Über Leseleidenschaft

Leseleidenschaft ist mehr als nur ein Hobby

Leseleidenschaft ist sowohl die unendliche Begeisterung zur geschriebenen als auch zur gesprochenen Literatur. 
Leseleidenschaft ist aber ebenso der Grund, weshalb Buecherloewe ~BL und I_love_books  ~Ilb einst Freunde wurden und beschlossen, von nun an gemeinsam über die Welt der (Hör-)Bücher, eBooks und der digitalen Medien zu bloggen.

Team Leseleidenschaft

Die Leseleidenschaft-Mädels

~Ilb & ~BL

Rezensionsanfragen

Liebe Autoren & Verlage,

wir sind immer auf der Suche nach interessanter Literatur - auch gern abseits des Mainstreams - und würden uns sehr freuen, Ihr (Hör-) Buch / eBook rezensieren zu dürfen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Autoren

Rezension “Der Semmelkönig” von Katja Hirschel

Buecher Loewe Geheimtipp

Klappentext, Verlagsinfo

“„Die Hex ist tot! Die Hex ist tot!“, hallt es durch den Wald des Kindergartens, als die Praktikantin Heidi im bayerischen Bad Berging tot aufgefunden wird. Nicht nur ihre seltsame Verkleidung als Rotkäppchen mit Reizwäsche gibt der Polizei Rätsel auf, sondern auch die engstirnigen Kleinstadtbewohner erschweren dem bayerisch-konservativen Kommissar Maus und seinem hanseatisch-aufgeschlossenen Kollegen Hannes Petersen die Arbeit. Im Laufe der Ermittlungen geschehen weitere Verbrechen. So wird ein stadtbekannter Bäckermeister entführt und alles deutet darauf hin, dass weitere Morde geplant sind. Den beiden ungleichen Kommissaren läuft die Zeit davon und ihnen wird klar, dass sogar sie selbst in Gefahr sind.

Der Erstlingsroman der Münchner Autorin Katja Hirschel begeistert mit bayerischem Flair, Witz und knisternder Spannung bis zum letzten Satz.”

ISBN: 9783862822362

Acabus

Der Semmelkönig von Katja Hirschel, Cover mit freundlicher Genehmigung von Acabus

Der Semmelkönig von Katja Hirschel, Cover mit freundlicher Genehmigung von Acabus

Mein Leseerlebnis

Hier habe ich einen richtig spritzigen Krimi für Euch entdeckt. Es gibt zwei Tote, einen Entführten Backmogul und einen Austauschpolizisten aus dem Norden. Das ist der Rahmen, den Katja Hirschel wunderbar umkleidet. Wir haben es hier nicht nur mit einem gewöhnlichen Bayern Krimi zu tun, ich finde Katja Hirschel ist hier etwas besonderes gelungen. Dieser Krimi ist nicht mit bayrischem Slang überladen und doch kommt immer an den richtigen Stellen die schöne Sprache zum Leser. Auch Landschaftlich bietet uns die Autorin einen ausreichenden Eindruck in Infrastruktur und Struktur des Ortes :-)

Wir treffen hier auf eine reichlich illustre Gesellschaft, und nicht jeder Mitspieler ist gleich auf der Seite der Sympathie zu finden. Da ist zum einen Kommissar Maus und seine Mannen, beziehungsweise Frauen, die es dem Nordlicht Hannes Petersen nicht wirklich leicht machen. Er ist definitiv eine andere Ermittlungsweise gewohnt und muss sich nun im Team zurechtfinden. Dann haben wir die Kindergartencrew, hier scharen sich drei Frauen um den schönen Wolfi, aber nicht lange denn plötzlich ist die Praktikantin tot im Rotkäppchenkostüm gefunden. Als kurze Zeit später die Kindergärtnerin Anni auch noch erschossen wird, muss die Einsatztruppe um Kommissar Maus alle Register ziehen.

Wir erfahren im Laufe des Buches immer neue Einzelheiten über die verschiedenen Bewohner des Ortes. So kommen auch immer mehr Verstrickungen und Verwirrungen untereinander zum Vorschein, als dann noch der Großbäcker und stadtbekannte “Weiberheld”   Josef Möller entführt wird überschlagen sich die Ereignisse. Mit der Entführung beginnt ein weiterer Fall, der irgendwie mit den Morden verwoben scheint.  Der Semmelkönig wurde erpresst und seine zukünftige Schwiegertochter Claudia Hubschmid versucht Licht in das Dunkel zu bringen und begibt sich dabei selbst in Gefahr. Doch auch dem “Nordmann” bleibt nichts erspart….

Mir persönlich ist dieses Buch ein Buecher Loewe Geheimtipp aus folgendem Grund wert:

Ich habe in diesem Buch nicht nur einen gut durchdachten Krimi gefunden, dessen Auflösung zum Ende hin sehr schlüssig aufgebaut wurde. Ich mochte den flotten, frechen Stil den die Autorin hier angewendet hat sehr gerne lesen, die Seiten sind nur so dahingelitten. Die “bayrischen” Gesprächsszenen waren einfach nur himmlisch. hier gibt es wirklich einige Schmunzelmomente ;-) Auch die Figuren sind alle sehr liebevoll ausgearbeitet. Als Beispiel möchte ich hier mal den Chinesen Herr Li erwähnen. Er beliefert unter anderem die Polizeiinspektion mit dem einen oder anderen Imbiss.  Im Laufe der Story stellt sich heraus, dass Herr Li sehr wohl in der Lage ist das “r” auszusprechen, doch  vermeidet er es  in Anwesenheit der Beamten um keine Umsatzeinbußen zu riskieren. Auch allen anderen Protagonisten haucht die Autorin Leben ein. Man könnte fast meinen diesem oder jenem schon mal begegnet zu sein;-)

Anmerken möchte ich auch noch, dass sich auf den letzten Seiten ein umfangreiches Glossar befindet, welches doch sehr hilfreich ist. Ich habe es leider erst nach dem Lesen entdeckt, da ich den Blick auf die letzten Seiten immer gerne vermeide. Ich traue mir da selber nicht über den Weg ;-) und habe einfach immer Angst doch schon die entscheidenden Worte vom Schluss zu erspähen….

Ich vergebe volle 5 Sterne

Bewertung: 5 Sterne

~BL

 

 

Share

Hörbuchfehlgriffe

Leider hatte ich mit meinen letzten Hörbüchern irgendwie kein glückliches Händchen :-(

Ich habe die letzten drei Hörbücher nicht bis zum Ende gehört und alle drei vorzeitig abgebrochen. Ich möchte daher im Moment auch zu keinem dieser Hörbücher eine richtige Rezension schreiben, aber ich möchte euch wenigsten einen kurzen Überblick geben um welche Hörbücher es sich handelt und eine kurze Begründung warum ich mit dem jeweiligen Werk nicht wirklich zurechtgekommen bin.

 

Angefangen hat alles mit “Der Hypnotiseur” von Lars Keppler. Hier habe ich mir die ungekürzte exclusiv Version von audible geladen. Das Hörbuch wird von Simon Jäger gelesen. Eigentlich mag ich ihn als Sprecher wirklich sehr gerne. Ich kann und will auch nicht behaupten, dass es an ihm lag, im Gegenteil, oft höre ich ein Hörbuch eben  wegen dem Sprecher zu Ende. Aber hier kam ich einfach nicht in die Geschichte.

Klappentext, Verlagsinfo

“Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss. Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren…”

Eigentlich hört sich die Story vielversprechend an, aber für mich war irgendwas einfach nur unrund…ich habe dreimal versucht den Einstieg in das Hörbuch zu finden…habe ungefähr 4 Stunden gehört, aber ich habe mich immer wieder dabei ertappt, dass ich der Story nicht folgte, sonder mit meinen Gedanken immer wieder abgeschweift bin. Also habe ich mich vorerst dazu entschieden dieses Hörbuch nicht weiter zu hören.

 

Als nächstes habe ich es mit “Ich bin kein Serienkiller” von Dan Wells versucht. Dieses Hörbuch wird von Stefan Kaminski gelesen. Auch einer meiner Lieblingssprecher.

Klappentext, Verlagsinfo

“Du spürst, da ist etwas Böses in dir. Deine Familie behauptet, es sei bloß Einbildung. Doch du weißt es besser, denn du kennst das Monster, das in dir lebt. Du versuchst mit allen Mitteln, es zurückzuhalten.Verbietest dir selbst den Kontakt zu dem Mädchen, das du liebst, besuchst freiwillig den Psychotherapeuten, hältst dich stets unter Kontrolle. Du hast keine Freunde.

Dein einziges Hobby ist das Einbalsamieren von Leichen im Beerdigungsinstitut deiner Mutter. Doch niemand kann dir helfen. Und diese dunkle Gewissheit ist da. Eines Tages wird das Monster ausbrechen. Du wirst zum Serienkiller werden. Die Frage ist nur – wann?”

Hier haben mir die ersten 4 CDs richtig gut gefallen, die Geschichte ist richtig gut angelaufen, war ein wenig eklig, alles hat gepasst, doch dann fing die Story irgendwie an abzudriften. War vorher alles im eigentlichen Sinne noch real ging es nun doch eher fantastisch zu, es ging ins Übersinnliche und das hatte ich mir nach dem Klappentext nicht erwartet. Vielleicht werde ich die letzten zwei Cds irgendwann noch mal nach hören…aber im Moment habe ich da keine Lust zu.

 

Das dritte Hörbuch im Bunde war “Himmelstal” von Marie Hermanson, gelesen von Achim Buch.

Klappentext, Verlagsinfo

“Himmelstal, idyllisch in den Schweizer Alpen gelegen, ist das Paradies auf Erden. Hier können sich reiche Patienten von ihrem Burnout-Syndrom erholen. Sie verbringen ihre Tage am Pool, genießen die frische Luft und die Aussicht auf die Berge. Als Daniel seinen Zwillingsbruder Max in der Kurklinik besucht, ist er von der »Zauberberg«-Atmosphäre so angetan, daß er beschließt, noch ein paar Tage länger zu bleiben. Max will in dieser Zeit ein paar Geschäfte in Italien erledigen und bittet seinen Bruder, ihn zu »vertreten«. Aber in dem malerischen Alpental ist nichts, wie es scheint, und für Daniel beginnt ein gefährliches Verwechslungsspiel. In ihrem atemberaubenden Psychothriller entwirft Marie Hermanson eine Welt, in der Gut und Böse nicht mehr zu unterscheiden sind.”

Hier kannte ich den Sprecher bis jetzt noch nicht. Ich kann nun nicht sagen, dass mir die stimme unangenehm ist, im Gegenteil sie gefällt mir eigentlich sehr gut, aber das Hörbuch hat mich einfach nur verwirrt. Grundsätzlich empfand ich die Geschichte schon mal spannend aber irgendwie fehlte so ein gewisser “Kick”. Es hat alles einfach nur so vor sich hingeplätschert, daher habe ich mich nach der dritten CD für den Abbruch entschieden.

 

Ich habe ganz sicher noch sehr viele ungehörte Hörbücher hier und mag mich einfach nicht durch irgendwas “durchquälen” müssen…Wobei nicht gesagt ist, dass ich diese Hörbücher nie mehr hören werde. Vielleicht gefallen sie mir ja irgendwann einmal richtig gut und es war jetzt einfach nur nicht der richtige Zeitpunkt. Wer weiss ???

~BL

Share

Rezension “Quadriga” von Thilo Scheurer

Buecher Loewe Geheimtipp

Verlagsinfo, Klappentext

“Frankfurt 1813: Nach Napoléons Niederlage bei der Völkerschlacht von Leipzig werden die preußischen Agenten Leopold Berend und Carl von Starnenberg mit der Zerstörung der französischen Telegrafenlinie beauftragt. Ihr geheimer Zusatzbefehl lautet: Findet die Quadriga! Denn das Wahrzeichen des Brandenburger Tors wurde 1806 von den Franzosen als Kriegsbeute beschlagnahmt. Die Operation hinter den feindlichen Linien entwickelt sich schnell zu einem tödlichen Unterfangen.

Auf tragische Weise kreuzt sich der Weg der Preußen mit dem der Tochter eines französischen Generals. Die junge Frau gewährt den fremden Soldaten Zuflucht. Doch Gut und Böse sind schon lange nicht mehr zu unterscheiden …”

ISBN 978-3-937357-72-0

Bookspot Verlag

Quadriga von Thilo Scheurer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Bookspot

Quadriga von Thilo Scheurer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Bookspot

Mein Buchgefühl

Zurück ins Jahr 1813/14 führt uns Thilo Scheurer in seinem historischen Roman “Quadriga”.

Wir blicken in die Leben von Leopold Berend, Carl von Starnenberg und Portanjov, dem Leutenanten der Kosaken . Sie sollen als eine Art Geheimtruppe nach Frankreich ziehen. Ihr Ziel ist es die Telegraphenlinie von Mainz nach Metz zu zerstören. Desweiteren sollen sie nach der Quadriga suchen die von den Franzosen einst nach Paris verschleppt wurde. Während Carl sehr gespannt auf seinen Einsatz ist, steht für Leo eigentlich ein viel privaterer Sinn im Vordergrund. Er will sich in Paris an der “Bestie” rächen. Der Mann der damals seine Familie ins Unglück getrieben hat. Als 1806 die Französische Armee einmarschierte kam es nicht nur zu Plünderungen, es wurden auch vielen Frauen Furchtbares angetan. Einer der Soldaten hat sich an Leos Schwester vergangen und sie beinahe getötet. Nun vegetiert sie sprachlos und vor sich hin, ihre Seele wurde zerbrochen.

Der zweite Handlungsstrang ist das Leben der französischen Adeligen Isabelle, für sie war der Krieg immer weit weg, doch auch ihr Leben wird beeinflusst. Wir erleben auf der einen Seite die Gräuel der Kriegswirren und auf der anderen Seite die Lebenssituation der Adligen. Zur Feier ihres 21. Geburtstages erwartet sie ihren Vater zurück, doch es sieht so aus als ob der Krieg dies nicht zulässt. Als er dann doch nach Hause kommt, ist er schwer verwundet und lange nicht in der Lage mit seiner Familie zu kommunizieren.

Im weiteren Verlauf der Handlung begibt es sich, dass sich die Wege von Isabelle und ihrer Familie mit denen von Leo und Carl kreuzen. Nun geht das weitere Geschehen leider etwas zügig von statten, da hätte ich vielleicht gerne noch weitere 50 Seiten gelesen, in denen hätte der Autor die Handlung dann doch etwas weiter ausbauen können. Leider kam auch die Suche nach der Quadriga ein wenig zu kurz und hätte durchaus  mehr Raum einnehmen können. Dies ist aber für mich  kein Punkt für negative Kritik.

Sehr eindringlich und ausführlich berichtet der Autor über die damaligen Waffen und ihre Funktionsweisen.

Auch die damalige Bekleidung wird gründlich beschrieben. Für mich war dies sehr spannend zu lesen.

Der Schreibstil ist wirklich flüssig und sehr gut lesbar.

Ich vergebe 5 Sterne

Bewertung: 5 Sterne

~BL 

Share

Rezension “Mord auf Französisch” von Laurent Bach

Klappentext, Verlagsinfo

“Sommer in Südfrankreich: Während sich das beschauliche Städtchen Anduze von seiner schönsten Seite präsentiert, muss Privatdetektiv Claude Bocquillon einen Fall lösen, der es in sich hat. Pascal Melot, mit dem ihn mehr als nur eine Freundschaft verband, ist auf grausame Weise ums Leben gekommen. Die Polizei will den Fall als Selbstmord zu den Akten legen, doch Claude gibt sich damit nicht zufrieden …”

ISBN 978-3-86787-379-6

Bruno Gmünder

Mord auf Französisch von Laurent Bach, Cover mit freundlicher Genehmigung von Bruno Gmünder

Mord auf Französisch von Laurent Bach, Cover mit freundlicher Genehmigung von Bruno Gmünder

Was ich gelesen habe

Hm,  ein Krimi der “anderen” Art…

Ein Selbstmord steht am Anfang dieses Krimis, aber handelt es sich wirklich um einen Selbstmord? Eigentlich lief in Pascal Merlot s Leben doch alles gut. Eigentlich Homosexuell hat er doch seine Liebe zu Frauen entdeckt und wollte Sandrine heiraten. Aber stimmt diese Vita so überhaupt? Claude Bocquillons, selber homosexuell und ein ehemaliger Freund des Selbstmörders glaubt nicht daran. Nun beginnt ein wahres Katz und Maus Spiel welches im Laufe der Geschichte zur Gefahr für Claude und seine Freunde wird.

Der Schreibstil ist leichtgängig und ich finde die Protagonisten recht gut beschrieben. Stärken und Schwächen der einzelnen Hauptfiguren wurden ausreichend und stimmig dargestellt. Der Sommer in Südfrankreich springt beim Lesen über, man hat den Lavendelduft in der Nase :-)

Claude kann und will seine Homosexualität nicht zum Thema in dem kleinen Städtchen machen, er hat Bedenken, dass  sein Privatdetektiv sein dann ein Ende hätte und er ohne Aufträge nur noch als Kellner arbeiten könnte.

Ich gebe zu, dass ich mich bei einigen Szenen doch etwas schwer getan habe, klar bei den meisten Krimis gibt es nebenbei eine mehr oder weniger ausgebaute Lovestory. Gut und die eine oder andere Sexszene findet sich auch immer wieder, aber für mich war es doch am Anfang etwas befremdlich von Zärtlichkeiten zwischen Männern zu lesen. Darüber wird doch eher selten geschrieben. Doch wenn es, wie in diesem Roman geschehen, so ästhetisch daher kommt, spielt es sich für den Leser als ganz natürlich ein.

Besonders für “Krimivielleser” zu empfehlen, da dieser Krimi doch mal ganz “anders” unterhält ;-)

Ich vergebe gute 4 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

~BL

 

Share

Rezension “Die Ernte” von Scott Nicholson

Horror, Since Fiction oder ?

Ich mag mich nicht wirklich entscheiden welchen Aspekt der Autor für sich eher gewichtet hat.

Auf alle Fälle treibt ein Alien sein Unwesen in den südlichen Apalachen. Es fällt vom Himmel und findet ausreichend Nahrung im Humus und in den Pflanzen des Waldes. Die Kreatur wächst und zieht unaufhaltsam weiter, zurück bleiben verdorrte Wiesen, verwelkte Blumen und zerstörte Bäume. Auch vor Menschen macht sie nicht halt.

Eine kleine Gemeinde, die aus sehr unterschiedlichen Charakteren besteht muss nun um ihr Überleben kämpfen.

Der Autor hast hier einen bunt zusammengewürfelten Trupp Menschen erschaffen, wie er so oder ähnlich bestimmt hier und da zu finden ist. Allerdings hat er hier schon ganz speziell alles in seine Gemeinde verpflanzt, was auf zukünftige Schwierigkeiten hindeutet.

Eine Hauptprotagonistin ist Tamara, sie lebt mit Robert zusammen, aber die Ehe ist nicht wirklich glücklich. Tamara hört Stimmen und Robert ist davon sichtlich genervt. Weiter gibt es eine illustre Gemeinde. Wir haben eine Kirchengemeinde, bei welcher der Priester eher wie ein TV Star rüber kommt.  Es gibt den Alkoholiker, der seinen Hof verfallen lässt, dann ist noch ein reicher Bauunternehmer vor Ort und ein verbitterter Einsiedler. Alle Menschen stehen irgendwie in Verbindung und alle merken dass in ihrem Ort etwas nicht stimmt.

Menschen die mit dem Alien in Berührung kommen verwandeln sich in eine Art Zombie. Kann es einer Handvoll Bürgern gelingen das Alien zu stoppen?

Der Schreibstil ist nicht durchgängig flüssig, sondern verfällt besonders in den  Gesprächs Sequenzen und den  Momenten in denen die “Gedankengänge” des Aliens aufgeführt werden in eine Langatmigkeit die mir nicht so gefallen hat. Ich denke das dieses Buch für  Horrorfans oder SF Fans bestimmt recht interessant ist. Ein Unterhaltungswert ist gegeben und das Preisleistungsverhältnis ist durchaus gut.

Ich vergebe 4 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Share

Rezension “Vermont II – Die schwarze Galeone” von Erik Arnold

 Klappentext 
1799 n. Chr. terrorisiert ein mysteriöses Piratenschiff die karibischen Inseln. England sendet ein Kriegsschiff aus, um seine Kolonien zu schützen und um den Feind zu versenken. Die Pharao, ebenfalls ein Freibeuter, gerät in Verdacht, dieses marodierende Schiff zu sein. Verwechslungen, wilde Seeschlachten und eine nahezu aussichtslose Liebe sind die Folgen des Eingreifens der Briten. Ein aufregender Abenteuerroman mit ergreifender Spannung, die Sie nicht mehr loslässt.
Mein Buchgefühl
Endlich kann ich Lydia wieder treffen!!! Lange habe ich auf sie gewartet und nun ist das Wiedersehen schon wieder so schnell vorbeigegangen:-(
Erik Arnold gelingt es den Leser  mit seinem Buch um  Piratenkapitän Lydia Vermont  zu verzaubern. Auch Menschen die eigentlich keine Piratengeschichten mögen sollten dieses Buch lesen, es ist so viel mehr als das!!!
Auch in “Vermont II – Die schwarze Galeone” erleben wir mit Lydia wieder jede Menge Schlachten. Es geht ganz sicher nicht unblutig zu aber dem Autor gelingt es, alles eindringlich aber dennoch  so zu umschreiben dass man als Leser damit umgehen kann.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Lydia darf sich verlieben, aber leider scheint diese Liebe unter keinem guten Stern zu stehen und als dann noch die schwarze Galeone am Horizont auftaucht ahnt der Leser schon, dass es diesmal sehr schwierig werden soll. Die Mannschaft um Lydia herum hat es hier nicht mit einfachen Gegnern zu tun, nein auf der schwarzen Galeone liegt ein Fluch und es ist ungewiss ob es Lydia mit ihren Mannen gelingen kann diesen Bann zu brechen.
Ich hatte mir dieses Buch als ein ganz besonderes Urlaubsschmankel aufgehoben und habe mich zwei Tage “hinwegtragen” lassen. Mein Lesen habe ich nur für kurze Strandspaziergänge unterbrochen um die Seeluft auch mal selber um die Nase wehen zu lassen. Beim Blick auf die See und das ruhige Wasser träumte ich mich auf die Pharao.
Seht ihr sie, die Pharao? Ganz hinten am Horizont...da muss sie gleich kommen....

Seht ihr sie, die Pharao? Ganz hinten am Horizont…da muss sie gleich kommen….

Ich vergebe volle 4 Sterne
~BL

Share

Rezension “Jahrhundertspiel” von David Jonathan

Klappentext, Kurzinfo

“Als Henner Klaasen sein Unternehmen verliert, tritt er das Erbe seines Großvaters an und beschäftigt sich mit Ahnenforschung. Was er nicht weiß: Vor 400 Jahren gehörte seine Familie zu einer Bruderschaft, die bis heute fortbesteht und aktiv in die Entwicklung der Stadt eingreift. Ein Wettlauf um Macht und Einfluss beginnt. Verschiedene Rätsel führen Henner Klaasen dabei tief in die Geschichte Hamburgs, die durch vier Familien noch immer ungeahnt in die Gegenwart wirkt. Doch Henner Klaasen will in diesem ,Jahrhundertspiel‘ nur das Ansehen seiner Familie wiederherstellen – und den Schatz der ,Fratres coniuncti‘ finden.”

 

Jahrhundertspiel von David Jonathan, Cover mit freundlicher Genehmigung von David Jonathan

Jahrhundertspiel von David Jonathan, Cover mit freundlicher Genehmigung von David Jonathan

Was ich gelesen habe

Ich bin ein riesiger  Fan von Geheimgesellschaften, Bruderschaften und Hamburg. All das und noch viel mehr  verspricht der Klappentext.

Auf ca 250 Seiten nimmt uns David Jonathan mit in die Vergangenheit von Hamburg. Zuerst führt uns der Autor etwas Tiefer in das Leben von Henner Klaasen ein. Er hat seine Unternehmen verloren und auch im Privaten läuft es nicht wirklich gut bei ihm. Seine Frau will die Scheidung und geht mit den Kindern aus der gemeinsamen Wohnung, es kommt wie so oft, der Streit um die Habseligkeiten beginnt. Henner verläßt die Wohnung und findet bei einem alten Freund Unterschlupf. Nun besinnt er sich auf seine Wurzeln. Henners Großvater hat sich immer schon mit Ahnenforschung beschäftigt und es erscheint Henner nur richtig, dass er hier weitermacht. Und nun geht die Geschichte richtig los. Der Autor schreibt hier einen Roman der im Jetzt spielt, und dennoch so tief mit der Vergangenheit verwoben ist, dass auch Freunde von historischen Romanen auf ihre Kosten kommen sollten.

Im Laufe des Romans tauchen 5 Familien auf, deren Wurzeln 400 Jahre zurückliegen. Wir verfolgen das Leben und Wirken der 5 Familien, auch heute noch haben 4 davon die Finger tief im aktuellen Hamburger Geschehen. Dieser Roman hat viele Seiten. Zum einen haben wir hier etwas für die Fans von historischem Lesestoff, aber auch für die Krimiliebhaber gibt es einiges und die Freunde von Verschwörungen und Geheimnissen kommen alle Mal zum Zug. Also ich denke dieser Roman ist einer in allem :-)

Ich vergebe gute 4 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

~BL

 

Share

Rezension “Blutnächte” von Matthias Deigner

Klappentexte:

Blutnächte, Anthologie mit Horror Kurzgeschichten – Matthias Deigner

Horror Kurzgeschichten die eine ganze Bandbreite unterschiedlicher Stilmittel einsetzen um dem Horror als solches zu huldigen.

Geister, Vampire, Gespenster, Blut, Macht, Hexen. Horror ist vielfältig und kann Schocken, Gruseln, den Leser zum Lachen und auch zum Weinen bringen. Am Ende aber sollte Horror immer auch ein kurzes Aufatmen verursachen, dieses Aufatmen weil es vielleicht zum letzten Mal passiert.

 

Blutnächte von Matthias Deigner, Cover mit freundlicher Genehmigung von Matthias Deigner

Blutnächte von Matthias Deigner, Cover mit freundlicher Genehmigung von Matthias Deigner

Mein Lesen

Es ist immer sehr schwierig eine Kurzgeschichtensammlung gerecht zu bewerten. Es wird wohl immer Geschichten geben die dem Leser besonders gut zusagen und dann gibt es vielleicht die eine oder andere Geschichte die eben nicht schlecht sind, aber auch nicht aus dem Werk herausragen.

Im Fall von Blutnächten kann ich nur von kurzweiliger, guter Unterhaltung berichten. Mathhias Deigner gelingt es in kurzen Geschichten das nötige Gruseln aufkommen zu lassen. Dabei hat er es nicht nötig mit ekligen Details daherzukommen. Hier kommt das Grauen durch die eigenen Gedankengänge auf. Dies gefällt mir wirklich gut, ich mag es wenn alles nur umschrieben ist und ich mir quasi selber den Rest dazureime. Damit möchte ich aber nicht sagen, dass wir es hier mit unvollkommenen Stories zu tun haben, das ist mitnichten so. Der Autor gibt seinen Kurzgeschichten jeweils ein stimmiges Ende.

Ich habe für mich drei Lieblingsgeschichten auserkoren. Diese wären zum einen “Der Schulordner” und zum anderen “Nächtliches Glimmen” und als dritte “Balkenknarren”.

In “Der Schulordner” lernen wir Timi kennen der durch eine fehlgegangen Beschwörung zu einem geheimnisvollen Order kommt. “Nächtliches Glimmen” nimmt uns mit zu einer Studentenfeier die am Rande eines Moores stattfindet. Allerdings ranken sich einige schlimme Geschichten um das Moor. Auf Gespensterjagd gehen wir in “Balkenknarren”

Wer gerne kurze schnelle Geschichten liest, die nebenbei auch gruselig sein dürfen, der ist mit “Blutnächte” gut bedient.

Ich vergebe 4 Sterne

Bewertung: 4 Sterne ~BL

 

Share

Rezension “Totenkünstler” von Chris Carter

Verlagsinfo, Klappentext

“Die Angst geht um beim Los Angeles Police Department. Wer von ihnen wird das nächste Opfer? Ein brutaler Mörder tötet Polizisten und formt aus ihren Körpern abscheuliche Figuren. Er versteht sich als Künstler. Und genau da setzen Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia mit ihren Ermittlungen an. Hunter weiß, wie Mörder denken. Und das könnte sein Todesurteil sein.”

 

Was ich über das Buch denke

Wir haben es hier ganz in gewohnter Chris Carter Manier, mit einem blutigen Thriller zu tun. Hier gilt meine Empfehlung, dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Der Autor bedient schon alle Thriller Klischees und treibt seine beiden Helden Robert Hunter und Carlos Garcia durch viele blutige Tatorte. Auch diesmal haben die beiden es mit einem ganz aussergewöhnlichen Serienkiller zu tun. Er zerstückelt die Leichen und lässt an den Tatorten “Kunstwerke” aus den abgetrennten Körperteilen zurück. Lange tappen die Ermittler im Dunklen und ein Mord folgt dem nächsten.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, so dass einem die Seiten quasi glatt durch die Finger rauschen. Auch in diesem Band erfahren wir wieder einige Details aus Hunters Leben. Dies finde ich für mich persönlich sehr gelungen, da es im Laufe der Serie die Helden etwas tiefgründiger macht. Mit dem Totenkünstler haben wir bereits den vierten Fall der beiden vor uns liegen.

Angefangen hat alles mit “Der Kruzifixkiller” , dann kam “Der Vollstrecker”, diesem folgte “Der Knochenbrecher”. Die Titelbilder haben in sich einen hohen Wiedererkennungswert. Auch wenn sie alle doch unterschiedlich aussehen, erkennt man die Zusammengehörigkeit der Bände.

Alle vier Bände sind in sich abgeschlossen und man muss sie nicht chronologisch lesen. Ich selber bin aber froh, dass ich die Hunter-Garcia Serie bereits vom ersten Band an verfolgt habe.

Alle Bände der Hunter-Garcia Reihe wurden auch als Hörbuch herausgebracht, eine gute Alternative zum selber lesen. Hier würde ich dann allerdings immer die ungekürzte Version bevorzugen.

Mir hat der Totenkünstler sehr gut gefallen, das war mal wieder ein Buch bei dem das weglegen nicht möglich war.

 

Ich vergebe 4 Sterne

Bewertung: 4 Sterne

~BL

Share

Rezension “Elche morden nicht” von Henry-Sabastian Damaschke

Klappentext

“Der Rechtsmediziner Henrik Fels hängt aufgrund einer Erkrankung seinen Job an den Nagel und ist fortan als Krimiautor erfolgreich. Seinem Hang als “forensisches Trüffelschwein” – so seine Kritiker und Kollegen – entsprechend, kann er es nicht lassen, Morde aufzuklären.
So gerät der Protagonist immer wieder in verhängnisvolle Situationen, die nach Aufklärung schreien. Seine Reise führt ihn ins ferne Norwegen, das er liebt. Er ist auf der Flucht, vor der Liebe, seinen Fehlern und Schwächen. Zudem sollte er sich auf Anraten seines Arztes dringend erholen, aber er gerät in eine unglaubliche Mordserie.”

 

Elche morden nicht von Henry-Sebastian Damaschke, cover mit Genehmigung von Henry-Sebastian Damaschke

Elche morden nicht von Henry-Sebastian Damaschke, Cover mit Genehmigung von Henry-Sebastian Damaschke

 

Mein Mann und ich lieben den Norden,  für uns ist Dänemark das Traumland, aber auch Norwegen ist bestimmt mal eine Reise wert :-) .

Und wer einmal in die Augen eines Elches blicken durfte, der wird diesen Blick immer im Gedächtnis haben.

Ree Park Ebeltofft, 2012

Ree Park Ebeltofft, 2012

 

Mein Buchgefühl

Henry-Sebastian Damaschke nimmt uns in seinem Buch “Elche morden nicht”  mit auf die Reise.  Die Reise des Lebens !!!

Henrik erlebt gebündelt das, was viele von unseren Mitmenschen durchmachen müssen. Nach einer schweren Erkrankung kann er seinen Job nicht mehr ausüben, nun versucht er sein Glück als Schriftsteller. Seine Ehe ist in die Brüche gegangen und wie leider viel zu oft üblich entsteht daraus ein massives Problem mit der Ex. Plötzlich ist aus einstiger Liebe Hass geworden und eine Gängelei folgt der nächsten. So ähnlich sieht man es allenthalben um sich herum, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht. Wohl dem, der wie Henrik die Möglichkeit findet sich zurückzuziehen.

Für Henrik heißt es fliehen. Fliehen vor der Welt, der Exfrau, den Problemen und vielleicht sogar vor sich selbst. Wer mag das zu beurteilen…

Allerdings ist auch im fernen Norwegen nicht alles “Elch” was den Weg kreuzt. Schnell wird aus dem Wunsch nach Erholung und Vergessen eine wilde Hatz.

Der Schreibstil ist gefällig und so lässt sich das ganze Werk sehr unterhaltsam geniessen. Die Beschreibung der norwegischen Landschaft hat mir gut gefallen und ich hätte mir gewünscht selber im See zu baden :-)

Ich habe dieses Buch nicht nur als Krimi gelesen sondern als viel mehr…Gut der kriminelle Aspekt hätte durchaus weiter ausgebaut werden dürfen, da wären bestimmt locker noch einige weitere Seiten zu füllen gewesen;-). Daher freue ich mich schon sehr auf das neue Werk des Autors. Der nächste Band um Henrik heißt  ”Der Tod der Verlegerin” .

Ich vergebe 4 gute Sterne für kurzweilige Unterhaltung

Bewertung: 4 Sterne

~BL

 

Share