Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft

Die Leseleidenschaft-Mädels

~Ilb & ~BL

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

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Autoren

Seiten

Rezension “Still” von Zoran Drvenkar

Verlagsinfo, Klappentext

“Ein Mann, der seine Tochter sucht und dabei seine Identität verliert. Ein Mädchen, das seit sechs Jahren reglos aus dem Fenster schaut und darauf wartet, dass ihr jemand den Schlüssel zu ihrer Erinnerung bringt. Vier Männer und eine Mission, die aus Hunger und Disziplin besteht und keine Opfer scheut. Ein Winter in Deutschland, ein See im Wald und Schatten, die sich unter dem Eis bewegen.”

414 Seiten

ISBN: 9783945386002

Eder & Bach

Still von Zoran Drvenkar, Cover mit freundlicher Genehmigung von Eder & Bach

Still von Zoran Drvenkar, Cover mit freundlicher Genehmigung von Eder & Bach

Mein Buchgefühl

Auf vielen Blogs wurde bereits positiv über dieses Buch berichtet. Vielleicht habt ihr es selber schon gelesen? Wenn nicht möchte ich es euch mit meiner Rezi gerne näher bringen ;-)

Der Autor mit dem doch etwas schwierig auszusprechenden Namen war mir kein Unbekannter. Ich habe vor einiger Zeit seine Bücher “Sorry” und “Du” als Hörbuch gehört. Beide Titel haben mir sehr gut gefallen. Daher habe ich mich sehr darüber gefreut dieses Buch in den Händen zu halten. Meine Erwartungen waren wirklich hoch gesteckt und ich muss sagen das sie vollkommen erfüllt wurden.

Zoran Drvenkar hat einen ganz eigenen Stil. Dieser ist in meinen Augen ungewöhnlich und anders und das hat er auch bei diesem Buch beibehalten. Er hat die Gabe mit seiner Art zu Schreiben den Leser zu fesseln und zu faszinieren. Vielleicht scheint es dem einen oder anderen Leser eher ungewöhnlich, aber auf ausdrücklichem Wunsch des Autors wurde hier die  alte deutsche Rechtschreibung verwendet. Mir hat das sehr gefallen und bei vielen Worten sieht es einfach für mich schöner und eleganter aus :-)

Auch in “Still” verwendet der Autor wieder einen Erzählst in drei Perspektiven. In diesem Fall “Du” , “Sie” und “Ich”, so werden die jeweiligen Kapitel auch immer überschrieben. In den  sehr kurzen Abschnitten, die den Leser immer wieder zum weiterlesen anregen (och,  ja …eins geht doch jetzt noch schnell…) wechseln die Sichtweisen. Was allen Ebenen gleich ist, ist der flüssige Schreibstil. Schnell ist man als Leser mitten drin. Auch wenn ich gestehen muss dass ich mir die Zusammenhänge erst “erlesen” musste. Das genau macht aber für mich auf das faszinierende an dem Autor aus.

Die Geschichte an sich ist so faszinierend, wie grausam und unglaublich spannend. Der Plot ist wohl durchdacht und es folgen viele Wendungen mit denen der Leser ganz sicher nicht rechnet. Es gelingt Zoran Drvenkar den Leser  immer wieder mit seinen eigenen Gedanken weiter zu treiben. Viele Szenen lässt er im Ansatz stehen und man hat als Leser sofort Kopfkino!!! Dieses Buch kommt mit wenigen blutigen Details aus, und doch ist die Gänsehaut garantiert.

Über den eigentlichen Inhalt möchte ich hier gar nicht so viele Worte verlieren, da ich finde das man das als Leser besser ganz unbefangen und jungfräulich angehen sollte. Ich denke deshalb ist auch der Klappentext so kurz und knapp gehalten worden. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen. Lasst euch in den Bann von “Still” ziehen.

Was ich aber unbedingt noch erwähnen machte ist die Aufmachung des Buches. Mit Eder & Bach ist ein neuer Verlag auf den Markt gekommen und man merkt das neben dem Autor und der Geschichte auch die Qualität der Buches an sich wichtig ist. Das Buch erscheint als  Klappenbroschur und das Papier fasst sich gut und griffig an.

Von meiner Seite 5 Sterne für diesen Titel. Ich würde ja glatt noch ein Zusatzsternchen vergeben ;-)

Bewertung: 5 Sterne

~BL

Rezension “Nichts ist vergessen” von Johannes Gönner

Verlagsinfo, Klappentext

Aufruhr in der Pfarrgemeinde! Einen Sommer lang ereignen sich seltsame Dinge, die lange Zeit völlig unerklärlich sind: Sabotageakte – aber auch anonyme Geschenke. Menschen lassen sich auf Unternehmungen ein, die ihnen niemand zugetraut hätte. Wie gehen die anderen damit um? Was steckt dahinter? Auch ein dunkles Geheimnis aus der Bauzeit der Kirche um 1900 beeinflusst das Geschehen. Zudem verlagert sich die Handlung immer mehr nach Kreta, in eine Region, die noch reichlich archaische Züge trägt.

ISBN: 9783222134500

311 Seiten

Styria Krimi

 

Nichts ist vergessen von Johannes Gönner, Cover mit freundlicher Genehmigung von Styria Krimi

Nichts ist vergessen von Johannes Gönner, Cover mit freundlicher Genehmigung von Styria Krimi

 

Nichts ist vergessen ist ein Krimi der auf der einen Seite in Wien spielt und auf der anderen Seite seinen Schauplatz in Kreta hat. “Ein Pfarr-Krimi” ist der Untertitel auf diesem Buch. Mein erster Gedanke war, was stelle ich mir denn eigentlich unter einem Pfarr-Krimi vor…sofort kam mir Don Camillo und Peppone in den Sinn ;-) Aber mit diesen beiden hat unser Krimi nicht wirklich viel zu tun.

Johannes Gönner verwebt in seinem Krimi mehrere Geschichten, beziehungsweise verschiedene Schicksale miteinander.

Der rote Faden durch das Buch ist die “Reform”, die Kirchengemeinde soll und muss attraktiver werden. Damit die Gemeinde nicht mit anderen zusammengelegt wird muss mehr Geld her…

Zum einen haben wir Franziska, deren Traum es ist gemeinsam mit ihrem Freund Kostas, dem Griechen, ein altes Gebäude gegenüber der Kirche zu übernehmen und ein Lokal zu eröffnen. Aus diesem Grund hat sie ihre Stelle in der Cansius Pfarre gekündigt.

Dann lernen wir Clara kennen, auch Sie ist ein Mitglied von Pfarrer Stefan Katzners Gemeinde. Anscheinend ist Job kündigen hier ein großes Thema, denn auch Clara will Ihren Arbeitsplatz nicht mehr aufsuchen…Sie steht kurz vor ihrem 20. Hochzeitstag. Dieses Jubiläum soll mit einer großen Feier in der Kirche begangen werden. Clara plant einen richtigen Kracher und alle sind mächtig aufgeregt. Zu diesem Zeitpunkt ahnt noch niemand, das Clara ihre Feier mit einem filmreifen Abgang beenden wird.

Aber eigentlich nennt sich das Buch ja Pfarr-Krimi…

Es dauert ein wenig, bis sich der Krimi aus der Geschichte herauskristallisiert. Man muss als Leser schon ein wenig Geduld aufbringen und sich in die Story einfinden. Es braucht seine Zeit, bis es dann doch kriminell wird.

Der Schreibstil von Johannes Gönner ist nicht ganz so lässig und flüssig, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe doch einige Seiten gebraucht um mich in diese Schreibweise einzulesen.  So richtig spannend und aufregend finde ich das Buch jetzt leider nicht, allerdings hat die Geschichte doch einen gewissen Unterhaltungswert. Ich würde für mich jetzt aber das Hauptaugenmerk nicht wirklich auf den Krimi in der Geschichte legen wollen.

Die Protagonisten sind in meinen Augen schon recht deutlich benannt und beschrieben und die eine oder der andere haben mich schon hier und da zum Schmunzeln gebracht. Die eigentliche Ermittlungsarbeit und die Ermittler stehen in diesem Buch eher im Hintergrund.

Gut gelungen sind die Impressionen von Kreta. Selber bin ich leider noch nie dort gewesen, aber ich muss sagen, dass das Gelesene in mir schon eine gewisse Neugierde wecken konnte.

Wer also einen “richtigen” Krimi sucht, der ist hier vielleicht nicht wirklich gute beraten…aber für alle Vielleser die gerne mal ein Buch ausserhalb des Mainstreams lesen wollen, sollte das Buch eine gute Wahl sein.

Stern_Bewertung_3-5

~BL

Rezension “Die Frauen von Clare Valley” von Monica McInerney

Verlagsinfo, Klappentext

“Der neue große Familienroman der australischen Bestsellerautorin.

Das Valley View Motel im idyllischen südaustralischen Clare Valley wird von der irischen Familie Quinlan geführt, deren unangefochtenes Oberhaupt die liebenswert eigenwillige 84-jährige Lola ist. Sie spannt nicht nur die Brigade ihrer Freundinnen ein, um für das seelische Wohl ihrer Enkelinnen zu sorgen, sondern verkuppelt auch gerne einsame Herzen. Nur ihre eigenen Herzensangelegenheiten sind ein wohlgehütetes Geheimnis. Doch Lolas Freundinnen und die Frauen von Clare Valley sind sich einig: Für die große Liebe ist es nie zu spät.”

ISBN: 978-3-442-47899-6

Goldmann

Die Frauen von Clare Valley von Monica McInerney, Cover mit freundlicher Genehmigung von Goldmann

Die Frauen von Clare Valley von Monica McInerney, Cover mit freundlicher Genehmigung von Goldmann

 

Meine Meinung:
Ein wunderbares Buch zum runterkommen, abschalten und einfach nur genießen…
Wir lernen Lola Quinlan kennen. Lola lebt in Südaustralien, ist 84 Jahre alt,
vor über 60 Jahren aus Irland ausgewandert und sie ist das unangefochtene
Familienoberhaupt der ganzen Familie, die von ihrem Sohn bis zu ihren Urenkeln
reicht.
Sie ist eigenwillig, dies jedoch auf eine ganz bezaubernde Art. Sie hat einen
tollen Freundeskreis anderer betagter Damen und ein Herz aus Gold. Lola ist den
neuen technologischen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen, geht regelmäßig
ins Internet, arbeitet ehrenamtlich in einem Wohltätigkeitsladen und hat einen
äußerst (!) eigenwilligen Kleidungsstil. Sie steht dazu, auch wenn manch andere,
allen voran ihre ungeliebte Schwiegertochter, sie am liebsten ins Altenheim
abschieben würden.
Kurzum – eine alte Frau mit einer jungen Seele, so jemand, wie ihn sich jeder
als Großmutter wünscht.
Von ihr und ihren Ideen, Gedanken und natürlich ihrer ganzen großen Familie und
Familiengeschichte wird hier berichtet.
Monica McInerney hat einen wunderbar warmherzigen, flüssigen Schreibstil, der
einen sofort in die Handlung hineinzieht. Zugegebenermaßen keine hohe Literatur,
aber durchaus ansprechend und fesselnd.
Von mir sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen.
Bewertung: 4 Sterne
~LS

[@Hoebu] Review sneak peek: »Teuflisches Spiel« von Linda Castillo

„Ungleiche Pferdestärken – Unfalltod oder perfider Mordplan?“

Höbu-Review sneak peek:
»Nach “Die Zahlen der Toten”, “Blutige Stille”, “Wenn die Nacht verstummt” und “Tödliche Wut” lässt Linda Castillo die Polizeichefin Kate Burkholder bereits zum fünften Mal in der fiktiven amischen Gemeinde Painters Mill / Ohio ermitteln.

Ohio ist bekannt als “Amish Country” – die weltweit größte Amischen Gemeinschaft. Die Amischen und ihre Pferdewagen, auch Buggys genannt, sind in dieser Gegend überall präsent. Eine andere Kultur, eine andere Lebenseinstellung – ein Ort, an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Idyllisch und friedlich, so meint man. Doch Kate Burkholder wird eines Besseren belehrt, als sie zu einem vermeintlichen Unfall gerufen wird…«

Lust auf mehr? Hier geht’s zur exklusiven Rezension beim Höbu-Blog: 
»Teuflisches Spiel« von Linda Castillo

~Ilb

[@Hoebu] Rezension: »Ein unmögliches Leben« von Andrew Sean Greer

„Eine tolle Geschichte, in der die Liebe größer ist als das Hier und Jetzt“

Höbu-Review sneak peek:
»Zwillinge haben eine ganz besondere Verbindung, so sagt man. Genauso ist es bei Greta und Felix Wells. Sie sind füreinander der Fels in der Brandung, Seelenverwandte und der Mensch, dem Sie alles anvertrauen. Für Greta ist es so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen, dass ihr Bruder “anders ist” und einen Mann liebt. Denn Greta liebt ihren Bruder Felix genauso wie er ist – lebensfroh…«

Lust auf mehr? Hier geht’s zur exklusiven Rezension beim Höbu-Blog: 
»Ein unmögliches Leben« von Andrew Sean Greer

~Ilb

Rezension “Ich schau dir in die Augen, Kleines” von Lars Wandke

Verlagsinfo, Klappentext

“Lars Wandke ist der Hirschhausen unter den
Augenoptikern!

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, so der Volksmund. Doch wie kommt sie überhaupt dorthin? Und wie geht es von dort aus für sie weiter? Ist der häufige Verzehr von Karotten wirklich gut für die Sehkraft oder nur für den Gemüsehändler? Was hat die Sehhilfe von Helmut Kohl mit den Brillen gemeinsam, die Frauen heute in Pornos tragen? Woran erkennt man im 3D-Kino einen Psychopathen? Und warum sollten Sie sich beim ersten Date mit einem Brillenträger unbedingt den Brillenpass zeigen lassen? Die Antworten auf die faszinierendsten Fragen rund ums Sehen und unser wichtigstes Sinnesorgan – hier sind sie versammelt. Das Buch für jeden, der Augen im Kopf hat!”

ISBN: 978-3-442-31363-1

288 Seiten

Goldmann

Ich schau dir in die Augen, Kleines von Lars Wandke, Cover mit freundlicher Genehmigung von Goldmann

Ich schau dir in die Augen, Kleines von Lars Wandke, Cover mit freundlicher Genehmigung von Goldmann

Mein Eindruck

Hier erklärt uns Lars Wandke die Welt des Auges aus seiner Sicht als Augenoptiker.

Lustig und witzig zeigt uns der Autor die eine oder andere Seite des Auges aus seiner Sicht. Ich gebe zu, dass ich mir das Buch im Vorfeld ein klein wenig anders vorgestellt hatte. Wer hier ein trockenes Sachbuch erwartet ist auf der falschen Fährte. Aber es mangelt definitiv nicht an vielen wissenswerten Informationen  rund um das Auge.

Vieles was ich hier gelesen habe war für mich absolutes Neuland und daher sehr informativ. In 20 Kapiteln bringt der Autor Wissenswertes ans Tageslicht. Am Ende jedes Kapitels werden die Erkenntnisse noch mal im Schnelldurchlauf aufgelistet. Dies finde ich sehr gelungen. Diesen Aufbau des Buches finde ich sehr gelungen und ich denke man kann dadurch auch immer mal wieder in einzelne Kapitel einsteigen, wenn man etwas nachlesen möchte.

Grundsätzlich empfand ich den Schreibstil sehr flüssig und gut zu lesen. Der Autor räumt unter anderem mit einigen falschen Annahmen auf. So lernen wir das Karottenessen an sich nicht wirklich einen Einfluss auf unser Sehvermögen hat.

Diese und viele andere Informationen rund um das Auge finden sich in dem unterhaltsamen Buch. Ich könnte mir vorstellen, das es nicht nur für Brillen und Kontaktlinsenträger interessant sein sollte.

Besonders erwähnenswert finde ich die gute Verständlichkeit. Auch wenn man nicht aus dem Bereich der Medizin oder der Augenoptik kommt, kann man das Geschriebene gut umsetzen und begreifen.

Vier Sterne von meiner Seite

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Rezension “Das Krokodil im Silbersee” von Werner Färber

Verlagsinfo, Klappentext

“EIN VERRÜCKTER CAMPINGURLAUB Marco hat keine Lust, im Urlaub zu zelten. Doch als er auf dem Campingplatz am Silbersee Anne und ihren verrückten Bruder Robbie kennenlernt, wird es plötzlich richtig spannend. Robbie hat ein kleines Krokodil, das er wie einen Hund an der Leine herumführt. Wenig später ist das Krokodil plötzlich verschwunden. Marco und Anne wollen herausfinden, was geschehen ist, und kommen einem Verbrechen auf die Spur. Nun sind gute Spürnasen gefragt!

“Marco und Anne geraten in ihr erstes Abenteuer. Auf der Suche nach einem Krokodil zeigen die beiden, dass sie richtig gute Detektive sind. Mit tollen Kochrezepten!” ”

nur als E-Book erschienen
ISBN 978-3-7349-9258-2

Gmeiner Verlag

Das Krokodil im Silbersee von Werner Färber, Cover mit freundlicher Genehmigung von Gemeiner Verlag

Das Krokodil im Silbersee von Werner Färber, Cover mit freundlicher Genehmigung von Gemeiner Verlag

Mein Eindruck

Mich hat Titel des Buches gleich angesprochen. Meine Eltern hatten als ich klein war auch einen Wohnwagen und der stand in einem Ort in dem es einen Silbersee gibt ;-) Auch in diesem See sollten sich alle möglichen Tiere aufhalten, allerdings kein Krokodil ;-)

Werner Färber hat hier einen wunderbaren Kinderkrimi geschrieben. Der Schreibstil ist angenehm und leichtgängig. Ich denke genau das richtige Für die heutigen Kids. Der Autor erzählt von einer Mutter mit ihrem Sohn, die während des Urlaubs einen Campingreiseführer schreiben soll. Marco findet das eigentlich gar nicht gut, er hätte viel lieber etwas anderes mit seiner Mutter in den Ferien unternommen, aber es ist wie es ist…

Als es dann noch zu einer Panne kommt, mag Marco eigentlich gar nicht mehr, doch dann lernen sie Robbie und Anne kennen. Schon sieht Marcos Welt wieder besser aus. Er mag Anne auf Anhieb und das Robbie ein Krokodil hat ist mehr als aufregend. Schnell beschliessen Mutter und Sohn auf dem hiesigen Campingplatz eine Rast einzulegen. Hier treffen sie sich dann auch erneut mit Anne, Robbie und Frau Mahlzahn und das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Gelungen führt der Autor kleine und große Leser durch die Geschichte. Es entwickelt sich ein spannender und kindgerechter Krimi, der auch den einen oder anderen lustigen und komischen Moment bereit hält. Ganz nebenbei entwickelt sich eine  kleine Liebesgeschichte und nicht nur Marcos Mutter und Annes Vater scheinen sich zu mögen ;-)

Was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat sind die Kochrezepte die sich im Anhang ausführlich finden. So kann man nach dem Lesen zusammen noch das eine oder andere Gericht nach kochen. Ich finde das sehr gelungen.

 

Stern_Bewertung_4-5~BL  

~BL

Hörbuchrezension “Tanith Low – Die ruchlosen Sieben” von Derek Landy

Verlagsinfo, Klappentext
“Sie war Walküre Unruhs beste Freundin …

Sie ist cool, sexy und schlagfertig. In Band Fünf der Reihe um den zaubernden Skelett-Detektiv Skulduggery Pleasant hat sie die Seiten gewechselt und seither fragen Fans weltweit: Was macht eigentlich Tanith Low?

Selbstverständlich weiß Derek Landy eine Antwort darauf. Tanith ist natürlich nicht einfach verschwunden! Sie hat eine Gruppe verwegener Halunken um sich geschart, mit deren Hilfe sie die vier Göttermörder entwenden will. Die einzigen Waffen auf der Welt, die einer so mächtigen Zauberin wie Darquise schaden könnten!”

Spieldauer 345 Minuten

Sprecher: Rainer Strecker

ISBN: 978-3-942587-65-5

Tanith Low - Die ruchlosen Sieben von Derek Landy, Cover mit freundlicher Genehmigung von Hörcompany

Tanith Low – Die ruchlosen Sieben von Derek Landy, Cover mit freundlicher Genehmigung von Hörcompany

Mein Hören

Fans von Skulduggery sei gesagt dass die dieses Hörbuch unbedingt!!! hören müssen ;-)

Rainer Strecker ist mal wieder in absoluter Bestform. Er röchelt und schnauft, er schnoddert und spricht wieder einfach genial. Selbst wenn man noch keinen der Skulduggery Bände kennt, so kann man hier Problemlos einsteigen. Tanita Low steht als eigenständige Story da. Die Geschichte lehnt sich zwar an die Skulduggerybände an, immerhin war Tanita Low lange Walküre Unruhe beste Freundin, aber wie gesagt, hier hat Derek Landy ein tolles Spin-off  geschaffen.

Ich liebe die flapsige Art von Landy, seine Sätze sind kurz und treffen. Und genau das kommt Rainer Strecke dann auch entgegen ;-) Er blüht auf wenn Landy seine Protagonisten in wilde Verfolgungsjagden schickt, oder wenn er sie in den einen oder anderen schlagfertigen Dialog stürzt. Auch der schönen Tanita Low ist Rainer mit seiner Stimme gewachsen.

Hier in dieser Geschichte erfährt der Hörer ein wenig aus Taniths Kindheit. Sehr schön ist auch das Wiedertreffen von der einen oder anderen Figur die mir als Skulduggeryfan durchaus gut bekannt ist. Für mich ist dieser Hörbuch eine passende Ergänzung und ich glaube es wäre nicht schlecht wenn Derek Landy auch Tanita Low zu einer Serie ausbauen würde. Ich würde gerne noch viel mehr hören.

Das Hörbuch ist für Kinder zwischen 12 und 15 Jahren ausgewiesen. Ich würde hier aber gerne anmerken, dass einige Kampfszenen zum Teil doch recht ausführlich und brutal daherkommen. Ich denke hier wäre es dann angebracht das Hörbuch vielleicht gemeinsam mit dem Nachwuchs zu hören. Allerdings glaube ich das es auch eine weitaus ältere Fangemeinde  gibt, bei denen es dann nicht mehr auf eine “Jugendschutzfreigabe” ankommt.

Bewertung: 5 Sterne

~BL

 

 

Rezension “Vegan backen für alle” von Björn Moschinski

Vegan backen für alle von Björn Moschinski - Cover mit freundlicher Genehmigung vom südwest Verlag

Vegan backen für alle von Björn Moschinski – Cover mit freundlicher Genehmigung vom südwest Verlag

vegan backen für alle – das Backbuch für Süßes und Herzhaftes

Buchinformationen

Autor: Björn Moschinski
Verlag: südwest
Umfang: 176 Seiten
ISBN: 978-3-517-09250-8

Zum Inhalt

Nach dem obligatorischen Gruß- und Vorwort, geht es backtechnisch gesehen gleich zur Sache. Neben einem kurzen Exkurs zum Küchenwissen werden vegane Grundteig-Rezepte, wie Mürbe-, Hefe- und Rührteig vorgestellt, welche man immer wieder benötigt.

Ob für die Sonntagstafel das “Schokobiskuit mit Tiramisucreme”, für Halloween den “Kürbis-Pie” oder die “Macadamia-Vanille-Sterne” für die Weihnachtsbäckerei – Björn Moschinski stellt süßes oder herzhaftes Backwerk für jeden (feierlichen) Anlass vor. Schön sind auch die ofenfrischen Geschenkideen oder schnellen Backrezepte, wenn unverhofft Besuch vor der Tür steht. Auch das Brot hat eine eigene Rezeptkategorie erhalten. Die tollen Fotos runden das Ganze ab und machen Lust aufs Ausprobieren.

Mein Fazit

Ganz toll fand ich den Ansatz vegan zu backen - frei von Gluten, Soja, Zucker und Weizenmehl. Doch leider wurde das nicht ganz so optimal umgesetzt. Erstens bietet das Buch nicht so viele Rezepte für Allergiker an, wie erhofft. Und zweitens überlässt es Björn Moschinski den Lesern, ob sie beispielsweise Wasser oder Sojadrink für ein Rezept verwenden wollen. Wenn man sojafreie Rezepte anstrebt, dann braucht man meiner Meinung nach keine alternative Zutat sondern nimmt einfach Wasser. Die Liste am Ende des Buches auf der steht, welches Rezept glu­ten­frei, zucker- oder sojaf­rei ist, ist äußerst hilfreich und sollte daher unbedingt von Allergikern beachtet werden. Und dennoch ist Vorsicht geboten, denn das Stollenkonfekt-Rezept wird als glutenfrei deklariert, obwohl 500g Dinkelmehl verwendet wird. Dinkel und Hafer gehören jedoch zu den Zöliakie-aktiven Getreiden und sind daher nicht unbedenklich für Menschen mit einer Gluten-Unverträglichkeit empfehlenswert. Ich hätte mir hier etwas mehr Achtsamkeit und Genauigkeit bei der Rezeptauswahl bzw. der Deklaration der Zutaten gewünscht.

Nichtsdestotrotz gefallen mir die Rezeptideen. Besonders die herzhaften Variationen - wie zum Beispiel der Flammkuchen mit Sauerkraut, Paprika & Räuchertofu – haben es mir angetan. Ich werde noch Vieles ausprobieren – Anlässe gibt es ja genug um vegane Köstlichkeiten zu backen.

Meine Bewertung – 4 von 5 Chefkoch-Büchereulen

Leseleidenschaft_Bewertung_kochende-Eulen_4

~Ilb

Rezension “Schuldlos Tot” von Angela L. Forster

Verlagsinfo, Klappentext

“Petra Taler, Kommissarin aus München, erbt von ihrer Großmutter ein marodes Bauernhausanwesen im Alten Land. Mit der Versetzung nach Hamburg-Harburg gerät sie schlagartig in einen brisanten Fall: Die Ermordung der Tierarztgattin Regine Carlsen aus der Harburger Geldadel-Gemeinde Eißendorf. War sie tatsächlich „ohne Schuld“, wie die Nachricht des Mörders am Tatort lautet? Doch warum musste Regine dann sterben?
Neben Erbstreitigkeiten der Familie, ständigem Stress mit den Handwerkern und weiterem privaten Ärger versucht Taler nun, Licht ins Dunkle zu bringen und die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen beginnt.”

ISBN: 9783862822645

352 Seiten

Acabus

Schuldlos Tot von Angela L. Forster, Cover mit freundlicher Genehmigung von Acaabaus

Schuldlos Tot von Angela L. Forster, Cover mit freundlicher Genehmigung von Acaabaus

Mein Lesen

Gleich in die vollen geht es in diesem Hamburgkrimi. Nach einem kurzen Prolog in dem wir Leser den Tierarzt Volker Carlsen näher gebracht bekommen geht es recht schnell ans “Eingemachte”.

Regine Carlsen, die Frau des Tierarztes wird bestialisch ermordet. Man findet sie in der  Praxis. Ihr Mann Volker und seine Kollegin Brigitte Made sind noch am Leben, aber beide wurden übel zusammen geschlagen. Was ist hier passiert? Das der gute Doktor nicht der treu sorgende Ehemann ist, war eigentlich abzusehen, aber warum musste dann Regine Carlsen sterben? Und vor allem was möchte der Täter mit dem aufgesprayten Schriftzug auf der Trennscheibe sagen? „S. Sine Culpa” ist dort in roter Schrift zu finden. Richard Winter und seine neue Kollegin Petra Taler  müssen nicht nur zueinander finden, nein sie müssen sich auch gegen die Presse durchsetzen. Und auch der smarte Staatsanwalt Lüdersen verlangt ein schnelles Ermitteln.

Vielleicht sind nicht alle Schritte der Kommissarin schlüssig, aber für mich war die Kombination aus Ermittlungen und dem Kampf um die Hauserhaltung durchaus spannend. Zum Ende hin kann der Fall entsprechend gelöst werden und ich kann mir gut vorstellen weitere Fälle  mit diesem Ermittlerteam zu lesen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sich da auch im privaten Bereich bei Petra Taler noch so einiges tut ;-)

Der Schreibstil ist gelungen und ich konnte wirklich zügig Seite um Seite verschlingen. Die Protagonisten wurden gut ausgewählt und sind besonders im Fall von  Petra Taler auch gut und liebevoll ausgebaut und beschrieben. Ich bin ja immer ein Fan von Hintergrundinfos über die jeweiligen Akteure und in diesem Fall wurde das wunderbar eingeflochten. Die Beschreibungen des Häuschens und der Umgebung haben den eigentlichen Kriminalfall gelungen abgerundet.  Ich denke wir haben es hier mit einem Krimi zu tun der nicht rein kriminell daher kommen möchte, sondern auch mit einem kleinen Augenzwinkern die humorigen Momente unterbringt. Wer es also lieber rein klassisch mag ist, vielleicht nicht ganz so glücklich. Aber alle die es gerne auch Spaß beim Krimi haben möchten, sollten sich hier doch Zuhause fühlen.

Bewertung: 4 Sterne

~BL