Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft

Die Leseleidenschaft-Mädels
~Ilb & ~BL

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Seiten

Rezension „Seelenflut“ von Anette Strohmeyer

Klappentext

„“Seelenflut“ – der 4. Fall von Paul Eckbert Ondragon jetzt bei der Psychothriller GmbH oder in allen ebookstores erhältlich!

Etwas stimmt nicht im „The Seaton“, einem Luxushotel in Thailand. Zuerst sind es nur kleinere Unfälle, doch dann ertrinken kurz nacheinander drei Gäste auf rätselhafte Weise. Für Paul Ondragon ist der Fall zunächst klar: Sabotage. Ein Konkurrent will das Hotel in Verruf bringen. Doch als Ondragon seine Ermittlungen in Khao Lak aufnimmt, dem Ort, der 2004 vom Tsunami verwüstet wurde, muss er feststellen, dass hinter der palmengesäumten Kulisse des Urlaubsparadieses noch ganz andere Kräfte am Werk sind. Eine unheilvolle Mixtur aus den bösen Erinnerungen an die Tsunami-Katastrophe und dem tief verwurzelten Aberglauben der einheimischen Bevölkerung …“

Information Homepage Anette Strohmeyer ( http://www.anette-strohmeyer.de)

Seelenflut von Anette Strohmeyer

Seelenflut von Anette Strohmeyer

Ich bin eingroßer Fan von Mister O.

Seelenflut ist bereits der 4 Teil in dem Eckbert Ondragon am Start ist. Angefangen hat alles mit Menschenhunger dann kam Totenernte und dem folgte Nullpunkt. Ich denke ich werde zu den Vorgängertiteln bei Gelegenheit auch noch jeweils eine ausführliche Rezension verfassen 😉 Mr O ist einfach zu gut und es sollten mehr Leser oder Hörer die Bekanntschaft mit ihm machen 🙂

Hier und heute möchte ich Euch aber erst mal etwas mehr zu Seelenflut erzählen.

Anette Strohmeyer schafft es den Leser mit den ersten Seiten mitten ins Geschehen zu holen. Auch Leser oder Hörer die vorher noch nie etwas von Ondragon gehört haben werden sich schnell im „Ondraversum“ zurechtfinden. Wobei ich mir ja gar nicht vorstellen kann, das es Leser gibt die Ondragon noch nicht kennen 😉 Solltest Du dazu gehören kann ich Dir nur raten schnellstmöglich einzusteigen! Die Autorin hat ihre Hauptfigur so charismastisch angelegt, das man im ersten Moment vielleicht ein wenig befremdet ist, aber glaubt mir, der Mister wird euch ans Herz wachsen 😉 Durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil mag man das Buch kaum aus den Händen legen. Ihr wisst ja, das ich gerne morgens vor der Arbeit lese, auch hier waren wieder einige Tage zu Spät an die Arbeit kommen dabei 😉 Ich konnte und wollte einfach nicht aufhören und habe meine Mittagspause sehnsüchtig erwartet.

Diesmal geht es nach Thailand. In einem schönen Hotel häufen sich merkwürdige Todesfälle. Unser Mister O hofft auf einen leichten Fall und vielleicht ein paar schöne Urlaubstage, aber dazu kommt es mal wieder nicht. Wo Mister Ondragon auftaucht wird es gefährlich.

Richtig gut haben mir die unterschiedlichen Zeitebenen  gefallen. Hier haben wir logischerweise die Echtzeit  in der sich Ondragon erst mal im Hotel umschaut und sich einen ersten Eindruck der Sachlage verschafft. Die andere Zeitebene ist kurz vor dem schrecklichen Tsunami in 2004. Hier verfolgen wir das Leben der Familie Hartmann. Herr Hartmann möchte einen guten Job im „The Seaton“  bekommen und will mit seiner Frau und seinem Sohn ein neues Leben in Thailand beginnen. Doch die Familie scheint einige Probleme zu haben…Stück für Stück offenbart sich das Schicksal der Hartmanns. Immer wieder wechseln die Szenen und von den Hartmanns geht es wieder zu Ondragon. Er gerät immer Tiefer in den Strudel der Geschehnisse. Rechnete er zunächst mit einem leichten Fall, muss er nun doch einsehen, das hier deutlich mehr passiert als einfache Sabotage. Auch in diesem Teil scheint es ab und an ein wenig mystisch zuzugehen, für mich ist das aber vollkommen ok. Genau so mag ich es! Genau die richtige Mischung!

Auch aus der Vergangenheit von Mister Ondragon erfahren wir wieder ein kleines Stückchen mehr. (Er tut mir so leid mit seiner Angst vor Büchern…gut das ich das nicht habe ! ) Genau das liebe ich unter anderem an den Büchern von Anette Strohmeyer. Man kann durchaus einfach quereinsteigen, aber wenn man von Anfang an dabei ist kommt einem die Hauptfigur mit jedem Band ein Stückchen näher.

Ich finde das die Autorin ein ganz besonderes Händchen für ihre Protagonisten hat. Sie erarbeitet die Figuren so gründlich und so eindringlich, das an als Leser meint man kennt denjenigen bereits sein ganzes Leben. Auch wenn die Figuren schon allesamt sehr speziell daher kommen, so erscheinen sie nicht unwirklich oder unwahrscheinlich.

Wer es gerne spannend, schnell und aufregend mag, der sollte unbedingt mal einen oder vielleicht doch zwei Blicke riskieren!!!

Wenn Ihr allerdings nicht selber lesen wollt, kann ich Euch die Vertonte Version nur wärmstens empfehlen. Hier bekommt Ihr von David Nathan meisterlich was auf die Ohren!

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension “ Das Schweigen der Schweine“ von Alexa Rudolph

Verlagsinfo, Klappentext

„Auf einem Bauernhof im Schwarzwald ereignet sich Besorgniserregendes: Ein Kind wird entführt, einem Schaf fehlt der Kopf, ein Hühnerfuß liegt in der Wäsche und die Bäuerin schließlich tot im Stall. Kommissar Poensgen, der seit einer Hooligan-Attacke im Rollstuhl sitzt, und seine Assistentin Lissy stoßen auf mysteriöse Rituale, liebenswürdige Badener und mehr kriminelle Energie, als sie es sich je hätten träumen lassen.“

Seiten: 272

ISBN: 978-3-95451-951-4

emons

Das Schweigen der Schweine von Alexa Rudolph, Cover mit freundlicher Genehmigung von emons

Das Schweigen der Schweine von Alexa Rudolph, Cover mit freundlicher Genehmigung von emons

 

Mal wieder ein Titel aus dem emons Verlag. Ich mag die Titel aus diesem Verlag unheimlich gerne, hier bekommt man wirklich tolle Regionalkrimis aus ganz Deutschland geboten 🙂

Alexa Rudolph nimmt uns mit in den Schwarzwald. Da meine Wurzeln väterlicherseits dort liegen, ist diese Gegend als Krimischauplatz für mich sehr spannend.

Der Prolog regt die Fantasie an, verrät aber noch nichts genaues 😉 Gut so !

Dann kommen wir gleich in den ersten Sätzen mitten in den tiefen Schwarzwald, auch wenn man mit der Sprache nicht aufgewachsen ist, so sollte es auch Nichtschwaben vom Sprachgebrauch gut verständlich sein. Wir lernen die Familie Ketterer Stück für Stück kennen. Erna und Lutz sind nicht unsympathisch, ich denke sie verkörpern halt schon ganz gut den Typ des guten „alten“ Dorfbauern, auch wenn der Lutz ganz sicher ein sehr moderner Bauer ist und mit dem neuesten vom neuesten seinen Hof aufrecht halten möchte. Schade das seine beiden Söhne so gar kein Interesse am Hof haben. Als dann plötzlich die anvertraute Enkeltochter aus ihrem Kettchen verschwindet gerät die Welt von Erna und Lutz aus den Fugen.

Und nun kommt der Kommissar ins Spiel, hier hat die Autorin mal nicht auf den „Nullachtfuffzehn“ Typen gesetzt. Sie bringt einen Kommissar auf den Hof, der in einem Rollstuhl daher kommt. Das er mit dem Rolli auf dem Hof nicht sofort in alle Ecken kommt, in die er gerne möchte, bleibt dabei leider nicht aus, aber wir erleben im Laufe des Falls, das sich Kommissar Poensgen auch mit seinem Handicap gut durchs Leben schlägt.

Auch wenn wir es hier mit einem Regionalkrimi zu tun haben, geht es mit unter recht blutig einher, das ist durchaus ok.

Der Schreibstil ist flüssig und ich habe in keiner Weise Langeweile mit diesem Krimi verspürt. Die Autorin hat ihre Figuren sehr schön ausgearbeitet und jedem Protagonisten Wesenszüge verliehen, die man so bestimmt hier und da finden kann, alles wirkt realistisch und normal.

Der Fall an sich ist gut aufgebaut und der Verdächtigen gibt es einige, so das man als Leser durchaus gefordert ist. Ich habe mich am Anfang auf eine völlig falsche Spur führen lassen 😉 Aber genau so mag ich meine Krimis, spannend, gut recherchiert und am Schluss dann noch mal eine überraschende, aber stimmige Auflösung.

Von meiner Seite aus für den ungewöhnlichen Kommissar und sein Team volle Sternchenzahl!

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Interview mit einem Mörder“ von Bernhard Aichner

Verlagsinfo, Klappentext

 

„Der neue Krimi von Bernhard Aichner: Max Brolls bester Freund im Visier eines Mörders
Dramatische Szenen bei der Eröffnung des neuen Würstelstandes von Ex-Fußballstar Johann Baroni: Mitten in dem fröhlichen Geschehen fällt ein Schuss – und Baroni sinkt zu Boden. Totengräber Max Broll ist verzweifelt: Sein bester Freund darf nicht sterben!
Als er wieder zur Besinnung kommt, erinnert sich Max: Er hat den Schützen gesehen. Doch der vermeintliche Täter entpuppt sich als harmloser Tourist. Es gibt kein Motiv, keine Tatwaffe, keine weiteren Zeugen – niemand schenkt Max Glauben. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen und sich an die Fersen des Mannes zu heften.
Und tatsächlich sitzt er dem Mörder bald Auge in Auge gegenüber – doch der ist klug, nichts kann seine Schuld beweisen. Max folgt ihm in einer atemlos spannenden Verfolgungsjagd, die ihn bis auf ein Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer bringt. Er ist überzeugt: Nur er kann den Verrückten zur Strecke bringen, um weitere Gräueltaten zu verhindern …“

Seiten: 288

ISBN: 978-3-7099-7133-8

Haymon

Interview mit einem Mörder von Bernhard Aichner, Cover mit freundlicher Genehmigung von Haymon

Interview mit einem Mörder von Bernhard Aichner, Cover mit freundlicher Genehmigung von Haymon

 

Max Broll ist schon ein seltsamer Vogel, möchte ich mal meinen 😉

Bernd Aichinger ist eigentlich sehr präsent. Egal ob bei Facebook, in anderen Blogs oder on der einen oder anderen Zeitschrift. Oft wird über diesen Autor und seinen Protagonisten berichtet. Lange konnte ich mich dem Hype entziehen, aber nun hat es mich dann doch auch endlich erwischt 😉

Wie so oft habe ich die Anfänge verpasst 😉 aber das will ja nix heissen, kann man ja alles noch gut nachholen!

Für mich ist Interview mit einem Mörder der erste Krimi von Bernd Aichinger und es fiel mir definitiv nicht schwer mich mit Max Brot und seinen Freunden zu arrangieren. Klar wäre es top, die Serie mit dem ersten Band zu beginnen, ich würde es anderen Lesern nun auch so raten, da ich überzeugt bin das der Lesegenuss dadurch noch massiv vergrößert wird.

Die ersten Seiten sind mir nicht so leicht gefallen…Bernd Aichinger hat schon einen recht aussergewöhnlichen Schreibstil möchte ich meinen, aber wenn man sich erst mal „eingegrooved“ hat ist es einfach nur der blanke Augenschmaus. Die Sätze kommen kurz und knackig daher und wirken vielleicht im ersten Moment abgehackt, aber wie gesagt, man gewöhnt sich schnell daran. Die Sprache ist genial und die Protagonisten sind schräg und einfach nur Hammer 🙂

Die Geschichte um die es sich in diesem Band dreht ist gut durchdacht. Max Brolls bester Freund ist im Visier eines Mörders, logisch das der gute Max da alle Hebel in Bewegung setzt um ihn zur Strecke zu bringen. Gut das er nicht weiß mit wem er sich hier einlässt, es wird mehr als spannend und hier und da bangt man doch gehörig mit.

Aber ich habe mit diesem Buch nicht nur einen gut ausgearbeiteten Kriminalfall erhalten, nein auch der Humor kam nicht zu kurz. Immer wieder gibt es Szenen, die einem die Lachtränen nur so aus den Augen kullern lassen. Gerne würde ich schon jetzt wissen ob ich dem  afrikanische Dorfpfarrer Akofa auch schon in den ersten Bänden begegnen darf.

Ich bin dann mal weg und gönne mir die ersten Teile 😉

-Die schöne und der Tod

-Für immer Tod

-Leichenspiele

Ach ja, meine Wertung in Sternchen fehlt ja noch…

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension „Mädchenwald“ von Martin Krist

Verlagsinfo, Klappentext

„Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa …«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.“

Seiten: 416

ISBN: 13 9783548287645

Ullstein Buchverlage

 

Märchenwald ist bereits der fünfte Band in dem Kommissar Kalkbrenner mit seiner Kollegin Sera Muth Jagd auf die bösen Jungs und Mädchen machen darf. Ich bin eigentlich seit Band eins mit an Bord und immer wieder begeistert.

Martin Krist hat eine Schreibstil, der den Leser einfach mitreißt. Schnell ist man mitten im Geschehen. Auch wenn man hier vielleicht mal anmerken sollte, das Martin Krise seine Thriller nicht einfach so dahin schreibt. Der Leser ist zwar gleich mit den ersten Sätzen „angefixt“, aber man weiß definitiv nicht gleich wohin der Autor mit einem möchte…Martin Krist ist Meister darin, seine Geschichten in unterschiedlichsten Handlungssträngen aufzubauen. Das macht natürlich auch den gewissen „Suchtfaktor“ 😉 immer wieder kommt es zu schnellen und rasanten Szenenwechseln, die Kapitel sind durchgängig kurz und knapp gehalten und man will als Leser einfach immer nur sofort wissen wie der Handlungsstrang weitergeht, beziehungsweise was gerade aus der anderen Ebene passiert. Dadurch kann es durchaus zu Verzögerungen im Schlafrhythmus oder gar zu verspätetem Arbeitsgebinn führen.

Wer hier nicht stahlharte Nerven hat kann das Buch ganz sicher nicht  aus den Händen legen 🙂 Ich empfehle daher unbedingt genügend Lesezeit einzuplanen um das Werk gänzlich an einem Stück geniessen zu können.

Märchenwald ist ein knallharter Thriller, der mich zu weiten Teilen wirklich mit einer Gänsehaut zurückgelassen hat. Besonders da mir bewusst ist, das Martin Krist hier definitiv nicht nur seine Phantasie spielen lies. Mir ist durchaus bewusst das hier ganz reale „Vorbilder“ vor noch gar nicht langer Zeit aktiv waren. Ich möchte auch hier gar nicht so viel über den Inhalt schwadronieren, ich finde ein Thriller muss, soll und darf überraschen. Daher mein Anliegen: kaufen und lesen!

Was ich aber gerne im Vorfeld erwähnen möchte ist die gelungene Ausarbeitung der Protagonisten. Paul Kalkbrenner und sein Team hat man im Laufe der Bände mittlerweile recht gut kennen gelernt. In jedem neuen Band kommt ein wenig mehr aus dem Privatleben zu Tage und das ist für Serienleser wie mich sehr attraktiv. Sollte ein Leser aber mit Märchenwald einsteigen, so wird er keine Probleme mit den Personen haben, ein Einstieg ist jeder zeit zu jedem Band möglich, da alle Bände in sich abgeschlossen daher kommen und alle nötigen Informationen zu den Hauptprotagonisten vorhanden sind. Aber nicht nur um die Hauptdarsteller kümmert sich der Autor fürsorglich, auch alle anderen „Mitspieler“ sind ausführlich und tiefgründig ausgearbeitet. Es gelingt Martin Krist sogar die „großen, bösen Riesen“ so anzulegen, das ich Kurti in mein Herz schliessen musste.

Dieser Buch war einfach wieder nur der Hammer, auch wenn mir zum Ende hin das eine oder andere vielleicht nicht ganz schlüssig erschien. Martin Krist verbindet gekonnt alle Handlungsstränge zu einem Gesamtwerk welches sich „verschlingen“ lassen kann 😉

Von mir eine Kaufempfehlung!

 

VORSICHT SPOILER !!!

 

Ich bin mir nicht ganz sicher was  Martin zu diesem Band inspirierte, aber ich musste schon stark an Hannibal Lector denken. Und ich gebe zu, bei einigen Szenen hat sich bei mir ganz schön doll das Kopfkino eingeschaltet 🙁 . Auch Rotenburg, welches nur knapp 20 Kilometer von meinem Wohnort entfernt liegt hat ja mit dem Thema des Buches vor gar nicht langer Zeit Furore gemacht…

 

Bewertung: 5 Sterne

 

~BL

Rezension „Die Hexentochter“ von Hans-Peter Lorang

Verlagsinfo, Klappentext

„Im Jahre 1552 wird in Trier der Kunstmaler Philipp Böttcher vor den Augen seiner Tochter Barbel vom kurfürstlichen Baumeister Lutzen erstochen. Barbel gelobt ihrem sterbenden Vater, sich für den Mord und die erpresserische Beziehung des Mörders zu ihrer Mutter Alesia zu rächen. Mutter und Tochter finden mit Hilfe des Benediktinermönches Balduin als Mägde auf einem Gehöft eine Bleibe. Bald geraten die attraktiven Frauen aus Trier in das Gerede des Gesindes. Jeder Anlass wird genutzt, um Alesia Schlechtigkeiten anzuhängen. Schließlich gelingt es den intriganten Zeitgenossen, die Mutter der Hexerei zu verdächtigen und anzuklagen. Nach einem grausamen Hexenprozess auf der Grimburg, wird Alesia gehängt und dann auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Barbel flüchtet in das Kloster Wüstenbrühl. Hier findet sie Aufnahme durch Prior Balduin, der zwischenzeitlich die Leitung des Klosters übernommen hat. Balduins platonische Liebe zu Barbel wird erneut entfacht. Unter den Laienmönchen im Kloster sorgt die Anwesenheit der jungen Frau für Unruhe. Während einer Reise des Priors nach Mainz wird Barbel sexuell missbraucht. Nach seiner Rückkehr erfährt er durch Barbels Beichte von der ihr widerfahrenen Schändung. Der Versuch, den ruchlosen Mönch zur Rechenschaft zu ziehen, endet mit Prior Balduins Ermordung. Barbel gelingt die Flucht aus Kloster Wüstenbrühl. Auf dem Weg zurück nach Trier trifft sie den Wanderhändler Zacharias, der sie mit schändlicher Absicht geschickt betört und an einen Frauenwirt verkuppelt. Noch bevor Barbel als Hure zu arbeiten beginnt, wird sie von dem Trierer Badehausbesitzer Jan Marthes freigekauft. Während sie als Hübschlerin für Jan arbeitet, empfindet sie für ihn große Zuneigung. Bedrückt durch ihr Gelöbnis, versagt sie sich jedoch seiner Begierde. Schließlich erkennt und nutzt Barbel die lang ersehnte Gelegenheit, sich an Lutzen für die erpresserische Beziehung zu ihrer Mutter und den Mord an ihrem Vater zu rächen.“

ISBN: 9783981505474

 

Die_Hexentochter_von_Wuestenbruehl

 

 

Ich habe es bereits mehrfach erwähnt, ich bin ja eigentlich die Krimitante schlechthin, aber hier und da ein Ausflug in das historische Genre muss einfach sein 😉

Dann bin ich über diesen Titel gestolpert. Das Titelbild hat mich gleich in seinen Bann gezogen. Selten spricht mich ein Cover dermassen an. Als ich dann den Klappentext gelesen habe wollte ich gerne mehr…Beim ersten durchblättern habe ich gesehen, das ich auch im Buch selber einige Zeichnungen befinden. Immer zum Beginn eines neuen Kapitels finden wir eine zum Inhalt passende Zeichnung. Ich muss sagen, das mir das wirklich gut gefallen hat.

Kommen wir nun zum Inhalt. Naja, wer den Klappentext gelesen hat wird von der eigentlichen Geschichte nicht wirklich überrascht. Alles startet mit einem Prolog, der den Klappentext zu großen Teilen spiegelt, ich finde dies jetzt aber nicht dramatisch. Wer bereits den einen oder anderen historischen Roman über das Hexenwesen gelesen hat wird merken, dass sich alle ein wenig gleichen, das ist aber auch gar nicht anders möglich. Immerhin beziehen sich die meisten Autoren auf historisch belegte Daten und die sind nun mal so wie sie sind 😉

Ich finde hier liegt die hohe Kunst des Autors mir genau diese Frau und ihr Schicksal eingehend zu beschreiben damit es mir gelingt in ihr Leben und ihre Gefühle einzutauchen. Klar ähneln sich hier die Handlungen, aber das weiss ich im Vorfeld. Ich habe mich in der Geschichte von Hans-Peter Lorang gut aufgehoben gefühlt. Für mich hat er einen flüssigen Schreibstil, in den er hier und da das eine oder andere „alte“ Wort einbringt. Er übertreibt es nicht, sondern streut diese Worte in meinen Augen ganz gezielt, dadurch wird der Lesefluss nicht unterbrochen.

Ich für mich habe das Gefühl, dass der Autor sehr gut recherchiert hat.

In meinen Augen ist dies ein sehr unterhaltendes Buch. Auch wenn es vielleicht keine grundsätzlich neue Geschichte ist, so kann dieses Buch doch mit vielen anderen namhaften historischen Romanen mithalten.

Bewertung: 4 Sterne

~BL

 

 

Rezension „Klios Archive: Historische Kurzgeschichten“ von Astrid Rußmann

Verlagsinfo, Klappentext

„Haben Sie Lust auf einen Trip durch die Weltgeschichte? Wollen Sie gerne dabeisein, wenn Claudius auf seltsame Weise römischer Kaiser wird, wenn der erste Raucher nach Europa kommt und drei Pariserinnen in den Zeiten der Französischen Revolution ihrem außergewöhnlichen Hobby frönen? Dann lesen Sie dieses Buch. Klios Archive – das sind 14 fiktive Miniaturen über weltgeschichtliche Ereignisse von Format, mit denen uns die Autorin einlädt auf eine Zeitreise vom alten Orient in die Moderne. Wenn Sie mehr wollen als immer nur Mittelalter, dann lassen Sie sich ein auf ein Spiel mit den Jahrhunderten …“

KlioCover

Geschichtliche Themen kommen in vielen Büchern schon mal sehr trocken und unpersönlich daher. Hier dürfen wir 14 unterschiedliche Geschichten aus dem historischen Bereich entdecken, die so gar nicht langweilig und „schulbuchähnlich“ daher kommen. Dank der Autorin Astrid Rußman können wir mit diesem Buch einen ganz anderen Einblick in die Geschichte nehmen.

Auch wenn mich das Titelbild jetzt vielleicht nicht gleich im ersten Augenblick aus den „Socken“ gehauen hat, so deutet es doch bereits ein wenig auf den Inhalt hin.

Das Buch beinhaltet 14 verschiedene Geschichten die sich mit unterschiedlichen Zeiten beschäftigen. Man kann so wie ich immer wieder eine kleine Geschichte geniessen um dann am nächsten Tag neu einzusteigen. (Für mich war das die richtige Art, da ich mich erst mit dem sprachlichen Stil anfreunden musste, der aber sehr gut zum Buch passt!!! ) Es ist aber natürlich auch wunderbar am Stück zu geniessen.

Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise durch die Zeit und durch verschiedenen Länder. Ganz besonders finde ich, dass hier nicht nur über die großen Helden der Geschichte berichtet wird, sondern das auch der „kleine“ Mann hier zu Wort kommt. Auch wenn man vielleicht nicht ganz sicher sein kann, ob sich alles wirklich zu zugetragen haben könnte, so scheint doch jede Geschichte für sich sehr authentisch und ich empfinde alles als sehr „real“.

Es gelingt der Autorin die Szenen sehr lebendig zu schildern, schnell ist man immer wieder in der jeweiligen Epoche angekommen. Egal ob wahrhafte historische Persönlichkeit oder ein ausgedachter Charakter, alle Protagonisten sind schön und treffend ausgearbeitet.

Es gibt einen Anhang in dem verschiedene Begriffe dann noch erläutert werden. So etwas finde ich immer sehr wichtig.

Wirklich ein sehr schönes Buch, welches auch ein klein wenig einen „Lerneffekt“ beinhaltet. Locker und flüssig lassen sich die 264 Seiten lesen.

Ich denke nicht nur Histofans kommen hier auf ihre Kosten.

Bewertung: 4 Sterne

~BL

 

Rezension „Zersetzt“ von Michael Tsokos und

Verlagsinfo, Klappentext

„True-Crime-Thriller

BKA-Rechtsmediziner Dr. Fred Abel arbeitet unter Hochdruck an einem großen Fall: Ein winziger Einstich in der Kniekehle eines Toten verrät ihm, dass einer der gefährlichsten Killer der letzten Zeit weiterhin sein Unwesen treibt. Doch bevor Abel ihn stoppen kann, wird er in heikler Mission in den osteuropäischen Pseudostaat Transnistrien geschickt. Dort soll er zwei Mordopfer identifizieren, die in Kalkfässern gelagert wurden und fast vollständig zersetzt sind. Plötzlich steht Abel im Fadenkreuz eines politischen Komplotts. Während einer mörderischen Verfolgungsjagd durch das transnistrische Grenzland muss er seine ganz besonderen Fähigkeiten einsetzen. Und gleichzeitig kämpft in Deutschland das jüngste Opfer des Psychopathen in einem Keller um sein Leben …“

Seiten: 432

ISBN:  978-3-426-51877-9

Droemer Knaur

Zersetzt von Michael Tsokos und Andreas Gößling, Cover mit freundlicher Genehmigung von Droemer Knauer

Zersetzt von Michael Tsokos und Andreas Gößling, Cover mit freundlicher Genehmigung von Droemer Knauer

 

 

Dies ist bereits der zweite Fall, in dem der Rechtsmediziner Fred Abel  seinen Job machen darf. Man muss aber „Zerschunden“ nicht gelesen haben um mit „Zersetzt“ klar zu kommen. Die Protagonisten werden auch hier ausreichend beschrieben. Beide Teile sind in sich abgeschlossen.

Auch in diesem Teil geht es wieder sehr direkt und blutig einher, daher ist auch dieses Buch ganz sicher nichts für „Warmduscher“ !

Man merkt auch diesmal das Michael Tsokos schon weiss von was er schreibt. Als Rechtsmediziner erlebt er bestimmt sehr viel und nichts ist erschreckender als die Realität.

Der Schreibstil ist flüssig und man ist als Leser bereits mit den ersten Seiten mitten drin. Die Kapitel sind eher kurz und daher möchte man doch immer noch schnell ein weiteres lesen 😉 Mir hat hierbei besonders gut gefallen, das die Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben sind. Auch wenn dies nicht immer einfach ist, kann man doch gut umschalten und die jeweilige Sicht der Personen auf sich wirken lassen. Aber wie gesagt, es geht hier wirklich blutig und heftig her. Ich habe bei der einen oder anderen Szene echt eine Pause machen müssen, obwohl ich sonst eher zu der „harten“ Fraktion gehöre…

Eigentlich besteht der Thriller aus drei einzelnen Geschichten, die aber doch miteinander verwoben sind.

Abel wird in den  osteuropäischen Pseudostaat Transnistrien geschickt. Dort soll er zwei männlicher Leichen identifizieren…Leider steht Abel dann sehr schnell mitten in einem politischen Komplott. Mir war es dann zeitweise ein wenig zu viel, wie Abel da versucht seine Haut zu retten. Aber gut, ein Thriller darf, muss und soll für mich auch nicht wirklich nur authentisch daher kommen 😉

Aber auch in Deutschland geht das morden in Abel Abwesenheit weiter. Waterboarding, eine Foltermethode die grausamer nicht sein könnte.

Der dritte Handlungsstrang beschäftigt sich mit einer jungen Frau, die in einem Keller um ihr Leben kämpft. Besonders diese Kapitel sind mehr als eindringlich.

Rasant, grausam und blutig sind für mich die Stichworte zu diesem Buch.

Ich bin schon sehr gespannt auf den dritten Teil, der eventuell schon Anfang 2017 erscheinen wird.

Stern_Bewertung_4-5

~BL

Hörbuchrezension „Bin ich denn der Einzigste, wo hier Deutsch kann?“ von Andreas Hock

Verlagsinfo, Klappentext

„Es war einmal eine Sprache , die vor lauter Poesie und Wohlklang die Menschen zu Tränen rührte. Die von Dichtern und Denkern immer weiter perfektioniert wurde. Die um ein Haar auf der ganzen Welt gesprochen worden wäre. Das aber ist lange her – und ein für alle Mal vorbei.

Heute ist Deutsch ein linguistisches Auslaufmodell! Wie konnte es nur so weit kommen, dass unsere Kids zwar wissen, wer der Babo ist – aber keine Ahnung haben, wer dieser Goethe war? Warum wundern wir uns nicht, wenn uns die Werbung von Care Companys, Createurs d’Automobiles oder Sense and Simplicity erzählt? Und wieso, verdammt noch mal, nennen wir unsere Kinder Justin, Cheyenne oder Jeremy?

Andreas Hock fand Antworten auf diese und viele anderen Fragen über den Niedergang unserer Sprache – der eigentlich vor Hunderten von Jahren schon begann und an dem nicht nur Friedrich der Große, Adolf Hitler oder Helmut Kohl Schuld sind. Sondern voll wir alle, ey!“

ISBN 978-3-86883-690-5
riva
Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann? von Andreas Hock, Cover mit freundlicher Genehmigung von riva

Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann? von Andreas Hock, Cover mit freundlicher Genehmigung von riva

Deutschunterricht in der Schule…ich denke mit Grauen daran zurück. Es steht und fällt besonders in diesem Fach viel mit dem Lehrer.
Die Deutsche Sprache, man sagt gerne sie sei schwierig, das mag auch zu einem gewissen Teil stimmen.
Für mich ist es meine Muttersprache und doch bin ich mir sicher, das ich nicht alle ihre Raffinessen beherrsche 😉 aber ich bemühe mich um die korrekte Anwendung.
Dieses Hörbuch hat mich wirklich beeindruckt.
Wer hier den trockenen Stoff der einstigen Schulstunden erwartet, der täuscht sich ungemein. Hier wird mit viel Wortwitz und einem Augenzwinkern alles was zur deutschen Sprache gehört aufgearbeitet.
Der Autor Andreas Hock spannt einen breiten Bogen und entführt uns in die jüngere Vergangenheit unserer Muttersprache. Die Kapitel sind durchweg recht kurz und somit ist das Hörbuch kurzweilig und spannend. Das Grundthema ist immer das gleiche, aber er bringt uns in unterschiedlichen Abschnitten alle „Feinheiten“ der Sprache näher. Sei es das „Beamtendeutsch“ oder gar die Geschichten der Gebrüder Grimm und deren Herkunft. Alles wird hier eingehend beleuchtet. Auch der momentane Verfall der Sprache hat seinen Platz. Egal ob es sich um Texte der momentan angesagten Rapper oder sonstiger musikalischer Künstler handelt, oder um die glasklare Sprache unserer Politiker die viel reden aber eigentlich nichts sagen 😉
Mich hat dieses Hörbuch nicht nur wunderbar unterhalten, mir konnte der Autor auch die eine oder andere Besonderheit meiner Sprache wieder näher bringen und dafür möchte ich ihm danken.
Bewertung: 5 Sterne
~BL

Hörbuchrezension „Punchdrunk“ von Sven Heuchert

Verlagsinfo, Klappentext

„Der namenlose (Anti-) Held dieser Story, ein ehemaliges gescheitertes Boxtalent, kommt nach einem längeren Auslandsaufenthalt in seine rheinische Heimat zurück. Alkoholkrank und völlig desilliusioniert verfällt er sogleich wieder in eine alte Gewohnheit: Er besäuft sich mit ehemaligen Weggefährten in seiner Stammkneipe. Man erfährt, dass sein Vater wegen Todschlags an dessen Lebensgefährtin im Gefängnis sitzt und seine Mutter nach diesem Verbrechen nichts mehr mit ihrem Sohn zu tun haben wollte. Schonungslos offen und sehr direkt werden verschiedene Episoden aus seinem Leben erzählt. Und alle haben sie etwas gemeinsam: Wut und Sehnsucht.“

Speildauer: ca 93 Minuten

Sprecher: Helmut Krauss

Wortpersonal

Punchdrunk von Sven Heuchert, Cover mit freundlicher Genehmigung von Wortpersonal

Punchdrunk von Sven Heuchert, Cover mit freundlicher Genehmigung von Wortpersonal

Helmut Krauss ist einer meiner Lieblingssprecher, das muss ich gleich mal zu Anfang ausposaunen 😉

Mit ca 93 Minuten ist das Hörbuch eigentlich recht kurz, aber Sven Heuchert hat doch so einiges in seine Geschichte hineingepackt.

Der Klappentext verrät uns ja bereits, das wir es hier mit einer „gescheiterten“ Existenz zu tun haben. Ich möchte auch gar nicht mehr so tief in das Geschehen eingehen, da ich dem Hörer nicht alles Vorweg nehmen möchte.

Die Sprache ist rau und direkt. Wenn man sich als Hörer einhört, sich auf die Geschichte einlässt, erfährt man viel über das Leben des (Anti-) Helden. Kurz und knapp bringt es der Autor auf den Punkt. Das ist in meinen Augen auch eine hohe Schule des Schreibens. Sven Heuchert gelingt es in kurzer Zeit viel Emotion rüber zu bringen. Alles scheint sehr authentisch, wirkt echt und unverfälscht.

Ich selber muss allerdings sagen dass ich dieses Hörbuch wahrscheinlich kein zweites mal anhören werde. Es war für mich auf der einen Seite durchaus sehr hörenswert, was natürlich auch zu große Teilen dem Sprecher „anzulasten“ ist, aber grundsätzlich bin ich kein großer Freund von Romanen dieser Art. Für mich hatte die Geschichte so etwas von den Büchern des großen Autoren Michel Houellebecq und ich könnte mir gut vorstellen, das Freunde dieses Autores hier mehr als begeistert sein dürften.

 

~BL

Rezension „SchattenSucht“ von Nané Lénard

Verlagsinfo, Klappentext

„Trieb die Sehnsucht nach Ruhe und Vergessen zwei Menschen in den Tod? Die mysteriösen Umstände ihrer Selbstmorde lassen die Kommissare Hetzer und Kruse zweifeln. Parallel entdeckt der LKA Beamte Thorsten Büthe in Hannover ein unbekanntes Foto in einer bereits geschlossenen Akte, deren Inhalt er nicht vergessen kann.

Was keiner der Kommissare ahnt, geschieht im Schatten der Hoffnungslosigkeit. Schwerkranke und lebensmüde Menschen suchen im Netz nach Hilfe beim Umsetzen ihrer Tat. Wer die Unterstützung einer Sterbehilfeorganisation nicht in Anspruch nehmen kann, tauscht sich in Selbstmordforen aus. Eine willkommene Spielwiese für jemanden, der seine Mordlust ausleben möchte, bis er sich in einem der Opfer gründlich irrt.“

Seiten: 336

ISBN: 978-3-8271-9435-0

CW Niemeyer

SchattenSucht von Nané Lénard, Cover mit freundlicher Genehmigung von CW Niemeyer

SchattenSucht von Nané Lénard, Cover mit freundlicher Genehmigung von CW Niemeyer

 

SchattenSucht ist bereits der siebte Band aus der „Hetzer Reihe“  Ich denke man könnte durchaus mit diesem Teil einsteigen, da die Autorin jeden Teil in sich abgeschlossen ausgearbeitet hat, aber ich persönlich würde hier ein chronologisches Lesen empfehlen. Wie bei allen Serien entwickeln sich die Figuren hier in jedem Teil ein wenig weiter und es macht einfach Spaß die Entwicklungen zu verfolgen.

Hier die Reihenfolge:

SchattenHaut, SchattenWolf, Schattengift, SchattenTod, SchattenGrab, SchattenSchwur, SchattenSucht

Ich verfolge die Serie um Kommissar Hetzer und sein Team schon seit dem ersten Band. Ich finde die Figuren haben eine tolle Entwicklung durchlaufen. Mit jedem Band wurden mir die verschiedenen Protagonisten immer lieber und einige haben sich schon ganz tief in mein Leserherz geschlichen. Dazu gehört im besonderen die Lady Gaga 🙂

Nané Lénard gelingt es immer wieder nicht nur einen spannenden Mordfall in ihren Büchern zu beschreiben, sie bindet auch oft ein Thema als „Ummalung“ ein, welches den Leser zum nachdenken anregt. Sie rüttelt auf mit den gewählten Rahmenhandlungen. In diesem Band geht es zum Beispiel um Menschen die sich den Tod wünschen, die Selbstmord begehen wollen.  Oft suchen schwerkranke Menschen im Internet nach anderen Menschen die ihnen in diesem Moment helfen und ihnen den Weg bereiten. Niemand möchte unter Schmerzen von der Welt gehen und dies machen sich zum Teil auch nicht so gute und ehrliche Organisationen zu Nutze.

Wie immer ist der Schreibstil gängig und flüssig, der Fall wird zügig aufgerollt und vorangetrieben, es gelingt der Autorin ihre Leser immer wieder neu zu fesseln. Die Spannung ist spürbar, wenn auch nicht dominant.

Hier in dieser Geschichte verschwimmen Begriffe wie Ethik und Moral immer wieder und der Leser wird so ganz automatisch angeregt sich seine eigenen Gedanken zu machen. Sterbehilfe und Suizid sind wahrlich Themen die einem ans Herz gehen.

Ich mag an den Krimis von der Autorin besonders die relativ schnellen Wechsel, die mit kurzen Kapiteln einhergehen. Ich lese immer gerne bis ich ein Kapitel beendet habe, so mitten drin aufhören ist nicht so meins, hier kann man gut von einem zum anderen Kapitel lesen. Wobei….naja so ganz stimmt das nicht 😉 da man um die kurzen Kapitel weiss, ist man oft geneigt zu denken , “ och komm…eins geht noch, bevor du auf den Weg zur Arbeit musst…und dann ach nee, das ist jetzt spannend, da geht doch noch schnell was…“ und Ruckzuck ist man zu spät im Job 😉

Bewertung: 5 Sterne

~BL

NetGalley-Mitglied

Professioneller Leser

Find us @

Blogverzeichnis - Bloggerei.de

Follow



Neu! News-Anmeldung

Möchten Sie die Neuigkeiten von unserem Blog per eMail erhalten? Dann melden Sie sich bitte an.