in seinem winzigen Büro haust und er im Grunde jedem Geld schuldet.
Bis dahin, ja genau bis dahin unterscheidet sich dieses Hörbuch nicht unbedingt von anderen einschlägigen Detektivromanen. Und doch wird alles urplötzlich total anders, als man es sich vorgestellt hat…
Als erstes sollte der Zuhörer folgendes über John Taylor wissen: Im Grunde genommen ist er kein wirklicher Detektiv, “er findet nur Dinge und würde kein Indiz erkennen, wenn es ihm freundlich auf die Schulter tippt”. Er hat eine besondere Gabe mit der er Dinge aufspüren kann – was das genau bedeutet, erfährt man allerdings erst später.
Die Handlung wird schlagartig hoch spannend, als die äußerst liquide Klientin Joanna Barrett die Detektei von John Taylor betritt, welche auf der Suche nach ihrer verschwundenen Tochter ist. Von nun an beginnt eine Reise in die abgrundtiefste, düsterste Ecke Londons: Die Nightside
John ist sichtlich davon abgeneigt, sich wieder zurück in die Nightside zu begeben, aus welcher er vor Jahren geflohen ist. Er weiß nicht was ihn dort wirklich erwartet… Es kann sein, dass ein toter Mann ist, sobald er die Nightside wieder betritt. Aber das Geld lockt, und das Mädchen könnte durchaus in großer Gefahr sein. Wider Willens nimmt er seine Klientin mit hinüber auf die dunkle Seite der Stadt und macht sich auf die Suche.
Die Nightside ist ein surrealer Ort – die Stadt in der Stadt – welches sich immer mehr ausdehnt und doch im Verborgenen bleibt. In der Nightside gibt es nichts, was es nicht gibt. Dort ist es immerzu 3:00 Uhr nachts. Monster und Dämonen, Prediger und Huren, sprechende Pferde sowie alle erdenklichen Kuriositäten sind in der Nightside zu Haus. Selbst John Taylor ist ein Teil davon, ja sogar ein Mythos der Nightside. Als er dort wieder ankommt, fühlt sich alles an wie immer und doch ist irgendwie alles anders. Jedoch hat sich nichts an seinem Ruf geändert: Die Bewohner der Nightside weichen seinen Blicken aus und sobald er seine Gabe gebraucht, taucht der eine oder andere urplötzlich auf, um ihn zu töten. John kämpft um sein Leben und um das von seiner Klientin und ihrer Tochter. Neben all den fantasievollen, durchaus aber nicht unblutigen Kulissen, ist es vor allem aber die lockere und trockene Art der Dialoge, welche dieses “Abenteuer” in der Nightside sehr hörenswert machen.
Fazit: Die Geschichten aus der Nightside ist ein Kampf zwischen Gut und Böse, welche den Hörer bei jeder Szene regelrecht mitfiebern lässt und ihn immer weiter in die Erzählung und das darin verborgene Dunkle hinein zieht. Absolut spannender Hörgenuss! Schade, dass die Hörbuchreihe nicht mehr fortgesetzt wird…
Ich möchte mich ganz herzlich beim Kuebler Hoerbuchverlag bedanken, welcher mir freundlicher Weise das Hörbuch “Geschichten aus der Nightside: Die dunkle Seite der Nacht” als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.



Twitter
RSS
Email